Passwortmanager: Enpass 5.2 unterstützt zeitgesteuerte Einmalpasswörter

Ferdinand Thommes
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Passwortmanager: Enpass 5.2 unterstützt zeitgesteuerte Einmalpasswörter
Bild: Nico Kaiser | CC BY 2.0

Der Passwortmanager Enpass gewinnt mit der Aktualisierung auf Version 5.2 unter anderem Unterstützung für zeitgesteuerte Einmalpasswörter. Die als TOTP bekannte Methode wird beispielsweise in der Google-App Google Authenticator genutzt.

TOTP steht für den Time-based-One-time-Password-Algorithmus, der einem Teil der im Internet verwendeten Zwei-Faktor-Authentifizierungen zugrunde liegt. Der Passwortmanager Enpass unterstützt in der aktuellen Version 5.2 diese Methode. Zudem wurde weiter an der Anwenderfreundlichkeit der Anwendung gearbeitet.

Verbesserte Nutzererfahrung

Enpass kann so eingestellt werden, dass es beim Hochfahren des Systems startet. Die Liste der rund 30 Passwortmanagern, aus denen Enpass Passwörter importieren kann, wurde um 1Password, OPVault, Password Depot und Pocket erweitert, der Import aus Keepass und SafeInCloud wurde verbessert. Die Farbe des Icons im Tray kann jetzt dunklen sowie hellen Themes angepasst werden. Darüber hinaus wurden mehrere kleine Fehler korrigiert, unter anderem einer bei der Synchronisation mit Dropbox.

Enpass ist ein komfortabler proprietärer Passwortmanager, der für Windows, OS X und Linux sowie für die Mobilplattformen Android, iOS, Windows Phone und BlackBerry verfügbar ist. Für Debian und Ubuntu existiert ein Repository, über das die Anwendung installiert und auf dem aktuellen Stand gehalten werden kann.

Browserplugins

Eines der Glanzlichter von Enpass ist, dass die Anwendung durch ein Browserplugin ergänzt wird, dass für Firefox, Google Chrome, Opera und Safari verfügbar ist. Das Browserplugin sitzt mit einem Icon rechts oben in der Adressleiste des Browsers, die eigentliche Anwendung läuft im Hintergrund. Befindet sich der Anwender in einer Anmeldemaske eines Dienstes, wird nach dem Öffnen des Plugins durch Doppelklick auf den Namen des Dienstes Nutzername und Passwort in die Maske übertragen.

Synchronisation und Backup

Zudem kann sich Enpass mit diversen Cloud-Diensten synchronisieren, die ihrerseits wiederum alle Geräte auf dem aktuellen Stand halten. Enpass gleicht sich bei Bedarf mit Box, Dropbox, Google Drive, OneDrive und ownCloud per WebDAV ab. Enpass ist für den Desktop kostenlos. Um die Synchronisation auch mit mobilen Geräten durchführen zu können, ist eine einmalige Gebühr von 9.90 Euro pro Software-Plattform zu entrichten.

Sicherheit durch SQLCipher

Passwörter verschlüsselt Enpass mit 256-Bit AES mit dem Open-Source-Tool SQLCipher. Der Schlüssel, mit dem die Passwörter in der SQLite-Datenbank gesichert werden, wird aus dem Masterpasswort des Nutzers generiert, dass nur dieser kennt. Die Daten haben auch bei Synchronisierung niemals Kontakt mit den Servern des Herstellers von Enpass. Ein Manko von Enpass ist, dass bisher nur eine Datenbank verwaltet werden kann, sodass man beruflich und privat verwendete Passwörter nicht in verschiedene Datenbanken trennen kann.