WLAN im Großfamilienhaus

k1282

Cadet 3rd Year
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Nov. 2011
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Hallo zusammen,

Im Elternhaus meiner Frau ist das WLAN ziemlich desolat. Anbei paar Eckdaten zum Haussetup:
- Das Haus hat einen Keller, ein Erdgeschoss und ein Obergeschoss
- LAN Netzwerkanschlüsse gibt es in allen Räumen (Wohnzimmer/Esszimmer/Schlafzimmer etc.)
- Im Keller ist die Telefonanlage samt GBit Switch mit CAT7 Kabeln, die in alle Räume führen
- Internet wird von Vodafone über einen alten Vodafone Router im Obergeschoss bezogen, der per CAT7 Kabel an die Telefonanlage im Keller angeschlossen ist

Aktuelles WLAN Setup (vom Elektriker so empfohlen und eingerichtet):
- Auf den Etagen sind jeweils 1 TP-Link TL-WPA281 WLAN-N Powerline-Netzwerkadapter in den Steckdosen angesteckt
- Jede Etage hat dadurch eine eigene SSID (im Erdgeschoss meldet sich mein Handy bspw. automatisch im "Esszimmer" Netzwerk an, sofern die signalstärke der anderen Etagen wo ich war nicht ausreichen)
- Das WLAN ist ziemlich instabil, da die Verbindung zu den TP Link Modulen ab und zu einfach abbricht

Meine Meinung:
- Die TP Link PowerLine Netzwerk Adapter sind ein absolutes No-Go zur Nutzung von WLAN im Haus aufgrund der bekannten Performanceverlusten bei PowerLan (ich könnte mir vorstellen, dass so ein Einfamilienhaus viel zu viele Schaltkreise hat und somit der Speedverlust enorm ist)
- Der Vodofone Router sollte mit einer FritzBox ausgetauscht werden
- Zur Verteilung von WLAN im Haus eignet sich eher eine Repeater oder AccessPoint Lösung

Liege ich mit meiner Meinung richtig?

Wenn ja:
- Welche Fritzbox würdet Ihr empfehlen?
- Würdet Ihr auf den unterschiedlichen Etagen an den LAN Steckdosen einen AccessPoint aufbauen oder lieber original FritzBox Repeater einsetzen?

Für jede Hilfe wäre ich Euch sehr dankbar!

VG.
Kian
 
Wieso PowerLine wenn jeder Raum nen eigenen Netzwerkanschluss hat?

Ansonsten sind mehrer WLAN-APs immer Repeatern vorzuziehen. Repeater nutzt man nur wenn man keinen zusätzlichen WLAN-AP stellen kann weil an der entsprechenden Stelle kein LAN vorhanden ist.

Würde einen Leistungstarken WLAN-AP oder Router mit WLAN Funktion in die Mitte des Hauses setzen.
 
- LAN Netzwerkanschlüsse gibt es in allen Räumen (Wohnzimmer/Esszimmer/Schlafzimmer etc.)
Aktuelles WLAN Setup (vom Elektriker so empfohlen und eingerichtet):
- Auf den Etagen sind jeweils 1 TP-Link TL-WPA281 WLAN-N Powerline-Netzwerkadapter in den Steckdosen angesteckt

So ein Schwachsinn. Wie kommt der Elektriker denn auf sowas?

- Zur Verteilung von WLAN im Haus eignet sich eher eine Repeater oder AccessPoint Lösung

- Würdet Ihr auf den unterschiedlichen Etagen an den LAN Steckdosen einen AccessPoint aufbauen oder lieber original FritzBox Repeater einsetzen?

Access Points. Repeater stehen außer Frage wenn das Haus flächendeckend mit einer strukturierten Netzwerkverkabelung ausgestattet ist.

Ob mehrere APs oder ein leistungsstarker ausreicht, ist nicht ganz pauschal zu beantworten. Das kommt auf die Ansprüche und baulichen Gegebenheiten an und muss unter Umständen einfach mal getestet werden.

btw: Die Powerline-Adapter können unter Umständen auch als echte APs betrieben werden. Muss da gerade noch mal was recherchieren...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

der Ausführung von Bogeyman und t-6 ist nichts hinzuzufügen! Kein PowerLAN wenn echtes LAN verfügbar, kein Repeater wenn AP möglich!

VG,
Mad
 
Bei Repeatern solltest du dir immer vor Augen halten, dass du

1. die Bandbreite halbierst vom WLAN und
2. die Repeater nicht in Reihe schalten kannst

Zu deinem PowerLAN Problem würde ich dir empfehlen mal ein Pinglog zu machen und zu gucken, ob es da im Powerlan zu aussetzern kommt oder im Wlan.

Folgender Quellcode in einer .bat dürfte dir da helfen - du musst nur bei " www.google.de " eingeben, was du anpingen willst ( z.b. IP von Geräten im Netzwerk )

:start
time /t >> logfile.txt
ping -n 60 www.google.de >> logfile.txt
goto start

Ansonsten würde ich immer erst versuchen genau zu erkennen wo es klemmt, bevor ich versuche ein Problem zu lösen. Lass mal ein Pinglog über den Router direkt laufen, dann über PowerLAN und dann über WLAN. Achte auf Sachen wie " Zeitüberschreitungen " und " stark schwankende Pings "

PS: Ja dein Setup klingt gut, ich benutze eine Fritzbox die deinen Ansprüchen genügt und benutz dazu 1-2 Repater von AVM, aber nur wenn du dir sicher bist, dass es an der eingesetzten Technik liegt!
 
d.h. internetzugang ist via LTE, richtig?

beim wlan würde ich access-points den repeatern definitiv vorziehen. evtl mit gleicher ssid und kennwort, aber unterschiedlichen kanälen; wenn ich mich nicht irre müsste es dann stabil laufen und dein gerät verbindet sich jeweils mit dem signalstärksten accesspoint.

du schreibst "großfamilienhaus" - wieviele wlan-teilnehmer gibt es denn nun wirklich? 5 smartphones + tablets + laptops? brauchst du überhaupt auf allen etagen einen eigenen wlan-ap, oder tuts nicht auch einer im EG? oder 2 stück verteilt auf keller und OG?

falls es genug geräte unterstützen könnte man auch 5ghz-wlan einsetzen. alle geräte die damit kompatibel sind darauf anmelden und so das 2,5ghz-wlan entlasten, falls es denn wirklich soviele geräte zu versorgen gibt.

falls der alte vodafone-router im dach ausgetauscht werden sollte (z.b. durch ne Fritzbox) hat diese bestimmt wlan mit an bord, wodurch man sich 1 extra AP sparen kann.
 
krass leute, wie schnell ihr alle geantwortet habt. Danke an dieser Stelle
hab gestern früh im Hifi-Forum dieselbe Frage gestellt und es gibt bisher keine Reaktion (da ich dort schon unterwegs war, habe ich aus Faulheit dort die Netzwerkfrage im Netzwerkbereich gestellt).

AUs den Posts entnehme ich nun folgendes:
- Pinglogs machen und Probleme identifizieren
- Abhängig von Pinglogs entscheiden, ob/wo APs genutzt werden sollten
- T-6 prüft, ob die TP-LINKs nicht alternativ als APs genutzt werden können
- den Vodafone Router könnte man als AP nutzen
- 5ghz wlan einsetzen, sofern möglich
- APs mit gleichen SSIDs und Kennwort auf unterschiedlichen Kanälen versehen

@Olunixus
- Es handelt sich um ein DSL Paket der Vodafone (welches genau, versuche ich gerade herauszufinden)
- Es sind viele WLAN Teilnehmer -> 5 Personen (5 Handys, 2 Tablets, 3 Laptops, plus TV/Konsole/AVR, die per Ethernet im netz hängen)
- WLAN wird auf allen Etagen benötigt

Folgefragen:
Welche FritzBox würdet ihr mind. empfehlen? ich will nicht direkt zum Flagschiff greifen (AVM Fritz!Box 7490) wenn es nicht nötig ist.
Welche AccessPoints würdet ihr empfehlen, oder ist das relativ egal?
 
- Pinglogs machen und Probleme identifizieren
- Abhängig von Pinglogs entscheiden, ob/wo APs genutzt werden sollten

Würde ich kategorisch gar nicht erst angehen. Wer PowerLAN-WLAN bei vorhandener Netzwerkstruktur empfiehlt, ist nicht ganz dicht. Es gibt nicht einen vernünftigen Grund, warum Powerline an dieser Stelle vorgezogen werden sollte. Außer vielleicht die möglicherweise optimalere Abdeckung aufgrund der Position von Steckdosen, das ist aber ein langer Stretch.

- T-6 prüft, ob die TP-LINKs nicht alternativ als APs genutzt werden können

Sie könnten eventuell als APs eingesetzt werden. Kannst du ganz einfach prüfen:
-das Pairing des DLAN-Adapters aufheben (auf Werkseinstellungen zurücksetzen wäre am einfachsten)
-den Adapter an ein Netzwerkkabel hängen das in eine LAN-Dose gesteckt wird
-per WLAN mit dem Adapter verbinden & die LAN-IP des Adapters in das Subnetz der Easybox legen, aber außerhalb dessen DHCP-Range (dieser Schritt ist nicht unbedingt notwendig, erleichtert aber die spätere Konfiguration)
-solltest du jetzt schon per WLAN surfen können, arbeitet der Adapter als waschechter AP und nutzt seine PowerLAN-Funktionalität nicht. Die Bandbreite kommt vom Ethernet.

- APs mit gleichen SSIDs und Kennwort auf unterschiedlichen Kanälen versehen
Kanäle 1, 6 & 11 sind hier zu empfehlen da überlappungsfrei (in der üblichen 20Mhz-Kanalbreite)

Welche AccessPoints würdet ihr empfehlen, oder ist das relativ egal?
Prinzipiell gar keinen Access Point ^^ Sondern einen Router der als Access Point umkonfiguriert wird. Da ist die Auswahl an Geräten mit Gigabit-Schnittstellen und simultanem Dual Band deutlich umfangreicher als bei reinen APs.
Standardempfehlung: Asus RT-N66U

Aber kauf nicht direkt 3 Stück, sondern erst mal nur einen den du zentral platzierst und prüfe ob dir das reicht. Wenn nicht, kannst du immer noch erweitern.

AC-Router sind meines Erachtens noch längst nicht "reif" da AC nur im 5 Ghz-Netz arbeitet und normales 5Ghz-N noch nicht mal flächendeckend in den Endgeräten verbreitet ist. Von der schnelleren Dämpfung von 5 Ghz eh mal abgesehen.
 
wie gesagt, wenn es genug geräte gibt die 5ghz-wlan unterstützen könnte man sich das ja überlegen. die F!B7930 wird jetzt ein bisschen billiger, ansonsten gitbs ja noch andere router (also keine fritzboxen) die 5ghz-wlan können - bei den APs brauchst du ja auch kein modem im router.

wenns unbedingt ne Fritzbox sein muss habe ich grade gesehen, das die FB3390 ebenfalls Dual-Wlan kann. im 5ghz-band halt nicht ganz so schnell wie die FB7490, aber ok.
wenn du aufs dual-wlan verzichten kannst guckste nach der billigsten FB die wlan-n unterstützt. dann noch kurz nach testberichten googlen ob es mit dem modell "bekannte probleme die von avm gekonnt ignoriert werden" gibt, und entscheidest anschließend.

beim wlan ists auch oft einstellungssache, insbesondere die falsche kanal-wahl kann dich einiges an performance kosten.

falls es sich um LTE handelt gitbs von AVm aktuell ja "nur" 3 geräte. die FRITZ!Box 6840 LTE kostet wie ich grade sehe aber auch fast soviel wie die 7490^^
 
Danke Euch für die Infos.

Ich werde wohl folgendes Setup ausprobieren:
- Im Erdgeschoss /Wohnzimmer werde ich zentral den ASUS N66U aufstellen
- Im Obergeschoss werde ich den Vodafone Router mit AVM Fritz!Box 3390 oder 7390 ersetzen, da ich die genauen Anforderungen noch nicht kenne

Dann werde ich mal schauen. Feedback dazu folgt dann sobald die neuen Netzwerkgeräte da sind und getestet wurde.

Danke Euch nochmal.
Kian
 
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