@ Rudi Carrera:
Die Verzögerung ist je nachdem, wie viele Daten du geändert hast oder wie voll deine Ramdisk ist. Wenn du bei jedem Start und Shutdown 5 GB schreiben und lesen willst, könnte man das merken. Deshalb mache ich das ja nicht über simples kopieren, sonder über synchronisieren. Dann werden nur die geändert Daten geschrieben.
Meine Ramdisk ist mit 1,5 GB gefüllt. Beim Booten wird sie ja komplett beschrieben - was man nicht wirklich merkt, weil die Daten kopiert werden, während die Treiber geladen werden. Beim Herunterfahren kommt der Screen "Script zum Runterfahren wird ausgeführt" für ca. 3 Sek. Man merkt es also nicht wirklich. So oft startet man den PC eh nicht.
@ Acrylium:
Die Auslagerungsdatei ist die Datei, auf die Windows den RAM auslagert, wenn der nicht ausreichen sollte. Das stellt man unter "Systemeigenschaften/Erweitert/Systemleistung > Einstellungen/Erweitert/Virtueller Arbeitsspeicher > Ändern" ein. Ich habe die komplett deaktiviert. THG legt die Auslagerungsdatei auf die Ramdisk. Das hat den Vorteil, dass wenn Windows schon nicht die 8 GB voll ansprechen kann, dann lagert er wenigstens auf die schnelle Ramdisk aus (die ja auch im RAM ist).
Temp- und Swap-Dateien sind Dateien, die die Programme anlegen, während sie laufen und nach dem Beenden (im besten Fall) wieder löschen. Cache-Dateien sind ähnlich temporäre Dateien, die zum Zwischenspeichern benutzt werden, aber danach nicht gleich gelöscht werden. Sie werden vorgehalten, bis man sie das nächste Mal wieder verwendet. Der Browser cacht z.B. Dateien von Seiten, die man schon mal besucht hat, damit sie das nächste Mal schneller wieder geladen werden (statt noch mal aus dem Internet zu ziehen). Der Windows Explorer cacht Thumbnails, Adobe Bridge cacht Thumbnails und Bildvorschauen usw.
Die Temp-Dateien legt man über zwei Windows-Variablen um: Systemeigenschaften/Erweitert/Umgebungsvariablen. Jeweils die Variablen TMP und Temp unter Benutzervariablen und Systemvariablen (runterscrollen) auf die Ramdisk legen (z.B. "R:\Temp"). Cache- und Swap-Dateien legt man in den jeweiligen Programmen um. Bspw. in Photoshop CS4 unter "Voreinstellungen/Leistung/Arbeitsvolumes". Oder in Bridge CS4 unter "Voreinstellungen/Cache/Speicherort" und in den Camera Raw-Voreinstellungen unter "Camera Raw-Cache > Speicherort auswählen" für die Raw-Dateien. WinRAR macht man Ramdisk-fit unter "Einstellungen/Verzeichnisse > Verzeichnis für temporäre Dateien". So sollte man die Einstellungen aller Programme mal durchgehen (sollte man beim Installieren eh machen!).
Wenn man Programme auf die Ramdisk installiert/verlegt, sollten es Programme sein, die nicht System-wichtig sind. Falls mal was mit der Ramdisk sein sollte, sind die nämlich nicht mehr in ihrem Verzeichnis (sondern noch auf der HDD). Außerdem sollten sie im besten Fall komplett auf der Ramdisk sein. Firefox, Thunderbird oder Winamp starten von Ramdisk nicht viel schneller, weil das Laden der Profile so lange dauert. Deshalb lege ich die Profile mit auf die Ramdisk (entweder mit Portable Versionen oder indem ich den Profile-Pfad in den ini-Dateien ändere).