doom3 hat nette momente, etwa wo man dem maggot zum ersten mal begegnet, man schaut hoch und sieht einen typ, der mit dornen an die decke gekreuzigt wurde. ein zombie, der von einem fat zombie frisst, der dann auch noch aufsteht. und vor allem die maps nach dem höllenlevel, wo die fremde dimension in unsere welt einsickert, diese geschwüre an den wänden, blut das aus wänden fließt usw. nervig ist nur der immer gleiche trick, wenn man eine tür öffnet und so einen blöden imp im gesicht hat. leider konnte ich den rygel-mod nicht zum laufen bringen, denn die (damals notwendige) einfachheit der geometrie und texturen sieht man dem spiel mittlerweile an.
FEAR war für mich die überraschung überhaupt, da ich monolith eher als entwickler von witzigen shootern wie NOLF oder blood kannte. düster-dreckig im stil der spiele von id, grafik mit einfachen, klaren linien, präzise steuerung - das sind alles punkte, bei denen FEAR2 nicht mehr so mitkam. vielleicht etwas zu viel an kahlen, rechtwinkligen gängen. das highlight war natürlich die KI der replikanten - endlich ein spiel, wo man halbwegs den eindruck echter gegner bekam. da waren szenen wie der gang über dem generator, wo man sich umdreht, um eine treppe herunter zu steigen, sieht dabei alma direkt über sich, und unten angekommen rennt man in fettel hinein. manche szenen ähneln silent hill, einem anderen hervorragenden spiel, etwa die verzerrten, krankenschwestern die man kurz sieht, oder geister die sich in rauch auflösen. in einem der missionspacks läuft man um ein riesending von generator herum, als plötzlich diese verstümmelten "geister" aus der dunkelheit schweben, oder die anderen, die im aufzugschacht krabbeln.
stalker - genau was ich haben wollte, als ich vor jahren bilder der verlassenen umgebung von tschernobyl im internet fand. oder fallout als shooter - stalker ist das. besser hätte man diese verfallenen gebäude nicht hinkriegen können. nutze den stalker complete mod, werde bei gelegenheit auch narodnaya soljanka probieren. metro2033 ist da auch beeindruckend, auch wenn ich stalker bevorzuge.
ah, condemned hätte ich fast vergessen. der horrorfaktor kommt imo dort eher daher, dass man (im vergleich zu anderen shootern) kaum vernünftige waffen hat und schon ein junkie mit knüppel eine echte gefahr ist. habe das leider zu meinem beschämen noch nicht gespielt, aber die youtube-eindrücke sind so gut, dass ich es mir gleich hole.
HL2 und quake4 sind eher auf action getrimmt, punkten aber durch eine düstere atmosphäre und brutales vorgehen der aliens, wie etliche unfreiwillige cyborgs bezeugen können.
das ur-grusel-game aber war für mich DOOM (1+2). eigentlich mehr auf abschlachten von gegnerhorden aus, aber jedes heutige "höllische" und "biomechanische" design hat dort seinen ursprung. fegefeuer, lava, pentagramme mit fackeln und kerzen, umgedrehte kreuze, gefolterte an spießen und ketten, blut an den wänden, fleischtexturen (ursprünglich erstellt aus bildern einer wunde bei einem der designer), seelenwände in denen sich verzerrte fratzen bewegen, das kommt alles vom archetyp doom. zum ersten mal das gelächter des arch-vile oder dem cyberdemon gegenüberstehen - mit keyboard only und wenig plan von ausweichen. ich wünsche, spiele könnten mich heute noch so auf jahre beeindrucken wie doom, als ich das spiel zum ersten mal auf einem 486er mit soundblaster sah. ich spiele verschiedene add-ons noch heute mit ports, welche die grafik deutlich aufwerten, und eigentlich mag ich dieses metzelgameplay immer noch mehr als das heute angesagte taktische schleichen.