Idon schrieb:
Dann muss die Mist-GKV auch endlich mal liefern. Wenn man nicht jede Woche Krebs hat und acht Mal pro Jahr einen Ski-Unfall verbrennt man unendliche Mengen an Geld.
Ich verstehe nicht ganz, worauf die mit deinem Punkt hinaus willst? Da man als Reicher dann nicht genug Leistungen erhält obwohl man ja soviel einzahlt?
Wenn es darum geht, kann man ja gewisse Zusatzversicherungen oder -Leistungen zubuchbar machen.
Mir fällt aber ansonsten kein Grund ein, der diese Zwei-Klassen-Medizin heute noch rechtfertigt. Hat für mich schlicht mit dem Solidarprinzip nicht viel gemein. Ebenso wie die ganzen separierten Rentensysteme.
Hagen_67 schrieb:
Sagt mal, kommt es mir nur so vor, oder haben wir wirklich keinen Wahlkampf. Keine TV- Duelle oder ähnliches. Ich bekomm kaum was mit... Wie ist das bei Euch?
Ich habe auch den Eindruck, dass die Spitzenkandidaten momentan versuchen, sich eher wegzuducken als in die Offensive zu gehen.
Im Moment gibt es soviele heiße Kartoffeln in der Politik. Ganz vorne ist Corona, dann das Thema Außenpolititk mit Afghanistan (Da wird sich manch einer wünschen, das man den Abzug noch 2 Monate rausgezögert hätte), die Flutkatastrophe und zu guter letzt auch noch die diversen persönlichen Eskapaden (Laschet-Lacher, Baerböck-Bock etc.).
Im Moment wird die SPD gut Aufwind allein wegen Scholz bekommen. Ich habe das Gefühl, dass wirklich keiner Bock auf Laschet hat, die CDU würde man ggf. mit passendem Kandidaten noch akzeptieren. Die Grünen haben sich mit Baerböcks Ausrutschern auch gut auf den Arsch gelegt. Die FDP bleibt ziemlich im Hintergrund und würde ja ohnehin nur mit der CDU wollen. Ampel haben sie ja, soweit ich verstanden habe, jetzt schon ausgeschlossen.
Die Regierungsbildung wird mal wieder sehr spannend. Entweder es reicht für Schwarz-Grün, Rot-Grün oder wieder Schwarz-Rot. Wobei ich glaube, das bei letzterem die SPD nicht mitmachen wird.
Funfact: Heute Nacht habe ich von 48% SPD geträumt, weil Laschet und Baerböck unterm Rednerpult vom Bundestag erwischt wurden und darauf hin alle Scholz wollten

Bei ihrem aktuellen Talent für Fettnäpfchen ist das noch nicht mal ganz unrealistisch
MMn müssten gerade die Stammwähler auch mal über ihren Schatten springen und neben raus wählen. Es ist und bleibt für mich unverständlich, wie man eine Partei nur der Partei wegen wählen kann. Entscheidend müssen doch immer die Inhalte sein, für die die Führungsetage steht.
Ich denke mal, jeder von uns kennt diese paar Personen, die Partei X wählen ,weil sie das schon immer so machen. Die haben zwar keine Ahnung, was so im Parteiprogramm steht, aber gewählt wird trotzdem.
Von Parteitreue halte ich ebenso wenig. Ich werde wohl dieses Jahr bei meiner dritten Wahl die 3te unterschiedliche Partei wählen.
Bennomatico schrieb:
Hier die Berechnung möglicher Steueranpassungen basierend auf den Parteiprogrammen und Ausführungen der Politiker, ausgeführt vom Leibnitz Zentrum für Wirtschaftsforschung.
Danke fürs Teilen. Fand ich durchaus interessant mal zu lesen.
Vitrex2030 schrieb:
Ein Mindestlöhner bezahlt doch kaum Steuern.
Vitrex2030 schrieb:
Würde man ihm 10 Prozent Steuersenkung zugestehen, hätte er/sie gerade mal 9,10 Euro mehr im Geldbeutel.
Vitrex2030 schrieb:
Unser/e Mindestlöhner/in bezahlt also im Jahr ca. 1.100 Euro Lohnsteuer, pro Monat ca. 91 Euro.
Vitrex2030 schrieb:
hätte unser Spitzenverdiener bei 10 Prozent Steuersenkung immer noch 136,07 Euro pro Monat mehr in der Tasche, auf´s Jahr gerechnet wären es dann 1632,84 Euro.
Grundsätzlich hast du mit deinem Argument schon recht, aber es ist halt auch Usus, jemandem eine Steuersenkung zuzugestehen, der ja schon kaum Steuern zahlt. Da könnte ich mich ja auch aufregen, dass Minijober von einer Steuersenkung ja noch weniger haben. Die zahlen ja überhaupt keine Steuern….
Man muss es halt relativ halten. Oder sollen wir in Zukunft Steuersenkungen über Absolutbeträge und Steuererhöhungen über Relativbeträge festlegen? Das ist dann fair? Ich bin der Meinung, man muss das schon grundsätzlich gleich halten und dann bietet sich eben die relative Anpassung besser an.
Die Steuererleichterungen lassen sich dann für die Niedriglöhner besser über die Freibeträge (da ja dann als Absolutbetragsänderung) erreichen.
Vitrex2030 schrieb:
Man sieht also, das Steuersenkungen sich bei den unteren Lohneinkommen kaum monitär auswirken, während bei Spitzenverdienern durch Steuersenkungen doch ein schöner Batzen Geld hängenbleibt.
Aber grundsätzlich ja – Von veränderten Steuersätzen (seien es Erhöhungen oder Senkungen) sind immer die am stärksten betroffen, die auch am meisten bezahlen.
Im Grunde müssten also, um es gezielter für die unteren Einkommensgruppen sinnvoller zu machen, die Einkunftsfreigrenzen angehoben werden anstatt die Steuersätze ansich zu verändern.
Aber jetzt rate mal… zu welcher Einkommensgruppe gehören denn alle Parteifunktionäre und sonstige Menschen mit Einfluss bzw. deren Freunde in der Politik? Vermutlich nicht zum untersten Drittel.
Steuersenkungen wirken doch bei allen. Nur, dass der kleine Michel nicht direkt kapiert, dass er weit weniger davon hat als seine gutverdienenden Nachbarn.
Steuersenkungen… das ist wie Heroin fürs Volk. Die Niedriglöhner bekommen halt das gepanschte Zeug und die anderen die gute Ware. Aber es freuen sich letztlich alle
