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News „Widerrufs­button“: Gesetz zu einfachem Widerruf für Online-Käufe gilt jetzt

Klebezettelcity schrieb:
Bestes Beispiel: lokale Stromversorger, mit denen man einfach einen Vertrag abschliessen kann
Also unsere Stadtwerke haben es hier nach vielen Jahren Vertragslaufzeit nicht für nötig gehalten, auf Vertragsfragen und Wechselwunsch in anderen Vertrag ordentlich zu antworten und für jede Kommunikation min. 2 Wochen gebraucht. Klar wechsle ich dann zu einem Onlineanbieter, der auch wenigstens schnell (bzw überhaupt) reagiert und Interesse an einem Vertragsverhältnis hat :D
 
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RedPanda05 schrieb:
aber es senkt die Schwelle zum Zurücksenden leider weiter
Glaube nicht, dass sich hier etwas signifikant ändert. Die meisten Händler haben schon ein relativ einfaches Verfahren.

Mit der Neuregelung werden vermutlich die schwarzen Schafe adressiert, die versuchen, es ihren Kunden durch unnötige Komplexität und fehlende Transparenz möglichst schwer zu machen. Einkaufen, Vertrag abschließen ja, aber bitte nicht reklamieren, zurücksenden, stornieren oder kündigen.
 
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-MK schrieb:
Also unsere Stadtwerke haben es hier nach vielen Jahren Vertragslaufzeit nicht für nötig gehalten, auf Vertragsfragen und Wechselwunsch in anderen Vertrag ordentlich zu antworten und für jede Kommunikation min. 2 Wochen gebraucht. Klar wechsle ich dann zu einem Onlineanbieter, der auch wenigstens schnell (bzw überhaupt) reagiert und Interesse an einem Vertragsverhältnis hat :D
Anekdotische Evidenz ändert nichts am Grundproblem.
 
Klebezettelcity schrieb:
Seltsamer Irrglaube, dass es hier nur um Innenstädte geht und der Einzelhandel sind nicht nur aus Einkaufszentren besteht.
Bestes Beispiel: lokale Stromversorger, mit denen man einfach einen Vertrag abschliessen kann (dafür müsste man nicht einmal hingehen). Stattdessen beginnt die Sparfuchs-Hechelei nach einem Vertrag für ein paar Euro weniger im Jahr bei einer Online-Klitsche.

Aber warum wechseln die Menschen wohl für „ein paar Euro im Jahr“ den Anbieter? Weil das System sie dazu zwingt. In Zeiten von Inflation und explodierenden Mieten ist Effizienz für viele Familien keine Gier, sondern Überlebenskampf.

Mehr Wohnraum, in dem Fall durch eine Neuausrichtung der Innenstädte, würde viele Menschen und Familien entlasten.

Wir brauchen Fortschritt und nicht das immer wieder propagierte Wachstum der Wirtschaft. Mit Fortschritt kommt das Wachstum ganz von alleine.
 
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Ist doch ne gute Sache das die Funktionalität jetzt gegeben ist, allein weil viele nicht in der Lage sind einen vernünftigen Widerruf aufzusetzen. Da wird dann oft aus Unwissen ein Gewährleistungsfall draus. Außerdem bleibt es doch dabei dass die Kosten der Käufer für den Rückversand trägt, inkl. evtl. Wertverlust.
 
Floorp schrieb:
Aber warum wechseln die Menschen wohl für „ein paar Euro im Jahr“ den Anbieter? Weil das System sie dazu zwingt. In Zeiten von Inflation und explodierenden Mieten ist Effizienz für viele Familien keine Gier, sondern Überlebenskampf.
Billiger Strohmann, da es Online-Anbieter und ihre Rabatte schon seit Jahrzehnten gibt.

Floorp schrieb:
Mehr Wohnraum, in dem Fall durch eine Neuausrichtung der Innenstädte, würde viele Menschen und Familien entlasten.
Klar doch, muss sich nur jemand finden, der das alles bezahlt, umwandelt und modernisiert. Und dann wundern sich alle plötzlich, warum die Immobilienpreise so hoch sind.

Floorp schrieb:
Wir brauchen Fortschritt und nicht das immer wieder propagierte Wachstum der Wirtschaft. Mit Fortschritt kommt das Wachstum ganz von alleine.
Netter Kalenderspruch.
 
Bei vielen Händlern gibt es das schon sehr lange. Aber finde ich Super das man da durchgreift.
 
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Da Wird Media Markt mal heulen. Wenn man das Widerrufs-Formular auf deren Webseite nutzen will, verlangen die von einem nämlich, dass man sowohl eine Mobilfunknummer angibt als auch, dass man das Paket öffnet, auspackt und die Seriennummer vom Boden des Geräts abschreibt. Mitsamt des Risikos, dass man dabei versehentlich etwas beschädigt.

Das sind Pflichtfelder, die man im Widerrufsformular nicht überspringen kann.

Habe ich natürlich nie gemacht, sondern stattdessen stets per eMail widerrufen und dort ein Retourelabel angefordert, aber empfand es als eine recht zwielichtige Praxis.
 
chillipepper schrieb:
Die meisten Händler machen das ja schon.

Was momentan fast noch übler ist, das ist diese Cookie-Abwahl-Orgie/-Pest auf so gut wie jeder Webseite.
Zusätzlich störende Faktoren:
  • überall anders gestaltet
  • jeder scheint unter "Berechtigtes Interesse" was anderes zu verstehen und für sich wohlwollend auszulegen, wenn man mal so sieht, was da teilweise immer noch an Cookies übrig bleibt.
Ja. Das ist extrem nervig.
Habe dann oft die Seite(n) garnicht mehr aufgerufen,
weil mir das zu nervig und zeitaufwendig ist.

Nutze nun seit einiger Zeit den Browser "Brave",
der dieses Cookie-Gedönse von vornherein unterdrückt / das Cookie-Fenster
geht es garnicht auf. In neun von zehn Fällen auf jeden Fall.
Das scheint gut zu klappen
 
Zuletzt bearbeitet:
raychan schrieb:
Also gerade was Verbraucherschutz angeht ist die EU echt gut. Oder welches Land auf der Erde ist da besser?
In Australien gibt es eine "Fit for Purpose" Regulierung.
Da wird - vereinfacht - ein Durchschnitt angenommen, wielange ein bestimmtes Geraet, wie zB ein Fernseher oder eine Waschmaschine, halten sollte.
Erfuellt ein Geraet diese Haltbarkeit nicht, gibt es aehnliche Rechte wie bei uns in der Gewaehrleistung.
Dies kann dort dann auch deutlich mehr als zwei Jahre gelten.
https://www.accc.gov.au/consumers/buying-products-and-services/consumer-rights-and-guarantees

.one schrieb:
Ich sehe schon die Abmahnanwälte lauern
Wenn ich ueberlege wie vielen unsauberen Cookiebannern ich so begegne, auch auf deutschen Webseiten...
Man muss naemlich alle Cookies mit einem Klick ablehnen koennen.
Ich glaube die meissten Abmahnanwaelte haben sich inzwischen eine andere Beschaeftigung gesucht. :P

RedPanda05 schrieb:
Man hätte es gesetzlich verbriefen sollen, dass der Käufer für den Rückversand aufkommen muss.
Schon lange erlaubt. Wenn der Haendler es uebernehmen will, darf er das natuerlich. Mindfactory ist ein bekannter Shop der die Kosten fuer den Rueckversand dem Kunden auferlegt. Es muss halt eindeutig in der Widerufsbelehrung formuliert sein.

mibbio schrieb:
Ist auch bei Rücksendungen im Rahmen der Gewärhleistung so
Nein. Liegt ein Mangel vor, muss der Haendler die Kosten des Rueckversandes uebernehmen:
https://www.it-recht-kanzlei.de/versandkosten-gewaehrleistung-online-handel.html#abschnitt_12
 
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lazsniper schrieb:
super, das unterbindet solche sachen wie ich letzte woche erlebt habe (bei nem SEHR teuren schuhhersteller) : widerruf - email - link mit retourenportal zurück - erstmal die ganzen verlangten nummern raussuchen - widerruf einreichen. beinahe schon ne frechheit. schön, dass das jetzt mit einem button gelöst werden muss.
Ergänzung ()

Wie ist das gelesen habe, bleibt das aber so. Du musst Name und Nummern noch eingeben
 
Da wo ich gerade gelesen habe die komplette Diskussion dreht sich ja um Händler Physischer Güter... also wo ich dabei besonders gedacht habe sind auch Dienstleistungen wo man Verträge etc. abschließt. Da ist es extrem sinnvoll, das man das Einfach online abschließen kann, dann aber auch Online genauso einfach ohne von A -Z sonstwas für stellen abzuklappern einfach auch wieder per gut erreichbaren Knopfdruck kündigen/Wiederrufen kann.
 
wagga schrieb:
Ist doch jetzt schon so der Kunde muss zahlen zu mindestens bis 40 Euro garantiert.
Ja, normalerweise zahlt immer der Kunde den Rückversand, es sei denn, der Händler übernimmt diesen freiwillig.
Und diese 40-Euro-Regelung gibt es schon lange nicht mehr, wurde bereits 2014 abgeschafft.

Gruß eisholz
 
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RedPanda05 schrieb:
Und kannst du alles for free zurücksenden, ohne Kosten
"zurücksenden" - ist klar:
HINWEIS:
● Senden Sie das Paket nicht direkt an die Absenderadresse auf Ihrem Originalpaket oder an die Adresse auf unserem Rücksendeetikett zurück, da dies nicht die tatsächlichen Rücksendeadressen sind und Ihre Rückerstattung beeinträchtigen können.
https://de.shein.com/Return-Policy-a-281.html

der sondermüll geht nicht zurück nach china - das würde viel zu viel kosten und das zeug wollen die eh nicht zurückhaben. das wird irgendwo hier auf einer deponie verklappt - da haben wir dann alle richtig viel von.
 
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Hat den Button schon irgendjemand erblickt, insbesondere bei den großen Shops?
 
Retournierte Ware geht aber auch nicht pauschal auf den Müll. Was nicht beschädigt/defekt ist (also üblicherweise Rückläufer aus Widerrufen) geht einfach wieder in den Verkauf, wenn es sich vom Aufwand rechnet - je nach Zustand entweder wieder aus Neuware oder als deklarierte Retourenware.

Und auch bei der Entsorgung von nicht mehr verkaufbaren Rückläufern wird sicherlich nicht Alle thermisch verwertet, sondern einiges dürfte sicherlich auch ins Recycling gehen.
 
Alexander2 schrieb:
Wird strom draus gemacht aus dem China Müll :D
die gute "thermische verwertung" :) problematisch ist eher die belastung mit schwermetallen und selbst einfacher stahl aus china ist nicht sicher...
mibbio schrieb:
Retournierte Ware geht aber auch nicht pauschal auf den Müll. Was nicht beschädigt/defekt ist (also üblicherweise Rückläufer aus Widerrufen) geht einfach wieder in den Verkauf
bei temu und shein? wohl eher nicht...
 
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