News „Widerrufs­button“: Gesetz zu einfachem Widerruf für Online-Käufe gilt jetzt

RedPanda05 schrieb:
Ich kann mich in den letzten 4 Jahren nicht erinnern, dass ich für eine Rückgabe gezahlt habe.
Das ist aber halt eine Entscheidung des jeweiligen Shops, kostenfreie Retouren anzubieten. Die Händler übernehmen die Rücksendekosten nicht, weil sie es müssen, sondern weil sich daraus ein potentieller Wettbewerbsvorteil ergibt.
 
mibbio schrieb:
Händler übernehmen die Rücksendekosten nicht, weil sie es müssen, sondern weil sich daraus ein potentieller Wettbewerbsvorteil ergibt.
Ist mir alles bekannt. Aber das fördert eben nutzlose Spontankäufe weil
„ach, das sieht nett aus. Ich bestell es schnell und wenn doch doof ist, schicke ich es zurück. Kostet ja eh nichts ;)
Die Retoure wird dann durch halb Europa geschickt, um dann in einem Mystery Box Automaten zu laden und dann im Müll, der dann nach Indien oder so verschickt wird.
 
-MK schrieb:
Prime kündigen ist auch vorher schon ein Klick. Solltest du damit Probleme haben, liegt das ausnahmsweise nicht an Amazon sondern eher an deiner Medienkompetenz 😜
Nein das kann ich so nicht gelten lassen.
Dieses 30 Tage gratis Prime wird quasie bei jeder Bestellung automatisch mit in den Warenkorb gelegt und wenn ich dann am Ende den dicken grünen Knopf mit Bestellung abschliessen drücken würde dann haben sie es mir untergejubelt obwohl ich es gar nicht mit bestellt habe und es auch nicht haben will.
ich muss immer erst den roten Knopf drücken das ich es nicht will und ich es auch nicht in den Warenkorb gelegt habe.
Was hat das mit Medienkompetenz zu tun ?
 
RedPanda05 schrieb:
Ich würde dafür den Onlinehandel verantwortlichen machen, nicht die teuren Mitarbeiter, die wenigstens noch geschult sind. Und klar: auch das ist im Aussterben inbegriffen. Warum? Weil die Leute sich jeden Mist liefern lassen, weil ihre Prioritäten mittlerweile ausschließlich bei günstigen Preisen und Bequemlichkeit liegen.
 
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Zemblanity schrieb:
Der Einzelhandel hat aber nie das vorrätig, was mich z.B. bei Elektrogeräten interessiert. Das geht auch schon rein logistisch nicht, vielleicht weit draußen auf einer grünen Wiese, wo ich aber nie hinkomme. Ansonsten kostet Lagerplatz, der zum Ladengeschäft gehört auch Geld.
Außderm bindet viel vorrätige Waren auch entsprechend Kapital, das erst mit dem Verkauf der Ware wieder frei wird. Entsprechend wird der lokale Handel primär nur die Artikel bevorraten, die sich auch mit hoher Wahrscheinlichkeit recht schnell verkauft.

Beim Onlinehandel kann, für weniger gefragte Artikel, dann auch sowas wie Dropshipping nutzen, also das die Ware gar nicht mehr beim Händler selbst lagert, sondern beim Distributor oder gar Hersteller und direkt von dort an den Kunden verschickt wird.
 
Olandos schrieb:
Dieses 30 Tage gratis Prime wird quasie bei jeder Bestellung automatisch mit in den Warenkorb gelegt
Nö, es kommt ein Fenster "mit Prime Vorteilen fortfahren oder ohne". Da musst du explizit auswählen. Nix mit "unterjubeln".

Olandos schrieb:
ich muss immer erst den roten Knopf drücken das ich es nicht will und ich es auch nicht in den Warenkorb gelegt habe.
Aber es geht doch hier um das kündigen? Und das ist nach wie vor bei Amazon einfach ein Klick. Deswegen verstehe ich nicht, wie dein Problem mit dem Thema hier überhaupt zusammenhängt.

Und wenn du weißt, dass du mit der Bestellabwicklung bei Amazon nicht zurecht kommst, kauf doch einfach woanders? Galaxus, Mediamarkt und co haben diese Fenster gar nicht erst, ergo existiert dort dein Problem nicht.
 
-MK schrieb:
Deswegen verstehe ich nicht, wie dein Problem mit dem Thema hier überhaupt zusammenhängt.
Weil man ja in erster Linie an Waren denkt die man in Shops bestellt und ich sagte ja das ich die Waren ja gezielt bestelle und auch geliefert bekommen möchte.
Aber halt kein Zusatz Gedöns was ich nicht in den Warenkorb gelegt habe.
Das ist was mit diesem Thema zusammenhängt.
 
Neodar schrieb:
Lediglich die ganz Großen wie Amazon und Co. bieten heute noch kostenlose Retoure an.
Ist halt auch ein Service Pluspunkt. Um so deutlicher, um so mehr andere Händler das nicht mehr anbieten.
 
Klebezettelcity schrieb:
Warum? Weil die Leute sich jeden Mist liefern lassen, weil ihre Prioritäten mittlerweile ausschließlich bei günstigen Preisen und Bequemlichkeit liegen.
Naja, ne. Effektiv bekommt man ja meist keine Beratung, sondern irgendwas angedreht. Warum sollte ich für Aufwand (hinfahren) und keine bis schlechte Beratung, mit kleinem Angebot, auch noch mehr zahlen?
 
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RedPanda05 schrieb:
Ist mir alles bekannt. Aber das fördert eben nutzlose Spontankäufe weil
Steht dem Händler ja durchaus frei, keine kostenfreien Retouren mehr anzubieten, wenn es ihm zu viele Rückläufer aus Spontankäufen und damit zu hohe Kosten verursacht.

Der Händler kann ja auch ein Mittelweg fahren, wenn er nicht gänzlich auf kostenfreie Retouren verzichten will. Erstkunden oder unauffällige Kunden bekommen kostenfreie Retouren angeboten, und wer zu häufig Waren wieder zurückschickt bzw. Bestellungen widerruft, muss dann halt die Rücksendekosten selber tragen.
 
Floorp schrieb:
Und das soll ein Problem sein?
Ja, weil der Einbruch des Einzelhandels auch Auswirkungen auf das soziale Umfeld vor Ort hat. Unternehmen engagieren sich noch vor Ort und sei es nur, um die Fußball-Trikots für einen Sportverein zu sponsern.

Klar, kann man auch drauf pfeifen. Passt nunmal auch ins Bild der Ich-bezogenen Gesellschaft.
 
7H0M45 schrieb:
In der Comdirect App ist die Umsetzung aber gefühlt leider so, dass man da am Ende noch versehentlich drauf kommt.
Ja, das hatte ich mir auch gedacht. Da ist es etwas zu einfach zu kündigen. 🤣
 
mibbio schrieb:
Steht dem Händler ja durchaus frei, keine kostenfreien Retouren mehr anzubieten, wenn es ihm zu viele Rückläufer aus Spontankäufen und damit zu hohe Kosten verursacht.
Es geht hier nicht um Kosten, sondern um die Umwelt.

Ich habe kein Mitleid mit Amazon :)
 
Klebezettelcity schrieb:
Ja, weil der Einbruch des Einzelhandels auch Auswirkungen auf das soziale Umfeld vor Ort hat. Unternehmen engagieren sich noch vor Ort und sei es nur, um die Fußball-Trikots für einen Sportverein zu sponsern.

Klar, kann man auch drauf pfeifen. Passt nunmal auch ins Bild der Ich-bezogenen Gesellschaft.


Ich sehe Platz für neuen Wohnraum.

Dann brechen halt die alten Innenstädte weg, ja und? Einfach als Wohnraum nutzen. Die aktuellen Besitzer oder Städte wollen das natürlich nicht. Der eine denkt nur ans Geld, der andere sitzt in einem System, das gefestigt ist.

Zeiten ändern sich. Die heutige Innenstadt und Einkaufszentren sind ein Relikt einer Epoche.
 
RedPanda05 schrieb:
Man hätte es gesetzlich verbriefen sollen, dass der Käufer für den Rückversand aufkommen muss.
Nö, sehe ich ganz im Gegenteil. Der online-Handel spart einen Haufen Geld, weil er keine Verkaufsflächen in einer Stadt mieten muss und kein Verkaufspersonal braucht.
Neuerdings planen Versandhändler ja sogar fahrende LKWs als Lagerfläche ein - sie kannibalisieren quasi ein öffentliches Infrastrukturnetz.

Und bei dem ganzen Schrott der online verkauft wird, dazu noch mit KI-generierten Bildern beworben wird, in denen unter Umständen sogar die Größenverhältnisse falsch sind, damit es mehr aussieht - da muss sich niemand wundern, warum so viel hin-und hergeschickt wird.

Und ob nun jede einzelne Person mit ihrem fetten SUV ins Kaufhaus gurkt, um einzukaufen oder ob die Waren professionell gesammelt und verteilt werden, spielt wahrscheinlich für die Umwelt keine Rolle. Zumal die Waren auch in den Einzelhandel gefahren werden müssen.

Wer das Umweltargument zieht, sollte eher über weniger Konsum nachdenken.
 
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RedPanda05 schrieb:
Naja, ne. Effektiv bekommt man ja meist keine Beratung, sondern irgendwas angedreht.
Kommt aber durchaus noch auf die Art des Einzelnhandels an. Bei den Handelsketten bekommt man tatsächlich selten eine Beratung, aber in spezialisierten Fachgeschäften dürfte man durchaus noch (gute) Beratung bekommen.

Dass es in den Geschäften immer weniger bis gar keine Beratung mehr gibt, ist aber auch zu einem nicht unwesentlichen Teil dem Kundenverhalten geschuldet. Oft gehen Kunden nur noch in die Geschäfte, um sich gratis beraten zu lassen, kaufen das Produkt dann im Anschluss aber irgendwo online. Dass die Händler dann keinen Bock mehr haben, geschultes Fachpersonal für nix zu bezahlen, ist irgendwo nachvollziehbar.

Einzelne Geschäfte sind glaube auch schon dazu übergegangen, für die Beratung vor Ort eine Pauschalgebühr zu verlangen, die dann aber beim Kauf im Geschäft wieder erlassen wird.
 
mibbio schrieb:
spezialisierten Fachgeschäften dürfte man durchaus noch (gute) Beratung bekommen.
+1
Das sind aber zumeist wirklich Nischen oder Luxussegment.
08/15 Ware wird dem Kunden nur noch ins Gesicht gedrückt.


mibbio schrieb:
Einzelne Geschäfte sind glaube auch schon dazu übergegangen, für die Beratung vor Ort eine Pauschalgebühr zu verlangen, die dann aber beim Kauf im Geschäft wieder erlassen wird
Ich finde das einen schönen Weg, aber das wurde ~15 Jahre zu spät umgesetzt. Viele Einzelhändler sind wegen:
mibbio schrieb:
Oft gehen Kunden nur noch in die Geschäfte, um sich gratis beraten zu lassen, kaufen das Produkt dann im Anschluss aber irgendwo online
schon lange Insolvent
 
Floorp schrieb:
Ich sehe Platz für neuen Wohnraum.

Dann brechen halt die alten Innenstädte weg, ja und? Einfach als Wohnraum nutzen. Die aktuellen Besitzer oder Städte wollen das natürlich nicht. Der eine denkt nur ans Geld, der andere sitzt in einem System, das gefestigt ist.

Zeiten ändern sich. Die heutige Innenstadt und Einkaufszentren sind ein Relikt einer Epoche.
Seltsamer Irrglaube, dass es hier nur um Innenstädte geht und der Einzelhandel sind nicht nur aus Einkaufszentren besteht.
Bestes Beispiel: lokale Stromversorger, mit denen man einfach einen Vertrag abschliessen kann (dafür müsste man nicht einmal hingehen). Stattdessen beginnt die Sparfuchs-Hechelei nach einem Vertrag für ein paar Euro weniger im Jahr bei einer Online-Klitsche.
 
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