Workstation mit einigen Spezialitäten, 1500€

Echinococcus

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Hallo an Alle!

Ich soll mir für meine Arbeit einen PC zusammenstellen.
Und gleich zu Beginn: Ich mache bei der Zusammenstellung sicher einiges falsch, tut mir Leid, ich gebe mir Mühe.
Er darf 1500€ kosten (aber nicht mehr) und wird vor allem für Modelle / Simulationen gebraucht. Das heißt, dass die Rechenleistung besonders wichtig ist, ein gewisser Arbeitsspeicher sollte auch vorhanden sein.
Wichtig ist auch, dass er möglichst stabil läuft, wenn es geht nicht allzu laut wird und nicht zu spacig aussieht. Hie und da werden gewisse Bild/Videobearbeitungen durchgeführt, GraKa sollte also nicht schlecht sein, ist aber generell eher nebensächlich. Bei den 1500 geht es rein um den PC, Peripherie ist vorhanden.

Außerdem soll primär Ubuntu drauf laufen, was mit gewissen Hardwarekomponenten ja auch Probleme bringen kann.

(Ich weiß nicht ob euch das interessiert, aber wegen der Abrechnung wäre es wichtig, dass alles von einem Verkäufer stammt, als Österreicher hätte ich mir mylemon.at ausgesucht).

Meine Befürchtung ist, dass ich eine Konstellation ausgewählt habe, die instabil ist und ich das nicht merke.

Ich denke, dass ich nicht unbedingt Xeon brauche und 32 GB RAM sollten eigentlich reichen.

Ich hätte da zwei Ideen:
Zuerst:
http://geizhals.eu/eu/?cat=WL-554667&wlkey=ed5e8f4c4dcf9e281281a712268f72ee
Der hat einen i7-5820k, welcher dann DDR4 verlangt, das macht alles ein wenig teuer. Deshalb muss hier dann z.B. beim Netzteil gespart werden usw...


Die zweite Idee:
http://geizhals.eu/?cat=WL-554670&wlkey=2a3f30eaffc534e0c3db85ecf71d3c73

Ich hab im Prinzip komplett willkürlich Komponenten ausgesucht. Ich weiß zum Beispiel nicht, ob die GTX 960 von MSI besser ist als die von Gigabyte. Ähnliches gilt für das Motherboard, die RamRiegel und das Netzteil.
Ich freue mich also über jegliche Kritik :)
Vielen Dank für eure Hilfe
 
Ein LGA-2011-3 System wird dich ca. 200-250€ mehr kosten. Sofern du übertaktest ist es jeden Euro wert. Wenn du nicht übertaktest ist es eher nicht wert.

Also willst/kannst du übertakten?

Eine "Workstation" ist das so oder so nicht imho. Wenn es auf die Korrektheit der Modelle und Simulationen ankommt, dann brauchst du eine Xeon CPU mit ECC RAM und Workstation Mainboard. Das geht auch mit 1500€ aber mit LGA2011-3 nicht mehr.

Die ausgewählten Komponenten sind natürlich *hust*vielfach suboptimal*hust* :)
 
hmm sieht wie ne typische Mediamarkt Werbung aus ... Hauptsache die Zahlen sind hoch ;)
Warum hälst du dich nicht an bereits bekannte Empfehlungen?
Glaube nicht, dass deine Anforderungen um 99% anderer Leute abweichen.

Wenn Ubuntu drauf läuft und somit primär keine Spiele .... tut es dann nicht auch jede x-beliebige Hardware von renommierten Herstellern?
Ich sehe dein Problem nicht....
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum formulierst Du denn die Anforderungen so ungenau und mystisch? "wird vor allem für Modelle / Simulationen gebraucht", "da werden gewisse Bild/Videobearbeitungen durchgeführt", "ein gewisser Arbeitsspeicher sollte auch vorhanden sein".

Welche Art von Power brauchst Du nun? CPU? GPU?

Wie steht konkret um GPU-Beschleunigung? Cuda oder OpenCL?

Was ist beim RAM wichtig? Fehlerkorrektur? Maximale Kapazität? Zugriffszeit? Bandbreite?

Fragen über Fragen...
 
Die Wahl der Hardware hängt da auch von der Wahl der Software ab. Welche Programme sollen zum Einsatz kommen? Manchmal kann man auch bei den Softwareherstellern schauen, welche Hardware die zertifiziert haben (sonst gibt es von denen manchmal z. B. keinen uneingeschränkten Support). Soll der Rechner 24/24 laufen? Brauchst Du irgendeine spezielle Funktion (vt-d oder vpro), kommt Cuda zum Einsatz?

Zudem: auch wenn es vielleicht ein kleines Vorurteil ist, würde ich im professionellen Bereich niemals auf ASrock setzen, und schon gar nicht auf diese Fatality-Sachen. Ehrlich gesagt bin ich aber auch nicht der ultimative Kenner von professioneller Hardware, habe mal vor einigen Jahren an der Uni was mit Simulation gemacht. War auf jeden Fall lustig.
 
was hat eigentlich in einem professionellem Umfeld so ne Gaming Kiste zu suchen?
welche Software genau?
wie sehen die Ansprüche an Verfügbarkeit aus? d.h. wer kümmert sich drum wenn damit was ist, wie lange darf es ausfallen ?
Stichwort professionelle Workstation mit entsprechendem Vor Ort Service...
 
Vielen Dank für eure Antworten!

Tut mir Leid, dass ich da einiges im Unklaren gelassen habe.
Die Sache ist die, dass ich Biologe bin, das hier ist nicht mein Spezialgebiet.

Es geht um Modelle die in C, Python oder Java geschrieben sind, oft z.B. mit evolutionären Algorithmen sehr lange laufen um Optima zu finden. Wenn Ökologien modelliert werden, kann es recht schnell sehr groß werden, sollen da einzelne Variablen spezfiziert werden, steigt die Anzahl der benötigten Läufe exonentiell an.


@HominiLupus: Danke für deine Antwort, die 1500 sind allerdings in Stein gemeißelt und übertakten muss auch nicht sein.

@ Kerrigan: Danke für die Antwort. Ich habe verschiedene Benchmarks angesehen und dort hochgereihte Komponenten genommen. Wie gesagt, ich habe leider zu wenig Ahnung von der Materie, es erscheint mir allerdings logischer hohe Zahlen als niedrige zu wählen :). Dass das nicht optimal sein muss, ist mir klar, aber deshalb frage ich ja.
Ob es jede x-beliebige Hardware tut, ist eigentlich meine Frage, ja. Wir haben im Büro einige Rechner, die immer wieder Probleme machen. So etwas möchte ich unbedingt vermeiden. Ich würde ja gerne irgendetwas x-beliebiges nehmen, aber wenn das nicht gut funktioniert, steh ich auch wieder blöd da.

@Faust2011: Danke für deine Antwort. Ich denke, dass ich CPU Power brauche. Tja und was bei RAM wichtig ist: Gute Frage. Bringt z.B. eine besonders schnelle Zugriffszeit etwas? Oder gibt es da nicht sowieso immer andere begrenzende Faktoren im System? Es tut mir Leid, ich weiß das nicht. Wenn ich nach einem Jahr merke, dass ich Fehlerkorrektur benötige, ist es zu spät. Jetzt weiß ich das allerdings nicht.

@Ronald2011: Danke für die Antwort. Die Software kann ich im Laufe der Zeit recht schnell ändern. Aber es ist keine spezielle Software, die das um und auf ist, es geht eher um über verschiedene Programmiersprachen selbst erstellte Dinge.
Meinst du mit 24/24 24 Stunden am Tag? Darauf wird es hinauslaufen, ja. In Zukunft soll auf jeden Fall einmal Cuda zum Einsatz kommen, ja.

Danke für eure Antworten
 
okey... Rechner die bei euch Probleme machen.
das führt zur Frage, wie ist bei euch die IT organisiert? was sind das für Rechner?
denn man darf sicher sagen, ihr macht hoch spezialisierte biologische Anwendungen, da sollten auch die Rechner von Profis konfiguriert und gewartet werden. ;)
es ist gewiss nicht schlimm, dass du wenig Ahnung davon (dafür offensichtlich von anderen Dingen viel ) hast, aber wenn jemand wie du, ohne Ahnung, sich um sowas kümmern soll.... ich weiß nicht.... :D ich denke sowas gehört in die Hände eines professionellen Systemhauses. und als System könnten dann sowas
http://geizhals.de/dell-precision-t5810-workstation-5810-5222-a1211640.html?hloc=at&hloc=de
http://geizhals.de/lenovo-thinkstation-s30-rfcb6ge-a1012263.html?hloc=at&hloc=de
und ggf. ein entsprechender 24h Vor Ort Service Vertrag bei raus kommen
 
Wegen den genauen Anforderungen würde ich dann mal Kollegen befragen, ob die genaueres sagen können. Oder Hersteller der Software fragen, bzw. in Foren zu selbiger suchen.

Ich komme aus dem technischen Bereich (mache gerade meinen Master) wir haben dieses Semester einiges simuliert und es gibt einfach Programme die profitieren nicht von mehr Kernen / Threads, da die Berechnungen nicht sinnvoll parallelisierbar sind. Dann braucht man eben eine hohe Leistung pro Thread (IPC / Takt). Manche Software / Berechnungen brauchen sehr viel RAM, andere sind nicht speicherintensiv. Danach kann man entscheiden welche Plattform mehr Sinn macht.

Wichtig ist auch noch die Frage nach dem (Vor-Ort-) Service, Ausfallzeiten, etc..


MfG
 
@species_0001 Vielen Dank für deine beiden Antworten :).
Damit hast du sicher Recht. Und ich sollte jetzt besser nicht über die Hand die einen füttert schimpfen, also kann man einfach nur bedauern, dass es nicht so ist.
Wenn hier die allgemeine Meinung dahingeht, dass so eine Workstation wie die Lenovo schlau ist, dann akzeptiere ich das auf jeden Fall. Ich hab mir auch solche angesehen und einfach aufgrund vergleichender Benchmarks gedacht, dass bei solchen Geräten das Preis/Leistungsverhältnis nicht passt. Aber wenn das so passt, kann ich damit gut leben, dankeschön :)
 
Echinococcus schrieb:
Tja und was bei RAM wichtig ist: Gute Frage. Bringt z.B. eine besonders schnelle Zugriffszeit etwas? Oder gibt es da nicht sowieso immer andere begrenzende Faktoren im System?

Ich tippe mal darauf, dass Ihr (am Institut?) selbstentwickte Programme benutzt. Wenn Du tatsächlich die Hardware auf die Software abstimmen willst (könnte ein mühsamer Weg werden...), dann setz Dich mal mit den Programmierern zusammen (ich hoffe, dass sich die Software nicht nur über Hiwi-Jobs weiterentwickelt hat) und lässt Dich über das Mengengerüst und Datenlokalität der Software aufklären. Daran kann man dann abschätzen bzw. erkennen, wo die Engpässe der Software liegen.
 
richtig, für den Preis X kann man sich sicher etwas selbst zusammen stellen, was mehr Leistung hat als eine Workstation von Dell/HP/Lenovo/Fujitsu zum gleichen Preis. aber man sollte sich dann auch dabei auskennen, und eben auch die die Fragen, wer kümmert sich und was ist bei Problemen. und dafür gibts dann eben entsprechende Systemhäuse bzw. den Service der Hersteller. Benchmarks auf dem Papier sind nicht alles.
 
@the_ButcheR Danke für die Antwort. Es ist halt schwer zu sagen. Derzeit arbeite ich mit meinem privaten Gamingnotebook und einem java-basiertem Programm, dass sehr brav parallelisiert. Mit dem wird sicher noch oft weiter gearbeitet, das kann sich aber auch ändern. Es ist so, dass die CPU bei solchen Simulationen sehr gut ausgelastet ist, insgesamt ist es aber doch alles recht langsam, Cuda wäre für den aktuellen Zweck wahrscheinlich besser geeignet, dafür kenn ich mich leider zu wenig aus.
Da mein Gaminglaptop recht gute Dienste verrichtet, kommen meine Vorschläge wahrscheinlich auch aus dieser Richtung. Aber etwas das besser geeignet ist, wäre natürlich besser :)
 
Ein LGA2011-3 System ist sehr einfach für 1500€ zusammenzustellen.
Wenn die Programme perfekt über 10 bis 20 Kerne skalieren dann ist ein LGA2011-3 System sogar unübertaktet schneller und auch falls die Programme sehr speicherintensiv sind ist LGA2011-3 deutlich besser. Und wenn du selber zusammenstellst bzw. baust ist es auch deutlich billige als Lenovo/HP/etc. Der Service von denen ist im akademischen Umfeld für die Tonne, das gilt nur bei Firmen die Vollkaskomentalität haben und 24/7 Verfügbarkeit brauchen. Und da ist der normale Kauf bei so einem Hersteller auch unwichtig sondern es kommt nur auf ein SLA an und sonst nichts. Deswegen behaupte ich das Lenovo/HP/Dell etc für dich falsch sind.

Jetzt hängt es nur noch davon ab ob du ECC brauchst oder nicht. Aber da du derzeit ein Gamingnotebook verwendest behaupte ich auch da: nein.

Setz dich mit deinem Programmierer zusammen und stell fest ob GPGPU machbar und sinnvoll ist; so was läuft auch ein komplettes Neuschreiben der Sofware raus. Wenn nein, ist ein LGA2011-3 System ideal für dich. Wenn ja, eher ein LGA1150 mit guter Grafikkarte.
 
Hallo!
Danke für eure Antworten.
Ich werde versuchen mich mit den Verantwortlichen für die Programme auseinanderzusetzen, die sitzen allerdings auf anderen Unis. Bin einmal gespannt ob die auf meine Emails antworten.
In der Zwischenzeit:
Nur um einen nicht lächerlichen Vorschlag in der Hinterhand zu haben, wäre ein LGA2011-3 System in dieser Richtung Ok?
http://geizhals.eu/?cat=WL-554980&wlkey=f27f6acc113cd79988d88531092fe2e5
Das ist aus einem anderen Thread gestohlen. Mehr RAM und Speicher könnte ich wohl nach einer gewissen Zeit nachrüsten, aber für den Beginn kommt das auf die 1500€. Bei der GraKa bin ich mir nicht ganz sicher.
Dankeschön für eure Hilfe!
 
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