slsHyde schrieb:
Musikbearbeitung ist sehr einkernlastig...
Ich lese das hier immer wieder und im nächsten Thread wieder genau das Gegenteil.
Um das auch hier mal wieder klarzustellen, es kommt darauf an wie man die Plugins in der DAW verschaltet. Limitieren kann sowohl die Single- als auch Multithreadleistung der CPU. Im Grunde kann man beides nicht genug haben.
Nun, wie stellt man fest was bei einem konkreten Projekt limitiert? Mal ganz allgemein auf JEDE DAW bezogen: hat man ein Projekt dasd an der Grenze läuft und bereits Dropouts, Knackser, usw produziert, wirft man einen Blick auf den Taskmanager. Zeigt dieser ebenfalls eine hohe Auslastung im Bereich 80-100%, fehlt es an Multithreadleistung. Zeigt er eine niedrige Auslastung, limitiert die Singlethreadleistung oder es liegt ein DPC Latenzproblem vor.
Projekte die noch nicht an der Grenze laufen, lassen sich durch kleinere ASIO Buffer an ebendiese bringen. Falls nicht ist sowieso fürs erste genug Reserveperformance vorhanden.
Also bitte liebe Mitforisten, behaltet das im Kopf: Für ne Audioworkstation muss jeder nach seinen Ansprüchen individuell beraten werden. Pauschale Empfehlungen für diese oder jene CPU kann man dafür nicht geben. Das gleiche gilt für die Menge an RAM.
zazie schrieb:
Gerade wenn du verschiedene Tätigkeiten gleichzeitig machst, und gerade wenn du an niedrigen Latenzen interessiert bist, solltest du Audio NICHT über die CPU laufen lassen.
Die Berechnung der VST Plugins in FL Studio läuft IMMER über die CPU. Ausnahmen sind Plugins (dann aber nicht VST) die auf speziellen DSP Karten berechnet werden. Das Audiointerface ist dennoch wichtig um hohe Performance bei niedrigen Latenzen zu erreichen, denn da spielt dessen Treiberperformance bei der Ein- und Ausgabe voll mit rein. Bei höheren Latenzen ist dies nicht mehr ganz so wichtig.
Trotzdem ist es ein für die Ansprüche gutes System geworden. Ein 8700K bietet zwar eine höhere Singlecore Performance, was ja durchaus entscheidend sein kann. Notfalls läßt sich manuell an der Taktschraube drehen um zumindest auf einigen Kernen (fast) das Niveau eines 8700K zu erreichen. Fürs Rendering ist der 14-Kerner natürlich eindeutigst im Vorteil.
Gut finde ich auch die Wahl des Boards: Das Asus Prime Z299-A
wird z.B. von Scan Pro Audio in deren Audioworkstations verbaut und sollte deswegen bzgl der DPC Latenz keine Probleme machen.
Der CPU-Kühler ist schön leistungsfähig, kann nur sein dass du den vorderen Lüfer ein wenig höher anbringen mußt - evtl auch obwohl die RAMs ansich niedrig sind. Ist aber bei dem Gehäuse kein Problem.
Rest sieht soweit auch stimmig aus.
Viel Spass!
PS: Fall du während dem Produzieren viel im Hintergrund laufen läßt, kann es helfen gewissen Anwendungen bestimmte Kerne zuzuweisen. Gut möglich, dass sonst die unterbrechungsfreie Berechnung der Audiodaten gestört wird. Mußt notfalls etwas rumprobieren.