Welches System für Super-Tele - Tier- und Naturfotografie

Es gibt noch folgende (wenn noch nicht vorgeschlagen):
Olympus M.Zuiko digital ED 100-400mm 5.0-6.3 IS: Neu
OM System M.Zuiko digital ED 100-400mm 5.0-6.3 IS II: Neu oder gebraucht
Panasonic Leica DG Vario Elmar 100-400mm 4.0-6.3 ASPH Power OIS: Neu oder gebraucht
Panasonic Leica DG Vario Elmar 100-400mm 4.0-6.3 II ASPH Power OIS: Neu
 
Für mich heißt es entweder X300 Ultra + 400 Tele oder direkt Vollformat. Dazwischen sind mir die Unterschiede zu klein.
 
hol dir eine neuere MFT Kamera, die sind beim Rauschen etwas besser plus aktuelle RAW Software mit modernen Entrauschen Algorithmus und du kannst mit ISO 3200 dein Problem ohne neues Objektiv lösen.
 
Ich würde an deiner Stelle bei OM-System oder Panasonic mit MFT bleiben.
Du hast eigentlich genau den Use Case dazu:

1. Der innere Schweinehund sagt: lass die schwere Kamera zuhause
2. Du möchtest mit Tele-Objektiven von weit genug entfernt fotografieren
3. Du hast Erfahrung mit dem Olympus System und Objektive vom MFT System

Die MFT Kameras sind nur bei schlechtem Licht oder wenns um extrem viel Megapixel geht nicht so toll.
Ansonsten immer noch sehr gute Kameras.

Die Alternative ist dann extrem viel teurer wenn du wirklich deutlich mehr Qualität möchtest.

Vielleicht investierst du später einfach in ein besseres Tele-Objektiv und gut ist.
Hab selber auch eine OM-D EM-1 MK II und bin sehr zufrieden damit (die hat schon den zweitneusten Sensor).
 
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Micha- schrieb:
hol dir eine neuere MFT Kamera, die sind beim Rauschen etwas besser plus aktuelle RAW Software mit modernen Entrauschen Algorithmus und du kannst mit ISO 3200 dein Problem ohne neues Objektiv lösen.

Wobei 3200 auch oft nicht reicht. Ich mache durchaus auch bis ISO 12800 hoch um die manchmal erforderlichen kurzen Belichtungszeiten zu erhalten. Das ist der Nachteil der Telezooms mit 6,3 am langen Ende (wenn man von Canon mit 8 absieht…). Das geht mit Vollformat noch gut, mFT ist da schon was anderes. Aber wie oft braucht man das und wie viel ist man bereit zu bezahlen, in Geld und Gewicht unterwegs…. Wenn ich nicht eh VF hätte, wäre mFT für Wildlife durchaus eine Option gewesen.
 
Am besten auf Tierarten spezialisieren, wo es nicht so auf kurze Belichtungszeiten ankommt. Schnecken, Steine oder so.
 
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Madcat69 schrieb:
Das geht mit Vollformat noch gut, mFT ist da schon was anderes.
6.3 bleibt 6.3. Egal welche Sensorgröße (solange man nicht adaptiert).
 
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@ettan
Eigentlich wilderst du genau in meinem Bereich, denn auch ich habe angefangen mit einer "kleinen" mFT-Kamera und habe mich dort mittlerweile zum Flaggschiff (der G9II von Panasonic) hochgearbeitet.

Auch bei mir liegt der Fokus auf Momentaufnahmen in der Natur, wobei hier kein spezielles Format verfolgt wird. Ob ich also den Pilz im nebeligen Morgenrot, den Wasserfall mit vorgesetzter Blende und Langzeitbelichtung, oder aber doch die coole Spinne, die gerade unter einem Blatt auf Beute lauert ablichte, ist dabei vollkommen irrelevant.

Ich habe als "größtes" Objektiv derzeit das 100-300er Standard-Panasonic (4.0-5.6 OIS II). Damit bin ich auch äußerst zufrieden und selbst am langen Ende macht das noch richtig gute Bilder ohne stark wahrnehmbare Vignettierung oder Randunschärfen.

Noch besser war da nur das 100-400er Leica für ~1500 Euro, das ich ebenfalls hier hatte, mich aber nach kurzen Tests dazu entschied, es wieder zurückzuschicken. Die Abbildungsleistung lag so gering über dem 100-300er, dass ich hier bildqualitativ keinen derartigen Zugewinn hatte, als dass sich der Aufpreis "nur" für nochmal 100mm mehr Brennweite gelohnt hätte.

Wenn du hier zu speziell in Richtung "Super-Tele" gehen möchtest, dann kommst du um die großen, teuren Objektive von z.B. Olympus nicht drum herum.

Fun Fact: du kannst auch APS-C Objektive auf dem mFT-Sensor benutzen.

Mit so ner Mini-Kompakt-Travelzoom (TZ) Kamera werde ich persönlich nicht warm.

JA, sie können teilweise noch näher ranzoomen, die TZ80, die ich erst meiner Frau geschenkt und wir sie mittlerweile an meine Tochter weitergereicht haben (also, die Kamera! Nicht meine Frau :D ) schafft 720mm Kleinbild-Äquivalent (das wären 360mm mFT-Brennweite).

Damit kommt man zwar aus der Entfernung noch näher ran, aber nicht im Entferntesten bekomme ich mit dieser kleinen Kamera solche Bilder hin, wie ich es mit dem großen Equipment schaffe und es mich zufriedenstellen könnte.

Dabei ist bei ausreichend Taglicht und niedriger ISO nicht einmal der Sensor oder das winzige Objektiv das größte Problem, sondern für mich insbesondere die Haptik. Es gibt aber auch viele Komfortfeatures, die mir einfach an so ner kleinen Kamera fehlen (über frei belegbare Knöpfe und viele Stellräder Shutter, Blende und ISO getrennt voneinander einstellen, ohne über Ebenen hinwegswitchen zu müssen z.B.).

Von daher: jede Kamera, jeder Sensor und jedes zusätzliche Equipment hat so seine Zielgruppe.

Ich in dem Fall würde dir, wenn du sowieso schon gewohnt bist, mit Systemkameras zu fotografieren und bereits auf mFT steckst, dringlichst dazu raten, bei diesem kompakten und im Vergleich äußerst kostengünstigen Sensor zu bleiben.

Solange du nicht primär indoor und nachts in dunklen Gassen fotografierst, wirst du mit dem mFT-Sensor im ausreichend belichteten Alltag ausschließlich Vorteile gegenüber APS-C und Vollformat haben.
 
Vielleicht sollte man erst mal klären, WELCHE Tiere und aus welcher Distanz fotografiert werden sollen, bevor man hier Empfehlungen über mehrere tausend Euro schwere Luxus Foto-Hardware gibt. Beim lesen der Beiträge ist mir nicht aufgefallen, dass der TE das genau definiert hätte.

Einen Elefanten (im Zoo) aus 25-30m Entfernung kann man mit 150-200mm gut fotografieren. Einen Kleinvogel wie z.B. eine Meise die oben in irgendwelchen Baumwipfeln sitzt, kann man auch mit 300mm nicht immer vernünftig (vollflächig) fotografieren, selbst wenn man direkt am Baum steht. Ich gehe hier jetzt von Vollformat ohne Crop aus - aber das ist nur ein Beispiel. Kommt natürlich auch auf den Baum drauf an - wie groß etc...

Aber es kommt wirklich darauf an, welche Tiere, welche Situation, wie sind die äußeren Gegebenheiten... und so weiter. Deswegen wäre es gut, wenn der TE hier mal etwas näher definiert.
 
DJMadMax schrieb:
Fun Fact: du kannst auch APS-C Objektive auf dem mFT-Sensor benutzen.
Das klingt interessant, da schau ich mal...

Ja, ich werde bei MFT bleiben. Hatte damals für mich viele Vorteile, weshalb ich auch umgestiegen bin von APS-C.

Zwei Lösungen schweben mir jetzt vor: Olympus M.Zuiko digital ED 100-400mm 5.0-6.3 IS und als lichtstärkere Alternative das M.Zuiko Digital ED 300mm F4.0 IS PRO In Verbindung mit Telekonverter. Im Moment ist mir das aber zu kostspielig.

BDR529 schrieb:
Deswegen wäre es gut, wenn der TE hier mal etwas näher definiert.
Hast Recht: Der Elefant im Zoo interessiert mich nicht besonders. Die Singvögel im Garten zu entdecken schon eher und die Graureiher an der Ruhr zum Beispiel. Die 300mm sind schon nicht schlecht und war wohl nur im MFT Lager so einfach und günstig möglich. Aber da geht noch was ;)
 
Also qualitativ wird das 300/4 mit 1.4er TK sicher besser sein als das 100-400. Allerdings büßt man Brennweitenflexibilität ein und einiges mehr an Geld ;)

Beste Lösung wäre wahrscheinlich das OM System M.Zuiko Digital ED 150-400mm F4.5 TC1.25x IS PRO. Wenn nur der Preis nicht wäre ... ;)

Noch mehr Brennweite bringt das OM System M.Zuiko Digital ED 150-600mm f5,0-6,3 IS.

Die Taube im Garten kann ich mit meinen 600 mm an Vollformat super fotografieren, das Rotkehlchen wird dann schon deutlich schwieriger....
 
600mm an mFT sind 1200mm KB...
 
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@Micha- Ja, genau deswegen ist mFT bei dem angepeilten Zweck durchaus vorteilhaft :) Genug Licht vorausgesetzt.
 
ettan schrieb:
Das klingt interessant, da schau ich mal...
https://viltrox.com/products/ef-m1-lens-adapter-ef-efs-to-mft-m43-camera

Das wäre der automatische Adapter von Viltrox. Qualitativ top verarbeitet und funktioniert einwandfrei. Habe den auch hier, glücklicherweise gibt's den auch deutlich günstiger für um die 45-50 Euro, wenn man mal ein Angebot erwischt.

ettan schrieb:
Hast Recht: Der Elefant im Zoo interessiert mich nicht besonders. Die Singvögel im Garten zu entdecken schon eher und die Graureiher an der Ruhr zum Beispiel. Die 300mm sind schon nicht schlecht und war wohl nur im MFT Lager so einfach und günstig möglich. Aber da geht noch was ;)
Vögel sind in der Regel ja recht klein und haben zudem eine ziemlich kurze Fluchtdistanz. Hier wäre ich auf Dauer mit "nur" 300mm trotz mFT-Sensor nicht zufrieden.

Kompensieren kann man das bei APS-C oder Vollformat noch mit sehr hoch aufgelösten Sensoren. Ein 50 Megapixel-Sensor liefert mir natürlich ein größeres Bild als ein 25 Megapixel-Sensor und ermöglicht mir auch freizügigeres Croppen.

Dennoch: den biggest Bang hast du zweifellos mit dem mFT-Sensor. Anstatt auf ein 400mm-Glas zu setzen, wenn du sowieso schon ein 100-300er besitzt, würde ich aber tatsächlich auch zum Telekonverter raten.

Der Vorteil: da du Vögel i.d.R. sowieso nur bei gutem Tageslicht fotografierst, stört auch nicht wirklich, wenn der Telekonverter nochmal ein, zwei Steps in der Blende schluckt. Obendrein sind die modernen mFT-Sensoren mittlerweile ja recht rauscharm auch bei höheren ISOs. Mit meiner G9II kann ich zur Not auch mal mit ner 6400er ISO fotografieren und spätestens im Nachbearbeiten dank Noise Reduction Filter z.B. mit DxO PureRAW sieht das dann wirklich fantastisch aus. Bis 3200er ISO brauche ich je nach Lichtverhältnissen gar nicht als Denoising zu denken.

In der Regel fotografiere ich aber mit deutlich geringeren ISO-Werten, meine Objektive sind mehr als ausreichend lichtstark.

EDIT:
Wichtig - es gibt leider nicht für jedes Objektiv einen passenden Telekonverter. Das muss mechanisch zusammenpassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Über das OM System M.Zuiko Digital ED 150-600mm f5,0-6,3 IS habe ich nicht viel Gutes gelesen...

DJMadMax schrieb:
Das wäre der automatische Adapter von Viltrox.
Danke für den Link!

DJMadMax schrieb:
Anstatt auf ein 400mm-Glas zu setzen, wenn du sowieso schon ein 100-300er besitzt, würde ich aber tatsächlich auch zum Telekonverter raten.
Da bräuchte ich aber auch ein passendes Objektiv, im Moment habe ich keins. Das 75-300 wird dafür zu dunkel sein, wenn es überhaupt kompatibel ist. Richtig scharf ist es dazu auch nicht. Ich hab's damals günstig bekommen und im direkten Vergleich zu dem 55-250 Canon Objektiv war das natürlich schon cool ;)
 
Also aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass du für (scheue) Wildvögel, zu denen Reiher jetzt nicht zwingend gehören - da die auch gerne mal in eine Starre verfallen um "unsichtbar" zu werden, mit effektiven 500-600mm gut bedient wärst.

Du darfst übrigens bei (effektiven) Brennweiten die (cropped) deutlich darüber gehen dann auch nicht vergessen, dass du ein Stativ brauchst. Also freihändig fotografierst du das meistens wohl eher nicht. Natürlich haben die meisten Objektive einen OIS, aber ab einer gewissen Brennweite wird es ohne Stativ eben trotzdem schwierig. Und kleine Vögel bewegen sich gerne schnell, die großen dann eher nicht so, wie gerade beschrieben. Für ein Rotkehlchen brauchst du selbst bei nur 3-4 Metern Abstand schon effektiv 300-400mm, wenn du es schön freigestellt und vollflächig aufnehmen willst, ohne hinterher mit Qualitätsverlust reinzoomen bzw. croppen/beschneiden zu müssen.

Ich schau gleich mal auf meinem Fotorechner, ich hab da ein gutes Beispielbild und dann editiere ich das eben hier in den Beitrag rein.

EDIT: Das sind fast 500mm (1:5,6 Blende, ISO 500) mit einer Kleinbildkamera aus ca. 4 Metern Entfernung...

Wenn du dich fragst, warum ich nicht mehr als 500mm genommen habe... das Vieh war schnell, und vorher an einer anderen Stelle, wo ich den Moment aber verpasst hatte! Ich hatte Glück den überhaupt zu erwischen...

1779282131638.png


Nachfolgend nochmal 300mm aus ca. 2m Entfernung, da hatte ich auch Glück, dass der sitzen geblieben ist. Aber es ist halt immer die Frage - bekommst du die Viecher aus nächster Nähe, ohne, dass sie abhauen? Das ist halt echt selten... und daher sind meiner Meinung nach 300mm auch lange nicht genug.

1779282423171.png
 
Zuletzt bearbeitet:
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Stativ ist vorhanden... Die 300mm gehen noch ganz gut aus der Hand. Bisschen croppen finde ich okay, nur jetzt ist es eben ein bisschen viel. Leider habe ich gerade selbst kein Beispielbild zur Hand. Man kann mit dem 300mm Objektiv an MFT schon Sachen machen, die ich so nie machen konnte. Das macht Spaß, aber dann entsteht natürlich auch der Wunsch nach mehr Brennweite und mehr Schärfe.
Das günstige 75-300 Objektiv, welches ich jetzt habe war auch nicht für die Ewigkeit gedacht, sondern eher mal zum testen was so geht ;)
 
Ist auch kein verkehrter Ansatz. Erst mal günstig einsteigen und gucken ob einen das Gebiet überhaupt länger interessiert. Und dann kann man gucken wo die Probleme sind, fehlt Brennweite, fehlt Lichtstärke und geht das soweit wie möglich an 👍🏼
 
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