Wieso ist e-Sport in Deutschland so verpönt?

@Zehkul

Jaa ... auch im Bereich Fifa oder CoD gibt es sog. "Ladder's" & das nicht nur auf dem PC.
Ich sehe die Anfänge, mögliche Entstehung & Du bereits die "Endstufe/Idealfall" ....^^
 
...Ob Geld verdient wird, auf regelmäßiger Basis, interessiert.

Bis dahin ist es aber ein laaanger Weg & der ist für die meißten äußerst steinig. ;)
 
eSports hat einfach Charakterzüge, die viel mit anderen Sport gemeinhaben.

Leider wird es immer wieder falsch aufgenommen.

Kleines Beispiel: Ich habe 2 Kumpels, die verdammt sportlich aussehen und es auch sind. Klettern öfters auf Berge und fahren da wieder runter mit ihren Bikes. Die beiden sind im Ladder von Fifa 2on2 ziemlich weit oben.

Anderes Beispiel: In meinem Fitnessstudio ist einer, der in League of Legends in Diamond League zockt (höchste Klasse).


Wieso muss eine Sportart die andere direkt ausgrenzen? Ich verstehe diese Logik nicht? Ein Sportler, der zum Beispiel Fußball zockt, macht ja auch nicht nur Fußball sondern geht auch oft trainieren im Fitness Studio oder anderes.



Ob man mit diesem Sport Geld verdienen kann oder nicht, ist eben genau so wahrscheinlich, wie im Fußball sein Lebenseinkommen zu verdienen. Nicht unmöglich, aber (behaupte ich mal), für die meisten relativ unwahrscheinlich.

Es ist eben ein Sport, der als Freizeitbeschäftigung ausgeht, und eigentlich sollte eSports nur für uns eins sein: Unterhaltung.

Man soll sich anschauen, wie Leute spielen, die es wirklich drauf haben. Nicht darauf fixieren, selbst in diesem Kreis zu spielen.

Niemand, der Fußball spielt, bzw. es Anfängt, will das Spielen, um direkt in der Bundesliga einzusteigen. Meistens ist man dafür eh zu spät. Sowas muss am Anfang schon gefördert werden, leider!
 
Ich höre bzw lese hier zum ersten mal dass es verpönt sein soll.. Viele meiner Freunde zocken, ich zocken.. Wir sind alle erfolgreich in Studium oder Beruf, sind alle in festen Händen, haben alle ein ausgeglichenes leben und sind alle glücklich.

Die Leute, die wirklich sozial abgeschottet in ihrem Kämmerlein sitzen und daueronline sind, sind die Ausnahme. Ich glaube auch nicht, dass solche Leute unbedingt erfolgreich im esport sind. Leider werden die genossen als Maßstab genommen um alle gamer über einen Kamm zu scheren.
 
E-Sport ist Sport im Sinne von Schach, dadurch also auch in die Kategorie Sport einzustufen.

Verpönt ist es deshalb, weil man mit dem Begriff "Progamer" automatisch das "große Geld" wittert.
Ich war mal nahe dran am bezahlten Daddeln, war aber da schon in dem Alter (25), in dem man 5 Stunden tägliches Training nicht mehr mit seinen sozialen Verpflichtungen gleich stellen konnte. Somit habe ich mich dann aus dem Ganzen zurückgezogen und vermisse es kein Stück.
Zusätzlich ist die ganze Szene voll von Typen, die glauben sie wären total berühmt und führen sich auch dementsprechend auf, wobei man sie eigentlich überall nur belächelt hat.
Warum Eltern oftmals bei der Argumentation "Geld durch daddeln verdienen" aufschreien:

Bildung geht vor Vergnügen.

Ich habe mich am Wochenende mit einem jungen Kerl an ner Theke unterhalten. Der spielt sehr gut Fußball, hat ein Angebot eines derzeitigen Drittligisten und letztjährigen 2.Bundesligisten bekommen. Ein sehr gutes Angebot, jedoch hat sich dann für den jungen Mann die Frage gestellt: Studium oder Fußball.
Er hat sich fürs Studium entschieden.

Für viele vielleicht nicht begreifbar, aber: In der dritten Liga hätte er vielleicht 4-5 Spiele gemacht und die Chancen weiter nach oben zu kommen sind sowas von gering, es schafft nunmal nur eine Handvoll Spieler. Sich darauf zu verlassen - dann bist du verlassen.
Jetzt ist aber Fußball eine ganz andere Liga als Computerdaddeln. Solange man eine Ausbildung hat, oder mit dem Studium zurecht kommt, ist nebenbei Geld mit Computerspielen auf jeden Fall ok. Aber die Schule/Ausbildung deswegen schleifen zu lassen, wegen 3-6 Jahren schnellem Geld, das niemals für den Rest des Lebens reichen würde, wäre ein fataler Fehler.
 
@gho.
der torwart von bochum studiert auch informatik nebenbei an der ruhruni und spielt beim vfl. wenn man will geht beides. kahn hat erst nach seiner aktiven karriere sein studium gemacht und abgeschlossen und ist ehr erfolgreich
 
Ich war auch auf dem Weg nach oben aber bei mir hat es damals aufgehört, als ich Führerschein hatte, eine Lehre begann und oft mit Frauen unterwegs war. Abends nach der Arbeit kann man entspannt bissl zocken, aber auf hohem Niveau spielst du da MMN nicht mehr.

Gaming verlor für mich völlig den Reiz. Fakt ist aber das man täglich trainieren muss und ein gutes Team das harmoniert benötigt. Dann kann man auch Erfolge verbuchen und Titel holen. Wir haben früher mit unserem CS Squad bzw. Dod Squad täglich 3-4 Stunden trainiert mit befreundeten Clans. Da gab es eben Taktikbesprechungen wer ist für was zuständig und danach hat man versucht in Testgames die Taktik umzusetzen.

Mal hat das gut funktioniert, mal gar nicht, aber dann musste man eben mehr trainieren trainieren trainieren. Das ganze hängt sehr von Fleiss Disziplin und Konstitution ab, wo ins Fitnessstudio gehen definitiv hilft. Es ist einfach eine hohe Belastung ich hab in Wars immer geschwitzt ohne Ende. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich vom normalen zocken mal geschwitzt habe.

Für mich ist das so wie beim Rennfahrer. Man benötigt das gewisse Talent für das ganze, aber ohne die körperliche Verfassung voll konzentriert über ein Rennen zu bleiben, wird der Rennfahrer keine Chance auf einen Sieg haben.

E-Sport ist sehr viel mehr in meinen Augen als einfach nur gut zocken zu können. Für mich ist es Leistungssport.
 
man muss aber erst mal einen ganz anderen Punkt betrachten und der ist Talent.
Ohne dieses wird mal gar nichts laufen.
Beim Fußball fällt man durch dieses dann auch auf und sticht aus einer Manschaft heraus oder bekommt Einladungen zu Auswahlspielen. Dort sind dann Scouts die einen dann weiter bringen können. Schafft man es so in einen Profiverein dann läuft nebenher die Schule weiter und die Vereine legen auch großen Wert darauf, dass die Jugendspieler ihren Abschluss machen (gibt ja auch extra Internate für sie).
Später schaffen es dann auch nur die besten von ihnen in einer Profliga zu spielen und somit genug Geld zu verdienen um mit 30 ausgesorgt zu haben.
Wenn du den Traum hast davon mal Leben zu können dann hoffe ich, dass du viel Talent hast.
Damit kannst du dich dann ja auf LANs und Turnieren beweisen und auf dich aufmerksam machen.
Jedoch solltest du wie hier schon mehrmals erwähnt immer einen Plan B haben.
Was machst du z.B. wenn du vom Fahrrad fällst und dir die Hand brichst und dann später deinen Zeigefinger nicht mehr ganz so schnell bewegen kannst. Oder wenn die anderen auf einmal alle besser sind wie du und du dann von deinen Sponsoren fallen gelassen wirst.

Ich sags mal so man darf träumen und wenn es klappt ist es super und wenn nicht verfolge es einfach weiter als dein Hobby und habe Spaß dabei.
 
@Ezyr die Einschätzung das man als Pro Gamer sonst nichts machen muss außer zocken, ist übrigens total falsch. Die Top Verdiener wurden ja jetzt veröffentlicht. Da hat der beste von denen ca. 500.000 $ zusammen gehabt. Das klingt erstmal viel. Bedenke aber mal das er dafür Jahre gebraucht, viel unterwegs ist was auch bezahlt werden will und 500.000 $ nicht reichen um ausgesorgt zu haben. Eine Menge Freizeit investiert wurde. Niemanden fällt im Leben etwas zu. Der Top Player in Starcraft in Süd Koreaner hat wohl schon seine 200.000 $ im Jahr. Aber in der top 10 war auch schon einer dabei der dann noch 70.000 $ im Jahr hat. Sprich die Menschen die wirklich davon Leben und gut Leben die kann man an einer Hand abzählen. Ich bin mir sicher gehst du mal gucken was der 100. noch hat, dann is das noch ein nettes Taschengeld, aber mehr nicht.

Sagen wir mal du hast einen ordentlichen Job, dann sind 3.000 € Brutto nicht unrealistisch.

Hast du mehr Geld verlebst du auch mehr und dadurch ist dein Lebensstandart etwas höher.
 
die top sc2-ler in südkorea suchten mehrere stunden pro tag das game.
 
Die Frage ist, kann man es Suchten nennen, wenn man das am Tag mehrere Stunden ausführen muss das Spiel?

Sind Fußballspieler nach Fußball süchtig, weil sie mehre Stunden am Tag trainieren?

Eher "trainieren" sie für ihren Sport. Wenn du irgendwann selbst mal so gut sein solltest, um dazu zu gehören, dann bist du vielleicht nichtmal süchtig, sondern du musst einfach dabei bleiben. Glaub nichtmal, dass sie Süchtig wären, sondern eher einfach nur angetrieben weiterzumachen.
 
es ist doch bei jeder sportart das gleiche. man muss relativ früh anfangen, was in konflikt mit der ausbildung kommt und muss für seinen sport viel zeit investieren, um vorne mitmischen zu können. und dann gibt es sportarten, die mehr geld abwerfen und die, die weniger abwerfen. für fussball ist man in deutschland hier richtig, für baseball geht man in die usa und für hockey vllt nach kanada, wenn man das niveau bringen kann. und e-sport ist halt ein sport, der hier weniger lukrativ ist, relativ neu ist im vergleich zu anderen sportarten und für mehr negative als positive schlagzeilen gesorgt hat. da wird e-sport halt erst mit der nächsten oder übernächsten generation seine volle akzeptanz erhalten, vllt immer noch nicht das lukrativste, aber es sprechen dann weniger leute von suchtis, wenn sie von e-sport hören, zumindest die nicht "eingeweihten."
 
Captian Teemo schrieb:
Die Frage ist, kann man es Suchten nennen, wenn man das am Tag mehrere Stunden ausführen muss das Spiel?


Eher "trainieren" sie für ihren Sport.

Natürlich. Insbesondere bei StarCraft 2 ist pure Repitition nichts wert. Es gibt sicherlich den einen oder anderen der "mechanisch" vom "micro" und "macro" Aspekt besser ist als die aktuelle Top 8 der WCS Korea, jedoch spielt Strategie eine unheimlich große Rolle, daher spielen diese Top8 auch nicht stumpf Laddergames sondern trainieren gezielte Aspekte ihrer Strategie, Konter zu ihren Strategien und Spielstilen in kontrollierter Teamhaus-Umgebung mit ähnlich starken Gegnern.

Das ist bei den meisten Spielen der Fall. Wenn man auf dem Toplevel spielt geht es weniger um die mechanischen Fähigkeiten sondern um Hirnarbeit.
 
@nik_

Du sagst es: Er studiert Informatik an der Uni "so nebenbei". Und das ist der springende Punkt. Ein 2t Ligavertrag ist außerdem auch was anderes als ein Vertrag für die Dritte Liga als 19jähriger.

Dass ein Oli Kahn nach seiner Karriere noch den Bachelor gemacht hat ist ja schön, aber dieser Mann hätte auch so schon ausgesorgt gehabt und hatte das überhaupt nicht mehr nötig. Also ist das schon wieder ganz eine andere Sache.
 
Man knüpft ja wenn man sehr erfolgreich ist auch Kontakte im E-Sport.
Mal wieder der Fussball vergleich. Wenn ein Spieler aufhört mit 35 oder so. Dann hat er ja auch sozusagen kein zweites Standbein. Was machen viele dann, beginnen eine Trainerkarriere oder werden TV Experte oder sonstige. Es gibt sogar Fussball Kaiser die sich um Kopf und Kragen reden und eigentlich nur Blödsinn labern trotzdem verdienen sie weiter am Fussball. Oder manch einer wird wenn es schlecht aussieht deutscher Bundestrainer etc pp.
Im Esport ist das nichts anderes. Viele verdienen ihr Geld weiter dadurch in dem sie auf Youtube z.b. anfangen Lets Plays oder so zu machen. Ich denke das sie durch ihr Fachwissen durchaus für Spieleentwickler interessant werden.
Man kann heutzutage denke ich noch lange Zeit in der E-Sport Szene Geld verdienen. Gerade hier in Europa wächst es immer mehr. Jeden Tag gucken hunderttausende Spieler Online Streams.
In den USA ist League of Legends jetzt ein offizieller Sport.
Die Esport Szene wird weiter wachsen und es wird auch, wenn man das Talent und wahrscheinlich auch Glück hat, nicht schwer dort in Zukunft sein Geld zu machen.
Ein HotshotGG hat zu seinen besten Zeiten rund 20000$ im Monat nur durch Streamen verdient. Dazu Preisgelder Sponsoren etc.
 
Das Netz ist zu schnell.. Da baut niemand nach seiner esport Karriere eine zweite Basis als YouTuber oder mit nem Blog. Die, die wirklich tag ein tag aus für sowas haben, die haben meist schon ausgesorgt durch reiche Eltern, Erbe etc. In Korea wird noch mehr wert auf eine gute Ausbildung gelegt als hier.. Dass sich esport dort gut durchsetzt hat also vor allem mit dem sozialen und finanziellen Backup zu tun.

Anderer Faktor : Sport finanziert sich über Werbung. Dafür brauchst du Zuschauer. Würde man Fußball nicht im TV übertragen wurden alle dort viel weniger verdienen.
Wie lange gibt es etablieren Sportarten zudem? Ich glaube kaum, dass man in den ersten Jahren der Popularität verschiedener Sportarten damit viel Geld verdient hat
 
Zuletzt bearbeitet:
Frage mich ernsthaft, wirklich ernsthaft, was daran toll sein soll, anderen beim Spielen eines PC/Konsolenspiels zuzugucken. Ich versteh es einfach nicht, das spiele ich lieber selber, dass macht mehr Spaß. Sorry, da schaue ich mir lieber echte, RL-Sachen wie Fußball etc. an. Sehe wirklich nicht den Sinn darin, bei virtuellen Turnieren zuzuschauen...

Ich für meinen Teil hoffe einfach, das hier in Europa nicht jeder ein E-Sport Fan/Freak wird. Sorry Leute, geht mal raus an die Sonne und Luft atmen!

Das soll keine Beleidung gegen die E-Sportler sein, dass ist einfach nur MEINE Sicht der Dinge.
 
Wenn man ein Spiel selbst spielt hat man (sofern es ein "e-Sports Titel" ist) auch oft die Ambition, besser zu werden. Das geht am besten, wenn man professionellen Spielern zusieht und das Gesehene auf sein eigenes Spiel reflektiert. Wenn man dann einmal ne gewisse Ahnung hat, wie der Hase läuft wird man auch unweigerlich über bestimmte Aktionen staunen können.
Ich würde jederzeit ein Fussballspiel oder einen guten Spielfilm so etwas vorziehen und treibe auch selbst Sport, aber wenn ich Langeweile habe, kann ich mir die auch mit solchen Streams vertreiben.
Will dir deine Meinung nicht verbieten, aber es gibt ja auch genügend Leute, die in Fussball keinen größeren Sinn sehen, als 22 Männer, die nem Ball hinterherjagen ;)
 
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