DerOlf
Admiral
- Registriert
- März 2010
- Beiträge
- 9.593
Wenn sich Links und Rechts immer nur als Betonköpfe begegnen, dann kann da am ende nichts anderes herauskommen, als Zementstaub ... egal, ich freu mich drauf .. dann sind wir nämlich die Idioten schonmal los, und müssen uns nur noch mit den konservativen Betonköpfen beschäftigen.
Vergesst das denken in Nationalstaaten, das ist Tinnef.
Ich sehe mich als eher links, weil ich den Ideen anhänge, denen man eher den Stempel links aufdrückt ... ich denke eben, dass es tatsächlich allen insgesamt etwas besser gehen würede, und es dafür nur sehr wenigen nicht ganz so gut gehen würde, wie das momentan der Fall ist, wo deren übertriebener Wohlstand auf dem Elend anderer fußt.
Auf der einen Seite halte ich es für wichtig, die Ungerechtigkeiten, die aus der Ungleichheitsmaximierung entstehen, etwas abzuschwächen.
Aber was ist nun gerecht?
Ist es gerecht wenn vorher alle das gleiche Haben (gleiche Ausgangsbedingungen) oder ist es eher gerecht, wenn nachher alle das gleiche haben (vom Ausgangspunkt unabhängiges gleiches Endergebnis)?
Ich halte da eher zu den gleichen Ausgangsbedingungen (von denen wir allerdings noch sehr weit entfernt sind) und sehe die Ungleichheiten als natürliche Gegebenheit an.
Als Linken betrachte ich mich, weil es meiner Meinung nach die Aufgabe des Staates sein sollte für Rahmenbedingungen zu sorgen, die die vorhandenen Ungleichheiten nicht noch künstlich überhöhen.
Gleichzeitig sehe ich, dass eben auch die Ausgangsbedingungen alles andere als gleich sind. Egal ob das nun um einen Kredit geht (der erfolgreiche Geschäftsmann ist definitiv ein besserer Bürge, als der klene Mallocher), um die Bldung (besseres Anregungsniveau bei wohlhabenden Eltern ... Schulerfolg fällt "reichen" Kindern im Schnitt weniger schwer, als armen), oder sogar um die Umgangsformen ... den Emporkömmling wird man auch nach 20 Jahren noch als solchen Erkennen ... (Stichwort dazu ist Habitus ... der wichtigste Name dazu lautet Pierre Bourdieu), denn der ist einfach nicht ganz so "distinguiert", wie der "alte Hochadel", der den Zirkus seit Jahrhunderten mitmacht.
Die Nachkommen der Inhaber des Bankhauses "Fugger" gehören noch heute zu den reichsten Familien Deutschlands ... ja woher das wohl kommt) ...
Alles, was ich nun seit "was ist nun gerecht" angesprochen habe, ist wichtig, wenn man in einer Gesellschaft zu "gerechten" Verteilungsmodi für die vorhandenen Güter kommen will.
Und genau DIESER Punkt ist die Unterscheidungslinie zwischen Links und Rechts, denn die linken haben daran Interesse, die Güter unter allen Bewohnern eines Raumes gerecht (was auch immer das im gesellschaftlichen Konsens bedeutet) zu verteilen ... Rechts geht es wahlweise entweder darum, diese Verteilungsgerechtigkeit nur für die eigene Sippe oder den eigenen Stamm (das eigene Volk) zu erreichen, oder aber Rechts hat an Verteilungsgerechtigkeit schlicht überhaupt kein Interesse (das ist für mich die Position Rechtsliberal).
Wie immer sind die Grenzen fließend, und es gibt auch Menschen, die sich nur bei ausgesuchten Themen einigermaßen in eine rechte oder linke Schublade stecken lassen ...
Daran, dass Leute nicht alles aus dem "anderen" Lager kategorisch ablehnen, kann man mMn erkennen, wer wirklich an Problemlösungen interessiert ist. Die, die alles andere Kategorisch ablehnen, sind es definitiv nicht, denn die wissen nichtmal wie Konsens geschrieben wird ... geschweige denn, was dieses Wort bedeutet.
Ein "Nazi" (nun kommt der eigentlich Sinn der langen Vorrede), ist jemand, der seinen Standpunkt für den einzig richtigen und jede abweichung davon für den garantierten Untergang hält ... eben ein hoch normativ, und hoch essentialistisch argumentierender Mensch, der kein andere Meinung zulässt ...
Und damit sollte auch klar sein, dass es "Nazis" überall gibt ... auch in der CDU, SPD, Grünen, die Linke, AfD ... und natürlich wird es mehr, je weiter man sich den politischen Rändern annähert.
Ganz am ende trifft man dann nur noch Nazis ... und genau diese beiden enden liegen so nahe beieinander (in ihren Meinungen UND in der Art sie zu präsentieren und zu verteidigen/-treten), dass es bei einem Zusammentreffen dieser Extreme knallen MUSS ... nicht weil Meinung A) ein Verbrechen ist und Meinung B) den Heiligenschein gepachtet zu haben glaubt ... sondern einfach weil beide Lager zu keiner Diskussion in der Lage sind.
Faschismus ist kein Verbrechen, sondern eine in unserer Gesellschaft sehr tief verwurzelte Technologie der Identitätsarbeit ... "wir" sind toll weil "die" eben nicht so toll sind ... und "die" sehen das andersrum ganz genauso.
Eigentlich extrem dumm ... aber so sind Menschen nunmal drauf.
Vergesst das denken in Nationalstaaten, das ist Tinnef.
Ich sehe mich als eher links, weil ich den Ideen anhänge, denen man eher den Stempel links aufdrückt ... ich denke eben, dass es tatsächlich allen insgesamt etwas besser gehen würede, und es dafür nur sehr wenigen nicht ganz so gut gehen würde, wie das momentan der Fall ist, wo deren übertriebener Wohlstand auf dem Elend anderer fußt.
Auf der einen Seite halte ich es für wichtig, die Ungerechtigkeiten, die aus der Ungleichheitsmaximierung entstehen, etwas abzuschwächen.
Aber was ist nun gerecht?
Ist es gerecht wenn vorher alle das gleiche Haben (gleiche Ausgangsbedingungen) oder ist es eher gerecht, wenn nachher alle das gleiche haben (vom Ausgangspunkt unabhängiges gleiches Endergebnis)?
Ich halte da eher zu den gleichen Ausgangsbedingungen (von denen wir allerdings noch sehr weit entfernt sind) und sehe die Ungleichheiten als natürliche Gegebenheit an.
Als Linken betrachte ich mich, weil es meiner Meinung nach die Aufgabe des Staates sein sollte für Rahmenbedingungen zu sorgen, die die vorhandenen Ungleichheiten nicht noch künstlich überhöhen.
Gleichzeitig sehe ich, dass eben auch die Ausgangsbedingungen alles andere als gleich sind. Egal ob das nun um einen Kredit geht (der erfolgreiche Geschäftsmann ist definitiv ein besserer Bürge, als der klene Mallocher), um die Bldung (besseres Anregungsniveau bei wohlhabenden Eltern ... Schulerfolg fällt "reichen" Kindern im Schnitt weniger schwer, als armen), oder sogar um die Umgangsformen ... den Emporkömmling wird man auch nach 20 Jahren noch als solchen Erkennen ... (Stichwort dazu ist Habitus ... der wichtigste Name dazu lautet Pierre Bourdieu), denn der ist einfach nicht ganz so "distinguiert", wie der "alte Hochadel", der den Zirkus seit Jahrhunderten mitmacht.
Die Nachkommen der Inhaber des Bankhauses "Fugger" gehören noch heute zu den reichsten Familien Deutschlands ... ja woher das wohl kommt) ...
Alles, was ich nun seit "was ist nun gerecht" angesprochen habe, ist wichtig, wenn man in einer Gesellschaft zu "gerechten" Verteilungsmodi für die vorhandenen Güter kommen will.
Und genau DIESER Punkt ist die Unterscheidungslinie zwischen Links und Rechts, denn die linken haben daran Interesse, die Güter unter allen Bewohnern eines Raumes gerecht (was auch immer das im gesellschaftlichen Konsens bedeutet) zu verteilen ... Rechts geht es wahlweise entweder darum, diese Verteilungsgerechtigkeit nur für die eigene Sippe oder den eigenen Stamm (das eigene Volk) zu erreichen, oder aber Rechts hat an Verteilungsgerechtigkeit schlicht überhaupt kein Interesse (das ist für mich die Position Rechtsliberal).
Wie immer sind die Grenzen fließend, und es gibt auch Menschen, die sich nur bei ausgesuchten Themen einigermaßen in eine rechte oder linke Schublade stecken lassen ...
Daran, dass Leute nicht alles aus dem "anderen" Lager kategorisch ablehnen, kann man mMn erkennen, wer wirklich an Problemlösungen interessiert ist. Die, die alles andere Kategorisch ablehnen, sind es definitiv nicht, denn die wissen nichtmal wie Konsens geschrieben wird ... geschweige denn, was dieses Wort bedeutet.
Ein "Nazi" (nun kommt der eigentlich Sinn der langen Vorrede), ist jemand, der seinen Standpunkt für den einzig richtigen und jede abweichung davon für den garantierten Untergang hält ... eben ein hoch normativ, und hoch essentialistisch argumentierender Mensch, der kein andere Meinung zulässt ...
Und damit sollte auch klar sein, dass es "Nazis" überall gibt ... auch in der CDU, SPD, Grünen, die Linke, AfD ... und natürlich wird es mehr, je weiter man sich den politischen Rändern annähert.
Ganz am ende trifft man dann nur noch Nazis ... und genau diese beiden enden liegen so nahe beieinander (in ihren Meinungen UND in der Art sie zu präsentieren und zu verteidigen/-treten), dass es bei einem Zusammentreffen dieser Extreme knallen MUSS ... nicht weil Meinung A) ein Verbrechen ist und Meinung B) den Heiligenschein gepachtet zu haben glaubt ... sondern einfach weil beide Lager zu keiner Diskussion in der Lage sind.
Faschismus ist kein Verbrechen, sondern eine in unserer Gesellschaft sehr tief verwurzelte Technologie der Identitätsarbeit ... "wir" sind toll weil "die" eben nicht so toll sind ... und "die" sehen das andersrum ganz genauso.
Eigentlich extrem dumm ... aber so sind Menschen nunmal drauf.
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