- Registriert
- Sep. 2006
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Moin,
Im folgenden Fall geht es um die Vernetzung zweier Standorte über Richtfunk über 3,5 km. Standort A ist theoretisch mit Glasfaser 1 GBit/s angebunden. Standort B bietet maximal VDSL bis zu 50 Mbit/s, kein DOCSIS verfügbar und maximal 4G. Da im Grunde eine Site-2-Site Anbindung vorgesehen ist, war hier die Frage, ob das statt über zwei Firewalls und S2S-VPN auch "besser" mit Richtfunk hinzubekommen ist.
Gewünscht sind, dass tatsächlich auch >100 Mbps in beiden Richtungen möglich ist, also würde hier sowieso Standort B das Problem sein. Als technische Lösung hab ich mir vorab mal die Unifi Device Bridge Pro angeschaut.
Die Anfrage kommt von einem Bekannten mit einer kleinen Firma. Seine Aussage war: Sichtverbindung. Doch als ich mir die Gegebenheiten vor Ort angeschaut habe, ist mir noch ein anderes Problem gleich beim Blick aus dem höchstgelegenen Fenster aufgefallen: man hat gar keine Sichtverbindung.
Sicherheitshalber hab ich mir das dann mal mit den GPS Koordinaten von einem Online Tool die RF Line of Sight berechnen lassen und das sieht ziemlich ernüchternd aus:
In der Berechnung hab ich auch noch 20m Höhe rausrechnen lassen, die in etwa die Höhe beider Gebäude (dreistöckig) und einem Mast auf dem Dach berücksichtigen sollen.
Ob die Erdkrümmung bei 3,5 km relevant ist, sei mal dahingestellt. Aber selbst ohne ragen da ja mindestens 3-4 Hügel voll in die Line-of-sight rein. Wenn da nur die Fresnel Zone betroffen wäre, hätte ich ja noch gesagt: wir probieren's aus. Aber die größte der 3 Erhebungen ragt ja ~40m in die Sichtlinie rein.
Jetzt besteht mein Bekannter darauf, es dennoch mal zu versuchen. Ich rate ab. Wie seht ihr das?
Im folgenden Fall geht es um die Vernetzung zweier Standorte über Richtfunk über 3,5 km. Standort A ist theoretisch mit Glasfaser 1 GBit/s angebunden. Standort B bietet maximal VDSL bis zu 50 Mbit/s, kein DOCSIS verfügbar und maximal 4G. Da im Grunde eine Site-2-Site Anbindung vorgesehen ist, war hier die Frage, ob das statt über zwei Firewalls und S2S-VPN auch "besser" mit Richtfunk hinzubekommen ist.
Gewünscht sind, dass tatsächlich auch >100 Mbps in beiden Richtungen möglich ist, also würde hier sowieso Standort B das Problem sein. Als technische Lösung hab ich mir vorab mal die Unifi Device Bridge Pro angeschaut.
Die Anfrage kommt von einem Bekannten mit einer kleinen Firma. Seine Aussage war: Sichtverbindung. Doch als ich mir die Gegebenheiten vor Ort angeschaut habe, ist mir noch ein anderes Problem gleich beim Blick aus dem höchstgelegenen Fenster aufgefallen: man hat gar keine Sichtverbindung.
Sicherheitshalber hab ich mir das dann mal mit den GPS Koordinaten von einem Online Tool die RF Line of Sight berechnen lassen und das sieht ziemlich ernüchternd aus:
In der Berechnung hab ich auch noch 20m Höhe rausrechnen lassen, die in etwa die Höhe beider Gebäude (dreistöckig) und einem Mast auf dem Dach berücksichtigen sollen.
Ob die Erdkrümmung bei 3,5 km relevant ist, sei mal dahingestellt. Aber selbst ohne ragen da ja mindestens 3-4 Hügel voll in die Line-of-sight rein. Wenn da nur die Fresnel Zone betroffen wäre, hätte ich ja noch gesagt: wir probieren's aus. Aber die größte der 3 Erhebungen ragt ja ~40m in die Sichtlinie rein.
Jetzt besteht mein Bekannter darauf, es dennoch mal zu versuchen. Ich rate ab. Wie seht ihr das?
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