Fedora 22 : Wayland, Plasma 5 und GNOME 3.16 sollen pünktlich sein

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Fedora 22: Wayland, Plasma 5 und GNOME 3.16 sollen pünktlich sein
Bild: Javier Gabriel (CC BY 2.0)

Nachdem Fedora 21 wegen der Umstrukturierung fast ein Jahr brauchte, soll Fedora 22 nun wieder in den sechsmonatigen Zyklus zurück und möglichst pünktlich am 19. Mai erscheinen. Die Liste der Neuerungen bei Fedora Workstation ist lang und reicht von Wayland und KDE Plasma 5 über GCC 5 bis zu der Umstellung auf libinput.

Wayland nimmt viel Raum in der Aufgabenliste für Fedora 22 ein, trotzdem wird der neue Display-Server standardmäßig erst mit Fedora 23 kommen. Um dieses Ziel zu erreichen und auch für Fedora 22 neue Funktionen zum Test bereitzustellen, hat sich das Fedora Team den Wayland-Entwickler Jonas Ådahl eingekauft, der ebenfalls libinput entwickelt.

Die Entwicklung von Wayland, das bereits in Fedora 21 in Teilen getestet werden konnte, sieht für Fedora 22 die Umstellung auf den Login-Screen von GDM vor. Zudem sollen die Standard-Backends von GTK+ und SDL Wayland nutzen. Die Bibliothek libinput, die die bisher genutzten Input-Treiber von Xorg ersetzt und gleichzeitig auch mit Wayland läuft, soll die Umstellung erleichtern. GNOME will bis zur Veröffentlichung von Fedora 22 libinput vollständig implementiert haben. Im GNOME-Blog befindet Entwickler Christian Schaller Wayland für Fedora 22 als komplett – mit Ausnahme der Unterstützung für proprietäre Grafiktreiber.

Eine schwere Entscheidung betraf die neue GCC-Version 5. Die GNU Compiler Collection in der neuen Version sollte mit ausgeliefert werden. Das bedingt aber, dass alle Pakete gegen diese Version neu gebaut werden – ein enormer Arbeitsaufwand, der die pünktliche Veröffentlichung verhindert hätte. Nun hat sich das Fedora Steuerungsgremium FESCo auf einen Kompromiss geeinigt. GCC 5 wird Bestandteil von Fedora 22, allerdings werden lediglich Pakete, die von dieser Version von GCC abhängig sind, neu gebaut. Der Rest des Archivs folgt später.

Fedora 22 soll auch den Umstieg von KDE 4 auf Frameworks 5, Plasma 5 und Qt 5 bewerkstelligen und einen sauberen Upgrade-Pfad zur Verfügung stellen. Auf Seiten von GNOME soll die für März erwartete Version 3.16 ausgeliefert werden. Einen ersten Eindruck von Sandboxed Applications, das auf eine Idee von Lennart Poettering zurückgeht, wird Fedora 22 ebenfalls vermitteln. Noch nicht bestätigt ist die Idee, RPM-OSTree in das nächste Release zu integrieren. Nach der Idee von Entwickler Colin Walters soll Fedora damit ein zweites Paketmanagement erhalten, dass eher an atomic Upgrades als an herkömmliches Paketmanagement angelehnt ist.

Weitere bereits bestätigte Änderungen und Entwicklungen wie die standardmäßige Verwendung von DNF anstelle von Yum beim Paketmanagement sind im ChangeSet nachvollziehbar.