Welches 5.1 System ?

Es gab mal Ansätze, die Digitaltechnik in Lautsprechern der Consumerklasse einzuführen. Damit meine ich Boxen, die intern mit digitaler Signalverarbeitung ausgerüstet sind, also eigene DSPs besitzen. Das waren Canton mit der Digital 1 (inzwischen tot), T+A mit der Solitaire-Serie (auch tot). Übrig sind noch Revox mit der Scala und Scala 3.6 sowie die komplette Boxenserie von Meridian. Dummerweise sind die alle sehr (und damit meine ich wirklich sehr) teuer.

Ansonsten gibt es halt einige PC-Aktivsysteme mit digitalem Anschluss, da wird aber weiterhin analog gefiltert. Und "brauchbar" sind die in meinen Augen nicht.

Gruß
Morgoth
 
Ist ziemlich schade, grade "billige" Lautsprecher sollten doch von einer digitalen Technik ungeheuer profitieren. Ermöglicht diese doch, dass der Hersteller jedem Lautsprecher die vorhanden Schwächen entweder ausgleicht oder wegfiltert. Man hätte mit weniger Problemen zu kämpfen.

Schade, schade. Die Ansätze haben mir immer gut gefallen. Leider scheint der Markt so was nicht zu wollen.
So ist man mehr auf komplette Sets angewiesen. Wenn sich der Hersteller überhaupt dort die Mühe macht.
 
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NaTez schrieb:
Ist ziemlich schade, grade "billige" Lautsprecher sollten doch von einer digitalen Technik ungeheuer profitieren. Ermöglicht diese doch, dass der Hersteller jedem Lautsprecher die vorhanden Schwächen entweder ausgleicht oder wegfiltert. Man hätte mit weniger Problemen zu kämpfen.

Na, ganz so einfach ist das ja nicht. Erstmal kostet die Entwicklung eines digitalen Filters/EQs Zeit und damit Geld, was im kurzlebigen PC-Markt und im immer kurzlebigeren Mittelklasse-HiFi-Markt entscheidend ist.
Zweitens benötigt man bei konsequenter Nutzung der digitalen Filter für jeden Weg 1 eigenen Verstärker. Das wäre z. B. bei einem Teufel Concept schon sehr aufwändig, die 200€ lassen sich dann nicht mehr halten.
Und drittens, wie schon gesagt, kann ich mit einem sinnvoll eingesetzten EQ aus einer sehr guten eine ausgezeichnete Box machen, wenn aber das Fundament nicht steht (sprich: ganz miese Chassis) bringt der nur minimale Verbesserung.
Ein Beispiel: eine Resonanz in der Frequenzgangkurve ist nicht nur eine Überhöhung, sondern bedeutet auch verzögertes Ausschwingen (das erkennt man gut im Wasserfalldiagramm) und erhöhten Klirrfaktor.
Natürlich kann man jetzt das Eingangssignal genau in diesem Frequenzbereich abschwächen. Das nutzt tatsächlich etwas, aber an dem verzögerten Ausschwingen ändert sich nichts.

NaTez schrieb:
Schade, schade. Die Ansätze haben mir immer gut gefallen. Leider scheint der Markt so was nicht zu wollen.

Jaja, der Markt. Wenn ich jetzt noch über den CE-Markt referieren würde, müsste ich schonmal vorsorglich den Notarzt alarmieren, ich krieg bei den Zuständen regelmäßig nen Herzkasper ;)

Gruß
Morgoth
 
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