Rocket League : Auto-Fußballspiel bald mit Beuteboxen

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Rocket League: Auto-Fußballspiel bald mit Beuteboxen
Bild: Psyonix

Auch Rocket League wird in Bälde optische Gimmicks über ein Beutekisten-System verteilen. Die Entwickler orientieren sich bei der Konzeption prinzipiell an Counter Strike: Global Offensive. Genutzt werden sollen die Einnahmen zur Finanzierung von eSport-Turnieren sowie den dort ausgelobten Preisgeldern.

Nachdem Nutzer im Quellcode der letzten Updates Anzeichen für die Umsetzung eines „Loot-Box“-Systems entdeckt hatten, haben die Entwickler entsprechende Pläne auf Reddit bestätigt - auch, um den wild sprießenden Gerüchten entgegenzuwirken und „einige Dinge klarzustellen“.

Die Kisten werden demnach „nur kosmetische Inhalte“ enthalten. Spielerische Vorteile sollen wie bisher auf keinen Fall verkauft werden. Außerdem werden die Kisten nicht auf dem Steam-Marktplatz zu finden sein. „Wir sind uns den Problemen, die aus dem Existenz von Drittanbieter-Glücksspielen in anderen Spielen erwachsen, absolut bewusst“, erklären die Entwickler. Das Studio sei „nicht daran interessiert“ ähnliches in Rocket League zu sehen.

Kisten-Lotto in der Kritik

In den vergangenen Wochen ist im Netz vor allem eine Debatte rund um das in Counter Strike: Global Offensive implementierte System geführt worden. Auslöser waren die Spieler „TmarTn“ und „Syndicate“, die auf ihren YouTube-Kanälen mit Millionen von Abonnenten über verschiedenen, nicht gekennzeichneten Videos für ihre eigene Glücksspiel-Seite geworben haben.

Bei diesen „Lotto“-Anbietern setzen Spieler die teils für größere Summen gehandelten Gegenstände gegeneinander, wobei der Algorithmus der Seite – theoretisch – zufällig einen Sieger bestimmt, der den entstandenen Preistopf erhält. „PsiSyndicate“, der ähnliche Videos verfasst und nicht als Auftragsarbeit gekennzeichnet hat, hat zudem öffentlich bekannt, dass die von ihm gespielten Partien zu seinen Gunsten werbewirksam manipuliert wurden.

Kritik hat das System in Folge dieses Skandals auch auf sich gezogen, weil die daraus entstandene Industrie, die im vergangenen Jahr erhebliche Summen umsetzen konnte, im Gegensatz zu herkömmlichen Glücksspiel, bei dem direkt um Geld gewettet wird, keinerlei Regulierung unterworfen ist. Problematisch ist daran unter anderem, dass die Anbieter daher keiner Kontrolle unterliegen und Minderjährige nicht effektiv geschützt werden.

Kisten-System bleibt optional

Wie in anderen Spielen soll das Kisten-System in Rocket League zudem optional bleiben und kann, im Gegensatz zu anderen Konzepten ähnlicher Natur, per Checkbox vollständig ausgeblendet werden. Das gegenwärtige „Item-Drop-System“ werde davon in keiner Weise berührt, versichert Psyonix. Zudem werde das Studio wie bisher kostenlose Arenen, Spielmodi und Gegenstände sowie „gelegentliche“ DLCs veröffentlichen. Weitere Details sollen im kommenden Monat bekannt gegeben werden.