25Gbe Anschluss in der Schweiz verfügbar!

foo_1337 schrieb:
Ich hoffe mal, dass das nur ein Typo von dir war und XGS PON gemeint ist. Dennoch ist es IMHO eine Sackgasse, denn wenn 25GS PON kommt (wann eigentlich, wenn erst 2025 XGS PON kommt?), wird es eben auch 25Gbit/s Anschlüsse geben. Und gerade in Gewerbegebieten wird es halt durchaus vorkommen, dass auch mal mehrere Teilnehmer gleichzeitig die Bandbreite fordern.
Ich vermute dass in Gewerbegebieten das Verhältnis Fasern zu Unternehmen anders ist als das Verhältnis Fasern zu Haushalten in Wohngebieten. Die Anzahl der zu versorgenden Unternehmen ist ja auch eine andere als die zu versorgenden Haushalte. In den Gewerbegebieten mit FTTH-Ausbau bietet die Telekom ja auch heute schon symmetrische 100 Gbit/s-Anschlüsse an.
 
Naja, das gab es ja schon lange auch für Gebiete ohne FTTH Ausbau mit Ether Connect. Die Preise sind halt auch entsprechend. 25Gbit/s symmetrisch via Init7 mit SLA Gold ist ein Witz dagegen, im positiven Sinne. Je nachdem, wo der Standort ist, ist eine DF in eine Colocation mit entsprechendem Transit günstiger und man ist noch flexibler. Und von der DTAG wird das ganze wird dann natürlich nicht via PON realisiert. Warum eigentlich nicht? ;)
Tut mir leid, mich kann hier keiner von PON überzeugen, daher bin ich jetzt auch ruhig. Bringt eh nix, denn während die Schweizer hier vielleicht Aufatmen können ist der Drops in D bereits gelutscht.
 
Burnzi schrieb:
Nein, aber das könnte ja Auswirkungen auf zukünftige ausbauten haben..
Zukünftige Ausbauten mit zukünftiger Technik auf die Bedürfnisse von heute auszulegen klingt mir nicht so sinnvoll ;)
T1984 schrieb:
Ich vermute dass in Gewerbegebieten das Verhältnis Fasern zu Unternehmen anders ist als das Verhältnis Fasern zu Haushalten in Wohngebieten. Die Anzahl der zu versorgenden Unternehmen ist ja auch eine andere als die zu versorgenden Haushalte. In den Gewerbegebieten mit FTTH-Ausbau bietet die Telekom ja auch heute schon symmetrische 100 Gbit/s-Anschlüsse an.
Die bietet die Telekom sicher auch ohne FTTH-Ausbau vor Ort an.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: foo_1337
foo_1337 schrieb:
Naja, das gab es ja schon lange auch für Gebiete ohne FTTH Ausbau mit Ether Connect. Die Preise sind halt auch entsprechend.
rezzler schrieb:
Die bietet die Telekom sicher auch ohne FTTH-Ausbau vor Ort an.
Klar. Wenn die Kundschaft entsprechend zahlt dann baut sie das natürlich auch unabhängig von einem allgemeinen FTTH Ausbau im Gewerbegebiet. Aber auch so ein allgemeiner FTTH-Ausbau in Gewerbegebieten schafft eben die Voraussetzung dafür.
 
foo_1337 schrieb:
Und von der DTAG wird das ganze wird dann natürlich nicht via PON realisiert. Warum eigentlich nicht? ;)
Tut mir leid, mich kann hier keiner von PON überzeugen, daher bin ich jetzt auch ruhig.
Weil die Art der Zuführung von der erwarteten Nutzung abhängen dürfte und dem potential nach oben, wenn ich in der Lage sein will dem Kunden z.B. auf Zuruf kurzfristig >> 10 Gbps zu liefern (zu gesalzenen Preisen) dann sollte ich als ISP eine Anschlusstechnik wählen die das auch erlaubt, und das ist heute eher AON als PON. Die Anzahl der Privatkunden die das dafuer notwendige Kleingeld locker zu machen bereit sind duerfte ziemlich genau bei Null liegen, weshalb es keinen Sinn macht da die teurere PtP Verkabelung durchzufuehren, die auch noch das Problem hat, dass man vielleicht gezwungen wird diese dann als DarkFiber an Mittbewerber vermieten zu muessen....

Soll heissen, PtMP/PON macht aus Sicht eines ausbauenden Wirtschaftsunternehmen mehr Sinn als PtP/AON; auch wenn das ganze makroökonomisch und aus Nerd-Sicht genau anders herum aussieht. "Wer zahlt schafft an", d.h. bei gefoerdertem Ausbau koennte man sicherlich PtP vorschreiben, aber ist halt nur ein kleiner Teil der TALs die gefoerdert ausgebsaut werden.

foo_1337 schrieb:
Bringt eh nix, denn während die Schweizer hier vielleicht Aufatmen können ist der Drops in D bereits gelutscht.
Ich dachte die Swisscom waere schon durch mit ihrem Schwenk von PtP zu PtMP, oder gibt es da noch die Chance, dass PtP gerichtlich erzwungen wird?
 
pufferueberlauf schrieb:
Ich dachte die Swisscom waere schon durch mit ihrem Schwenk von PtP zu PtMP, oder gibt es da noch die Chance, dass PtP gerichtlich erzwungen wird?
Ging nicht so gut für die Swisscom aus ;)
https://www.bvger.ch/dam/bvger/de/d...N.pdf.download.pdf/B-161-2021-WEB-VERSION.pdf / https://www.init7.net/de/news/211005_mm_bvger_p2mp.pdf
Aber die Swisscom hat ja trotz Verfügung weiter fröhlich P2MP ausgebaut. Es bleibt also spannend, wie es da weiter geht, es ist wieder was im Gange:
https://mobile.twitter.com/init7/status/1481921352055640065/photo/2

Wenn man zwischen den Zeilen liest, wird fiber7 "bald" einen 100Gbit/s Tarif haben. Mit innovationsverhindernden Technologien wie PON braucht man dafür halt vergleichsweise ewig und wie du schon schreibst, kann hier eben nicht einfach eine DF an einen Mitbewerber vermietet werden, der dann genau das ermöglichen könnte.
 
foo_1337 schrieb:
Mit innovationsverhindernden Technologien wie PON braucht man dafür halt vergleichsweise ewig und wie du schon schreibst, kann hier eben nicht einfach eine DF an einen Mitbewerber vermietet werden, der dann genau das ermöglichen könnte.
Das ist mir jetzt zu polemisch, und zu unnuetz. Das Problem hierzulande ist IMHO nicht so sehr dass es am oberen Ende keie bezahlbaren 100Gbps Anschluesse fuer Endkunden gibt, sondern dass das untere Ende zu langsam ist und zu viele Anschluesse enthaelt. Koennte man jedem Kunden auch nur 100Mbps anbieten waere schon viel geholfen. Und wenn mit GPON/XGSPON jeder 1Gbps erhalten koennte waere der Drops IMHO fuer die naechsten 10-20 Jahre locker gelutscht. Dsa gibt dann auch genug Zeit Anwendungen zu entwickeln die zwingend mehr als 1 Gbps benoetigen.

P.S.: PON verhindert per se keine Innovationen sonst gäbe es weder einen existierenden Upgrade-Pfad zu XG(S)-PON noch den aktuellen Wettbewerb zwischen 25G und 50G PON Alternativen. Das heisst nicht, das ich persönlich nicht auch AON fuer attraktiver halte, aber mich fragt ja keiner ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Nore Ply und rezzler
Wenn ich in einem Colocation RZ bin, dann miete ich in der Regel eine Faser. Was ich darüber mache und wer am anderen Ende darauf steckt, ist dem Colocation Prodider recht egal. Er kassiert dafür seine monatliche Miete und ich muss mich nicht auf irgendwelche von ihm definierten Schnittstellen einlassen und bin auch nicht eingeschränkt auf Layer2/3 und darüber. Wieso kann man das nicht hier auch so machen? Das würde einen völlig neuen Wettbewerb öffnen und selbst wenn für die Masse hohe Geschwindigkeiten uninteressant sind, ist alleine das ein riesen Vorteil und das auch nicht nur der Gebühren wegen. Das schweizer Verfassungsgericht sieht das offensichtlich auch so. Nur in D sagt man lieber "Ja, hauptsache es passiert endlich was und die Masse bekommt ihr Gigabit"? Also quasi so wie beim Vectoring Ausbau als auch viele gejubelt haben und ein paar wenige das damals schon kritisiert haben und dafür ausgelacht wurden.

Und Innovationsverhindernd ist IMHO daran eben:
  • Ich muss warten, bis ein neuer Standard definiert wurde
  • Ich muss weiter warten, bis der Betreiber in diesem Gebiet diesen umsetzt

Oder anders gesagt: Schön, dass man jetzt 100Gbit/s BiDi LR Interfaces günstig bei Flexoptics bekommt, aber ich werde die nächsten 20 Jahre nix damit anfangen können außer ich lege sehr viel Geld für eine DF hin.

Ist halt wie bei dem USB-C Zwang der EU, der auch Innovationsverhindernd ist, da erstmal ein riesen Bürokratiemoloch durchgelaufen werden muss, bevor vielleicht ein neuer, besserer Standard kommt.

Und ja, ich freue mich auch über einen PON Anschluss, wenn er denn kommt. Aber 100%ig glücklich bin ich damit eben nicht.
 
Vectoring hat doch vielen Leuten in relativ kurzer Zeit echtes Breitband ermöglicht, die Tiefbauressourcen sind nun mal begrenzt.

Ich meine es ist besser 1000 Leuten VDSL zu bieten als 20 FTTH und 980 hängen weiter auf DSL.

Ich sehe mich nicht als Maßstab, aber wir sind immer noch mit VDSL50 (real 62/12) unterwegs obwohl wir VDSL250 buchen könnten. Aber für was? Zwei Streams in HD laufen ohne Probleme, ebenso zwei gleichzeitige Videokonferenzen.

25Gb-Anschluss für Privatpersonen erschließt sich mir nicht, auch nicht perspektivisch. Welche Anwendungsfälle im privaten Bereich soll es da geben?
 
Für DOCSIS lasse ich das gerne gelten, bei den Outdoor DSLAMs sehe ich das absolut nicht so. Ich habe ja aktuell die Vergleiche in der Gegend. Der FTTH Ausbau der DG dauert definitiv nicht länger als der VDSL Ausbau damals. Und auch Netcologne hat recht früh gezeigt, wie es geht. Während in anderen Großstädten Outdoor DSLAMs aufgestellt wurden, hat Netcologne in Köln einfach Glas großflächig verlegt und hat auch das Inhouse Problem sehr früh geschickt umgangen. Man muss einfach nur wollen. Die Telekom wollte halt noch Geld aus den vorhandenen CuDa schlagen. Aus wirtschaftlicher Sicht natürlich völlig verständlich.

Und zu den 25Gbit/s: Es gibt auch noch Bandbreiten zwischen 1Gbit/s und 25Gbit/s ;)
 
foo_1337 schrieb:
Wieso kann man das nicht hier auch so machen?
Weil die Unternehmen die den Ausbau durchführen und zum Teil eigenfinanzieren genau das nicht wollen... Aber z.B. die Telekom baut Dir auch eine PtP Leitung, wenn Du das notwendige Kleingeld locker machst (oder einer der Mitbewerber).
foo_1337 schrieb:
Das würde einen völlig neuen Wettbewerb öffnen
Deshalb die Bemerkung, dass PtP makroökonomisch/volkswirtschaftlich sinnvoll erscheint, aber wenn man den Parteien die Entscheidung ueberlaesst, welche von solchem Wettbewerb keine Vorteile haetten, braucht man sich nicht wundern... Nochmal: PON geringere Kosten, groessere Kontrollmöglichkeit...

foo_1337 schrieb:
Das schweizer Verfassungsgericht sieht das offensichtlich auch so.
Das wuerde mich wundern, das Problem der Swisscom ist nicht der PtMP Ausbau, sondern, dass die bisherigen Vorschriften/Vorgaben PtP vorschreiben, d.h. das Gericht stellt fest dass die Swisscom die Regeln nicht einhaelt, aber soce Regeln gibt es hierzulande nicht, oder habe ich da etwas falsch interpretiert?

foo_1337 schrieb:
Nur in D sagt man lieber "Ja, hauptsache es passiert endlich was und die Masse bekommt ihr Gigabit"? Also quasi so wie beim Vectoring Ausbau als auch viele gejubelt haben und ein paar wenige das damals schon kritisiert haben und dafür ausgelacht wurden.
Der Vectoringausbau mag nicht sexy gewesen sein, hat aber dazu geführt dass grosse Teile der Bevölkerung hierzulande Anschlüsse haben mit denen sie vollumfänglich am digitalen Leben teilhaben können. Und Stand heute gibt es quasi keine Anwendungen die erst ab >= 1 Gbps funktionieren, d.h. schon das angezielte "die Masse bekommt ihr Gigabit" wenn sie denn moechte ist perspektivisch fuer die Zukunft gedacht.

foo_1337 schrieb:
Und Innovationsverhindernd ist IMHO daran eben:
  • Ich muss warten, bis ein neuer Standard definiert wurde
  • Ich muss weiter warten, bis der Betreiber in diesem Gebiet diesen Umsetzt
Das ist bei AON haargenau so... es sei denn Dir schwebt vor die Beleuchtung Deiner Darkfiber auf beide Seiten selber zu basteln. ;) und dann die Licht-zu-Strom Wandlung... ich weiss ja nicht wie das so laeuft, aber als DF-Vermieter wuerde ich schon erwarten, dass die Kunden standardisierte Beleuchtungsmethoden verwendet.

foo_1337 schrieb:
Oder anders gesagt: Schön, dass man jetzt 100Gbit/s BiDi LR Interfaces günstig bei Flexoptics bekommt, aber ich werde die nächsten 20 Jahre nix damit anfangen können außer ich lege sehr viel Geld für eine DF hin.
Na und? In der Zeit kannst Du dann auch 800Gbps Optiken kaufen die Du ins selbe Regal legen kannst.... Ich vermute der Anteil der Endkunden der heiss auf DF ist geht gegen Null.
foo_1337 schrieb:
Ist halt wie bei dem USB-C Zwang der EU, der auch Innovationsverhindernd ist, da erstmal ein riesen Bürokratiemoloch durchgelaufen werden muss, bevor vielleicht ein neuer, besserer Standard kommt.
Das halte ich fuer sehr zweifelhaft. Es gab im Bereich Stecker fuer Gleichstromversorgung seit Jahren keine relevante Innovation, was es gab war der Versuch durch verschiedene physisch inkompatible Bauformen den Austausch/Ersatz von Netzteilen zu erschweren*. Das ist genau die Art von "Innovation" auf die unsere Gesellschaft hervorragend verzichten kann.

*) und als Antwort darauf hat der Markt Adapter entwickelt um eben doch Fremdnetzteile nutzen zu koennen.

IMHO ist das keine schlechte Regulierung, das Ziel ist nachvollziehbar und erreichbar, und bisher fehlt es an klaren Beispielen welche Innovation dadurch verhindert wuerde.

foo_1337 schrieb:
Und ja, ich freue mich auch über einen PON Anschluss, wenn er denn kommt. Aber 100%ig glücklich bin ich damit eben nicht.
Und da bin ich als kleiner Mit-Nerd voll bei Dir, eine Sache zu verstehen warum es auf PtMP rausläuft und eine andere das noch gut zu finden.
 
pufferueberlauf schrieb:
Deshalb die Bemerkung, dass PtP makroökonomisch/volkswirtschaftlich sinnvoll erscheint, aber wenn man den Parteien die Entscheidung ueberlaesst, welche von solchem Wettbewerb keine Vorteile haetten, braucht man sich nicht wundern... Nochmal: PON geringere Kosten, groessere Kontrollmöglichkeit..
Jap klar, aus Sicht der Betreiber natürlich komplett nachvollziehbar.

pufferueberlauf schrieb:
Das wuerde mich wundern, das Problem der Swisscom ist nicht der PtMP Ausbau, sondern, dass die bisherigen Vorschriften/Vorgaben PtP vorschreiben, d.h. das Gericht stellt fest dass die Swisscom die Regeln nicht einhaelt, aber soce Regeln gibt es hierzulande nicht, oder habe ich da etwas falsch interpretiert?
Ich interpretiere "
833. Daher ist die von der Vorinstanz durch die angefochtene Verfügung
angeordnete vorsorgliche Massnahme zur Sicherstellung eines Layer 1-
Zugangs beim Ausbau des FTTH-Netzes durch Swisscom rechtmässig."

so, dass die Swisscom einen Layer1 Zugang bieten muss. Das ist via PON nicht möglich, oder doch?
pufferueberlauf schrieb:
Das ist bei AON haargenau so... es sei denn Dir schwebt vor die Beleuchtung Deiner Darkfiber auf beide Seiten selber zu basteln. ;) und dann die Licht-zu-Strom Wandlung... ich weiss ja nicht wie das so laeuft, aber als DF-Vermieter wuerde ich schon erwarten, dass die Kunden standardisierte Beleuchtungsmethoden verwendet.
Naja, im Init 7 25Gbit/s Fall ist es doch eben so, dass die Gegenseite der Switch von Init 7 ist und auf CPE Seite eben der Kunde den Transceiver steckt. Was dann über die Faser geht, sieht der Leitungsbetreiber nicht. Und hier in D ist es bei einer DF üblicherweise so, dass ich tatsächlich machen kann, was ich will.. Ich kann z.B. auch FibreChannel darüber übertragen oder auch WDM. Da hindert mich niemand daran, ich muss eben für die aktive Technik sorgen.
Und ich will ja nicht beide Seiten betreiben, ich will nur, dass ich flexibler bei der Auswahl meines ISP sein kann.

pufferueberlauf schrieb:
Der Vectoringausbau mag nicht sexy gewesen sein, hat aber dazu geführt dass grosse Teile der Bevölkerung hierzulande Anschlüsse haben mit denen sie vollumfänglich am digitalen Leben teilhaben können.
Das stimmt, ich zähle mich da ja auch zu. Aber dennoch gab es in vielen Gebieten jetzt nicht DEN Geschwindigkeitsvorteil im Ausbau ggü. FTTH. Gebiete, die bisher nicht via VDSL erschlossen wurden, baut die Telekom ja seit einigen Monaten auch direkt via FTTH aus.
pufferueberlauf schrieb:
Na und? In der Zeit kannst Du dann auch 800Gbps Optiken kaufen die Du ins selbe Regal legen kannst.... Ich vermute der Anteil der Endkunden der heiss auf DF ist geht gegen Null.
Der Endkunde soll ja gar nicht heiß auf DF sein, der denkt vermutlich eh nur, dass das was mit dem Darknet zu tun haben könnte ;) Aber der ISP soll eben die Möglichkeit haben, rein die Faser zu mieten.

pufferueberlauf schrieb:
Das halte ich fuer sehr zweifelhaft. Es gab im Bereich Stecker fuer Gleichstromversorgung seit Jahren keine relevante Innovation, was es gab war der Versuch durch verschiedene physisch inkompatible Bauformen den Austausch/Ersatz von Netzteilen zu erschweren*. Das ist genau die Art von "Innovation" auf die unsere Gesellschaft hervorragend verzichten kann. rausläuft und eine andere das noch gut zu finden.
Selbst diverse Leute vom USB Konsortium geben zu, dass wir ohne Lightning vermutlich heute noch mit Micro USB unterwegs wären. Und wenn man sich dann vorstellt, dass vor 2012 eben die EU den Standard auf Micro USB festgelegt hätte, hätte es Lightning nie gegeben.
Auch heute kritisiert selbst das USB Konsortium dies Pläne der EU: https://www.derstandard.de/story/2000131324231/usb-gremium-uebt-scharfe-kritik-an-eu-plaenen-usb-c
"Eine solche gesetzliche Vorschrift würde unweigerlich den technischen Fortschritt behindern, ist Ravencraft überzeugt."
 
foo_1337 schrieb:
Für DOCSIS lasse ich das gerne gelten, bei den Outdoor DSLAMs sehe ich das absolut nicht so. Ich habe ja aktuell die Vergleiche in der Gegend. Der FTTH Ausbau der DG dauert definitiv nicht länger als der VDSL Ausbau damals.

Ich weiß nicht wie Du die Länge des Ausbaus genau definierst, aber die kann man auch durch die Ressourcen (z.B. die Anzahl der Bautrupps) beeinflussen. Grundsätzlich macht es einen Unterschied ob man Glasfaser bis zu ein paar Verteilern in einem Ort legt, oder bis an jedes Grundstück (und in möglichst viele Gebäude). Für eine der beiden Varianten ist mehr Aufwand notwendig, und es ist recht eindeutig für welche.

Dazu kommt für einen FTTH-Ausbau die Vorarbeit die Eigentümer zu umwerben damit sie eine entsprechende Genehmigung für den Ausbau erteilen. Was, wie schon gesagt wurde, oft auch kein Selbstläufer ist.

foo_1337 schrieb:
Und auch Netcologne hat recht früh gezeigt, wie es geht. Während in anderen Großstädten Outdoor DSLAMs aufgestellt wurden, hat Netcologne in Köln einfach Glas großflächig verlegt und hat auch das Inhouse Problem sehr früh geschickt umgangen.
Netcologne hat in etlichen anderen Städten auch FTTC ausgebaut.
 
foo_1337 schrieb:
Für DOCSIS lasse ich das gerne gelten, bei den Outdoor DSLAMs sehe ich das absolut nicht so. Ich habe ja aktuell die Vergleiche in der Gegend. Der FTTH Ausbau der DG dauert definitiv nicht länger als der VDSL Ausbau damals. (...)
Also das verwundert mich jetzt. Beim FTTH-Ausbau muss doch jeder Gehweg aufgegraben und neue Hausanschlüsse errichtet werden. In unserer Gemeinde wurde in zwei VDSL-Ausbaustufen nicht mal 5 % der Verkehrswege aufgegraben. Zudem habe ich bei einem Besuch in einem DG-Gebiet gesehen, was die unter fachgerechten Tiefbau verstehen. Da muss das zuständige Tiefbauamt aber ziemlich die Augen verschlossen haben. Die Wiederherstellung der Verkehrswege ist derart mangelhaft, dass der Steuerzahler in wenigen Jahren die fachgerechte Herstellung bezahlen darf. Die Firmen der Telekom gehen m. E. bisweilen auch "rustikal" vor, aber an die Wild-West-Methoden der DG reichen sie nicht heran.
 
foo_1337 schrieb:
Gebiete, die bisher nicht via VDSL erschlossen wurden, baut die Telekom ja seit einigen Monaten auch direkt via FTTH aus.
Der eigenwirtschaftliche FTTH-Ausbau, der in den letzten 2 Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen hat, betrifft ganz überwiegend Gebiete mit bereits vorhandenem FTTC-Ausbau. FTTH-Ausbau in Gebieten ohne FTTC betrifft fast nur besonders ländliche Gebiete, die noch weiße Flecken sind und per Förderung ausgebaut werden. Aber auch das läuft schon länger.
 
Binalog schrieb:
Also das verwundert mich jetzt. Beim FTTH-Ausbau muss doch jeder Gehweg aufgegraben und neue Hausanschlüsse errichtet werden. In unserer Gemeinde wurde in zwei VDSL-Ausbaustufen nicht mal 5 % der Verkehrswege aufgegraben.
Das stimmt. Die Telekom begann 2006 mit dem VDSL Ausbau. 2021 wurde er abgeschlossen. Das sind 15 Jahre. Die aktuelle Pläne sehen vor, dass 2030 alle Haushalte FTTH erhalten sollen. Wären dann 10 vs 15 Jahre, falls das klappen sollte (was ich bezweifle). Aber auch wenn man 50% Puffer drauf rechnet, wäre es genau gleich lang wie der VDSL Ausbau. Und letzteren haben ja nicht alle Haushalte erhalten.
T1984 schrieb:
Netcologne hat in etlichen anderen Städten auch FTTC ausgebaut.
Das stimmt, aber dennoch hat man recht früh gezeigt, wie FTTH im größeren Stil geht. Die Telekom fing mal mit Neu-Isenburg & Co an, hat aber dann recht schnell eine großzügige Pause eingelegt.
T1984 schrieb:
Dazu kommt für einen FTTH-Ausbau die Vorarbeit die Eigentümer zu umwerben damit sie eine entsprechende Genehmigung für den Ausbau erteilen. Was, wie schon gesagt wurde, oft auch kein Selbstläufer ist.
Ja und jetzt ist die Situation noch schlimmer, da der Eigentümer mit vorhandenem VDSL meint nicht mehr zu brauchen. Und da die Anbieter eine Ausbauquote verlangen, schaut dann halt gerne mal jeder in die Röhre.
 
foo_1337 schrieb:
Selbst diverse Leute vom USB Konsortium geben zu, dass wir ohne Lightning vermutlich heute noch mit Micro USB unterwegs wären.
Das ist weder verwunderlich noch kontraer zu meiner Aussage. Keine Industrie wird gerne reguliert deshalb die Gegenwehr. Aber eine Vorschrift fuer Busche X zur Stromversorgung schliesst nicht aus, dass fuer andere Zwecke auch eine Buchse Y eingebaut wird.... d.h. Innovation kann auch weiterhin stattfinden.
 
Zurück
Oben