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Zumindest Barvermögen wurde ja schon von dem Erblasser versteuert (wenn man klassischerweise davon ausgeht, dass das Barvermögen aus einer Erwerbstätigkeit entsprungen ist).

Warum sollte man dann noch einmal auf das Vermögen des Erben mehr zulangen?

Die Erbschaftssteuer ist nun auch nicht gerade niedrig.

Auch mein Sparplan (private Vermögensbildung) und meine Raten entspringen ja meiner Erwerbstätigkeit und wurden zu genüge besteuert. Warum sollte ich noch auf meine private Altersvorsorge/Vermögensbildung mehr besteuert werden?

Vor allem wenn der Staat selbst empfiehlt privat vorzusorgen.
 
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@Skaiy

Stell dir vor, du hättest viel Macht ... nur dir fehlt das Geld. Dann deklarierst du einfach, dass du die Steuern erhöhst um "soziale Gerechtigkeit" herbeizuführen. Damit du dann die Kohle für deine eigenen Sachen verprassen kannst.

Es ist halt leichter, den Bürgern mehr abzunehmen, als die heutigen Ausgaben zu reduzieren, an Stellen wo man deutlich Geld verschwendet.
Man muss dabei nicht mal ein "sehr schlauer" Politiker sein. Nein, ein Blick in das jährlich erscheinende Schwarzbuch der Steuerzahler würde völlig ausreichen, um Maßnahmen abzuleiten Steuergelder einzusparen.

Aber es wird sich kaum ein Politiker hinstellen und sagen "wir verprassen eure Kohle nicht mehr für Schwachsinn" ... weil er damit gleichzeitig eingesteht, diesen Schwachsinn ja zugelassen zu haben. ;)
 
Skaiy schrieb:
(...)Warum sollte man dann noch einmal auf das Vermögen des Erben mehr zulangen?(...)
Weil es für den Erben eine Art Einkommen darstellt. Die Herkunft kann eigentlich keine Rolle spielen, denn sonst gäbe es quasi gar keine Steuern mehr. Mehrwertsteuer auf eine Kugel Eis? Mein Einkommen wurde doch schon besteuert. Das funktioniert so nicht.

Der Steuerbescheid trägt den Namen des Erben. Ist doch völlig egal woher der Erblasser das Geld hat ob nun Einkommen, Heirat, Erbschaft, Lottogewinn oder Schatzfund.
Skaiy schrieb:
(...)Die Erbschaftssteuer ist nun auch nicht gerade niedrig.(...)
Das Erbschaftssteueraufkommen ist lächerlich niedrig. Von den jährlich ca. 400 Milliarden vererbten Euros werden nicht mal 2 % abgeführt.

Deshalb gehört m. E. aufkommensneutral Steuerlast weg von Einkommen hin zur Erbschaft verlagert. Dann dürfen diejenigen, die tatsächlich für ihr Geld etwas leisten mehr davon behalten. Die Erben erhalten immer noch ein hübsches Geschenk ohne Gegenleistung.

Und sollte ein Erbe die Erbschaftssteuerbelastung psychisch nicht verkraften kann er die Erbschaft ja ausschlagen. Es wird sich ein anderer Erbe finden.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Weißt du wie einfach und schnell man die Staatsbürgerschaft wechseln kann, vor allem wenn man reich ist ?
Ja, wobei sie das auch von sämtlichen Vorzügen der deutschen Staatsbürgerschaft entbinden könnte. Mir würde da spontan das generelle Rentensystem oder das Gesundheitswesen einfallen.
Keine Ahnung, wie das in Ländern wie Monaco und Co. aussieht.
Von mir aus sollen die Reichen doch dann flüchten und die ganzen Sportler, die ohnehin hier nicht mehr Leben und arbeiten, dann für Länder wie Katar, Monaco und die Schweiz antreten.
Die sollten dann aber im Gegenzug auch keinen Cent mehr aus den deutschen Sozialsystem sehen. Wir sehen von denen doch eh kein Geld mehr, also wozu sie als Deutsche behandeln?
Ich kenne mich da aber im Detail zu wenig aus ob das überhaupt möglich ist.

Discovery_1 schrieb:
Ich habe es so satt, das die Politik nur für die Menschen mit Geld arbeitet
Die Arbeiten doch nicht nur für die mit Geld. Die Politiker, die diese Dinge entscheiden, gehören doch selbst zu dieser Riege. Oder wo würdest du einen AN mit über 120.000€ Jahresbrutto einordnen?
Mag zwar sein, dass die Kumpels in der freien Wirtschaft nochmal das Vielfache davon verdienen, aber für die gibt’s ja die hammerharten zusätzlichen 3%, die sie dann noch abdrücken müssen.

Sei mal ehrlich: Welcher AN würde sich denn bei der eigenen Gehaltsverhandlung nach unten verhandeln. Ich lehne eine Gehaltserhöhung ab und arbeite freiwillig jede Woche zwei Stunden mehr.

Mich wundert diese Klientelpolitik überhaupt nicht. Niemand schneidet sich gern ins eigene Fleisch. Insofern werden auch nie die Pensionsansprüche abgeschafft und zum normalen Rentensystem hinzugefügt. Jeder Beamte würde sich selbst damit deutlich schlechter stellen.

Tomislav2007 schrieb:
Der Spitzensteuersatz sollte ab 100.000€ Brutto jährlich greifen und die Reichensteuer sollte auf über 50% angehoben werden, der Unterschied zwischen Spitzensteuer und Reichensteuer ist zu klein.
60.000€ Brutto jährlich ist noch Mittelschicht und bei der Mittelschicht schon den Spitzensteuersatz anzusetzen finde ich viel zu früh.
@Tomislav2007 @Bennomatico
Ich glaube, im Grunde wollt ihr schon in eine ähnliche Richtung. Kleine und mittlere Einkommen entlasten bzw. nicht weiter belasten, dafür die Spitzensätze rauf.
Einzig bei den jeweiligen Schwellen gibt es mMn noch keinen Konsens.
Ich finde, beide Punkte valide. Zum einen nochmal die untersten Einkommen im Niedrigstlohnsektor weiter entlasten (Dann wäre alles unter 1200€ brutto Steuer- aber nicht SV-Frei), dafür aber auch den Satz nach oben hin erhöhen und die Progression des Spitzensatzes verlängern.
z.B. auf 120.000€ Gesamteinkommen (Wovon ja noch der Freibetrag abgeht), dafür den Spitzensatz auf 48-50% hoch, womit die aktuellen Gehälter im Bereich um 50-70.000 auch ent- bzw. nicht weiter belastet werden und erst darüber greift wiederum die stärker werdende Progression des Steuersatzes.
Und als i-Tüpfelchen schaffen wir noch komplett die Bemessungsgrenzen für RV und GKV ab.

Von mir aus sollen sogar die Beamten in ihrem Pensionssystem bleiben - warum das aber für Ärtze, Juristen & Co gelten soll erschließt sich mir einfach nicht. Auch oftmals wieder Berufe von Gut- und Spitzenverdienern, die sich so jeweils ihre eigene kleine Schweiz erhalten. Wo kämen wir da hin, würden Arzt und Reinigungskraft ihr Geld in den gleichen Topf werfen und aus dem gleichen Topf wieder anteiliges bekommen.

Binalog schrieb:
Deshalb gehört m. E. aufkommensneutral Steuerlast weg von Einkommen hin zur Erbschaft verlagert. Dann dürfen diejenigen, die tatsächlich für ihr Geld etwas leisten mehr davon behalten. Die Erben erhalten immer noch ein hübsches Geschenk ohne Gegenleistung.
Dann aber Erhöhung des Freibetrags für direkte Nachkommen. Also inbesondere Kinder bzw. Enkel in direkter Linie.
 
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Tomislav2007 schrieb:
70.000€ Brutto jährlich ist ein normaler Arbeitnehmer (noch nicht mal ein höherer) und kein Superreicher.
Sorry, muss hier doch nochmal meinen Senf dazu geben, weil es Unsinn ist, was unser Tomi hier schreibt.
Das Brutto-Durchschnitts-Jahreseinkommen liegt in Deutschland im Jahr 2021 laut Deutscher Rentenversicherung bei ca. 42.000 Euro brutto im Jahr, also ca. 3.500 Euro brutto im Monat.
Das zu versteuerende Einkommen liegt logischerweise dann niedriger, da es um abzugsfähige Pauschbeträge und Freibeträge vorab gekürzt werden kann.
---
Beispiele bei 42.000 Euro Brutto-Jahreseinkommen berechnet für Baden-Württemberg:
Steuerklasse 1, ledig, keine Kinder: 26.756 Euro netto Jahr / 2.229 Euro netto Monat
Steuerklasse 3, verheiratet, keine Kinder: 30.341 Euro netto Jahr / 2.528 Euro netto Monat
Steuerklasse 3, verheiratet mit 2x Kinderfreibetrag: 30.654 Euro Jahr / 2.554 Euro netto im Monat + 2x Kindergeld a 219 Euro pro Monat, monatliche Kindergeldzahlung erfolgt mindestens bis zum 18. Lebensjahr des Kindes = 189.216 Euro (Stand heute auf 18 Jahre und zwei Kinder berechnet).
Eine Familie mit zwei Kindern erhält also für beide Kinder innerhalb von 18 Jahren 189.216 Euro vom Steuerzahler ausgezahlt.
Der Gesamtbetrag wird aber höher sein, da das Kindergeld über die Jahre angepasst wird und weiter ansteigt.
also zusammen = 2.992 Euro x 12 = 35.904 Euro Gesamteinkommen inklusive Kindergeld.
Etwa genauso viel würde auch ein dauerhaft erwerbsloser Hartz 4 Bezieher/in den Steuerzahler in diesen 18 Jahren kosten, wenn man den Satz pro Person mit 900 Euro bemisst (Miete/NK + Grundsicherung), was realistisch ist, da wären es dann = 194.400 Euro.
Das Kindergeld abzusenken oder abzuschaffen, hat bisher noch nie jemand eingefordert, gleiches gilt für die Fahrtkostenpauschale im Steuerrecht.
Warum sollen Steuerzahler z. Bsp. Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern deren Fuhrparke und Sprit-,Fahrt- und Flugkosten teilweise mitfinanzieren, gleiches gilt für steuerlich abzugsfähige Verpflegung/Hotelübernachtungen/„Geschäfts“essen ect. und weltweite „Geschäfts“Reisen, die steuerlich voll geltend gemacht werden können?
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Es wird bekanntlich nur das zu versteuernde Einkommen bei der Steuerzahlung herangezogen, nicht das Bruttoeinkommen.
Bei ca. 42.000 Euro Brutto-Jahreseinkommen eines Arbeitnehmers, erhält dieser dann einen vollen Rentenpunkt pro Jahr gutgeschrieben, der einer Rente von ca. 34,57 Euro entspricht.
Alles nachzulesen in der pdf-Broschüre der Deutschen Rentenversicherung, die ich oben zum Herunterladen verlinkt habe.
Würdest Du dieses Durchschnitts-Brutto-Jahreseinkommen 45 Jahre lang verdienen, würdest Du aktuell eine Brutto-Rente von ca. 1555,00 Euro ausbezahlt bekommen.
Was natürlich so gut wie niemand schafft!
Den sogenannten „Eckrentner“, welcher immer so gerne als Musterbeispiel aufgeführt wird, den gibt es heute vermutlich nirgendwo mehr.
Also jemanden, der 45 Jahre lang ohne jegliche Unterbrechung Rentenbeiträge einbezahlt hat und dabei auf 45 Jahre berechnet, immer das Durchschnittseinkommen von aktuell ca. 3.500 Euro erzielte.
Von 70.000 Euro brutto Jahreseinkommen ist ein „normaler Arbeitnehmer“ ganz weit entfernt und kann davon nur träumen und zwar sein/ihr Leben lang.
 
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@Binalog Alles gut. Ich finde die Erbschaftssteuer gut und richtig, allerdings sollte es gerade bei "geringen" Summen keine geben. Was gering ist, ist erst einmal Definitionssache. Hier gibt es ja die Freibeträge.

Der Ausgangspunkt war ja, dass die Erbschaftssteuer deutlich erhöht werden sollte, was bei "hohen" Summen für mich in Ordnung ist.

Ich habe nun 2 Erbgeschichten hinter mir und so ganz gechillt wie Steuer abdrücken und das Geld wird überwiesen ist es nicht gewesen.

Zudem gibt es auch Menschen, die für die zukünftigen Erben bewusst sparen etc., damit diese später etwas erben können und einen besseren Start ins Leben haben. Wie geschrieben, wir haben ja die Freibeträge und das ist auch gut so.

Mir ging es nicht um das besteuern vom Erbe, sondern um das mehr besteuern vom Erbe.
 
Khaotik schrieb:
Ich finde, beide Punkte valide. Zum einen nochmal die untersten Einkommen im Niedrigstlohnsektor weiter entlasten (Dann wäre alles unter 1200€ brutto Steuer- aber nicht SV-Frei), dafür aber auch den Satz nach oben hin erhöhen und die Progression des Spitzensatzes verlängern.
Ein Mindestlöhner bezahlt doch kaum Steuern.
Rechnen wir mal.
Mindestlohn aktuell 9,60 Euro/Std. brutto x 140 Stunden/Monat (Vollzeit) = 1.344 Euro brutto = 1046 Euro netto/Monat.
Ich habe mit einem Ledigen, keine Kinder und Steuerklasse 1 gerechnet, da jemand mit 1046 Euro netto im Monat, sich wohl kaum eine Familie und Kinder leisten wird können.
Ist ein Jahres-Bruttoeinkommen von 16.128 Euro, abzüglich der Pauschbeträge wären wir schätzungsweise bei einem zu versteuernden Einkommen von 15.000 Euro.
Unser/e Mindestlöhner/in bezahlt also im Jahr ca. 1.100 Euro Lohnsteuer, pro Monat ca. 91 Euro.
Würde man ihm 10 Prozent Steuersenkung zugestehen, hätte er/sie gerade mal 9,10 Euro mehr im Geldbeutel.
Jemand der 70.000 Euro zu versteuerndes Einkommen hat, bezahlt darauf 20.263 Euro Lohnsteuer im Jahr, bei 10 Prozent Steuersenkung hätte er/sie 168,86 Euro pro Monat mehr im Geldbeutel.
Brutto hat er/sie also wesentlich mehr.
Steuersenkungen begünstigen auch wieder die Besser- und Bestverdiener und nicht die Mindestlöhner.

Mindestlöhner = 9,10 Euro mehr
Spitzenverdiener = 168,86 Euro mehr

Wobei ich nicht unerwähnt lassen möchte, das unser Spitzenverdiener mit seinen 70.000 Euro noch anteilig Soli bezahlen muss, nämlich 393,53 Euro im Jahr, also pro Monat 32,79 Euro.
168,86 Euro - 32,79 Euro hätte unser Spitzenverdiener bei 10 Prozent Steuersenkung immer noch 136,07 Euro pro Monat mehr in der Tasche, auf´s Jahr gerechnet wären es dann 1632,84 Euro.
Unser Mindestlöhner kommt gerade mal auf 109,20 Euro mehr im Jahr.
Man sieht also, das Steuersenkungen sich bei den unteren Lohneinkommen kaum monitär auswirken, während bei Spitzenverdienern durch Steuersenkungen doch ein schöner Batzen Geld hängenbleibt.
Warum ein Multimillionär Kindergeld beantragen kann und es auch erhält, erschließt sich mir ebenfalls nicht.
Warum zieht man da keinen Deckel ein, wo ab einem bestimmten Einkommen und Vermögen, keine Kindergeldauszahlungen mehr beantragt werden können?
 
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Vitrex2030 schrieb:
2x Kindergeld a 219 Euro pro Monat, monatliche Kindergeldzahlung erfolgt mindestens bis zum 18. Lebensjahr des Kindes = 189.216 Euro

Du hast mit vier Kindern gerechnet ;)

_____________

Grundlegend könnte ich mich auch @Khaotik anschließen und wäre für realistische Kompromisse bereit.

Das Problem ist aber weiterhin das viel Geld nicht unbedingt viel hilft. Wir haben bereits nach Belgien die höchsten Steuersätze. "Niemand auf der Welt zahlt mehr Steuern und Abgaben als der deutsche Single". Das Geld versickert im Boden durch reine Misswirtschaft...

Warum ich in einer kinderlosen Partnerschaft wesentlich weniger Steuern zahle als als Single, hat sich mir bisher auch noch nicht erschlossen...
 
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Anhand der Progressionsfunktion lässt sich der Effekt des Freibettags gut übersehen...

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Es ist also falsch, wenn behauptet wird mit "57.000 € zahlt jemand 42 % Steuern", denn der Steuersatz von 42 % gilt nur für den dann jeden zusätzlich dazukommenden Euro.

Der effektive Steuersatz, also die tatsächliche zu entrichtende Steuer beträgt aufgrund der Funktion bei 57.000 € ca. 27 % für einen Single und ca. 17 % für Paare.
 
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Hier die Berechnung möglicher Steueranpassungen basierend auf den Parteiprogrammen und Ausführungen der Politiker, ausgeführt vom Leibnitz Zentrum für Wirtschaftsforschung.
 
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Khaotik schrieb:
[...]
Und als i-Tüpfelchen schaffen wir noch komplett die Bemessungsgrenzen für RV und GKV ab.
[...]

Dann muss die Mist-GKV auch endlich mal liefern. Wenn man nicht jede Woche Krebs hat und acht Mal pro Jahr einen Ski-Unfall verbrennt man unendliche Mengen an Geld.
 
Hallo

Vitrex2030 schrieb:
Das Brutto-Durchschnitts-Jahreseinkommen
Ich habe nie etwas von Durchschnitts Einkommen geschrieben,...

Vitrex2030 schrieb:
„normaler Arbeitnehmer“
...ich schrieb normaler Arbeitnehmer, das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.

Sind überdurchschnittlich verdienende Arbeitnehmer (Meister, Staatl. gepr. Techniker, Akademiker und Facharbeiter in der IGM/IGC) keine normalen Arbeitnehmer ? Sind das verrückte Arbeitnehmer ?
Ich schrieb "70.000€ Brutto jährlich ist ein normaler Arbeitnehmer (noch nicht mal ein höherer) und kein Superreicher.", 70.000€ Brutto Jährlich ist noch obere Mittelschicht und kein hohes Einkommen.
Wenn 70.000€ Brutto Jährlich für dich ein hohes Einkommen darstellt OK, für mich als Meister wären 70.000€ Brutto Jährlich ein zu geringes und kein normales und erst Recht kein hohes Einkommen.

Vitrex2030 schrieb:
Sorry, muss hier doch nochmal meinen Senf dazu geben, weil es Unsinn ist, was unser Tomi hier schreibt.
Kein Thema, ich weiß doch wie leicht ich dich hinter dem Ofen hervor locken kann.

Grüße Tomi
 
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Idon schrieb:
Dann muss die Mist-GKV auch endlich mal liefern. Wenn man nicht jede Woche Krebs hat und acht Mal pro Jahr einen Ski-Unfall verbrennt man unendliche Mengen an Geld.
Dann musst Du den ganzen Amateursportbereich schließen, da werden jedes Jahr für die Behandlung von schweren Sportverletzungen Unsummen an Geld ausgegeben.
Alleine der Fußballbereich, Handballer, Tennisspieler, Freizeit- und Urlaubsskifahrer ect. mit ihren unzähligen Kreuzbandrissen, Meniskusschäden, Bänderrissen, Knie- und Hüftarthrosen (später oft chronisch bis hin zu TEP-OPs) ect. verschlingen verdammt viel Geld im Gesundheitswesen.
Und was machen wir dann mit den vielen Kettenrauchern, den Alkoholikern, den ernährungsbedingt Erkrankten, die irgendwann ja auch das Gesundheitssystem durch Raucherbeine, Kehlkopf- und Lungenkrebs, Leberzirrhose, Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall stark belasten?
 
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Und im ÖR verballert man Milliarden für die Ausstrahlung von Fußball und sonstigen Sportveranstaltungen. So etwas im Privatfernsehen zu senden wäre untragbar :D

Andere Büchse der Pandora...
 
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Tomislav2007 schrieb:
70.000€ Brutto Jährlich ist noch obere Mittelschicht und kein hohes Einkommen.
Das Institut der Deutschen Wirtschaft würde dir da widersprechen. Laut einer Erhebung aus dem vergangenen Jahr schaffen es nur zehn Prozent der Bevölkerung auf ein solches Einkommen.

Aber letztlich sind Dinge wie "Oberschicht" ohnehin Auslegungssache. Erfahrungsgemäß halten die wenigsten sich selbst für reich. Nicht mal Finanzminister Scholz mit seinen 150.000 im Jahr (ohne Zuschläge).
 
Tomislav2007 schrieb:
...ich schrieb normaler Arbeitnehmer, das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.
Normaler AN ist für mich der Durchschnittseinkommensbezieher, wer sollte es sonst sein?
 
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Durch Transferleistungen werden hierzulande jährlich Zigmilliarden bei den Einkommen umgeschichtet und zwar von oben nach unten. M. E. gibt es kein Problem der Einkommensungleichheit sondern der Vermögensungleicheit. Dies zeigen auch die beiden zugehörigen Gini-Koeffizienten.

Ein hohes Einkommen ist kein Vermögen.
 
Hallo

Vitrex2030 schrieb:
Normaler AN ist für mich der Durchschnittseinkommensbezieher, wer sollte es sonst sein?
Für mich bedeutet Normal nicht Durchschnitt oder sind überdurchschnittlich Verdienende verrückt und nicht normal ?
Ein normaler Arbeitnehmer ist für mich jeder der als angestellter Arbeitnehmer arbeitet und nicht z.B. Freiberufler, Selbstständige, etc.
Das hängt von der Perspektive ab, für den Hartz 4 Empfänger ist Hartz 4 normal, für den Reichen sind Kaviar und Champus normal, für mich sind normale Arbeitnehmer alle angestellten Arbeitnehmer.

Normalarbeitsverhältnis: https://de.wikipedia.org/wiki/Normalarbeitsverhältnis#:~:text=Das Statistische Bundesamt definiert für,mit dem ein Arbeitsvertrag besteht.
Zitat:
"Das Statistische Bundesamt definiert für Deutschland ein Beschäftigungsverhältnis als Normalarbeitsverhältnis, wenn es mehr als 20 Stunden pro Woche voll sozialversicherungspflichtig und unbefristet ausgeübt wird und der Arbeitnehmer direkt in dem Unternehmen arbeitet, mit dem ein Arbeitsvertrag besteht."

OdinHades schrieb:
Das Institut der Deutschen Wirtschaft würde dir da widersprechen.
Einige würden mir widersprechen und andere würden mir zustimmen.

Mittelschicht: https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelschicht#Deutschland
Zitat:
"Die Mittelschicht wird nicht einheitlich definiert."

Bennomatico schrieb:
Ob du es glaubst oder nicht: Freibeträge werden von zu versteuernden Einkommen abgezogen.
Ich bin da nicht so kleinlich, ob 70.000€ oder 80.000€ ist egal, der Spitzensteuersatz sollte bei über 100.000€ greifen und die Reichensteuer bei über 250.000€ ist OK.

Grüße Tomi
 
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Vitrex2030 schrieb:
Warum ein Multimillionär Kindergeld beantragen kann und es auch erhält, erschließt sich mir ebenfalls nicht.
Warum zieht man da keinen Deckel ein, wo ab einem bestimmten Einkommen und Vermögen, keine Kindergeldauszahlungen mehr beantragt werden können?
Aber bei den Sozialabgaben gibt es doch einen Deckel. Ab einem bestimmten Einkommen zahlt man nicht mehr on top. Das passt doch dann wieder damit, dass auch Leute mit 300.000,-€ Jahreseinkommen Kindergeld beantragen können.
[Sollte jemand da oben Ironie finden, darf er sie gern behalten]
Aber wir dürfen uns nicht beschweren. Nächsten Monat sind Bundestagswahlen, die Wahlprogramme liegen auf dem Tisch und wer mehr soziale Gerechtigkeit will, der wählt links von SPD. Und wenn die Mehrheit das nicht will und wieder eine Regierung unter Unionsführung gewählt wird, dann ist das des Volkes Wille und wir dürfen nicht mosern.

Aber kurz ein anderes Thema und etwas OT (sorry): Sagt mal, kommt es mir nur so vor, oder haben wir wirklich keinen Wahlkampf. Keine TV- Duelle oder ähnliches. Ich bekomm kaum was mit... Wie ist das bei Euch?
 
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