AgiHammerklau schrieb:
@speedlimiter
Wer so fahrlässig mit medizinischen Rechnern umgeht, sollte sich besser zurückhalten, irgenwelche Vorwürfe an Softwarehersteller zu richten.
Zuerst muß der Admin kompetent sein und sollte die illegalen download-Möglichkeiten unterbinden.
Da die Systemabbilder (wenn überhaupt vorhanden) wahrscheinlich auch verseucht sind, hilft nur eine Neuinstallation.
WSUS ist in diesem Fall wohl irrelevant, da ein zusätzliches Programm die Viren und Malware wohl vorher erkannt hätte.
Danach "rumzudoktorn" ist immer zum scheitern verurteilt.
Das erwähnte Risiko für Menschenleben hat der Admin, durch seine Nachlässigkeit, zu verantworten und kein Programm.
Deiner Aussagen entnehme ich, dass du wahrscheinlich nicht in so einem Umfeld arbeitest. Ich möchte mich garnicht aus der Schuld nehmen, wenn es um unsere Sicherheitsrichtlinien vor dem Virenbefall geht, aber das ist eine nicht zutreffende Darstellung deinerseits.
Illegale Downloadmöglichkeiten gab es vorher bereits nicht, dafür sorgen Firewall, Proxy Server mit Authentifizierung/ Filter, DMZ, AntiVir Webgate etc. Bedeutet, es kann wohl nur ein infizierter Stick gewesen sein. Und da haben wir das wohl größte Schlupfloch. Es war seitens der Leitung nicht vorgesehen, eine Sperre für externe Datenträger einzuführen, obwohl von uns darauf hingewiesen. Mittlerweile gibt es diese übrigens, zu unserem Leidwesen. Man kann also sagen, dass zumindest im Rahmen unserer Möglichkeiten als IT-Abteilung alles getan wurde bis auf eine zentralisierte Möglichkeit zu sorgen, seinen PC mit Windows Updates zu versorgen.
Nun zu der AntiViren Lösung (also spez. AntiVir in unserem Fall): Diese ist ja wohl einerseits dazu da, einen Befall zu verhindern,
welches fehlgeschlagen ist. Nach einem Befall sollte man in der Lage sein, die Bedrohung zu blockieren bzw. zu entfernen.
Dies ist ebenfalls fehlgeschlagen. Als letztes sollte man den Support bemühen müssen. In unserem Fall führte das
ebenfalls zu keinem verantwortbarem Ergebnis. Die Konsequenz wäre gewesen mit einer AntiVir-Boot-CD an jeden Client/ Server zu gehen, was natürlich auch nicht geholfen hätte, da das Scanergebnis das gleiche war und es einen Ausfall des Systems für mehrere Tage geheißen hätte.
Das als Herumdokorn zu bezeichnen, kann ich nicht nachvollziehen. Schließlich haben wir uns an die Anleitung des Antivir Supports gehalten, den man schließlich jährlich und nicht zu knapp bezahlt. Die unternommenen Schritte hätte wohl jeder unternommen. Man kann nur festhalten, dass AntiVir in diesem Fall komplett versagt hat.
Ein Risiko für ein Menschenleben trägt übrigens nie ein IT-Mitarbeiter o. Admin, das bleibt zum Glück beim behandelnden Arzt. Wäre ja zu schön in der gleichen Gehaltsregion zu sein, da man ja das gleiche Risiko trägt. Ein System darf nie alleine die Grundlage für ein Handeln des Arztes sein. Ansonsten wäre es im med. Bereich wohl auch garnicht zugelassen. Mittlerweile verlassen sich aber die Ärzte und sogar das Pflegepersonal so sehr darauf, dass ein Ausfall zum kompletten Stillstand führt. Aber das gehört nicht in diesen Bereich.