Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Vitrex2030 schrieb:
Warum ein Multimillionär Kindergeld beantragen kann und es auch erhält, erschließt sich mir ebenfalls nicht.
Warum zieht man da keinen Deckel ein, wo ab einem bestimmten Einkommen und Vermögen, keine Kindergeldauszahlungen mehr beantragt werden können?
Ich bin zwar links aber das halte ich nicht für sinnvoll.

Der Sinn hinter Kindergeld soll dem Kind zu Gute kommen, dabei ist es erst einmal egal, wie reich die Eltern sind.


1. Soll ein Multimillionär jetzt überhaupt keine Geldleistungen mehr vom Staat beantragen können, weil naja die Person ist halt Multimillionär und kann eh alles selbst finanzieren?

2. Das Kind kann bei begründeten Fällen das Kindergeld abzweigen lassen. Ich habe es selbst gemacht und war heilfroh über diese Möglichkeit. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn erst gar kein Kindergeldanspruch bestanden hätte.
 
Hallo

Hagen_67 schrieb:
und wer mehr soziale Gerechtigkeit will, der wählt links von SPD.
Wenn ich mir die Wahlergebnisse der letzten Jahre/Jahrzehnte und aktuelle Umfragewerte von Die Linke ansehe scheinen das nicht sehr viele Wähler zu wollen.
Was ist mit Die Linke eigentlich los, von denen hört/liest man gar nichts mehr, gibt es die noch oder lösen die sich auf ?
Die sollten etwas präsenter sein/werden, wenn sie nicht unter die 5% Hürde und in die Vergessenheit rutschen wollen.

Hagen_67 schrieb:
Und wenn die Mehrheit das nicht will und wieder eine Regierung unter Unionsführung gewählt wird, dann ist das des Volkes Wille und wir dürfen nicht mosern.
Ich befürchte, nachem Herr Laschet und Frau Baerbock es ihm so leicht machen, das Herr Scholz die SPD stark nach vorne und evtl. sogar an die Spitze bringen wird.
Ich als alter CDU Wähler muss neidlos anerkennen das er seinen Job aktuell am besten macht, bzw. macht er aktuell am wenigsten falsch und das reicht leider schon.

Hagen_67 schrieb:
Sagt mal, kommt es mir nur so vor, oder haben wir wirklich keinen Wahlkampf. Keine TV- Duelle oder ähnliches. Ich bekomm kaum was mit...
Das empfinde ich genauso, es ist ein sehr ruhiger Wahlkampf, evtl. steckt der Gedanke dahinter das sie nichts falsch machen können wenn sie nicht öffentlich auftreten.

Grüße Tomi
 
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Es ist doch auch völlig egal, wer von denen Kanzler/in wird. CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne vertreten eh alle die gleiche Politik. Und ich habe alle Koalitionen schon miterlebt. Diese Parteien argumentieren alle mit den selben, falschen Konzepten innerhalb unseres Wirtschaftssystems. Davon profitieren immer nur Besserverdienende und die Reichen. Seit Jahrzehnten. Leider begreifen das immer noch nur sehr wenige Menschen und werden daher auch weiterhin automatisch leider diese Parteien wählen. Unsere große wirtschaftspolitische Einheitspartei.

Hier mal ein Video vom Kabarettisten Volker Pispers aus dem Jahr 2010, wo er das schön erklärt.
 
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Hallo

Discovery_1 schrieb:
Leider begreifen das immer noch nur sehr wenige Menschen und werden daher auch weiterhin automatisch leider diese Parteien wählen.
Ja genau, abgesehen von einer kleinen erleuchteten Minderheit sind alle strunzdumm, ungebildet und begreifen/verstehen es nicht.
In diesem Punkt geben sich Linke, Rechte, Querdenker, Reichsbürger, Ufogläubige, Flacheerdler, etc. nichts, nur sie ganz alleine kennen die echte und einzige Wahrheit.

Discovery_1 schrieb:
Hier mal ein Video vom Kabarettisten Volker Pispers aus dem Jahr 2010, wo er das schön erklärt.
Der erzählt seinem Publikum auch nur was es hören will.

Grüße Tomi
 
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Also so ganz daneben liegt er ja nicht. In jedem Fall bedenkenswert und diskussionswürdig:
Ergänzung ()

Tomi
Du sitzest teilweise sehr hoch auf Deinem Tron, wenn Du jemanden, der eine andere Wirtschafts- und Sozialpoplitik als Du vertritt gleich mit Links-/ Rechts- Extremisten, mit Querdenkern und Ähnlichen in eine Schublade steckst.
Ist das Dein Vorstellung von politischer Vielfalt? Mal abgesehen davon, dass sowas auch ziemlich arrogant und engstirning rüberkommen könnte... :schluck:
 
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Idon schrieb:
Dann muss die Mist-GKV auch endlich mal liefern. Wenn man nicht jede Woche Krebs hat und acht Mal pro Jahr einen Ski-Unfall verbrennt man unendliche Mengen an Geld.
Ich verstehe nicht ganz, worauf die mit deinem Punkt hinaus willst? Da man als Reicher dann nicht genug Leistungen erhält obwohl man ja soviel einzahlt?
Wenn es darum geht, kann man ja gewisse Zusatzversicherungen oder -Leistungen zubuchbar machen.

Mir fällt aber ansonsten kein Grund ein, der diese Zwei-Klassen-Medizin heute noch rechtfertigt. Hat für mich schlicht mit dem Solidarprinzip nicht viel gemein. Ebenso wie die ganzen separierten Rentensysteme.

Hagen_67 schrieb:
Sagt mal, kommt es mir nur so vor, oder haben wir wirklich keinen Wahlkampf. Keine TV- Duelle oder ähnliches. Ich bekomm kaum was mit... Wie ist das bei Euch?
Ich habe auch den Eindruck, dass die Spitzenkandidaten momentan versuchen, sich eher wegzuducken als in die Offensive zu gehen.
Im Moment gibt es soviele heiße Kartoffeln in der Politik. Ganz vorne ist Corona, dann das Thema Außenpolititk mit Afghanistan (Da wird sich manch einer wünschen, das man den Abzug noch 2 Monate rausgezögert hätte), die Flutkatastrophe und zu guter letzt auch noch die diversen persönlichen Eskapaden (Laschet-Lacher, Baerböck-Bock etc.).

Im Moment wird die SPD gut Aufwind allein wegen Scholz bekommen. Ich habe das Gefühl, dass wirklich keiner Bock auf Laschet hat, die CDU würde man ggf. mit passendem Kandidaten noch akzeptieren. Die Grünen haben sich mit Baerböcks Ausrutschern auch gut auf den Arsch gelegt. Die FDP bleibt ziemlich im Hintergrund und würde ja ohnehin nur mit der CDU wollen. Ampel haben sie ja, soweit ich verstanden habe, jetzt schon ausgeschlossen.
Die Regierungsbildung wird mal wieder sehr spannend. Entweder es reicht für Schwarz-Grün, Rot-Grün oder wieder Schwarz-Rot. Wobei ich glaube, das bei letzterem die SPD nicht mitmachen wird.
Funfact: Heute Nacht habe ich von 48% SPD geträumt, weil Laschet und Baerböck unterm Rednerpult vom Bundestag erwischt wurden und darauf hin alle Scholz wollten :D
Bei ihrem aktuellen Talent für Fettnäpfchen ist das noch nicht mal ganz unrealistisch ;)

MMn müssten gerade die Stammwähler auch mal über ihren Schatten springen und neben raus wählen. Es ist und bleibt für mich unverständlich, wie man eine Partei nur der Partei wegen wählen kann. Entscheidend müssen doch immer die Inhalte sein, für die die Führungsetage steht.
Ich denke mal, jeder von uns kennt diese paar Personen, die Partei X wählen ,weil sie das schon immer so machen. Die haben zwar keine Ahnung, was so im Parteiprogramm steht, aber gewählt wird trotzdem.
Von Parteitreue halte ich ebenso wenig. Ich werde wohl dieses Jahr bei meiner dritten Wahl die 3te unterschiedliche Partei wählen.

Bennomatico schrieb:
Hier die Berechnung möglicher Steueranpassungen basierend auf den Parteiprogrammen und Ausführungen der Politiker, ausgeführt vom Leibnitz Zentrum für Wirtschaftsforschung.
Danke fürs Teilen. Fand ich durchaus interessant mal zu lesen.

Vitrex2030 schrieb:
Ein Mindestlöhner bezahlt doch kaum Steuern.
Vitrex2030 schrieb:
Würde man ihm 10 Prozent Steuersenkung zugestehen, hätte er/sie gerade mal 9,10 Euro mehr im Geldbeutel.
Vitrex2030 schrieb:
Unser/e Mindestlöhner/in bezahlt also im Jahr ca. 1.100 Euro Lohnsteuer, pro Monat ca. 91 Euro.
Vitrex2030 schrieb:
hätte unser Spitzenverdiener bei 10 Prozent Steuersenkung immer noch 136,07 Euro pro Monat mehr in der Tasche, auf´s Jahr gerechnet wären es dann 1632,84 Euro.

Grundsätzlich hast du mit deinem Argument schon recht, aber es ist halt auch Usus, jemandem eine Steuersenkung zuzugestehen, der ja schon kaum Steuern zahlt. Da könnte ich mich ja auch aufregen, dass Minijober von einer Steuersenkung ja noch weniger haben. Die zahlen ja überhaupt keine Steuern….

Man muss es halt relativ halten. Oder sollen wir in Zukunft Steuersenkungen über Absolutbeträge und Steuererhöhungen über Relativbeträge festlegen? Das ist dann fair? Ich bin der Meinung, man muss das schon grundsätzlich gleich halten und dann bietet sich eben die relative Anpassung besser an.
Die Steuererleichterungen lassen sich dann für die Niedriglöhner besser über die Freibeträge (da ja dann als Absolutbetragsänderung) erreichen.

Vitrex2030 schrieb:
Man sieht also, das Steuersenkungen sich bei den unteren Lohneinkommen kaum monitär auswirken, während bei Spitzenverdienern durch Steuersenkungen doch ein schöner Batzen Geld hängenbleibt.

Aber grundsätzlich ja – Von veränderten Steuersätzen (seien es Erhöhungen oder Senkungen) sind immer die am stärksten betroffen, die auch am meisten bezahlen.

Im Grunde müssten also, um es gezielter für die unteren Einkommensgruppen sinnvoller zu machen, die Einkunftsfreigrenzen angehoben werden anstatt die Steuersätze ansich zu verändern.
Aber jetzt rate mal… zu welcher Einkommensgruppe gehören denn alle Parteifunktionäre und sonstige Menschen mit Einfluss bzw. deren Freunde in der Politik? Vermutlich nicht zum untersten Drittel.
Steuersenkungen wirken doch bei allen. Nur, dass der kleine Michel nicht direkt kapiert, dass er weit weniger davon hat als seine gutverdienenden Nachbarn.

Steuersenkungen… das ist wie Heroin fürs Volk. Die Niedriglöhner bekommen halt das gepanschte Zeug und die anderen die gute Ware. Aber es freuen sich letztlich alle ;)
 
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Hallo

Hagen_67 schrieb:
Ist das Dein Vorstellung von politischer Vielfalt?
Von mir aus können Die Linke/AfD/Grünen sehr gerne in die unter 5% Schublade, ich brauche diese politische Vielfalt nicht, ohne diese Querulanten wäre es viel ruhiger, angenehmer und besser.

Hagen_67 schrieb:
Mal abgesehen davon, dass sowas auch ziemlich arrogant und engstirning rüberkommen könnte...
Ja und wo ist das Problem ? Es ist mir vollkommen egal was fremde über mich denken.

Grüße Tomi
 
Naja, ist nicht gerade von Vorteil in meinen Augen, nicht rot zu wählen, als Angestellter oder Arbeiter. Nur diese Parteien können deine Interessen vertreten.
 
Hallo

Godde schrieb:
Naja, ist nicht gerade von Vorteil in meinen Augen, nicht rot zu wählen, als Angestellter oder Arbeiter.
Die CDU hat meine Interessen (zu meinem Vorteil) bisher sehr gut vertreten, wirtschaftliche und politische Stabilität mit der man langfristig planen kann und keine Experimente mit ungewissem Ausgang.

Godde schrieb:
Nur diese Parteien können deine Interessen vertreten.
Die Frage ist welches Interesse hat man ?

1. Umverteilen, Enteignen und Diebstahl von Vermögen bis nichts mehr da ist - Die Linke
2. Übertriebenes bevorzugen von Frauen und Umweltschutz wichtiger als Wirtschaft - Die Grünen
3. Einen Nationalstaat Deutschland - AfD

Diese drei Dinge liegen nicht in meinem Interesse, auf diese politische Vielfalt kann ich sehr gut verzichten.

Grüße Tomi
 
@Godde

Ich wähle aktuell lieber gelb. Da bekomme ich als Mittelstand am meisten Steuervorteile und meine Altersvorsorge soll zudem gefördert werden (Mindesthaltedauer von Aktien). Zudem begrüße ich das strikte und stringente Klimaschutzprogramm.

AFD, Links, SPD und CDU sind bei mir unten durch. Grüne ist mir zu "wischiwaschi". Bleibt noch FDP - oder eine Spaßpartei. Piraten oder Die Partei wäre noch eine Option ^^

Mal schauen was am Ende überhaupt umgesetzt wird... aber in der Hinsicht würde ich wohl keiner Partei mein absolutes Vertrauen schenken.
 
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Ach Tomi,

Du tust mir leid, ehrlich. Anscheinend geht es nicht über Raumtemperatur bei dir hinaus.


Steuervorteile, genau, die Mittelständler, die am meisten jammern, die dicksten Karren fahren und am wenigsten leisten, oder? Anstatt die Mitarbeiter gut zu bezahlen, dann lieber in die eigene Tasche und den Rest sollen auch die anderen finanzieren.
 
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Hallo

Godde schrieb:
Du tust mir leid, ehrlich.
Danke für dein Mitgefühl, es ist aber nicht nötig, mir geht es sehr gut.

Godde schrieb:
Anscheinend geht es nicht über Raumtemperatur bei dir hinaus.
Raumtemperatur ist völlig ausreichend, ich brauche weder mehr noch weniger.

BridaX schrieb:
Mal schauen was am Ende überhaupt umgesetzt wird... aber in der Hinsicht würde ich wohl keiner Partei mein absolutes Vertrauen schenken.
Genau das ist der Punkt den viele vergessen, das gilt auch für die Grünen.
Bei der CDU weiß ich wenigstens was ich habe und das hat mir bisher zu einem schönen und angenehmen Leben verholfen.

Grüße Tomi
 
Ich verstehe dich nicht. Die Linke will keinen enteignen. Da bin ich sicher. Das Wahlprogramm ist top, lies es dir mal durch. Da ist auch Klimaschutz drinnen und was für die Renten, Löhne und Arbeitszeitverkürzung. Nur Reiche sollen etwas mehr belastet werden. Die wissen doch auch, dass der Kapitalismus im Moment nicht umzuwälzen ist. Aber etwas mehr einschränken, sozialer machen so wie schon mal.
Du würdest auch davon profitieren.
 
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Hallo

Godde schrieb:
Ich verstehe dich nicht.
Macht nichts, ich verstehe dich/linke auch nicht.

Godde schrieb:
Die Linke will keinen enteignen. Da bin ich sicher.
Ich bin da nicht so sicher: https://dielinke.berlin/dw-enteignen/
Zitat:
"Deutsche Wohnen & Co. enteignen geht in die nächste Runde!"

Godde schrieb:
Das Wahlprogramm ist top, lies es dir mal durch.
Ich habe mir das Wahlprogramm der Linken durchgelesen und das ist nicht Top, im Gegenteil, das ist für jeden ab der gehobenen Mittelschicht einfach nur unbrauchbar und inakzeptabel.

Godde schrieb:
Nur Reiche sollen etwas mehr belastet werden.
Die Frage ist ab wann man für dich reich ist, 81.000€ Brutto jährlich ist für mich gehobene Mittelschicht und weit weg von reich: https://www.die-linke.de/wahlen/wahlprogramm-2021/
Zitat:
"Höhere Einkommen wollen wir stärker besteuern. Ab 70.000 Euro zu versteuerndem Einkommen im Jahr beträgt der Steuersatz 53 Prozent. Zu versteuerndes Einkommen bedeutet: das, was vom Bruttoeinkommen nach den üblichen Abzügen (pauschale Freibeträge und Sonderausgaben) übrigbleibt. 70.000 Euro zu versteuerndes Einkommen entspricht etwa 81.000 Euro Bruttoverdienst eines*einer Alleinstehenden ohne Kinder."

Godde schrieb:
Du würdest auch davon profitieren.
Nein, ich würde verlieren und nicht profitieren, ich verdiene 13x 6400€ Brutto = 83.200€ Brutto jährlich und damit müßte ich bei den Linken 53% Steuern abdrücken, Nein Danke.

Grüße Tomi
 
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Godde schrieb:
Ich verstehe dich nicht. Die Linke will keinen enteignen.

Wenn ich mir die 10 Punkte anschaue "10 Gründe DIE LINKE zu wählen", dann sehe ich 10 Gründe diese nicht zu wählen! ^^

Alles einfache Antworten auf komplexe Probleme. Zumeist vollkommen konträr zu meinen Erfahrungen und Ansichten der letzten 6 Jahre (Umfeld, Beruf, Börse).

1.) Wir regeln Arbeit, damit sie zum Leben passt

Im Grunde werden den Arbeitgebern mehr und mehr Rechte abgesprochen. Unternehmertum wird unattraktiver. Finde ich in dem Maße nicht gut.

2.) Wir verteilen den Reichtum so, dass er allen zugutekommt

Vermögenssteuern: Deutschland verliert Großarbeitgeber und Investoren. Langfristig ein riesiger Mehrverlust. Man sollte sich eher freuen viele Reiche in Deutschland zu haben - da diese wesentlich mehr Geld in das System spülen, Arbeitsplätze anbieten und investieren.

Es werden genug Steuern erhoben. Das Management ist das Problem. Im Gegensatz zu den Reichen wirtschaftet der Staat einfach beschissen.

3.) Wir schaffen faire Übergänge in eine klimagerechte Zukunft

"Wir legen uns mit den Konzernen an" - viel Erfolg.

Ansonsten klingt der Rest auf dem Papier brauchbar. Persönlich finde ich den Ansatz aber nicht gut, in jeden noch so kleinen Wirtschaftszweig proaktiv mit Verboten, Subventionen und Sanktionen einzugreifen. Das bekommt der Staat nicht gebacken.

Ein fester CO2e Preis der bis 2040 progressiv Ansteigt (da in der Menge limitiert) mit Dividende. Fertig. Das dürfte auch dem Linken gefallen da im Endeffekt Geld von "Reich nach Arm" umverteilt wird. Die Verantwortung wird völlig der Wirtschaft überlassen. Wer nicht spurt, der geht halt pleite.

4.) Wir organisieren Pflege und Gesundheit so, dass alle gleich gut versorgt sind

"Spätestens Corona hat gezeigt: Unser Gesundheitssystem ist nicht krisenfest."

Eigentlich hat die Pandemie genau das Gegenteil gezeigt. Wir sind an den Rand der Belastung gekommen, aber kollabiert ist das System nicht.

Die Löhne in der Pflege steigen seit einem Jahrzehnt stärker als der Durchschnittslohn - zu recht.

Bruttomonatsverdienste der Arbeitnehmer: Klick

Durchschnitt 2010: 3190€
Durchschnitt 2019: 4039€

Lohnanstieg von 26,5%

Bruttomonatsverdienste von Pflege-Fachkräften: Klick

Durchschnitt 2010: 2577,5
Durchschnitt 2019: 3379,5

Lohnanstieg von 31,1%

Und wenn es einen langfristigen, anhaltenden Mangel an Pflegekräften und Personal gibt, dann werde die Gehälter auch weiterhin stärker ansteigen. Zudem gilt es sich künftig als Berufsgruppe stark zu machen, sich zu organisieren.

"Wir legen gute Versorgung mit ausreichend Personal gesetzlich fest."

Aha. Wie?

"Wer Menschen pflegt, verdient nicht weniger als diejenigen, die Geld verwalten oder mit Aktien handeln!"

Soso.

"Krankenhaus- und Pflegekonzerne müssen gemeinnützig wirtschaften, statt auf Profit und Dividenden ausgerichtet!"

Die Fakten sagen etwas anderes zur Qualität, Bezahlung und Investitionen in neue Technologien. Hier im Thread haben wir bereits lange und breit über staatliche und private Krankenhäuser diskutiert.

5.) Menschen vor Profite: Wir machen Wohnen bezahlbar

Sehr einfache Antworten auf eine sehr komplexen (globale) Situation. Diesbezüglich wurde hier und im Immobilien-Thread auf CB bereits lang und breit diskutiert.

"Konzerne, die nicht sanieren, die Mieten hochtreiben oder ihre Mieter*innen schikanieren, müssen enteignet werden."

Am Ende entschiedet noch immer die Judikative.

Aber: ENTEIGNEN! ;)

[...]

So, ich habe keine Lust mehr :D
 
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Tomislav2007 schrieb:
Nein, ich würde verlieren und nicht profitieren, ich verdiene 13x 6400€ Brutto = 83.200€ Brutto jährlich und damit müßte ich bei den Linken 53% Steuern abdrücken, Nein Danke.
Du bekommst 83.200 € Brutto pro Jahr, ob du es verdienst ist eine andere Sache.
 
Hallo

WolledasKnäul schrieb:
ob du es verdienst ist eine andere Sache.
Wie du das siehst ist uninteressant, entscheidend ist das mein Arbeitgeber der Ansicht ist das ich es verdiene, mein Arbeitgeber bezahlt nach Arbeitsleistung und nicht nach Sympathie.

BridaX schrieb:
"Krankenhaus- und Pflegekonzerne müssen gemeinnützig wirtschaften, statt auf Profit und Dividenden ausgerichtet!"
Dagegen spricht die Realität in der so viele Krankenhäuser mit Staatlichem/Kirchlichem Träger in den Konkurs gehen und von privaten Trägern gekauft und profitabel weiter betrieben werden.
So toll scheinen das der Staat und die Kirche nicht hinzubekommen, ich will weniger und nicht mehr städtische Angestellte die nur nach Anwesenheit und nicht nach Leistung bezahlt werden.

Grüße Tomi
 
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BridaX schrieb:
Die Löhne in der Pflege steigen seit einem Jahrzehnt stärker als der Durchschnittslohn - zu recht.

Das Durschnittseinkommen ist eine völlig wertlose Kennzahl, relevant ist das Medianeinkommen oder noch besser die Faktorpreiskosten für Arbeit. Beim Medianeinkommen sehen wir eine erfreuliche Entwicklung von eben den ca. 26 die du genannt hast ( https://www.destatis.de/DE/Themen/G...rdung/Tabellen/einkommensverteilung-silc.html)

Was viel wichtiger ist sind aber die Faktorpreisksoten für Arbeit, was man hier schön nachlesen kann:

https://www.oecd.org/g20/topics/employment-and-social-policy/The-Labour-Share-in-G20-Economies.pdf
 
Tomislav2007 schrieb:
Nein, ich würde verlieren und nicht profitieren, ich verdiene 13x 6400€ Brutto = 83.200€ Brutto jährlich und damit müßte ich bei den Linken 53% Steuern abdrücken, Nein Danke.
Das Menschen mit deinen Charaktereigenschaften und deiner ichbezogenen Einstellung so viel Geld verdienen, ist an sich schon eine Schande.
Aber das bestätigt mir nur wieder, meist sind die Rücksichts- und Skrupelosen wohlhabend und reich.
Gruß
Vitrex
 
Hallo

Vitrex2030 schrieb:
Das Menschen mit deinen Charaktereigenschaften und deiner ichbezogenen Einstellung so viel Geld verdienen, ist an sich schon eine Schande.
Evtl. liegt es neben meiner Ausbildung und Arbeitsleistung auch an meinem Charakter und Egoismus das ich gut verdiene ?
Wenn man das System hasst und bekämpft kann man nicht erwarten dass das System einen mit offenen Armen empfängt und mit reichen Gaben überschüttet, geben und nehmen ist die Devise.
Mit Bier und Chips auf der Couch hocken und über das System jammern und meckern bringt einen nicht weiter, Arsch von der Couch erheben und selber aktiv werden ist die Lösung des Problems.

Vitrex2030 schrieb:
Aber das bestätigt mir nur wieder, meist sind die Rücksichts- und Skrupelosen wohlhabend und reich.
Vor allem bestätigt es das man Mitleid geschenkt bekommt und sich Neid und Missgunst erarbeiten und verdienen muss.

Grüße Tomi
 
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