Zu viel downloaden gefährlich

7GB in einem Monat bei DSL? Da kann man doch nur herzlichst lachen!
Und dass jemand eine Hausdurchsuchung bekommt, nur weil er im Monat mehr als 7GB (mit einer 5-köpfigen Familie!!!!) hat - purer Unfug! Dann wäre doch jeder DSL-Nutzer potenzieller Kandidat, von den Uni-Leuten ganz zu schweigen. Wenn ich mir mal so überlege, dass ich mir regelmäßig die aktuellen Linux-Distributionen ziehe...

Ich muss meinen Vorrednern zustimmen: Urban Legend!


Wer's glaubt, sollte sich im Kellerchen verkriechen, nicht, dass er zukünftig alles glaubt, was er zum Fraß vorgeworfen bekommt.
Wie reagiert ein solcher Jemand auf Aprilscherze? Suizid?

Natürlich brauch man trotz alledem nicht auf dicke Hose machen, nur tun sich für mich ein paar Fragen auf:
Der Provider müsste doch ein komplettes Datenlog von dem Zeitpunkt haben, oder? Andernfalls ließe sich doch gar nicht nachvollziehen, was das für Dateien gewesen seien (falls unverschlüsselt), zumal heutzutage doch (gerade im Filesharing) nicht hinter jedem Dateinamen auch der Inhalt steckt, der vom Namen propagiert wird.
Datei heißt "wawa.mp3" und ist in Wirklichkeit ein PDF mit Anleitung zum Bau einer Gartenlaube!
Und dass die Polizei geeignet verschlüsselte Daten (256er-AES + Algorithmus im CBC) knackt, will ich auch stark bezweifeln. NTFS will ich glauben, aber AES halte ich doch für sehr stark übertrieben, es sei denn, sie probieren ein paar denkbare Schlüssel durch (die üblichen Verdächtigen: Geburtsdaten, Namen, usw.)

Allerdings: wer illegal Content zieht und einsetzt - darf sich nicht wundern, wenn er erwischt und belangt wird - selbst Schuld. Seit ich mir meine Musik durch mein Hobby auf Vinyl kaufe, stehe ich der Sache auch anders gegenüber.
 
Zuletzt bearbeitet:
XunnD schrieb:
Der Provider müsste doch ein komplettes Datenlog von dem Zeitpunkt haben, oder? Andernfalls ließe sich doch gar nicht nachvollziehen, was das für Dateien gewesen seien (falls unverschlüsselt)
Rein theoretisch schon. Und genau das dürfen die Provider nicht.
Beieiner Flatrate dürfen halt keineDatern bezüglich Traffic und Surfverhalten geloggt werden, weil sie für den Tarif nicht relevant sind.
 
Hey, also ich weiß jetzt, dass es 410 lieder waren, die ich zum download bereitgestellt hatte.. ziemlich viel, ich weiß.. aber das waren scheinbar alle musikdateien auf meinem pc.. ach, wie auch immer? könnt ihr mir jetzt eine ungefähre angabe machen, wie hoch die strafe wird?
danke, mäusken
 
Strafrechtlich ist es irrelevant wieviel Lieder du bereitgestellt hast. Mit wieviel Strafe du zu rechnen hast kann dir nur ein Anwalt beantworten, alles Andere wäre rein spekulativ. Habt ihr gleich eine Anklage bekommen, ohne vorherige Unterlassungserklärung?

Beieiner Flatrate dürfen halt keineDatern bezüglich Traffic und Surfverhalten geloggt werden, weil sie für den Tarif nicht relevant sind.
Und was glaubst du, wie sie an die Daten der 3500 Esel User gekommen sind? Auf Antrag loggt jeder ISP alles mit was du machst.
 
@ stewi
ja, haben wir.. wir kamen ausm urlaub zurück und da lag die vorladung aufm tisch.. ich war total überrascht, hätte nie damit gerechnet
 
Ok, das ist ja erstmal nur eine Vorladung. Da musst du im Zweifellsfall nicht einmal hingehen. Auf jeden Fall würde ich einen Anwalt zu Rate ziehen. Wenn der Kläger darauf besteht für alle 410 Titel Schadensersatz zu fordern, dann könnte das arg teuer werden.

Auf jeden Fall vor einer Aussage bei der Polizei einen Anwalt konsultieren.

Ach ja, überrascht sind alle wenn sie ertappt werden. ;)
 
Die Titel haben natürlich einen Hashwert, der wird vorher von den Ermittlern überprüft. Von daher ist es egal was für Titel deine Musikstücke tragen. Die werden ja auch oft mit kryptischen Namen ins Netz gestellt.

Wenn sie bei dir 500 Titel finden wollen, dann brauchen sie erst einmal einen Duchsuchungsbefehl. Niemand schreibt dir vor, wie du deine Musikstücke zu benennen hast. Wenn dort steht "Rudebox - Robbie Williams" und da sind die Kastelhuber Spatzen drin, von denen du selbstverständlich eine CD hast, dann kann dir auch niemand etwas anhaben.

Aber du musst die Titel ja gar nicht mehr auf deiner Festplatte haben, darum geht es ja gar nicht. Die finden irgendein Lied in einer Tauschbörse, laden sich das runter und stellen fest, dass es urherberrechtlich Geschützt ist. Diese Datei hat einen bestimmten Hashwert. Jetzt müssen sie nur noch gucken, von welcher IP sie genau diese Datei mit diesem Hashwert runterladen können. Dabei kannst du die Datei auch noch 20 Mal umbenennen, der Hashwert bleibt immer gleich. Anruf beim ISP und schon wird mitgeloggt, wem diese IP zu diesem Zeitpunkt zuzuordnen ist. Ob du die Datei dann irgendwann noch auf deinem Rechner hast oder nicht ist völlig egal. Du hast sie im Internet zum Download bereitgestellt, was imho bei jedem P2P Programm der Fall ist. Ohne Upload kein Download. Die machen sich nicht einmal mehr die Mühe bei dir vorbeizukommen.
 
nein, nien, mein vater war bereits da.. und ja, wir haben auch einen anwalt konsultiert, aber naja, so sehr viel bringt das auch nichts.. wie teuer wird das denn, wenn sie für alle 410 lieder schadenersatz haben wollen?
 
Und was glaubst du, wie sie an die Daten der 3500 Esel User gekommen sind? Auf Antrag loggt jeder ISP alles mit was du machst.

Hmm..aber wenn du sagst "Auf Antrag" , dann müsste doch vorher ein gewisser Verdacht bestehen oder? Also das verwirrt mich jetzt ein bisschen :D Weil wenn ja nicht geloggt wird, da kein Antrag vorhanden ist, wie finden die dann heraus das man Illegalen Schweinekram macht? Aber is eigentlich auch egal, da ich weder eMule noch Bear-share oder sonstwas besitze. Da kauf ich Software und Musik lieber. Hat alles nur Vorteile. Bei Spielen kann man dann auch im inet spielen und bei Musik is die Quali besser :daumen:

@Mäusken : Den genauen Betrag kann dir leider keiner sagen, Das ist glaub ich immer Unterschiedlich. Kenne mich da aber nicht soo gut aus.

MFG Miggi
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben