3D Drucker Erstberatung: Qidi 5?

matthias_nbg

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Hallo zusammen,


ich stehe vor der Anschaffung meines ersten 3D-Druckers und wollte hier mal nach Praxiserfahrungen fragen, bevor ich eine Entscheidung treffe.

Zu meinem Use Case:

Zum einen ganz profan: Außenwerbung, also Halterungen und Elemente, die dauerhaft draußen hängen und dem Wetter trotzen müssen (daher ASA statt PLA/PETG).

Zum anderen etwas ambitionierter. Ich bin gerade dabei, mein Grundstück gegen eine anhaltende, unkooperative Taubenpopulation zu verteidigen – Details erspare ich euch an dieser Stelle, wer möchte kann sich meinen anderen Thread dazu durchlesen ( https://www.computerbase.de/forum/t...fon-und-motorbetriebener-spritzduese.2271259/ ).
Nur das Gehäuse für den Schwenkmechanismus fehlt noch, und da ich mich beim Design nicht zurückhalten konnte, ist es mittlerweile mehr Türmchen als Kabelkanal – ein Turm, der wettert, wittert und im entscheidenden Moment Wasser marschieren lässt. Militärisch inspiriert aus einer Galaxie weit weit weg und vor langer Zeit, funktional gerechtfertigt, ästhetisch komplett eskaliert.

Für beides brauche ich also: gute ASA-Tauglichkeit (Wetter, UV, Standfestigkeit) und genug Bauraum, um den Turm nicht in fünf Teilen kleben zu müssen.

Mein wichtigstes Kriterium: wenig Zeit.

Ich bin beruflich stark eingespannt und will keinen Drucker, an dem ich ständig kalibrieren, Filament-Ärger beheben oder Slicer-Profile feintunen muss. Ich habe schon genug Zeit in Bewegungsmelder investiert, die meditierende Tauben nicht erkennen – für den Drucker gilt: Deckel zu, Job läuft durch, fertig.

In der engeren Auswahl:
  • QIDI Plus 5 (gerade erst released, 08/2026 – große Kammer, aktive Kammerheizung, aber noch kaum Langzeiterfahrungen)
  • QIDI Q2 (etwas kleiner, soll aber sehr "ruhig" und prozesssicher laufen)
  • Creality K1C (günstiger Einstieg, geschlossen, ASA/CF-tauglich)
Meine Fragen an euch:
  1. Wer druckt regelmäßig ASA (nicht nur PLA/PETG) und kann von seinem Setup berichten – wie viel Nacharbeit/Tuning war nötig, bis es zuverlässig lief?
  2. Lohnt sich der Plus 5 schon, oder würdet ihr angesichts fehlender Langzeiterfahrung eher zu einem etablierten Modell (Q2, K1C) raten?
  3. Für ein größeres Turmgehäuse (ca. 20-25 cm Höhe, mehrteilig druckbar falls nötig) – reicht der Bauraum von Q2/K1C, oder würdet ihr direkt zum größeren Plus 5 raten?
  4. Gibt's aus eurer Sicht bei "wenig Zeit zum Basteln" einen klaren Favoriten unter den genannten?
Danke schon mal für eure Erfahrungen – und falls jemand Taubenabwehr-Erfahrung hat, nehme ich die auch gerne mit.
 
Wenn du wenig Zeit und keine Lust hast, dich groß um was zu kümmern und die Bauraumgröße reicht, dann würde ich einen Bambulab Printer empfehlen. Das sind eigentlich die unkompliziertesten Geräte.

Wie es genau bei den QIDI-Geräten aussieht, keine Ahnung, aber oft haben die auch Kinderkrankheiten usw wo man auch wieder Zeit investieren muss.

Ich habe bisher 2x ASA mit meinen Bambulab P1S gedruckt, war easy und hat keine Probleme gemacht. Waren jetzt aber auch keine besonders großen und komplizierten Teile.
 
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+1 Bambu Lab.
Besitze selbst den P1S Combo (inkl. AMS) und die werden ja auch immer günstiger.
Druckt alles und das immer zuverlässig.
 
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" Deckel zu, Job läuft durch, fertig."

Gibt es nicht, selbst Prusa und Bambu Drucker haben mal Wehwehchen, um die man sich kümmern muss. Und das Thema 3D Druck entwickelt sich immer noch weiter, es kommen immer wieder neue Features die man kennen sollte. Wenn du das nicht willst, such dir jemanden der für dich druckt oder einen Dienstleister.

Zu QIDI: ein Arbeitskollege hatte sich einen gekauft, nach mehreren Monaten und Hin und Her stand ein X1C bei ihm. Die Hardware scheint bei denen zu stimmen, nur die Software und QC nicht.
 
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Das man ab und an mal Hand anlegen muss sollte selbstverständlich sein.

Dennoch sind bspw. Bambu Drucker, und so war es sicherlich vom TE gemeint, sehr nah an Plug&Play.
 
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Würde ASA nicht im Innenraum/Wohnraum drucken.
Wenn Drucker im Wohnraum steht, würde ich auf PETG gehen, das Zeug ist auch unkaputtbar im Outdoor Bereich.

Hab draußen PETG Sachen verbaut die seit 3 Jahren im UV Licht hängen und sehen noch aus wie am ersten Tag.
Selbst wenn die nach Jahren mal aufgeben... einfach neu drucken. ;)

+1 für Bambu Drucker, aber eher als persönliche Meinung/Erfahrung.
 
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Ich finde alle modernen 3D Drucker sind sehr nah an plug&play! Warum hier immer nur bambulab genannt wird ist mir schleierhaft.
Die vernünftigen Hersteller, Prusa, Creality usw. liefern seit Jahren echt gut ab! Ohne komisches closed source Geplänkel wie bei Bambulab und oft sind sie preislich noch attraktiver.

Was mich bei Bambulab am meisten stört ist die Verschwendung an Material bei multicolor. (Ist bei anderen Firmen mit gleichem Wechselsystem aber auch so)

PETG geht bei mir im übrigen auch sehr gut im Außenbereich! UV ist weniger ein Problem als Hitze aber in der Sonne ist es mir erst einmal verformt! In Weiß drucken hilft enorm! (Ich bin aber auch in Westafrika und nicht in DE)
 
Ich hab ursprünglich mal mit nem CR10S Clon angefangen und den über die Jahre komplett umgebaut.
Nun kam mir als Zweitdrucker so ein Elegoo Centauri Carbon 2 Combo für ~370€ ins Haus.

Out of the Box ein super Druckerlebnis und geile Druckqualität.
ASA und ABS (jeweils von Elegoo selbst) hat er ohne Drama gefressen und schöne Drucke hingezaubert.
Nachbearbeitung: Null. (im Unterschied zu normalen PLA/PETG drucken)
 
Teste auch mal ABS. Draussen muss es nicht immer direkt ASA sein.
Meine Teile in Garten, Gewächshaus und auf dem Dach sind aus ABS und das hält schon ewig.
Winter, Sommer, Regen, Frost und Hitze waren bisher kein Problem.
Habe erst gestern ein Gehäuse von der Süd/Ostwand geholt, sah aus wie am ersten Tag.
 
bei ASA und ABS unbedingt auch eine Entlüftung einplanen, das Zeug ist nicht ohne - also giftig. ein einfacher Filter reicht hier in einem Wohnraum nicht.

ein Drucker mit geschlossenem Bauraum + Wärmemanagement, hoher bett- (100°c)und Hotendtemperatur(~350°c), ggf. Abluftfilter wären hier schon ne gute Idee - damit kann man auch diverse andere "professionelle" filamente drucken.

die bambulab Geräte funktionieren gut, aber ist eindeutig Apple unter den 3d Druckern, im negativen Sinne.

qidi sind auch gut, haben aber manchmal ein paar Eigenheiten, ich weiß nicht ob qidi die perfekten Anfängerdrucker sind - bei bambulab wird man mehr an die Hand genommen.

ich würde aber eher einen qidi Drucker als einen creality oder so nehmen.

falls preislich möglich ggf. auch mal prusa ansehen.

als budgetlösung ist auch elegoo interessant, aber da gilt im wesentlichen das selbe wie bei qidi, nur 1-2 Preisklassen drunter
 
eRacoon schrieb:
Hab draußen PETG Sachen verbaut die seit 3 Jahren im UV Licht hängen und sehen noch aus wie am ersten Tag.
Selbst wenn die nach Jahren mal aufgeben... einfach neu drucken. ;)
Das kann ich bestaetigen. Ich hab da mehr Bedenken gehabt.
Einiges ist auch quasi permanent im Wasser, und auch das hat das PETG bis jetzt durchgehalten.
Konstruiert und druckt man mit genug Materialstaerke, geht das gut.

Heck, selbst die schwarze PLA Scheibe die als Deckel eines Bierkuehlschachtes dient haelt noch, wobei die nicht viel direktes Sonnenlicht abbekommt.
 
Danke euch für die schnellen und ehrlichen Antworten!

Zusammengefasst: Bambu scheint hier der klare Favorit zu sein, auch für ASA offenbar problemlos – das deckt sich mit "wenig Zeit" ziemlich gut. QIDI werde ich wegen der Software/QC-Bedenken etwas vorsichtiger sehen.

Zu PETG/ABS als Alternative: Bei mir stehen die Teile als Außenwerbung wirklich dauerhaft in Sonne und Hitze, deswegen wollte ich bewusst auf ASA setzen – aber ich schau mir das nochmal genauer an.

Zum Thema kalte Kammer: Der Aufstellraum ist eher gewerblich, unbeheizt, mit guter Entlüftung, kann im Winter aber schon kühl werden – das behalte ich im Hinterkopf gerade wegen ASA / Kammerheizung.

Und danke für den Hinweis zur Absaugung, das hatte ich ehrlich unterschätzt.
 
duskstalker schrieb:
damit kann man auch diverse andere "professionelle" filamente drucken.
Geht damit auch POM oder ist das einfach zu krass?
 
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