3D Workstation Absegnung (3500€)

Silwynar

Cadet 3rd Year
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März 2013
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Heya!

Beruflich benötige ich eine neue Kiste und da die alte regelmäßig ans Limit gestoßen ist oder zulange gebraucht hat bin ich bereit etwas mehr zu investieren. Die Leistung ansich muss daher bitte nicht hinterfragt werden. Ich bin mir bewusst das in 6 Monaten alles zur hälfte des Preises verfügbar sein wird oder ich mir von der hälfte des Geldes in 2 Jahren nochmal einen PC kaufen könnte.
Die Leistung wird aber benötigt von daher! :)

Einsatzzweck:
Autodesk Maya, Cinema4D (Octane Renderer, setzt auf GPU Rendering, daher die 2x 1080), Particle Simulation in Marvelous Designer, Photoshop, After Effects, ...

Maximales Budget:
3500€


Hier die bisherigen Teile:
CPU: Intel Xeon E5-1650v3
CPU Kühler: Noctua NH-D15
Mainboard: Asus X99-A II Intel X99 So.2011-3 Quad
Ram: 4x 16GB HyperX Fury DDR4-2133 DIMM CL14 (16GB Sticks da ich gerne freie Slots hätte für zukünftige Upgrades)
Grafikkarten: 2x MSI Geforce GTX 1080 GAMING X 8G
Netzteil: 1200 Watt be quiet! Dark Power Pro 11 Modular (Überdimsioniertes Netzteil da ich in Zukunft, je nach Bedarf weitere GPU's hinzufügen würde)
Festplatten: Samsung 850 Pro's (1x 256, 1x 512), 3TB WD Red
Gehäuse Corsair Obsidian Series 750D ODER be quiet! Dark Base 900

Da ich nichts wirklich hier habe ist außerdem die Frage:
Was wird noch benötigt? Liegen alle benötigten Schrauben bei? Alle Kabel? SLI Bridge? Hat das Netzteil genügend Kabel dabei (hatte bisher nie etwas modulares)? Brauchen die Gehäuse weitere Lüfter?

Der PC sollte "relativ" leise sein, Wasserkühlung ist jedoch nicht eingeplant.
Da ich ihn berufsmäßig relativ zügig benötige wäre es cool wenn jemand drüber schauen könnte! :)

Vielen Dank schonmal!
 
die Grafikkarten sind für Workstations ungeeignet, da brauchste spezielle Grafikkarten (heißen bei Nvidia Quadro und AMD FirePro), die rennen dann zwar nicht fürs Gaming geeignet, aber bei den Anwendungszwecken, die du vorhast, sind die durch ihre Optimierung wesentlich besser !
 
Zuerst einmal: Was passiert wenn der Rechner aus irgendwelchen Gründen nicht funktioniert, gehst du dann selber auf Fehlersuche? Kannst du damit leben wenn der Rechner mehrere Tage nicht läuft weil du auf ein Ersatzteil wartest, nachdem du den Fehler gefunden hast? Was passiert wenn du deswegen Deadlines nicht einhalten kannst?

Wenn du trotzdem selber einen Arbeitsrechner zusammenbauen willst dann ok.

Funktioniert das Rendern auf mehreren GPUs? Kenn mich da nicht wirklich aus, aber ich denke nicht das die Karten dabei im SLI laufen.
Wird hier double precission benötigt? Da siehts bei der 1080 sehr bescheiden aus mit 288 GFLOPS. Generell bietet nVidia da in der aktuellen Generation nichts für Consumer und du müsstest im Profi Semgent suchen.

Beim RAM darf es DDR4-2400 sein.

Schrauben sind alle dabei, beim Mainboard sind 4 Sata Kabel dabei, eine SLI Bridge wird (denke ich) nicht benötigt, auch beim Netzteil sind alle Kabel dabei.
Bei den Gehäuse kann man einen oder auch zwei weitere Lüfter installieren, mehr ist eigentlich nicht nötig.

Edit: Also OctaRender kann mit mehreren GPUs umgehen, dafür ist kein SLI nötig (FAQ).
Hier noch ein Benchmark, leider ohne Pascal. Eine Quadro ist nicht wirklich konkurrenzfähig.
Wenn der VRAM kein Problem darstellt wäre die 980 Ti vielleicht auch eine gute Wahl. Für den Preis von zwei 1080 bekommst du ja schon drei 980 Ti. Bei der Skalierung von nahezu 100 % werden die etwas schneller sein.


MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
@Sebbi: Vll war Workstation hier der falsche Begriff aber Octane setzt auf die Anzahl der CUDA Cores und da sind die 1080's aktuell im P/L ungeschlagen. Seit dem Viewport 2.0 hat auch Maya mit Quadro Karten kaum mehr Vorteile, daher werde ich bei den 1080's bleiben.

@the_butcheR: Da ich schon länger mit PC's arbeite bin ich es gewohnt selbst auf Fehlersuche zu gehen. Mir ist es da auch meist lieber ich kenne meinen PC selbst gut genug sodass ich niemand fremdes dran werkeln lassen muss der vom Aufbau weniger vertraut ist (Platte X dafür, Ordnerstruktur hier hat die und die Funktion, ...). :)
Für den schlimmsten Fall kann ich die Arbeit notdürftig auf dem Laptop beenden oder bei Kollegen.
Rendern auf mehreren GPU's funktioniert mit Octane einwandfrei und jede weitere GPU lässt die Renderzeit linear sinken, je mehr GPU's mit vielen CUDA Cores, desto besser. Im SLI müssen sie nicht laufen, aber falls doch mal privat ein Game angeworfen wird würde eine SLI Bridge wohl von Vorteil sein?
Ram werde ich mir anschauen, danke! Ist der Unterschied dabei deutlich?
Vielen Dank für die ausführliche Antwort!
 
Beim RAM hatte ich diesen Test zu Haswell-E im Hinterkopf. Der Preisunterschied zwischen 2133 und 2400 ist ja eh fast nicht vorhanden.

Fürs Spielen ist eine SLI Bridge sehr sinnvoll. Da mit dem System auch 4K gut machbar ist solltest du gleich eine der neuen HB Brücken nehmen, hier ein Test zu diesen.


MfG
 
@the_butcheR: Danke, dann wirds 2400'er Ram! :) Gibts eine Marke (bestenfalls auf Mindfactory mit 16GB je Stick) die du empfehlen kannst? Welche der SLI Bridges müsste es denn sein? Lese dort von verschiedenen Slots / mm. Denke das bezieht sich auf die Anzahl der verbauten GPU's?
 
Das RAM und diese CPU passen nicht zusammen. Sehr sehr schlechte Kombination das komplette System.

Bei einem Xeon nimmt man immer ECC, ohne Ausnahmen, sonst ist das zu teurer Blödsinn. Und in einem Mainboard in dem Xeons mit ECC garantiert sind, also afaik nicht Asus sondern Asrock oder gleich Server Boards.
Ein NH-D15 auf einem Xeon ist rausgeschmissenes Geld: kein Übertakten. Da reicht wieder ein Ben Nevis.

Allererste Frage: OC oder kein OC?

Sodann kann das Board maximal 3 Karten aufnehmen. Für 3 Karten braucht man kein überteuertes 1200W Netzteil wenn eine Karte ~200W max braucht.

Das hier ist ein Gamerkiddie System und selbst das wurde noch völlig verbockt.
 
Puget Systems verkauft i7 Broadwell-E CPUs + Workstation C602 Boards zusammen mit reg ECC DRAM. Irgendwie glaube ich nicht daß das funktioniert.
 
Vieles wurde schon gesagt - schliesse ich mich da an:

- Die 2 Grafikkarten raus und sowas rein - macht viel mehr Sinn bei dem Anwendungsgebiet:
http://geizhals.at/pny-quadro-m4000-vcqm4000-pb-a1309549.html?hloc=de
http://geizhals.at/pny-quadro-m5000-vcqm5000-pb-a1309515.html?hloc=de
SLI wird mit Consumerkarten bei solchen Programmen eher brach liegen.

- Netzteil durch ein 500W, max 600W Variante ersetzen, z.B. von der beQuiet E10 Serie.

- Workstation Mainboard nehmen, z.B. von SuperMicro.

- ECC RAM verwenden.

- 2. Massenspeicher für Rendering verwenden.

Falls das System beruflich eingesetzt wird, würde ich empfehlen von einem Selberbau abzusehen und stattdessen ein System à la HP Z-x Workstation, Dell Precision oder Fujitsu Celsuis nebst NBD Vorort Service zu buchen - alles andere ist viel zu teuer.
 
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soweit ganz gut, außer...

CPU: Intel Xeon E5-1650v3

statt dem xeon auf nem x99 board würde ich eher zu nem 6850k oder 5830k tendieren.
da haste dann in zukunft zumindest noch die möglichkeit zu übertakten.

6850k & 5830k haben mehr PCI-Lanes (die du bei mehr grafikkarten auch brauchst), als 6800k & 5820k.
 
Hallo,

schließe mich an. Habe gerade bei Cinema4D und verschiedenen CAD Erfahrungen sammeln können.
Sobald das Rendern über die GPU läuft kommen die üblichen an Ihr Limit.

Schlage dir daher eine Nvidia Quadro M5000R oder M4000R vor oder nochbesser, klar.
..ergänzen kannst du ja noch immer welche...

...die ganze Problematik mit SLI und Programmkompatibilität etc. entfällt, zudem bist du letzten Endes Effizienter unterwegs und somit ausfallsicherer.

Was vom Budget übrig ist würde ich in RAM und CPU verbraten, lieber mehr als höherer Takt.

Speichertechnisch tendiere bei beruflich genutzten Geräten zu min. 2 HDD im Raid 1 - klar kein BackUp (muss separat laufen), aber im Falle des Falls hast du schnell zu Griff und minimierst Fehler durch bspw. Fehlerhaftes BackUp....

Hat das Board ein TPM Modul (Verschlüsselung - Datenschutz)?
Ergänzung ()

hedsht schrieb:
soweit ganz gut, außer...



statt dem xeon auf nem x99 board würde ich eher zu nem 6850k oder 5830k tendieren.
da haste dann in zukunft zumindest noch die möglichkeit zu übertakten.

6850k & 5830k haben mehr PCI-Lanes (die du bei mehr grafikkarten auch brauchst), als 6800k & 5820k.

Das sehe ich anders - Overclocking ist bei Workstations oft nicht wirklich die Lösung - zudem auch nicht ohne Risiko - Mit der Kiste wird Geld verdient - die muss halten. Weiterhin haben die Xeons mehr Befehle zur Hand (Visualisierung etc...). Beim Rendern und CAD immer Xeons wenns das Budget her gibt - Es ist die beste Wahl !!
 
Ich würde bei solchen Anforderungen immer nur ne Workstation von Dell oder HP nehmen.

Dell Precision mit ner FirePro oder Quadro
HP Z-Workstation mit ner FirePro oder Quadro

Und alles mit 3 JAhren VorOrt-Service...
 
Ich schließe mich da auch an wenn du damit Geld verdienst dann ab zu Dell, HP und co. dort bekommst du vernünftige Hardware und guten Support.

Ich nutze in meiner Firma fujitsu Server und Clients mit Support. Habe es zwar noch nie gebraucht(zum Glück) aber bei produktiven Geräten ist der Support wie ein gutes Kondom.

"Lieber eins haben und keine brauchen, als eine brauchen und keine haben"

Zumal bei diesem Budget eine gute Lösung umsetzbar ist.
 
Ich verstehe die Leute nicht, die die Posts vom Ersteller nicht lesen.

Er sagt er will das System selber bauen. Und alle meckern obwohl man ihn darauf hingewiesen und nachgefragt hatt.

Er scheint sich mit der benutzten Software auszukennen und was für ansprüche sie hatt. Ich hätte jetzt anstatt die 1080 eher eine Titan vorgeschlagen, aber er wird das schon wissen.

Nur der ECC RAM wäre wirklich von Vorteil, sonst lohnt sich der Xeon wirklich nicht.
 
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Das Problem ist aber, wenn er Probleme in der Software hat, wird der Support es immer auf die nicht zertifizierte Hardware schicken. Wir hatten das Problem früher immer mit SolidWorks. Mit Workstations von Dell oder HP ist man hier einfach immer auf der sicheren Seite.

Im Firmenumfeld hat man keine Selbstbau-PCs mehr...
 
irgendwie lesen einige nur den titel und pöbeln los , er hat ein max budget , aus sowas holt man das maximum raus und das scheint mir seine konfig zu sein

hier jetzt quadro karten sowie ecc in den raum zu werfen halt ich für fragwürdig da ist nichts mit preisleistung
ecc in servern ok aber ne rendermaschiene , wie oft ist hier der ram schuld wenn man ein projekt nicht durchläuft

ne 4000er quadro wie schnell ist die im vergleich zu einer normalen 1080gtx ? die gtx is da wahrscheinlich schneller und kostet weniger
ne 5000er .... da beißt der preis noch mehr

und wie es scheint bezahlt der das selber oder firma gibt nicht mehr budged dies jahr .... vieleicht ist er ja gar selbstständig ,
steht eine große firma hinter einem ist geld sicher kein problem , ist man eine kleine firma oder für sich selbst dann schon ehr ,die hardware wächst mit der firma oder bedürfnissen dieser , alles andere ist mit kanonen auf spatzen schießen

muss man halt abwägen kauft er quadro , ecc usw bezahlt max 3500,- oder sein system für 3500,- was dann schneller mit seinen programmen schaft
 
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Quadro bzw. FirePro würde ich auch empfehlen wenn du den Support der 3D Software Hersteller mal brauchen solltest. Consumer Karten werden nämlich in der Regel nicht supportet wenn du z.B. Darstellungsfehler im Programm hast (oder gar Abstürze). Zudem gibt es optimierte Treiber mit Profilen für die jeweiligen Programme auch nur bei den Profi Karten.

ECC macht bei Workstations auf jeden Fall Sinn. Gerade beim stundenlangen rendern ist es fatal wenn die Kiste wegen eines Bitfehlers abschmiert. Bei der Menge an RAM steigt die Wahrscheinlichkeit dafür erheblich.
 
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