Widerruf eines Vertrags

parker59

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Habe letzte Woche a, 17.11. online einen Tarifvertrag ohne Handy abgeschlossen und Rufnummermitnahme beauftragt.

Einen Tag später habe ich den Vertrag ordnungsgemäß widerrufen, da Auskünfte, die ich benötigte wegen Zusatzkarten, bei der Hotline absolut widersprüchlich beantwortet wurden.

In dem Widerruf habe ich gleichzeitig darum gebeten auch die Rufnummermitnahme zu stoppen.

Der Widerruf wurde auch bestätigt.

Ich erhalte nun die Mitteilung, dass der Vertrag erst am 29.11.23 beendet werden kann, da dann erst die Rufnummer zugeteilt wird. Dann könnte erst der Vertrag enden. Die Rufnummermitnahme könnte nicht gestoppt werden.

SIMkarte habe ich noch erhalten, diese aber sofort natürlich ohne Aktivierung zurückgeschickt.

Ich verstehe nicht, wieso der Vertrag erst am 29.11.2023 enden kann und es dürften doch keine Kosten entstehen? Kann dazu jemand etwas sagen?
 
In vielen Fällen verzichtest du auf dein Widerrufsrecht, im Gegenzug startet der Anbieter sofort mit der Bereitstellung.
Das musst du extra als Opt-In beim Kleingedruckten bestätigen.

Dann hätte man dir aber eigentlich den Widerruf nicht bestätigen dürfen.

Du solltest beim bisherigen Anbieter die Portierung sperren lassen. Wenn der neue Anbieter nicht portieren kann, weil der alte blockt, dnn kann eigentlich nichts passieren.
 
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parker59 schrieb:
Kann dazu jemand etwas sagen?
Im Prinzip nur die beiden Unternehmen die darin beteiligt sind. Und ganz zur Not ein Anwalt.
Hier kann man nur mutmaßen und das wird dir nicht wirklich helfen.
 
h00bi schrieb:
n vielen Fällen verzichtest du auf dein Widerrufsrecht
Du verzichtest nicht auf das Widerrufsrecht, sondern bestätigst, dass du damit einverstanden bist, dass die Leistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt und im Falle eines Widerrufes entsprechende Leistungen eben auch in Rechnung gestellt werden.

Bei Mobilfunkverträgen ist es dabei unerheblich, ob du die Leistung nutzt. Stellt dir der Anbieter den Vertrag zur Nutzung zu Verfügung, musst du diesen Zeitraum auch bezahlen.

In Bezug auf das hier genannte Problem: Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass einmal angestoßen, eine Rufnummermitnahme nicht mehr gestoppt werden kann.
 
h00bi schrieb:
Du solltest beim bisherigen Anbieter die Portierung sperren lassen.
Das würde ich an deiner Stelle auch mal als erstes machen, evtl. wird damit der Prozess der Rufnummermitnahme gestoppt. Aber für Details musst dich mit den beteiligten Unternehmen absprechen.
 
Aus meinem Gedächtnis, weil ich mich auch mal zu so etwas informiert hatte, da ich wissen wollte, was bei einem Widerruf nach Portierung geschieht:
1. Der Widerruf ist gültig, völlig unabhängig von irgendeiner Portierung.
2. Sobald die Portierung erfolgreich vollzogen ist, kann die Portierung nicht mehr rückgängig gemacht werden; die kann nicht »widerrufen« werden.
3. Bevor die Portierung erfolgreich vollzogen ist, also wenn sie bisher nur geplant ist, kann sie ganz einfach vom Anbieter storniert werden und alles bleibt beim alten.

Hier dürften Punkt 1 und 3 zutreffen, da ja noch nicht portiert wurde (siehe Aussage Portierung findet erst 29.11.23 statt).
 
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"Einen Tag später habe ich den Vertrag ordnungsgemäß widerrufen, da Auskünfte, die ich benötigte wegen Zusatzkarten, bei der Hotline absolut widersprüchlich beantwortet wurden."

Wie kann denn etwas widersprüchlich sein? Ich kenne so viele Vertäge, da steht alles haarklein drin. Das man sich nicht vorher erkundigen kann, verstehe ich nicht.

Ansonsten teile ich die Meinung von Arcturus128.
 
Eventuell kannst du bei Anbieter A persönliche Daten anpassen, so dass sie nicht mehr zum Portierungsauftrag passen, dann sollte die Portierung fehlschlagen. Bringt natürlich nur was, wenn der Auftrag noch nicht bei A freigegeben wurde.
 
kartoffelpü schrieb:
ringt natürlich nur was, wenn der Auftrag noch nicht bei A freigegeben wurde.
Und genau das ist halt die Frage. Wie weit ist die Portierung bereits fortgeschritten. Zumal wir auch Freitag haben. Dunno inwiefern da im Vertragsbereich noch etwas möglich ist...
 
mein bisheriger Mobilfunkanbieter teilte mir mit, dass die Portierung von seiner Seite nicht gestoppt werden kann. Werde also die Zeit abwarten, bis die Nummer übertragen wurde und werde dann meinen neuen Anbieter bitten, die Nummer zu beantragen.

Hallo Firefly2023
Wie kann etwas widersprüchlich sein? Es ging nicht um Vertragsinhalte. Es ging darum, die SIMkarte als Plastik, die Multisimkarte als esim zu bekommen. Vor Vertragsabschluss war alles ganz einfach. Ich sollte die Multikarte aber erst nach vertragsabschluss bestellen, natürlich ohne Mehrkosten beim nachträglichen Bestellen. Nach der Bestellung sollten dann aber doch weitere Bestellkosten entstehen. Erneuter Anruf, plötzlich war doch keine eSim möglich, wenn eine als Plastik, die andere aber anders sein sollte. Höhepunkt beim nächsten Anruf, es würden gar keine Multisim angeboten. Beim nächsten Anruf habe ich um Klärung und schriftliche Bestätigung gebeten. Nachdem dies nicht erfolgte, habe ich gekündigt. Hotline und Kompetenz sind schon sehr gewöhnungsbedürftig.
 
parker59 schrieb:
Werde also die Zeit abwarten, bis die Nummer übertragen wurde und werde dann meinen neuen Anbieter bitten, die Nummer zu beantragen.
Du meinst eine weitere Portierung an einen nochmals neuen Anbieter?

Vermeintlich ist die Nummer nach Stornierung der Portierung letztlich dann wieder beim ursprünglichen Anbieter und muss von dort portiert werden.

Offenbar bist du auch nicht der einzige, dem mal gesagt wurde man könne da nichts mehr stornieren und der Vertrag läuft bis zur Portierung weiter (was definitiv nicht in Ordnung ist, du hast ja widerrufen und das ist erst einmal unabhängig von der Portierung):
Man teilte mir seitens o2 mit dass sie den Widerruf erst nach der Portierung am 05.05. eintragen können, m.E. auch nicht OK.
(https://telekomhilft.telekom.de/t5/...gestossener-Rufnummernportierung/td-p/2566375)


Dort heißt es später auch noch:
Nachdem ich nun 3 Faxe an verschiedene O2-Nummern gesendet hatte kam gerade eben die Bestätigung über die "Stornierung der Rufnummernmitnahme"

Geht also entgegen der anfänglichen (sogar schriftlichen) Auskunft von O2 schon.
Lt. O2-Chat wurde der Vertrag auch widerrufen.

Ich kann daher evtl. auch betroffenen nur raten hier "dran zu bleiben" und nicht immer auf die erst- und zweitbeste Auskunft zu vertrauen!
 
Nummer wurde heute für den 5.12. freigegeben. Vertrag wurde heute storniert. Zahlungen werden zurückgebucht.
 
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