Welche RAM Geschwindigkeit habe ich jetzt? 3600MHz oder weniger?

Banned schrieb:
Ich meine schon als Boot-Medium starten. Ich würde so einen Test nicht unter Windows ausführen, denn Windows belegt doch immer einen nicht kleinen Teil des Speichers.
Du hast es nicht verstanden.

MemTest: wenn man defekte Speicherzellen finden will
TestMem: wenn man übertakteten RAM auf Stabilität testen will.
 
Banned schrieb:
Ich meine schon als Boot-Medium starten.
Das ändert aber an der Testweise von Memtest86 nichts, da hat er nämlich schon recht. Eine Kombination aus beidem wäre ideal. Gibt es bestimmt auch Tools für. Ich hatte jetzt auch gerade einen Fehlerhaften RAM und benutze gerade verschiedene Tools zum Testen. Windowsspeicherdiagnose, TestMem5, Prime95 (Die Option für RAM und Memory Controller) und als erstes Memtest86.
 
DJMadMax schrieb:
Du hast es nicht verstanden.

MemTest: wenn man defekte Speicherzellen finden will
TestMem: wenn man übertakteten RAM auf Stabilität testen will.

Und mit MemTest kann man den RAM nicht auf Stabilität testen, oder was? Natürlich kann man das auch, nur nicht Windows-spezifisch. Hier stellt sich dann die Frage, inwiefern das wirklich ins Gewicht fällt, oder anders gesagt, ob die Patterns von MemTest die Windows-spezifische Speicherverwendung nicht auch abdecken bzw. ob es Fälle gibt, wo hier Fehler auftreten, die unter MemTest nicht auftreten.

Die Temperaturentwicklung ist sicherlich nicht in allen Speicherzellen gleich, innenliegende werden z.B. wärmer sein als ganz außen liegende. Die Temperatur kann aber entscheidend sein für die Stabilität. Die Speicherzellen werden nicht bei jedem Start gleich belegt, die von Windows (bzw. Programmen unter Windows) belegten Anteile werden von dem Programm nicht getestet.


DJMadMax schrieb:
@Oc3an
So nach 4-5 Minuten sollte ein einzelner Testrun durch sein. Wenn da keine Errors auftauchen, sollte alles paletti sein.

Alleine diese Aussage zeigt schon deine Kompetenz bei der Thematik. Du hast den Faktor Temperatur und dessen möglichen Einfluss auf die Stabilität einfach null auf dem Schirm.

Und aus diesem Grund ist es auch komplett albern, anzunehmen, nach einem 4-5 minütigen Test sei "alles paletti".

Will man RAM richtig testen, muss man dies mehrere Stunden tun, um den Faktor Temperatur mit einzubeziehen. Es spricht nichts dagegen, nach MemTest auch noch mit diesem Programm zu testen, aber ein einzelner Test von wenigen Minuten alleine hat nur sehr begrenzte Aussagekraft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oc3an schrieb:
Den gibt es gar nicht bei chip.de als Download. Habe eben gegoogelt, aber will auch nicht von einer unbekannten Seite etwas installieren.
Ähm! Niemals Chip verwenden! :D So wäre es richtig!
 
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@Banned
Du verstehst es auch weiterhin nicht, was sehr schade ist.

Aber gut - nutze ruhig weiterhin NUR MemTest(86), ich nutze - gemäß meiner von dir ja aberkannten Kompetenz - je nach Einsatzzweck beides :)
 
DJMadMax schrieb:
@Banned
Du verstehst es auch weiterhin nicht,

Solange es für dich Sinn macht, ist doch alles gut. :p

(Die Temperatur spielt eben nicht nur bei defekten Speicherzellen eine Rolle, das verstehst du einfach nicht.)

Aber hör bitte auf, hier Nutzern einzig einen 4-5 minütigen Test zu empfehlen, um ihren RAM auf Stabilität zu testen. Das ist einfach fahrlässig.
 
@Banned und @DJMadMax
Ihr habt ja in euren jeweiligen Punkten nicht unrecht. Naja höchstens die Aussage, dass nach 5 Minuten testen alles paletti ist. Das ist käse und taugt gerade mal für einen Schnellschuss. Es ist ansonsten ratsam verschiedene Tests laufen zu lassen und das über einen längeren Zeitraum. Paar Stunden sollten für den üblichen Alltag eines Desktop PCs reichen.
 
Poati schrieb:
Naja höchstens die Aussage, dass nach 5 Minuten testen alles paletti ist
Zum Glück stammt die Aussage so (pauschal) ja nicht von mir. Gemeint ist die Nutzung des XMP-Profils des TE, nicht die komplette Allgemeinheit!

Davon abgesehen:
Bitte einfach mal das GEGENTEIL beweisen. Selbst mal den RAM so einstellen, dass er in Windows instabil wird, gleichzeitig im TestMem5 aber KEINE Errors nach 4-5 Minuten audwirft, da bin ich aber mal gespannt.

Darüber hinaus jedoch hat sich bisher TestMem5 ala äußerst zuverlässig bei mir erwiesen und Instabilitäten bei übertaktem RAM und RAM-Controller innerhalb weniger Sekunden erkannt, wo MemTest teilweise 30 Minuten ohne auch nur den Hauch eines Fehlers auszugeben durchrennt - bravo.

Zum Temperaturthema: TestMem5 bringt den RAM innerhalb kürzester Zeit ans Maximum der Leistungsaufnahme, was daran liegt, dass hier riesige Adressbereiche des GESAMTEN verbauten Arbeitsspeichers zu gleich unter Belastung stehen und mittels Checksum geprüft werden. Das sieht man auch schön im Screenshot von @Oc3an wo die vollen 16 GB komplett in Nutzung sind.
 
DJMadMax schrieb:
Zum Glück stammt die Aussage so (pauschal) ja nicht von mir. Gemeint ist die Nutzung des XMP-Profils des TE, nicht die komplette Allgemeinheit!

Davon abgesehen:
Bitte einfach mal das GEGENTEIL beweisen. Selbst mal den RAM so einstellen, dass er in Windows instabil wird, gleichzeitig im TestMem5 aber KEINE Errors nach 4-5 Minuten audwirft, da bin ich aber mal gespannt.
Für beides habe ich hier gerade einen Fall liegen und einen Haufen getestete und Troubleshooting durch. Hab dazu auch einen eigenen Thread, wo ich erst das Mainboard in Verdacht hatte, weil das Verhalten des RAMs so unwillkürlich ist. Bei mir begann die Story aber mit Abstürzen beim Zocken, die vor kurzem so noch nicht auftraten oder ich evtl. auf verbuggte Games wie CP2077 geschoben hatte. Ums kurz zu machen: kürzere Tests schafft das Kit immer mal wieder und manchmal kannste auch deine 2h zocken ohne Mucken. Das einzige was zuverlässig in die Hose ging waren Tests über mehrere Stunden.

Da ich das Board anfangs in Verdacht hatte, habe ich die Riegel auch mal unterschiedlich platziert, was im Grunde für mehr Verwirrung sorgte, weil die Ergebnisse sich ebenso ständig unterschieden. Naja ich will jetzt hier nicht allzu weit ausholen, Das Ende der Geschichte ist, dass der RAM eine Macke hat und sogar unabhängig vom Takt früher oder später Fehler produziert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit scheint aber recht gering, so dass dies häufig (nicht immer!) erst nach einer längeren Testdauer auftritt. Der RAM lief btw ein halbes Jahr im PC und ich hatte ihn zunächst nicht gründlich getestet. Eingebaut und zwei drei Benches laufen lassen, ne Runde gezockt und dann hatte sich das Thema. Evtl. war der Defekt da aber auch noch nicht vorhanden. Schwierig zu sagen.
 
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Poati schrieb:
Das Ende der Geschichte ist, dass der RAM eine Macke hat und sogar unabhängig vom Takt früher oder später Fehler produziert.
Und genau das ist doch der Punkt, den ich stets und ständig betone:
Defekte Speicherzellen findet MemTest sehr zuverlässig, auch wenn es durchaus mehrere Stunden dauern kann. Für Instabilitäten durch zu scharfe Timings oder zu hohen Takt eignet sich TestMem5 wiederum sehr gut, um in der Regel nach bereits wenigen Minuten (meist sogar nur Sekunden) bereits Fehler ausgespuckt zu bekommen - dann braucht man nämlich gar nicht erst Stunden auf ein MemTest-Ergebnis zu warten.

Mehr will ich doch von Anfang an gar nicht sagen. Ich habe weder Aktien in dem einen, noch in dem anderen Tool und schätze den sehr hochwertigen Nutzen jeweils beider Programme sehr.
 
Genau, so mache ich das auch und ich persönlich teste abschliessend mit Karhu RAM-Test auf 20000% zusätzlich. Warum 20000%? Hatte schon Errors ab 10000% (11-12000 rum).

Spinnt man das weiter könnte man sagen teste doch bis 30000 oder noch mehr %. Aber wenns so draufankommt (Produktivsystem) dann hat man eh ECC-Speicher und nix mit übertakten..
 
DJMadMax schrieb:
Zum Glück stammt die Aussage so (pauschal) ja nicht von mir. Gemeint ist die Nutzung des XMP-Profils des TE, nicht die komplette Allgemeinheit!

Gut, kann ja jeder nachlesen.


DJMadMax schrieb:
Zum Temperaturthema: TestMem5 bringt den RAM innerhalb kürzester Zeit ans Maximum der Leistungsaufnahme

Ich bezweifle sehr stark, dass der RAM nach 4-5 Minuten die Maximaltemperatur im Betrieb in dem jeweiligen System erreicht. Hinzu kommt hierbei noch die Abwärme von anderen Komponenten. Und da steigert sich die Temperatur einfach nicht so schnell, dass man m.E. nach 4-5 Minuten auf die Maximaltemperatur kommt. Leistungsaufnahme hat damit erst mal nur bedingt was zu tun. Wenn ich meinen Herd auf 250 Grad Ober- und Unterhitze stelle, ist die auch nicht innerhalb weniger Minuten erreicht, auch wenn die ganze Zeit die maximale Leistungsaufnahme anliegt; hier spielt dann natürlich auch die Umgebungstemperatur eine Rolle.

Schau z.B. mal hier:
https://www.reddit.com/r/overclocki...stmem5_giving_errors_in_hot_room_temperature/


DJMadMax schrieb:
Und genau das ist doch der Punkt, den ich stets und ständig betone:
Defekte Speicherzellen findet MemTest sehr zuverlässig, auch wenn es durchaus mehrere Stunden dauern kann. Für Instabilitäten durch zu scharfe Timings oder zu hohen Takt eignet sich TestMem5 wiederum sehr gut, um in der Regel nach bereits wenigen Minuten (meist sogar nur Sekunden) bereits Fehler ausgespuckt zu bekommen - dann braucht man nämlich gar nicht erst Stunden auf ein MemTest-Ergebnis zu warten.

Defekte Speicherzellen sind aber gar nicht in jedem Fall so eindeutig als solche zu identifizieren. Eine wirklich defekte Speicherzelle wäre eine, die auch unter dem maximalen Standard, welcher vom Speichercontroller vorgegeben wird, die Daten nicht zuverlässig speichern bzw. die Ladung halten kann oder aufnehmen kann.
Es gibt aber eben Speicherzellen, welche zwar unter dem Standardtakt einwandfrei funktionieren, aber nicht bei irgendeinem Takt darüber oder mit schärferen Timings (OC); ich denke, das ist uns beiden klar.

Jetzt kommt aber der entscheidende Punkt: Auch die Stabilität einer nicht defekten Speicherzelle ist eben von der Temperaturentwicklung abhängig. Ist die Speicherzelle bei einer Temperatur, die als "normal" angesehen werden kann (hier gibt es sicher auch genaue Spezifikationen des Herstellers) unter Standard instabil, muss sie als defekt angesehen werden; ist sie dies irgendwo innerhalb dieses Temperaturbereichs, aber unter Takt/Timings jenseits des JEDEC-Standards, der vom Speichercontroller unterstützt wird, ist sie nicht automatisch als defekt anzusehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Banned schrieb:
Wobei das Temperaturproblem bei jeder Hardwarekomponente besteht. Das ist jetzt weder RAM-exklusiv, noch Testmem5-exklusiv. Wenn das System nicht gescheit gekühlt wird, kann es bei 8 Grad Kelvin Differenz durchaus auch zu Abstürzen kommen, wenn dieser Temperaturunterschied z.B. die kritische Schwelle für die VRMs überschreitet. Was das jedoch auch nur im Geringsten mit TestMem5 zu tun hat, erschließt sich mir einfach nicht.

Tbh, ich verstehe die Diskussion hier nicht wirklich. Du tust so, als würde ich RAM nicht testen wollen, dabei tue ich das (situationsabhängig) mit verschiedenen Tools, wärend ich das Gefühl habe, dass dein Leben von MemTest abhängt, wenn du es nicht auf Biegen und Brechen für jede Lebenssituation gegenüber anderen RAM-Tests verteitigen kannst.

Von daher bin ich hier raus, das führt zu nichts.
 
DJMadMax schrieb:
Wobei das Temperaturproblem bei jeder Hardwarekomponente besteht. Das ist jetzt weder RAM-exklusiv, noch Testmem5-exklusiv. Wenn das System nicht gescheit gekühlt wird, kann es bei 8 Grad Kelvin Differenz durchaus auch zu Abstürzen kommen, wenn dieser Temperaturunterschied z.B. die kritische Schwelle für die VRMs überschreitet. Was das jedoch auch nur im Geringsten mit TestMem5 zu tun hat, erschließt sich mir einfach nicht.

Ich rede auch nicht davon, dass kritische Temperaturschwellen im klassische Sinne (also jenseits der Herstellerspezifikationen) überschritten werden, sondern dass es in höheren Temperaturbereichen (aber im Rahmen der Herstellerspezifikationen) zu Fehlern bei übertaktetem RAM kommen kann, welche bei niedrigeren Temperaturen nicht auftauchen.

Wenn du dann z.B. mit dem System drei Stunden zockst oder was auch immer, erreicht der RAM die Temperatur y, wenn du 4-5 Minuten den Test laufen lässt, aber nur Temperatur x, wobei x < y und sowohl x als auch y im normalen Temperaturbereich liegen, welcher laut Herstellerspezifikation unbedenklich ist und für das jeweilige System typisch ist.

Ich sehe das ja bei MemTest: Am Anfang hat der RAM sagen wir mal 23°C und nach über ner Stunde erreicht er dann an die 40°C und daran ändert sich auch mit weiteren Durchläufen nichts mehr, die Temperatur pendelt sich um die 40°C ein. Wenn du aber nur 4-5 Minuten den Test laufen lässt, erreichst kommst du gar nicht den höheren Temperaturbereich, welcher aber im Alltag bei vielen Nutzern oft erreicht wird.
 
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