Wie soll es weiter gehen?

Praktika hast du als Informatiker eher nicht. Dafür viele Übungen und bei uns war es so, dass du ungefähr 4 Tage die Woche Vorlesungen hast und einen Tag frei. Wenn die Vorlesungen allerdings unglücklich gestaffelt sind, (wie dieses Semester) kann man schon mal Freitagnachmittag für eine Vorlesung antanzen....

Ansonsten ist BaFöG wirklich das Mittel der Wahl, da du im Idealfall nur die Hälfte zurückzahlen musst. Studienkredite gehen wohl auch, sollten aber eher eine Notlösung sein. Schaffst du das Studium, wird die Rückzahlung kein Problem sein, da gebe ich dir Brief und Siegel drauf. Aber brichst du ab, sitzt du (wie auch beim BaFöG) auf einem großen Schuldenhaufen.

PS: bei 4200€, einem Sollzinssatz von 4% und 42 Monaten Laufzeit sind es 4502,4€, die du zurückzahlen musst.

Rechne mal aber mit mindestens 200€ für ein Zimmer im Studentenwohnheim, je nach Stadt auch gerne weitaus mehr. 200€ ungefähr pro Monat an Essensgeld. Schlag nochmal 250€ drauf für alle anderen Verpflichtungen und du bist zumindest so weit, dass du ohne Parties / ausgehen / Rauchen über die Runden kommst. Aber ob man das will.....

Achja: Deine Eltern bekommen Kindergeld für dich. Sofern sie sich weigern, dir dieses auszuzahlen kannst du es auch für dich beantragen. Das sind 184€ pro Monat sofern du Einzelkind bist.

Gruß
 
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Jevermeister du spricht mir aus der Seele, ohne Parties, Ausgehen etc... braucht man da noch weiterleben...? Ich werde schaun das ich ersteinmal einen Studienplatz bekomme, anschließend werde ich eine WG bilden und nach Arbeit suchen. Es ist zwar irgendwie schade das ich mein Harterspartes jetzt so gnadenlos verlieren werde/muss, aber so ist das Leben. Wenn ich dann trotzdem nicht klakommen sollte finanztechnisch, werde ich diesen Studentenkredit beantragen (müssen).

Irgendwie traurig das viele Menschen die nicht Studieren oder Arbeiten wollen unnötig viel Geld in den Arsch ges.... bekomen von Vaterstaat und die "Bildungselite" voll im Stich gelassen wird.

Ich bin euch sehr sehr dankbar!
 
Dass viele Leute viel zu viel Geld für's Nixtun bekommen mag wohl sein.

Aber wo wird der bitte die "Bildungselite" im Stich gelassen? Wenn deine Familie kein Geld hat bekommst du doch Bafög...?!? Was willst du mehr?
 
M.M.n. solltest du nochmal überlegen ob du tatsächlich kein Geld von deinen Eltern willst. Wenn du komplett ohne finazielle Hilfe neben dem Studium von einem Nebenjob leben möchtest bleibt dir mit Sicherheit fast keine Freizeit übrig(nicht das du das Geld hättest um großartig was in deiner Freizeit zu unternehmen). Ausserdem halte ich es für keine gute Idee sich zu verschulden solange es noch andere Möglichkeiten gibt.

Deine Eltern sind nämlich dazu verpflichtet dir die erste Ausbildung zu finanzieren wenn sie genug verdienen, ansonsten unterstützt dich der Staat. Sie müssen dir also je nach Einkommen Unterhalt zahlen und ich würde dir dringend davon abraten diese Möglichkeit nicht wahrzunehmen, da dich das Studium auch so schon genug belasten wird.
 
ich wohn auch im rhein main gebiet, in einer wg. zahle jeden monat ~225 euro, für alles.
studier "nebenbei", arbeite aber auch.
studienkredit solltest du nur in anspruch nehmen wenn du älter als 25 sein solltest. da du das noch nicht bist, ist kindergeld ne nette sache. steht dir direkt zu, soll ja zum wohle des kindes gezahlt werden, bis zum 25. lebensjahr.
bafög ist elternabhängig, es sei den du hast eine bestimmte zeit gearbeitet (ich glaub so ca. 2 jahre). dann ist es egal wieviel deine eltern verdienen. ansonsten siehst du nix.
kannst natürlich auch nach stütze umsehen, wobei ich keine studenten kenne die das bekommen.

such dir einfach nen job, 400 euro arbeiten gibt es echt wie sand am meer. aber gibt auch ettliche arbeiten auch für studenten die doch erheblich besser bezahlt werden, den mit 400 kommt man heute nicht all zu weit.

ach, egal was für menschen deine eltern sind, es sind immernoch deine eltern. sprich wenn da nichts kaputt gemacht wurde was nicht wieder gefixt werden kann, würde ich die noch nicht so schnell abschreiben. eltern kann man immer zu was gebrauchen.
 
Jevermeister schrieb:
Ansonsten ist BaFöG wirklich das Mittel der Wahl,
Das wird er wohl aus gegebenen Gründen wohl nicht bekommen.

Jevermeister schrieb:
Rechne mal aber mit mindestens 200€ für ein Zimmer im Studentenwohnheim, je nach Stadt auch gerne weitaus mehr. 200€ ungefähr pro Monat an Essensgeld. Schlag nochmal 250€ drauf für alle anderen Verpflichtungen und du bist zumindest so weit, dass du ohne Parties / ausgehen / Rauchen über die Runden kommst. Aber ob man das will.....
Deswegen sag ich ja: Arbeiten (400€ Job) und das, was man drüber braucht muss er wohl von der kfw holen.

Jevermeister schrieb:
Achja: Deine Eltern bekommen Kindergeld für dich. Sofern sie sich weigern, dir dieses auszuzahlen kannst du es auch für dich beantragen. Das sind 184€ pro Monat sofern du Einzelkind bist.
Gruß
ui, stimmt, da war ja noch was (:
 
"Leider" verdienen meine Eltern zuviel, bringen tut mir das natürlich nichts... .


Das Kindergeld gehört also dann schonmal mir, sehr schön 184€.
 
Servus, ich weiß ja nicht wo du wohnst, aber versuchs doch mal mit einem Dualen Studium [les dich mal ein, (wirtschafts-]informatiker sind da sehr gesucht], da bekommst du genügend geld um dich selbst über was zu halten und kindergeld bekommst du trotzdem weiter. ist jedenfalls 100 mal besser als studieren und nebenbei jobben.
 
Sofern du mehr als 8004€ pro Jahr verdienst, bekommst du kein Kindergeld mehr.
Wird aber schwierig zu knacken sein neben dem Studium....
 
honky-tonk schrieb:
hey,
deine eltern sind gesetzlich verpflichtet dir geld zu geben/ zu unterstützen bis zu einem gewissem maß

Zhak schrieb:
Deine Eltern sind nämlich dazu verpflichtet dir die erste Ausbildung zu finanzieren

tjo, dann lest doch BITTE mal den beitrag genau ->

als ich vor 4 jahren meine Ausbildung begonnen hatte
dazu will er dieses wintersemester anfangen zu studieren. ergo ist seine ausbildung rum ;)
dazu kommt noch, dass das unterhaltsberechtigte kind nicht schuldhaft seine ausbildung verzögern darf. sprich: wenn er statt 3 eben 4 jahre braucht weil er nachweislich faul oder sonstwie schludrig war, müssen die eltern gar nix zahlen - gottseidank.
 
Jevermeister schrieb:
Wird aber schwierig zu knacken sein neben dem Studium....

Sein Post bezog sich auf ein Duales Studium, dort hingegen ist das nicht unwahrscheinlich.
 
Mein Beileid erstmal zum Streit mit deinen Eltern :(
Ich kann dir nur empfehlen, Bafög zu beantragen und in ein Studentenwohnheim zu ziehen, genau so hab ichs auch gemacht. Bewirb dich einfach so schnell wie möglich bei einem Wohnheim und frag regelmäßig nach, hatte in Frankfurt nach 4 Wochen einen Platz. Ich zahle 230€ pro Monat für alles, an den Preis kommt auch keine WG ran.

Bist du sicher, dass du kein Bafög bekommst? Hier kannst du mal grob ausrechnen, ob was rausspringen würde: bafoeg-rechner
Dort bekommst du genau ausgerechnet, wie viel Geld dir pro Monat zu steht. Verdienen deine Eltern zu viel, so verringert sich dieser Betrag. DIESEN ABZUG SIND DEINE ELTERN VERPFLICHTET DIR ZUKOMMEN ZU LASSEN! D.h. würden dir 400€ im Monat zustehen, aber du bekommst nichts, weil deine Eltern ein zu hohes Einkommen haben, müssen dir deine Eltern die 400€ geben. Da können sie sich nicht gegen wehren.
Falls sie sich weigern, den Antrag auszufüllen oder die Geld zu zahlen, kannst du eine Vorausleistung beim Bafög-Amt beantragen. Das Amt kümmert sich dann darum und klagt notfalls das Geld von deinen Eltern ein:

Zitat studis-online.de:
# Verweigern Eure Eltern die Auskunft hinsichtlich Ihrer Einkommensverhältnisse oder zahlen Sie nicht den Unterhalt, den sie zahlen müssten und ist deshalb Eure Ausbildung gefährdet, kann ein Antrag auf Vorausleistung (Formblatt 8) gestellt werden.
# Wird der Antrag bewilligt, führt dies dazu, dass das BAföG-Amt Euch (zunächst) unabhängig von den Einkommensverhältnissen Eurer Eltern fördert bzw. Euch den fehlenden Unterhaltsbetrag vorschießt.
# Es folgt eine Prüfung durch das BAföG-Amt, ob Ihr gegen Eure Eltern (noch) einen Unterhaltsanspruch habt. Wenn ja, holt es sich das Geld (notfalls im Klagewege) von Euren Eltern wieder.

Ich würde davon abraten, während dem Studium zu arbeiten, gerade während der ersten Semester. Das ist einfach nicht drin, wenn du dich voll auf dein Studium konzentrieren willst.
Und nimm bitte bitte keinen Studienkredit auf! Die sind nicht gedeckelt und du zahlst Zinsen, Beim Bafög kriegst du die Hälfte geschenkt und bezahlst keine Zinsen.

Kümmer dich am besten so schnell wie möglich darum, dass du eine finanzielle Absicherung und eine eigene Wohnung hast. Die Studentenzeit ist wirklich einfach wunderbar, da solltest du nicht mit solchen Gedanken mehr belasten müssen :)

Edit: Das mit der schon abgeschlossenen Ausbildung hatte ich nicht bedacht, bitte dazu den Post von redsector zwei weiter unten beachten
 
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Naja. Bei welchem dualen Studium kriegt man denn mehr als 650€ pro Monat? Im letzten Jahr eventuell. Mein Bruder macht Wirtschaftsinformatik und kommt nicht drüber im Unternehmen > 2000 Mitarbeiter. Ok, laut Google scheint das stark zu variieren. Aber bei 800+ pro Monat brauchst du dann auch keins mehr.
 
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Wenn du deine Ausbildung abgeschlossen hast und deine Eltern dir diese finanziert hatten, ist ihre Unterhaltspflicht faktisch erloschen.

Für solche Fälle gibts ne Spezialregelung im Bafög, nennt sich Vorausleistungsverfahren. Ist zwar eigentlich für Leute gedacht, die sich mit ihren Eltern zerstritten haben und kein Geld von denen kriegen oder keinen Kontakt zu ihren Eltern mehr haben, greift aber auch in dieser speziellen Situation.

Grob gesagt: du stellst nen Antrag auf Vorausleistung, kriegst deine Kohle vom Amt vorgestreckt um deinen Lebensunterhalt zu sichern, und das Amt holt sich das Geld dann notfalls auf gerichtlichem Weg von deinen Eltern zurück. Wenn das Sozialgericht allerdings feststellt, dass dir deine Eltern gar nicht mehr geben müssen, wegen der erloschenen Unterhaltspflicht, kann sich das Amt auch nix von ihnen zurückholen. Im Endeffekt wirst du dann elternunabhängig gefördert, obwohl du die restlichen Kriterien für elternunabhängige Förderung eigentlich nicht erfüllst. Sprich, keine Anrechnung des elterlichen Einkommens.

Der Haken dran ist, dass dein Studium mit der Ausbildung möglichst nicht in fachlichem und zeitlichem Zusammenhang stehen sollte. Dann wirds nämlich evtl. nur als Weiterbildung angesehen und das müssten dir deine Eltern dann wiederum finanzieren.

Ausserdem müssen in dem Fall auch deine Eltern Formulare ausfüllen, und wenn dir die aus irgendwelchen unwahrscheinlichen Gründen dein Studium finanzieren WOLLEN, dann musst du ihr Geld auch annehmen - oder halt drauf verzichten, vom Staat kriegst du dann aber trotzdem nix.

Hier mal lesen: http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/vorausleistung.php
 
Jevermeister schrieb:
Naja. Bei welchem dualen Studium kriegt man denn mehr als 650€ pro Monat? Im letzten Jahr eventuell.

Ich komme bereits im ersten Jahr über diese Grenze. Dein Bruder wird da recht unterdurchschnittlich entlohnt.

Falls sich der TE für das Thema interessieren sollte gibt es hier eine Übersicht über Unternehmen.
 
Jevermeister schrieb:
Rechne mal aber mit mindestens 200€ für ein Zimmer im Studentenwohnheim, je nach Stadt auch gerne weitaus mehr. 200€ ungefähr pro Monat an Essensgeld. Schlag nochmal 250€ drauf für alle anderen Verpflichtungen und du bist zumindest so weit, dass du ohne Parties / ausgehen / Rauchen über die Runden kommst.
Was sind denn diese "sonstigen Verpflichtungen"?
Es ist kein Problem, sich eine FH/Uni auszusuchen, die keine Studiengebühren verlangt => Geld gespart, wenn man eh keins hat.
Bei uns an der FH kostet im WH ein Zimmer (WG) ungefähr 200-240€ - je nach Einrichtung und allgemeinem Zustand. WGs gehen von 2er WG bis hin zu 6 oder 8 Zimmern pro WG.

Mit 200-250€ Essen+Trinken im Monat ist man imho ganz gut dabei.

Bücher gibt es in der BiBo - und Bücher, die man nicht in der BiBo findet, kann man beschaffen lassen (=> Beschaffungsantrag). Was fehlt noch? Internet ist im WH meist für 5-10€ zu haben. Handy kostet vielleicht 30€ im Monat mit Telefonflat. Was braucht man denn noch? Strom und Wasser ist im Wohnheim doch meist sowieso inklusive im Mietpreis - genau wie Wärme.

Wer am Campus wohnt hat keinerlei großartigen Fahrtkosten - vielleicht ein Monatsticket für 40-50€, wenn man in der Stadt unterwegs sein will und kein Fahrrad hat.
 
Deine Eltern werden uebrigens fuer die Bafoeg-Berechnung nicht mehr herangezogen.

Laut Gesetz sind Eltern nur fuer den ersten Bildungsweg zu belangen. Da du deine Ausbildung abschliesst, ist dein erster Bildungsweg ebenfalls abgeschlossen.
 
Richtig ich habe eine Ausbildung abgeschlossen aber danach nur ein paar Monate gearbeitet (wenn man ein Minijob als Arbeiten mitzählen darf), aber das was ich über die Googlesuche gefunden habe besagt das man 2-3 Jahre gearbeitet haben muss um Elternunabhängiges Bafög beziehen zu können.

Ich glaube so ein duales Studium wär genau das richtige, da man relativ viel ohle bekommt und nach dem Studium bestmögliche Chanzen auf eine Übernahme hat. Ich hoffe man kann sich noch für diesen Wintersemester bewerben... Ich merke ich muss mehrere Wege gleichzeitig probieren.

Danke für die Posts!
 
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Studiengebühren kann man sparen, ja. Ich muss sie leider zahlen.

Trotzdem muss man, egal ob Studiengebühren oder nicht, um die ~200€ pro Semester Gebühren an die Uni/FH zahlen. In Bremerhaven waren es 210€, hier in Oldenburg sind es 260€.

Gruß
 
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