@KL0k
Ja ich weiss, war nur höflich und habe auf die Frage geantwortet.

Bei 3Sat liegt deutsch nunmal nahe, haben sie doch ihr Sendezentrum neben dem ZDF in Mainz und auch der Anteil deutscher TV-Anstalten am Programm ist höher.
Ausserdem, auch wenn bei uns einer in einem Beitrag starke Mundart spricht, wird ab und zu untertitelt, auch in anderen Sendern. Denn das verstehen hier viele dann genauso unzureichend oder wollens nicht. ^^
Der Unterschied ist ganz einfach, dass die Schweizer ihren "Dialekt" voll ausleben, traditionell pflegen und diesen eher als eigene Sprache ansehen. Daher versuchen es die meisten erst garnicht, hochdeutsch zu reden, was dann schnell sehr unverständlich werden kann. Viele können es auch garnicht richtig. Weil selten Veranlassung dazu bestand.
Im Gegensatz zu uns, wo so gut wie jeder krampfhaft versucht, seine regionale Mundart zu unterdrücken, sich gar dafür schämt und ein hochdeutsch so gut wie möglich rüberbringt. Der Dialekt lässt dadurch nur noch als Akzent auf die Herkunft schliessen.
Wir verdrängen, die Schweizer pflegen bewusst in allen Bereichen, bis in höchste Ämter. Man könnte auch sagen, "hochdeutsch" gilt dort eher als stark gewöhnungsbedürftiger Dialekt. Ja fast schon Fremdsprache, die jetzt zwar auch in den Schulen gelehrt wird, wie bei uns eben englisch. Gesprochen wird aber abseits vom Lehrplan schweizerdeutsch und alle anderen Landessprachen, eben genauso, wie hier ja auch nebenher türkisch, denglisch oder was auch immer gesprochen wird.

Nur das Schweizerdeutsch so ganz nebenbei auch offizielle Landessprache ist und bei uns eben nicht plattdeutsch, bayrisch, pfälzisch, schwäbisch, sächsisch und sonstwas. Da liegt schon von offizieller Seite die Wertigkeit ganz anders. Somit auch in den Köpfen und folglich auch in den Firmen.