News 1&1 Unlimited: Gericht kippt unklare Datenklauseln im Tarif

@Dido_spens
Ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen, dein Stichwort wäre "Sonderkündigung", wenn du bereits seit zwei Jahren die Probleme hast. Bzw. dein Vertrag läuft ja jetzt dann eh aus. Wird halt Zeit für was Neues und du kannst mit deinem Geldbeutel entscheiden. Aber am Protokolieren bist du ja schon fleißig :)
Aber ja, ich fühle deinen Frust. Wobei ich nie Probleme mit 1&1 (Drillisch) hatte. Da war eher das miese Vodafone-Netz das Problem. Wobei 1&1 schon einen besonderen Ruf in der Community hier genießt genau wie alles über Starlink, Twitter (die Musk-Bubble), Drosselkom, Vodafone-Kabelinternet bzw. im Allgemeinen O2, Epic etc. Ist immer ein fröhliches Bashen.

Aber mal wieder B2T: Finde es gut, dass so windige Klauseln jetzt offiziell verboten sind. Wenn "unbegrenzt Highspeed Flatrate" draufsteht, soll auch unbegrenzt Highspeed Flatrate drin sein und nicht: "Wir verkaufen dir zwar Unlimited, behalten uns aber vor, dich zu drosseln oder rauszuwerfen, sobald du gewagt hast, es auch tatsächlich zu benutzen" .
 
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Bright0001 schrieb:
Aber wenn da einer seine kinox-Alternative über einen Funkmast betreibt, dann kann ich es durchaus nachvollziehen, wenn man als Unternehmen irgendeine Möglichkeit haben will den Vertrag entsprechend beenden, bzw. die Geschwindigkeit halt einzuschränken zu können.
Dann muss man das auch genau so kommunizieren. Und genau das hat 1&1 nicht getan.
 
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Ich verstehe es nicht? Jeder, der sich ein bisschen Informiert, kennt doch das Mobilnetz bzw. die Mobilnetzqualität von 1&1! Wie kann ich mich da dann im Nachhinein beschweren? 🤔
 
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schade. Fand es eigentlich so praktisch. Konnte man prima nutzen um aus einem unbequemen Vertrag frühzeitig rauszukommen.
 
ChatGehPeeTee schrieb:
Konnte man prima nutzen um aus einem unbequemen Vertrag frühzeitig rauszukommen.

Nein? Die Klauseln sind zwar nichtig, aber der Vertrag bleibt ja trotzdem bestehen. Mit welcher Begründung hätte man aus dem Vertrag rauskommen sollen?

Bright0001 schrieb:
Ich mein, ja? Was genau ist die Erwartungshaltung, dass ein Unternehmen Produkte mit Verlust vertreibt?

Ist das Dein Ernst? Findest Du nicht, das ein Kunde "unlimitiert" erwarten kann, wenn er einen Vertrag über unlimitiert abschließt? Und ja, ich erwarte, das eine Firma so einen Vertrag dann mit Verlust vertreibt ... oder eben keine Verträge mehr anbietet, bei denen sie am Ende draufzahlen muss.

Bright0001 schrieb:
Und wenn man so kalkuliert, dass viele Normalnutzer die wenigen "Ausnutzer" subventionieren, die mit einem Tarif ohne jedes Limit einhergehen würden, dann wäre das in meinen Augen auch nicht sonderlich fair.

Egal ob Fitnessstudio, Jahresticket im Zoo oder andere Verträge ... das sind IMMER Mischkalkulationen. Und wieso redest Du von "ausnutzen" im Sinne von "das sei unfair"?

Habe vor einigen Monaten einen Typen im Gym gesehen, der hat mit einem anderen Kunden geredet und erzählt, er würde jeden Tag dorthin gehen. Ist das "fair"? Wenn der täglich dort die Geräte benutzt und duscht, treibt das die Kosten für das Studio nach oben. So what? Es wird immer Nutzer geben, die solche Verträge mehr nutzen und andere Personen eben weniger.

Bright0001 schrieb:
Soll nicht heißen, dass ich schwammige Vertragsbedingungen verteidige: Aber wenn da einer seine kinox-Alternative über einen Funkmast betreibt, dann kann ich es durchaus nachvollziehen, wenn man als Unternehmen irgendeine Möglichkeit haben will den Vertrag entsprechend beenden, bzw. die Geschwindigkeit halt einzuschränken zu können.

Eine solche Nutzung ist über die AGB auch ohne diese (jetzt für nichtig erklärten) Klauseln verboten.
 
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Wieder ein positives Urteil gegen diese wässrigen AGBs, gut so!

"unüblichen Verbrauchsverhaltens"
Also wenn ich über STEAM ein größeres Spiel downloade, falle ich da rein, oder wie?

Ich habe derzeit einen richtigen Unlimted Tarif, ohne diesen sch** Nachbuchen. Sowas überhaupt so zu bezeichnen, ist eine Frechheit. Jedes Mal 1-2 GB Pakete nachbuchen. Wie oft macht man den Spass bis man die Lust verliert... Größere Downloads wie Apps/Spiele (Updates) etc ist ganz sicherlich kein Vergnügen.
 
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Bei uns in Österreich haben die Anbieter für Mobilfunktarife eigentlich alle ähnliche Klauseln. Drei z.B.:
Fair Use Policy für unsere Tarife mit unlimitiert inkludierten Einheiten: Es gilt für die Nutzung am Smartphone/Handy
innerhalb der entsprechenden unlimitiert inkludierten Nutzungskategorien (z. B.: Daten / SMS / Gesprächsminuten
österreichweit) hinsichtlich des Volumens grundsätzlich keine Beschränkung. Da es sich hierbei jedoch um Tarife
ausschließlich für den privaten / persönlichen Gebrauch handelt, behält sich Drei vor, bei missbräuchlichem
Nutzungsverhalten oder wenn durch ein bestimmtes Nutzungsverhalten die Netzintegrität gefährdet erscheint, den
Kunden zu verwarnen und /oder auch die entsprechende Nutzungskategorie für den jeweiligen Kunden zu sperren.
Missbräuchliches Nutzungsverhalten wird anzunehmen sein, wenn die Nutzung innerhalb eines Rechnungsmonats
10.000 Minuten, 10.000 SMS oder 5TB übersteigt.
Unzulässig sind auch die Versendung von Massen-SMS (z. B. zu
Werbezwecken) oder die Verwendung von Mobile-Gateways oder vergleichbaren Automatisierungsmechanismen, wofür
selbige Vorbehalte gelten.
5TB muss man bei einem Mobilfunkvertrag fürs Smartphone erstmal zusammenbringen.
Bei den extra ausgewiesenen Datentarifen dagegen gibt es keine Einschränkungen beim Datenvolumen. Dafür hat man etwas weniger Geschwindigkeit und/oder sie sind etwas teurer.
 
.one schrieb:
Geht nur technisch gar nicht. Willkommen in der Realität.
Natürlich geht das.

Ich mein: Du kannst ja auch auf eine Autobahn mit unbegrenztem Tempolimit auffahren, davon aber nicht ableiten, dass du unendlich lange unendlich schnell fahren kannst.

Tulol schrieb:
Dann muss man das auch genau so kommunizieren. Und genau das hat 1&1 nicht getan.
Hey, wie gesagt, ich verteidige keine schwammigen Verträge und stimme dem Urteil voll zu.

Mir gings eher darum, dass man nicht wirklich erwarten kann, dass einem ein Telkom-Anbieter das Ausreizen einer Antenne 24/7 für 40€ im Monat erlauben muss, weil da "unlimitiert" in der Werbung stand.

keldana schrieb:
Ist das Dein Ernst? Findest Du nicht, das ein Kunde "unlimitiert" erwarten kann, wenn er einen Vertrag über unlimitiert abschließt? Und ja, ich erwarte, das eine Firma so einen Vertrag dann mit Verlust vertreibt ... oder eben keine Verträge mehr anbietet, bei denen sie am Ende draufzahlen muss.
Was genau ist dein Punkt? Da stand doch explizit drin, dass bei der "falschen" Benutzung eins von beidem passiert:
  1. Die Geschwindigkeit wird gedrosselt.
  2. Der Vertrag wird gekündigt.
Dein Datenvolumen bleibt also unlimitiert, solange der Vertrag existiert. Und das "Argument" unlimitierte Geschwindigkeit kann man sich in die Haare schmieren, weil die einem keiner bei keinem Tarif garantiert, da man sie nicht garantieren kann.

keldana schrieb:
Egal ob Fitnessstudio, Jahresticket im Zoo oder andere Verträge ... das sind IMMER Mischkalkulationen. Und wieso redest Du von "ausnutzen" im Sinne von "das sei unfair"?
Das sind die denkbar schlechtesten Beispiele, die du dir aussuchen konntest: Sowohl für Fitnessstudios als auch für Zoos ist es de facto irrelevant, wie viele Leute die Dienste tatsächlich wahrnehmen, weil entspannt >90-95% aller Kosten Fixkosten sind.

Das kannst du so nicht auf den Mobilfunk übertragen:
  • 1&1 betreibt zwar ein eigenes Netz, hat sich über National-Roaming aber auch in das Netz von Vodafone eingekauft: Mehr Verbrauch -> Höhere Kosten
  • Mit den EU-Regelungen gilt das auch allgemein fürs Roaming, da das unbegrenzte Datenvolumen ja auch bspw. in Spanien noch funktionieren muss wie in Deutschland, und deren Anbieter machen das nicht für umsonst.
  • Kosten für Infrastruktur und Frequenzlizenzen sind an den Verbrauch gekoppelt: Wo mehr verbraucht wird, muss mehr Kapazität geschaffen und gewartet werden. Anders als im Zoo, der nicht plötzlich anfängt mehr Giraffen einzukaufen, weil sich die Besucherzahlen erhöht haben.
Und das ganze bewegt sich in einem durchaus nennenswerten Kostenrahmen. Zum Vergleich: Auf EU-Ebene kam man im Kontext der ganzen Roaming-Geschichte auf durchschnittliche Transitkosten von 0,095€ pro GB.

Das lässt sich nicht unbedingt 1:1 übertragen, zeigt aber durchaus, dass man die Höhe des Datenverbrauchs in Relation zum geforderten Preis sehen muss. Anders als im Gym, dem es herzlich latte ist, ob du die Hantel nun 10 oder 100 mal gehoben hast. :P

keldana schrieb:
Eine solche Nutzung ist über die AGB auch ohne diese (jetzt für nichtig erklärten) Klauseln verboten.
Okay - aber wenn du damit kein Problem hast, dann sind wir doch einer Meinung? Wozu der ganze Terz?
 
Eigentlich absurd, dass es überhaupt versucht wurde --- aber uneigentlich gibt es so viele offensichtlich rechtswidrige Klauseln, dass es auch wieder nicht überrascht. Verrückte Welt halt...
 
Erinnert mich direkt an die Zeit als man bei 1und1 Geld angeboten bekommen hat für eine Auflösung des Vertrages wenn man zu viel Datenvolumen per DSL Flatrate verbraucht hat ;)
 
Bright0001 schrieb:
Mir gings eher darum, dass man nicht wirklich erwarten kann, dass einem ein Telkom-Anbieter das Ausreizen einer Antenne 24/7 für 40€ im Monat erlauben muss, weil da "unlimitiert" in der Werbung stand.

Wie kommst Du auf so eine absurde Idee? "Unlimitiert" heißt genau DAS. Wieso sollte man als Kunde nicht erwarten können, was das Angebot aussagt? Zumal das Urteil im Prinzip genau das jetzt herstellt ... dem Kunden muss geliefert werden, wovon er nach dem Angebot ausgehen kann.

Bright0001 schrieb:
Was genau ist dein Punkt? Da stand doch explizit drin, dass bei der "falschen" Benutzung eins von beidem passiert:
  1. Die Geschwindigkeit wird gedrosselt.
  2. Der Vertrag wird gekündigt.
Dein Datenvolumen bleibt also unlimitiert, solange der Vertrag existiert.

Wenn ich "unlimitiertes Volumen" bezahle, ist eine Geschwindigkeitsdrossel illegal. Und ebenso, das mir der Vertrag gekündigt wird.

Bright0001 schrieb:
Und das "Argument" unlimitierte Geschwindigkeit kann man sich in die Haare schmieren, weil die einem keiner bei keinem Tarif garantiert, da man sie nicht garantieren kann.

Von unlimitierter Geschwindigkeit habe ich gar nicht geredet.

Bright0001 schrieb:
Das sind die denkbar schlechtesten Beispiele, die du dir aussuchen konntest:

Nope! Denn es ging nicht darum, besonders gut vergleichbare Verträge zu finden ... sondern einfach nur darum aufzuzeigen, das es da draußen zig "unlimitierte" Verträge gibt ... die dann eben auch unlimitiert sein müssen.

Bright0001 schrieb:
Das kannst du so nicht auf den Mobilfunk übertragen:

Dieser "Fakt" ist völlig irrelevant. Wenn das Angebot solcher Tarife nicht in das Businessmodell von 1&1 passt, dann sollen sie gefälligst solche Verträge aus dem Programm nehmen. Fertig!

Bright0001 schrieb:
Okay - aber wenn du damit kein Problem hast, dann sind wir doch einer Meinung?

Wenn der Anbieter den Vertrag des Kunden kündigen können möchte, weil er File-Hosting betreibt, dann soll der Anbieter das in seine AGB schreiben und gut ist. Ob wir damit dann einer Meinung sind oder nicht ist mir persönlich völlig egal.

Bright0001 schrieb:
Wozu der ganze Terz?

Was für ein Terz? Ich mache Dir deutlich, das es schon eine merkwürdige Ansicht ist, wenn ein Kunde bei einem unlimitiertem Tarif nicht erwarten dürfe, das er auch "unlimitiert" bekommt.
 
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Schwobaseggl schrieb:
@Dido_spens

Aber ja, ich fühle deinen Frust. Wobei ich nie Probleme mit 1&1 (Drillisch) hatte. Da war eher das miese Vodafone-Netz das Problem. Wobei 1&1 schon einen besonderen Ruf in der Community hier genießt genau wie alles über Starlink, Twitter (die Musk-Bubble), Drosselkom, Vodafone-Kabelinternet bzw. im Allgemeinen O2, Epic etc. Ist immer ein fröhliches Bashen.
 
Ein Bekannter von uns war lange Kunde bei 1&1 gewesen, doch als er einmal Hilfe vom Support brauchte, gab es ab da nur Probleme und jeder sagte gefühlt immer etwas anderes. Daraufhin hat er vor etwa einem halben Jahr den Vertrag gekündigt und ist zu einem anderen Anbieter gewechselt, der auch Glasfaser anbietet. Seitdem versuchen sie, ihm mit Treueangeboten dazu zu bringen, dass er doch noch bei ihnen bleibt.

Zum Glück waren wir nie dort, wenn der Anbieter so dubiose Klauseln verwendet.
 
Fujiyama schrieb:
Was machen die Juristen bei 1&1 eigentlich beruflich?
Hallo
Ich bin Marcel Davis von 1&1.
Da mich die Betreuung dee Kunden, die installation neuer modems und das Erstellen der Werbevideos noch nicht auslastet arbeite ich nebenbei noch als Jurist.
 
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Und was ist mit den tarifen, wo man immer 1GB nachbuchen muss?
Die sind doch genau so Schmuh.
Pseudo-Unlimited.
 
Wolfpac schrieb:
Erinnert mich direkt an die Zeit als man bei 1und1 Geld angeboten bekommen hat für eine Auflösung des Vertrages wenn man zu viel Datenvolumen per DSL Flatrate verbraucht hat ;)
Erinnere ich mich auch noch dran. Als die ersten Flatrates übers normale Telefon kamen. (Glaub 56 k war da üblich)
 
klingt als hätte man sich bewusst verkniffen irgendwelche konkreten zahlen in die vertragsbedingungen zu packen damit man nach laune entscheiden kann.
Vor 12 Jahren oder so hatte ich bei telecolumbus mal irgendwas von 100 GB im monat als richtlinie für als privat angemessene nutzung gesehen. wenn ich mal mehrere monate 300-400 GB über die leitung geschickt habe gab es aber noch keine drosselung. iirc sagte jemand beim support am telefon mal die hätten garkeine drossel in meiner region vorgesehen, das stehe nur aus rechtlichen gründen drin um gegen gewerbliche nutzung über privatanschlüsse vorzugehen.
aber zumindest konnte jeder nachlesen was mit 'flatrate*' gemeint sein sollte.
 
Sollen Sie ihren Tarif halt "Unlimited - aber wer wirklich Unlimited will fliegt raus" nennen - schön das ein Gericht dieser Augenwischerei mal ein Ende setzt.
 
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