Zeigt eure 3D-Drucke her

Zum Thema SLS:

Ein großer Vorteil beim SLS ist, dass Stützstrukturen, wie sie bei anderen Verfahren des Rapid-Prototyping nötig sind, entfallen. Das Bauteil wird während seiner Entstehung stets vom umgebenden Pulver gestützt. Am Ende des Prozesses kann das verbleibende Pulver dann einfach abgeklopft und teilweise für den nächsten Lauf wiederverwendet werden. Eine vollständige Wiederverwendung ist derzeit, besonders bei Kunststoffpulvern nicht möglich, da diese durch den Prozess an Qualität verlieren.

Selective_laser_melting_system_schematic.jpg




Ich frage mich nur, wie dann beispielsweise hohle Kugeln geschaffen werden sollen. Das Pulver würde dann ja in der Kugel zurück bleiben.
 
Mir einem anderen Verfahren geht so etwas mit einem Laser von unten durch eine Scheibe ohne Füllmaterial.

Beispiel:
https://youtu.be/snOErpOP5Xk

Ansonsten wüsste ich auch nichts. Aber bin auch nicht all zu fit was das Thema angeht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ihr die ganzen Verfahren kennenlernen wollt, dann könnt ihr euch auf 3druck.com informieren ;-) Ist ein Magazin was für 3D-Druck herausgebracht wurde. Sage aber auch gleich dazu es gibt noch viel mehr Verfahren als die genannten dort.
 
Kannst du ein bisschen was über den verwendeten Drucker sagen?

Ich hätte Zugang zu SolidEdge, wie läuft denn die Kopplung von so einem Industrie CAD zu dem Drucker?
 
CAD Export als STL -> Slicer Software erzeugt daraus GCode -> GCode wird vom Drucker verarbeitet.


@Gervincent: wenn du einen komplett geschlossenen Hohlkörper mit dem SLS Verfahren drucken lässt, bekommst du das ungesinterte Pulver dort nicht heraus. Ganz einfach :p
 
locomarco hat das schon richtig gesagt. Als kleiner Zusatz vielleicht noch:

Das STL-Dateiformat ist eigentlich das am weitesten verbreitete. Damit kommt so ziemlich jede Slicer Software zurecht. Es gibt aber noch ein paar mehr Dateiformate.

Eine Slicer-Software zerlegt das 3D-Modell in viele viele Schichten und berechnet den optimalen Weg des Extruders des 3D-Druckers.

Der GCode ist letztlich eine Abfolge von Anweisungen für den 3D-Drucker, welcher dieser dann abarbeitet.

Es gibt auch Programme die bspw. alle 3 Teilabschnitte (Erstellung CAD-Datei, Slicen, Ansteuerung 3D-Drucker) vereinen.


bzgl. SLS: Das mit den Hohlkörpern dachte ich mir schon so. Dann wären da quasi auch die Grenzen des Verfahrens. Mit den klassischen FDM-Druckern sind Hohlkörper also besser zu realisieren.
 
Welchen Drucker nutzt du und wie zufrieden bist du mit der genauigkeit? Alle tests welche ich bisher angeschaut habe beurteilen das ganze anhand von irgendwelchen kleinen figürchen ...

ich würde gerne funktionale teile drucken (wie zb dein grafikkartenhalter) dabei würde es mir eher auf die genaue position eines loches oder eine genaue dicke bzw abstand ankommen wie darauf ob die ohren gedruckt wurden.

Kannst du dazu eine aussage treffen?
 
Ich nutze den M3D Micro. -> http://printm3d.com/themicro/

Mit dem bin ich eigentlich sehr zufrieden, allerdings ist sein größter Vorteil auch gleichzeitig sein größter Nachteil. Er ist klein. Damit passt das Teil locker auf jeden Schreibtisch, aber der Druckraum ist halt auch begrenzt. mit etwa 10*10*10cm kann man keine besonders großen Teile drucken. Man muss halt vorher wissen, was man so drucken will.

Ich selbst drucke auch nur "funktionale" Sachen. Mit Figürchen kann ich nichts anfangen. Die Maßhaltigkeit ist sehr gut. die Minimale Schichtdicke liegt bei 0,05mm und XY-Positioniergenauigkeit bei 0,015mm und die minimale Wandstärke bei etwa 0,4mm. Das sind für den Preis wirklich sehr gute Werte. Allerdings muss man sagen, dass er dafür kein beheiztes Druckbett hat, was bei einigen Materialien von Nachteil ist. Außerdem ist er im Vergleich zu anderen Druckern recht langsam. Daher lasse ich den Drucker meist über Nacht sein Ding machen. :D

Wenn du willst, kann ich dir auch mal einen Probedruck machen, damit du siehst wie so ein Teil dann aussieht. ;)


EDIT:
Außerdem scheint der Drucker ein Problem mit kleinen Radien zu haben. Ich glaube aber, dass das eher an der Software liegt, denn andere User berichten, dass dieses Problem mit einer Drittanbieter-Software nicht mehr vorhanden ist. Das habe ich aber selbst noch nicht getestet. Ich hoffe einfach, dass das Problem mit den monatlichen Updates der Drucker-Software mal behoben wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sind für den Heimgebrauch absolut brauchbare Werte. Für ne glatte oberfläche kann ich ja dann einfach mit der Feile drüber oder?

Auf den Drucker kann man standart filament machen oder ist das properitär?
 
Das Problem bei der Nachbearbeitung ist, dass es sich um einen Termoplast handelt. Sobald man also zu schnell feilt und sich das Bauteil zu stark erwärmt, kann man nichts mehr feilen und die Plaste verschmiert. Bei PLA passiert das ab etwa 60°C. Ist halt wieder die Frage wie glatt die Oberfläche sein muss. Bei 0,05mm Shcichtdicke erkennt man ja schon kaum noch Schichten.

Verarbeitet wird Standard-Filament mit 1,75mm Durchmesser. Am besten geht PLA, da das Druckbett nicht beheizt ist. Man kann aber auch viele weitere Filamente wie ABS oder Gummi drucken.
 
Von der möglichen Genauigkeit her, nehmen sich die erhältlichen Drucker alle nicht viel (vorausgesetzt die Software limitiert das nicht).
Die sind alle mit den mehr oder weniger gleichen Teilen aufgebaut. Die Frage ist eher, ob der ganze Drucker so konstruiert ist dass man ohne Qualitätseinbußen auch einigermaßen schnell drucken kann.

PETG kann man super Nachbearbeiten, habe daraus mal einen Griff für eine Ratsche gedruckt und geschliffen, der fühlt sich jetzt an wie ein Spritzgussteil.
PLA lässt sich nicht so toll bearbeiten, einerseits wegen der niedrigen Glasübergangstemperatur, andererseits weil es sehr Zäh ist.


@Gervincent: hast mal ein paar Bilder von gedruckten Teilen aus dem M3D?

EDIT: Vergiss es, die ganzen Bilder hier sind ja von dir :lol:
 
Neustes Produkt. Eine später indirekt beleuchtete SSD Halterung. Der Druck läuft. Mal schaun, wie es dann in echt aussieht. :)

ssd-halterung-jpg.547517




@locomarco: Die Drucke sind alle aus dem M3D bei niedriger Druckqualität (wegen dem Zeitaufwand). ;)
 

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7H0M45 schrieb:
Das sind für den Heimgebrauch absolut brauchbare Werte. Für ne glatte oberfläche kann ich ja dann einfach mit der Feile drüber oder?
Statt Feile eher kurz ins Aceton-Dampfbad - falls ABS.

Was das mit den Werten aus den Datenblättern angeht: vieles nur Schall und Rauch. Am Ende zählt nur das, was gedruckt wurde und da nützen solche Angaben gar nichts. Der Weg bis zu ersten Ergebnissen kann da auch recht steinig sein. Und all dies findet man leider weder in den Verkaufsprospekten noch in euphorischen Beschreibungen mancher Nutzer.
 
Ich kann aus Erfahrung sagen das PLA auch zum Gewinde schneiden nicht sehr gut geeignet ist. Da muss man dann schon sehr vorsichtig sein und es kommt eben auch darauf an, wie stark die Zugkraft an diesem Gewinde danach ist. Für leichtes anschrauben geht das schon. Habe es selbst im Zusammenhang mit einem Druckluftanschluss verwendet.

Klar ist, das jeder für sein Bauteil entscheiden muss, was er für ein Material zum drucken benutzt. Und da ist man an einem Punkt, wo für Heim-Drucker die es momentan für wenig Geld gibt, über den Anforderungen ist. Man kann nicht erwarten das diese "kleinen" Drucker schon so eine hohe Genauigkeit haben für die Home-Anwendung.
 
Hallo 3D-Drucker.

Ich bin aktuell an einem Projekt in der Firma, wo wir einen low-cost 3D-Drucker testen wollen.
Daher würden wir gerne verschiedene Materialien beschaffen, mit denen man ca. ein halbes Jahr testen kann.
Es sollen verschiedene Materialien mit unterschiedlichen Einstellungen / Feinheiten gedruckt werden.

Da wir keine Ahnung haben. was da so ca. an Material verbraucht wird, würde ich gerne nach eurer Expertise fragen, was so realistisch ist.

Selbstverständlich ist die Menge immer Abhängig von der Auflösung in welcher gedruckt wird. Aber eine kleine Größenordnung wäre schon eine Hilfe.

Die Rollen gibt es ja meist in 750g - 1kg. Wie lange kommt man mit einer solchen Rolle aus, wenn täglich Testobjekte gedruckt werden sollen? Wie lange benötigt ein solcher Drucker für ein durchschnittlich großes und komplexes Objekt und wie viel Material ist enthalten?

Über ein paar Informationen / Eindrücke wäre ich sehr dankbar.

Gruß.
 
Der Materialverbrauch ist nur vom Modell und gewünschtem Füllgrad bzw. Wandstärke abhängig.
Die Druckzeit ist abhängig von Düsengröße bzw. Extrusionsbreite, Schichthöhe, Druckgeschwindigkeit, Komplexität des Modells und Druckeraufbau (mögliche Beschleunigung des Druckkopfes).

Wie groß ist deiner Meinung nach ein durchschnittlich großes Modell? Wie detailliert sollen die Ergebnisse werden? Stört ein deutlich sicht- und fühlbarer Schichtaufbau?

Du siehst also, es gibt viel zu viele Variablen um da eine Aussage treffen zu können.
Einige Hersteller bieten übrigens auch Rollen mit 2kg oder mehr an.

Die Druckqualität ist stark davon abhängig wie stabil der Druckeraufbau ist, wie gut er kalibriert ist und wie gut die Druckparameter aufeinander abgestimmt sind.


Als kleines Beispiel:

Der Hase ist ca. 80mm hoch, Wandstärke 0,96 mm, Schichthöhe 0,2mm, die Struktur besteht nur Röhren, ist also keine Füllung drin.
Druckdauer waren knapp 4 Stunden

20160327_125825-2.jpg

Anderes Beispiel:

Außenmaße (LxBxH) ca 60x30x50, Wandstärke 0,64mm, Schichthöhe 0,2mm, 25% Füllung
Druckdauer etwa 1 Stunde

IMG_2903.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe hier einen Eigenbau stehen, war ursprünglich mal vom Sparkcube abgeleitet, aber er hat jetzt nicht mehr viel damit zu tun. Das Foto ist auch nicht ganz aktuell, ein paar Kleinigkeiten haben sich noch geändert.

drucker.jpg IMG_2456.jpg
 
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