Tuxedo InfinityBook Max 15 Gen10 im Test: Laufzeiten und Fazit

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Marek Lindlein
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Laufzeit

Zur Ermittlung der Laufzeit und zur Feststellung, ob die Angaben des Herstellers zutreffen, hat die Redaktion die InfinityBooks voll aufgeladen und bei 20 Prozent Bildschirmhelligkeit im WLAN zur Videowiedergabe über YouTube konfiguriert. Als Decoder dient die iGPU und die Bildwiederholrate wurde auf 60 Hz begrenzt. Auch war das höchste Stromsparprofil aktiv.

Laufzeit
    • Intel Core Ultra 255H
      5:49
    • AMD Ryzen AI 9 HX 370
      3:00
      Bug
Einheit: Stunden, Minuten

Das Intel-InfinityBook schafft im Test fast 6 Stunden und liefert damit gute Laufzeiten. Der Wert ist sogar nah an den Herstellerangaben. Allerdings muss man bedenken, dass der Test zur Überprüfung der Alltagstauglichkeit mit einer Rechenlast in Form der Videowiedergabe betrieben wurde. Je nach Einsatzszenario kann die Laufzeit also länger, aber auch kürzer ausfallen. Tuxedo gibt eine Laufzeit von etwa 7 Stunden an.

Bug mit Ryzen halbiert im Test die Akkulaufzeit

Eine vergleichbare Ermittlung der Ryzen-InfinityBook-Laufzeit war jedoch nicht möglich, da das Modell zum Testzeitpunkt von einem Bug betroffen war, der den Stromverbrauch erhöhte. Konkret sollte der Stromverbrauch auf dem Desktop bei etwa 12 Watt liegen, doch im Test betrug er im Schnitt etwa 25 Watt. Dadurch betrug die während der YouTube-Wiedergabe gemessene Laufzeit im Test dann nur 3 Stunden. Das Problem ließ sich auch durch eine Neuinstallation des Betriebssystems nicht beheben, die Leistungsaufnahme im Idle blieb auch dann zu hoch.

Fehler betrifft keine ausgelieferten Geräte

Nachdem die Testgeräte zurück beim Hersteller waren, hat dieser eigene Tests durchgeführt und die Ursache für das Problem gefunden: Bei Geräten ab Werk und Neuinstallationen des Betriebssystems über das Netzwerk via WebFAI verhalten sich die Geräte wie erwartet. Doch wenn man die ISO-Datei für die Installation von Tuxedo OS nutzt, tritt der Fehler mit dem erhöhten Stromverbrauch auf.

Nachprüfen lässt sich das an dieser Stelle durch die Redaktion nicht mehr, dennoch kann man davon ausgehen, dass der Fehler bei Verkaufsgeräten beseitigt ist. Da sich WebFAI und ISO im Versionsstand unterscheiden und für den Test die Laptops mit der ISO aufgesetzt wurden, könnte ein verbugtes Paket eine falsche Konfiguration geschrieben haben – aber das ist rein spekulativ. Tuxedo hat sich in der Fehlersuche und Kommunikation sehr bemüht gezeigt und der Redaktion auch Belege zur Verfügung gestellt, dass das Testmuster nach der Neuinstallation nun mit 12 Watt im Leerlauf arbeitet und nicht mehr mit 25 Watt. Sollten Käufer der AMD-Variante dennoch auf Probleme mit deutlich zu kurzer Laufzeit stoßen, empfiehlt sich die Kontaktaufnahme zum Hersteller.

Wer seine Entscheidung also von der Akkulaufzeit unter Linux abhängig macht, der kann beim Intel-Modell mit guter Ausdauer rechnen. Für AMD bleibt zumindest die Herstellerangabe von ebenfalls bis zu sieben Stunden, auch wenn diese im Test nicht überprüfbar war.

Secure Boot

Tuxedo-Laptops funktionieren nicht nur mit Linux, sondern lassen sich auch mit Windows betreiben. Standardmäßig ist Secure Boot auf den Geräten deaktiviert, wodurch Nutzer die Freiheit haben, direkt jedes System zu installieren. Dadurch kann es notwendig werden, Secure Boot nachträglich einzurichten. Hierzu bietet Tuxedo eine einfache, bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie sich Secure Boot mit Tuxedo OS einrichten lässt.

Fazit

Das InfinityBook Max 15 Gen10 ist ein solides Notebook mit guter Verarbeitung, hochwertigem Bildschirm und ordentlicher Leistung. Ob nun Intel oder AMD, man macht mit keiner Wahl etwas falsch. Beim Gaming spielt die CPU-Wahl keine Rolle und in den Produktiv-Benchmarks hängt es letztendlich von der genutzten Software ab, ob Threads oder echte Kerne gewinnen. Da es bei Intel nur eine CPU zur Wahl gibt, ist man für alle Lebenslagen gut gerüstet.

Tuxedo InfinityBook Max 15 – Gen10
Tuxedo InfinityBook Max 15 – Gen10

Die potente Hardware unterstreicht den Einsatzzweck der InfinityBooks: Wer seinen leistungshungrigen Arbeitsplatz mitnehmen muss oder einfach gelegentlich gern unterwegs spielen möchte, findet hier die richtige Kombination. Gerade Videoschnitt kommt hier in den Sinn. Dabei gilt es im mobilen Einsatz zu bedenken, dass das Intel-Modell längere Laufzeiten schafft. Es mag sich zwar beim AMD-Modell um einen Bug handeln, dennoch konnte die versprochene Laufzeit nicht im Test geprüft werden.

Linux macht den Unterschied

Doch Hardware ist nicht das Besondere an den Tuxedo-Notebooks. Linux ist es! Und das richtig gut. Denn Tuxedo stellt sicher, dass die Hardwareauswahl Linux-kompatibel ist. Nicht nur das: Die hauseigene Distribution Tuxedo OS ist ideal für Einsteiger geeignet und bringt zahlreiche Programme von Anfang an mit. Das Tuxedo Control Center erlaubt tiefgreifende Einstellungen an einem zentralen Ort. Vor allem aber gibt es von Tuxedo beim Kauf Support für Linux, etwas, womit sich der Entwickler aus Deutschland hervorhebt.

Während des Tests kam es sogar zu einer Situation, in der Tuxedo sein Engagement beweisen konnte: Das Intel-Testmuster kam mit einem Lüfter-Bug, durch den die Lüfter bei niedrigen Temperaturen nicht stillstanden. Eine Rückfrage führte zu der Antwort, dass der Fehler bekannt und der Patch bereits in Arbeit sei – wenige Tage später funktionierten die Lüfter wieder wie erwartet.

ComputerBase hat die beiden InfinityBook Max 15 Gen10 leihweise von Tuxedo zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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