25Gbe Anschluss in der Schweiz verfügbar!

Der Originalartikel ist leider (?) hinter einer Paywall, aber der Teaser beginnt mit einer Firma, die bei der Discountmarke den Anschluss bucht... da gilt dann halt wohl you get what you pay for.

Wird auch nicht klar, ob die Überbuchung das GPON Segment oder den Uplink betrifft.
 
Holzkopf schrieb:
mit ihren Milchmädchen Rechnungen daher und behaupten das wäre alles kein Problem.
Nee jetzt echt? Alle ISP ueberbuchen ihr Netz (auch Init7*), sie waeren unvernuenftig wenn sie es nicht taeten, da der Spitzentraffic NIE gleich der Summe aller maximalen Vertragsraten allen Endkunden ist. Die Frage ist allerdings schon auch wie weit ueberbucht wird. Und z.B. bei XGS-PON "10" oder 8 Gbps Tarife zu schalten fuer bis zu 32 Kunden ist Quark, aber wenn z.B. nur 4 oder 3 Gbps als Maximum angeboten wird kann dass schon besser funktionieren. Also Ueberbuchen per se ist nicht schlimm, wenn es halbwegs kompetent gemacht wird und der Faktor angepasst wird wenn in einem Segment die Last steigt.


*) Fredy Künzler:
Der #Overbooking Faktor ist so lange ein theoretischer Wert, wenn in der Prime Time genügend freie Kapazität vorhanden ist. Relevant sind Microbursts, also Kapazitäts-Spitzen für wenige Sekunden. Wenn die Auslastung im 5-Minuten-Mittel am Sonntagabend <=50%, dann ist alles easy.
 
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pufferueberlauf schrieb:
*) Fredy Künzler:
Wenn die Auslastung im 5-Minuten-Mittel am Sonntagabend <=50%, dann ist alles easy.
Selbst wenn die Auslastung bei unter 70 % bleibt, läuft alles noch.
Natürlich sollte man es vermeiden, Tarife == max. Segmentkapazität anzubieten. Solange man das nicht tut, und die Überbuchung nicht übertreibt, ist alles im grünen Bereich.
 
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kingpin42 schrieb:
Natürlich sollte man es vermeiden, Tarife == max. Segmentkapazität anzubieten.
Aber genau das passiert ja. Gepaart mit einer massiven Überbuchung. Dass das Probleme gibt, weiß man vorher.
Sorry, aber ~1000 Kunden mit diesen Bandbreiten, die sich einen 10Gbit/s Uplink teilen ist ein Witz.
 
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foo_1337 schrieb:
Aber genau das passiert ja. Gepaart mit einer massiven Überbuchung. Dass das Probleme gibt, weiß man vorher.
Sorry, aber ~1000 Kunden mit diesen Bandbreiten, die sich einen 10Gbit/s Uplink teilen ist ein Witz.
1000 Gigabit-Kunden mit 10G Uplink sind idr. nicht das Problem, nur kann man keinen 10 Gbit/s Tarif auf XGSPON abbilden, ohne Gefahr zu laufen, das Segment dadurch zu überlasten.
10G-Tarife bei nur 10G Uplink sind natürlich ebenso wenig ratsam.
 
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kingpin42 schrieb:
1000 Gigabit-Kunden mit 10G Uplink sind idr. nicht das Problem
Solange bis man bei maximal 75% Utilization ist. Sonst wirds kritisch bzw. spürbar.
Aber ja, das sollte in den meisten Gegenden gut gehen. Blöd ist halt, wenn 10Gbit/s verkauft wird. Und das hast du da halt und die Kunden spüren es sofort.
 
foo_1337 schrieb:
Aber genau das passiert ja. Gepaart mit einer massiven Überbuchung.
Sagt wer?(*) Aus dem Tweet geht das nicht hervor. Und wie kommst Du in dem Photo auf 1024 Kunden "im PON"?
Ergänzung ()

foo_1337 schrieb:
Blöd ist halt, wenn 10Gbit/s verkauft wird. Und das hast du da halt und die Kunden spüren es sofort.
Gibt es denn Beobachtungen darüber wie weit der Wert zur "Primetime" absackt?

(*) das soll nicht heißen das ich den Wert bezweifle. Aber Fake News setzen ja u.a. darauf dass man gerne glauben möchte was ins eigene Weltbild passt. Also frage ich grundsätzlich nach Quellen.
 
Nore Ply schrieb:
Und wie kommst Du in dem Photo auf 1024 Kunden "im PON"?
Würd mich jetzt auch mal interessieren. Ich komm beim OLT auf 16 LC mit je 8 Ports (scheinbar ältere LC) und wenn da jeweils 32 Kunden dranhängen komm ich auf 4096 Kunden am OLT. Der Uplink scheint dafür 4x10G zu sein, was großzügig wäre.
 
Bei 4x10Gbps und (bis zu) 4096 Anschluessen mit 1:32er Splittingfaktor kommen auf einen Uplink rechnerisch 1024 Anschluesse.
 
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Nore Ply schrieb:
Sagt wer?(*) Aus dem Tweet geht das nicht hervor.
U.A. Künzler, in älteren Tweets. Es wird 10Gbit/s Fiber via XGSPON verkauft. https://twitter.com/kuenzler/status/986269694234636288
Nore Ply schrieb:
Und wie kommst Du in dem Photo auf 1024 Kunden "im PON"?
Ja, das Wording war nicht ganz korrekt. Es sind 8 Ports pro LC am ONT mal 32 Kunden pro Splitter auf 2 10G Ports des ONT. Sind dann 1024 Kunden pro 10G Port.
Nore Ply schrieb:
Gibt es denn Beobachtungen darüber wie weit der Wert zur "Primetime" absackt?
War der Quote jetzt auf die Primetime oder auf das sofort spüren der 10Gbit/s bezogen? Die 10Gbit/s spürt man(*) halt sofort, da man die nicht netto erreichen wird, das meinte ich damit.

Wie die Auslastungen bei der Primetime sind, geben die ISP wohl nicht raus. Wenn man da aber über 75% ist, wird es vermutlich spürbar, da dann Packetloss auftreten wird. Bei Speedtest ggf. schon viel früher.

(*): Wenn das richtige Equipment zuhause vorhanden ist. Vermutlich ist das nur bei <1% der Kunden der Fall, gut für die ISP :)
 
foo_1337 schrieb:
U.A. Künzler, in älteren Tweets.

Dann wäre es nett wenn man das auch nachlesen könnte. Und nein, ich habe kein Twitter. Ich lese hier.

foo_1337 schrieb:

Das 10Gbit/s Fiber via XGSPON verkauft wird ist nun ja schon von Anfang an bekannt. Wieso hältst Du es an diesem Punkt der Unterhaltung für erwähnenswert?

foo_1337 schrieb:
Ja, das Wording war nicht ganz korrekt. Es sind 8 Ports pro LC am ONT mal 32 Kunden pro Splitter

Ich sehe da (nach der Erklärung, so tief stecke ich nicht drin) nur 8 Ports pro LC am ONT.
Woran kannst Du sehen dass es auf diesem konkreten Photo 32 Kunden pro Splitter sind?

foo_1337 schrieb:
War der Quote jetzt auf die Primetime oder auf das sofort spüren der 10Gbit/s bezogen?
Er war auf die Überbuchung bezogen. KabelKunden in massiv überbuchten Segmenten berichten ja über Einbrüche bis herunter zu wenigen Mbit/s zur Hauptverkehrszeit. Mich würde interessieren wie weit es da bei Salt herunter geht. Einbrüche auf wenige Dutzend MB wären in meinem persönlichen Wertesystem deutlich relevanter als Einbrücher auf wenige oder wenig mehr als ein Gbit/s.

foo_1337 schrieb:
Die 10Gbit/s spürt man(*) halt sofort, da man die nicht netto erreichen wird, das meinte ich damit.

Das im XGS-PON keine 10 Gbit/s vor Kunde erreicht werden ist aber nun auch schon recht ausgiebig diskutiert worden. Welche Bedeutung hat das Deiner Meinung nach im Kontext der Überbuchung?

foo_1337 schrieb:
Wie die Auslastungen bei der Primetime sind, geben die ISP wohl nicht raus.
Dafür gibts ja Kunden und das Internet. Das liefert zwar nur Schlaglichter, aber immer noch besser als nichts.

foo_1337 schrieb:
Wenn man da aber über 75% ist, wird es vermutlich spürbar, da dann Packetloss auftreten wird.
Sollte das nicht eigentlich durch die festen Zeitschlitze vermieden werden?

foo_1337 schrieb:
(*): Wenn das richtige Equipment zuhause vorhanden ist. Vermutlich ist das nur bei <1% der Kunden der Fall, gut für die ISP :)
;-)
 
Nore Ply schrieb:
Sollte das nicht eigentlich durch die festen Zeitschlitze vermieden werden?
Die Zeitschlitze sind doch meines Wissens dynamisch? Und wenn halt zu viele Leute Daten wollen werden die halt auch mal knapp.
 
Falls ich das richtig verstanden habe dann steht aber immer mindestens ein Zeitschlitz pro Durchlauf pro Kunde zur Verfügung. Das wären schon bei GPO 78 Mbit/s.
Wie gesagt...falls ich das richtig verstanden habe.
 
Nore Ply schrieb:
Sollte das nicht eigentlich durch die festen Zeitschlitze vermieden werden?
Der grant-request Ansatz dient dazu, dass es auf dem Medium nicht zu Kollisionen kommt, schon wahr.
Nore Ply schrieb:
Sagt wer?(*) Aus dem Tweet geht das nicht hervor. Und wie kommst Du in dem Photo auf 1024 Kunden "im PON"?
Salt scheint Segmente aus bis zu 32 Anschluessen zu verwenden (sagt F. Künzler, ob das stimmt kann ich nicht nachpruefen) wie die Telekom, aber ob alle 32 tatsächlich aktiv sind wissen wir nicht. Salt.ch hat momentan anscheinend nur eine Geschwindigkeit 10Gbps, so dass alle Anschlüsse die geschaltet sind auch 10Gbps liefern sollten...

Nore Ply schrieb:
Er war auf die Überbuchung bezogen. KabelKunden in massiv überbuchten Segmenten berichten ja über Einbrüche bis herunter zu wenigen Mbit/s zur Hauptverkehrszeit. Mich würde interessieren wie weit es da bei Salt herunter geht. Einbrüche auf wenige Dutzend MB wären in meinem persönlichen Wertesystem deutlich relevanter als Einbrücher auf wenige oder wenig mehr als ein Gbit/s.
Wenige Mbps bei Docsis download ist der GAU, bei XGS-PON sollte die Unterschranke bei etwa >= 8000/32 = 250 Mbps erreicht sein, das ist immernoch eie gut brauchbare Geschwindigkeit, aber halt auch weit vomn 10000 Mbps entfernt (aber dieser Fall sollte eher selten auftreten).
Nore Ply schrieb:
Falls ich das richtig verstanden habe dann steht aber immer mindestens ein Zeitschlitz pro Durchlauf pro Kunde zur Verfügung. Das wären schon bei GPO 78 Mbit/s.

Ein GPON Zeit-Slot dauert 125µs oder 0.125 ms, d.h. es gibt davon 1000/0.125 = 8000 pro Sekunde und jeder davon ist ca. 2400/8000 = 0.3 oder 1200/8000 = 0.15 Mbps "wert", wie kommst Du auf 78? Was unter Vollast passiert ist IMHO nicht ganz klar, d.h. ob jeder Kunde eine CIR von Gesamkapazitaet/Anzahl_Anschluesse hat oder ob es da weniger strikt/gerecht zugeht
 
Nore Ply schrieb:
Dann wäre es nett wenn man das auch nachlesen könnte. Und nein, ich habe kein Twitter. Ich lese hier.
Naja, wie du ja unten geschrieben hast, ist das allgemein bekannt.
Nore Ply schrieb:
Das 10Gbit/s Fiber via XGSPON verkauft wird ist nun ja schon von Anfang an bekannt. Wieso hältst Du es an diesem Punkt der Unterhaltung für erwähnenswert?
Du wolltest nochmals wissen, woher die von mir genannte "massive Überbuchung" kommt. Und wenn 10Gbit/s Tarife via XGSPON verkauft werden, gepaart mit so vielen Kunden, ist das für mich eine "massive Überbuchung".
Nore Ply schrieb:
Ich sehe da (nach der Erklärung, so tief stecke ich nicht drin) nur 8 Ports pro LC am ONT.
Woran kannst Du sehen dass es auf diesem konkreten Photo 32 Kunden pro Splitter sind?
Weil es Künzler & andere in der Schweiz schon nachvollzogen haben. Das Zeug steht offen in Colos rum, so schwer ist das nicht. Falls du jetzt einen Heise Artikel oder ähnliches dazu erwartest: Sorry, damit kann ich nicht dienen. Und so wichtig ist die schweizer Breitbandwelt für mich nun auch nicht :)

Nore Ply schrieb:
Mich würde interessieren wie weit es da bei Salt herunter geht. Einbrüche auf wenige Dutzend MB wären in meinem persönlichen Wertesystem deutlich relevanter als Einbrücher auf wenige oder wenig mehr als ein Gbit/s.
Der eine sieht das so, der andere so. Bei Vodafone hier steigen auch einige bei Cablemax auf die Barrikaden, wenn sie "nur" noch 350-500Mbit/s bekommen. Andere, wie ich, bekommen via SVVDSL maximal 250mbit/s. Dennoch kann ich es absolut verstehen, wenn man sich mit den 350-500Mbit/s nicht zufrieden gibt.
Nore Ply schrieb:
Das im XGS-PON keine 10 Gbit/s vor Kunde erreicht werden ist aber nun auch schon recht ausgiebig diskutiert worden. Welche Bedeutung hat das Deiner Meinung nach im Kontext der Überbuchung?
Weil es das grundlegende Problem nochmals verschlimmert. Potentiell kann man froh sein, wenn man überhaupt noch die ~8,5Gbit/s bekommt. Wie das dann in real-world aussieht, sieht man ja hier:
https://twitter.com/RaptoR6S/status/1531578945203748865

Klar, der Deutsche sagt jetzt "Ich wäre ja mit 3Gbit/s schon super zufrieden". Stimmt, aber dann sollte man das halt auch so bewerben.
Die Automobilhersteller dürfen ja bei BEV auch nicht die Peak Performance (kW) in den "Fahrzeugschein" schreiben.

Nore Ply schrieb:
Sollte das nicht eigentlich durch die festen Zeitschlitze vermieden werden?
Wenn das Problem wie hier auch am Uplink (Ethernet) besteht, gibt es keine festen Zeitschlitze. DTAG Kunden kennen das Problem ja, wenngleich auch an anderer Stelle.
 
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pufferueberlauf schrieb:
Ein GPON Zeit-Slot dauert 125µs oder 0.125 ms, d.h. es gibt davon 1000/0.125 = 8000 pro Sekunde und jeder davon ist ca. 2400/8000 = 0.3 oder 1200/8000 = 0.15 Mbps "wert", wie kommst Du auf 78?
Das kann ich ehrlich gesagt selbst auch beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen. Danke für die Korrektur.

pufferueberlauf schrieb:
Was unter Vollast passiert ist IMHO nicht ganz klar, d.h. ob jeder Kunde eine CIR von Gesamkapazitaet/Anzahl_Anschluesse hat oder ob es da weniger strikt/gerecht zugeht
Ich stelle mir gerade vor wie man sich mal zu einem Massenstest in einem FTTH-Gebiet verabredet. Erst alle Kunden in einer Straße auf Sättigung gehen, dann die eines Stadtteils, dann die der gesamten Stadt.

Wird vermutlich niemals passieren, aber es wäre sicher hochinteressant das Lastverhalten zu beobachten und genügend Stoff für eine Studienarbeit.
 
Nore Ply schrieb:
Wird vermutlich niemals passieren, aber es wäre sicher hochinteressant das Lastverhalten zu beobachten und genügend Stoff für eine Studienarbeit.
Dürfte wohl auch von der Konfig der beteiligten Netzelemente abhängen. Aufs PON bezogen sollte sich das ja relativ leicht nachstellen lassen. GPON-OLT gibts schon für 2k€ ;)
 
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