Zumindest wenn es um einen FDM-Drucker, also den klassischen 3D-Drucker, geht, dann sind Stützstrukturen bei überhängen definitiv nötig. Im Regelfall werden diese von der Drucksoftware automatisch eingefügt.
Wie der Name Fused Deposition Modeling schon sagt, druckt man hier Schicht auf Schicht. Im Falle von meinem Drucker ist eine Schicht minimal etwa 0,05mm dick. Eine Schicht baut immer auf die vorhergehende auf. Was übrigens auch ein 3D-Druck Problem ist, denn wenn man die erste Schicht versaut, wird der gesamte Druck dadurch nichts.
Aber zurück: Schicht auf Schicht. Man kann keine Schicht einfach in die Luft drucken und deswegen braucht man Stützstrukturen. Ich hoffe du verstehst was ich meine.

Das ist auch bei einem 30000€ FDM Drucker so. Bis zu einem gewissen Maße bekommt man Schrägen noch ohne Unterbau hin.
Was man aber macht ist, dass man zwei Druckköpfe gleichzeitig einsetzt. Der eine Druckkopf "baut" das eigentliche Modell und der zweite Druckkopf druckt mit einem wasserlöslichen Kunststoff die Stützstrukturen. So kann man die Stützen hinterher einfach "auswaschen". Das geht bei mir leider nicht, weil ich nur einen Druckkopf habe. Ich muss das mit dem Cutter-Messer oder so rausschneiden...
ProE ist ein klassisches CAD-Programm und weit verbreitet. Es wird einfach weiter verwendet, weil es die meisten Mitarbeiter bereits kennen und es halt schon immer genutzt wurde. Meiner Meinung nach ist es aber nicht besonders intuitiv. Ich finde, dass SolidWorks da deutlich besser ist und die monderne Menüführung/Oberfläche besitzt.