Aktivrente eure Meinung

Wird die Aktivrente die Gehälter von normalen Beschäftigten unter Druck setzen?

  • Ja

    Stimmen: 16 21,3%
  • Nein

    Stimmen: 40 53,3%
  • Teilweise

    Stimmen: 7 9,3%
  • Enthaltung

    Stimmen: 12 16,0%

  • Umfrageteilnehmer
    75
@Erkekjetter

Warum war es "damals" nicht gefordert? Dem würde ich klar widersprechen! Die Rente wurde als Umlagesystem geschaffen. Sprich, jeder wusste - dass die zukünftigen Kinder dann später als Arbeitnehmer die Rente finanzieren müssen.

Wenn der Bund die Rentenkasse mit immer mehr Steuern stützen muss - dann passt da was gewaltig nicht im System. Dafür braucht es eine radikale Reform - und kein "winzlings-Reförmchen" wie die Aktivrente.
 
Kinder bekommen war keine verpflichtende Aufgabe um Rente abschlagsfrei zu erhalten. Fertig aus.

Rente ist eine Versicherung. Da kannst du nicht 30 jahre später die Bedingungen derart radikal für heutige Empfänger ändern.

Son Vorschlag grad von dir… man stelle sich vor, jemand geht an dein Einkommen derat ran und kürzt es. Aber frei nach me, myself and I. Solange es einen nicht selber betrifft…
 
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_killy_ schrieb:
Warum war es "damals" nicht gefordert? Dem würde ich klar widersprechen!
Wenn du dem widersprichst, kannst du bestimmt auch einen Nachweis der schriftlichen Forderung und Verpflichtung der Rentenzahler nachreichen. Bin da der gleichen Meinung wie Erkekjetter, es war und wird nicht gefordert.
_killy_ schrieb:
jeder wusste - dass die zukünftigen Kinder dann später als Arbeitnehmer die Rente finanzieren müssen.
Ja. Das ist richtig. Wie wrid daraus eine Pflicht für den Einzelnen? Wir wissen z.B. auch, dass das CO² aus dem Auspuff das Klima schädigt. Und dennoch gibt es Politiker, die wollen Klimaschutzmaßnahmen aufweichen und in die (ferne) Zukunft verschieben. Weil wir die letzten 100 Jahre schon genug gegen das Klima getan haben?
_killy_ schrieb:
Wenn der Bund die Rentenkasse mit immer mehr Steuern stützen muss
Muss es keine Reform sein. Man hätte nur die Anreize für Kinder evtl 20 oder 30 Jahre früher mal anschauen sollen und genau dort etwas ändern. Wer möchte denn bei den Top Möglichkeiten der Kinderbetreuung heute noch Kinder? Dort hätte der Staat schon viel früher an den Vorraussetzungen und den Möglichkeiten arbeiten müssen. Z.B. Ganztagesschulen ohne Extra Betreuungsgeld.
 
_killy_ schrieb:
Das Rentensystem ist Umlagebasiert - wenig immer weniger Arbeitnehmer für immer mehr Rentner aufkommen müssen, so muss man was ändern.
Das Umlagesystem basiert nicht ausschließlich auf menschlichem Wachstum. Wirtschaftliches Wachstum ist ausreichend um es zu bedienen. Wenn weniger Menschen mehr verdienen, kommt unterm Strich gleich viel in die Kasse.

Das Problem ist einfach das die Löhne und Gehälter nicht in dem Ausmaß steigen um dieses System aufrechtzuhalten. Die Produktivitätssteigerungen wären aber durchaus vorhanden um das zu schaffen. In den 70ern sah das noch anders aus, dann wurde es immer schlechter.
 
Da die Renter/Pensionäre aber an dieser Entwicklung doch ebenso teilhaben wollen oder aufgrund der Inflation müssen. funktioniert das doch allein über wirtschaftliches Wachstum nicht. Außerdem ist dieses Wachstum ja auch nicht unendlich möglich, sei es wegen Sättigung oder Umweltbelastung.
 
Ich muss mich da anschließen. Für die aktuellen Rentner kannst du da keine Abschläge wegen fehlender Kinder machen.

Prinzipiell für irgendwann mal in der Zukunft könnte man sich das aber ähnlich zur Pflegeversicherung durchaus vorstellen.

Die Dinge sind aber auf jeden Fall nicht neu, wurden und werden aber von der Politik ignoriert, weil man eben gewählt werden will.

Hier sehe ich sowohl bei den Politikern als auch bei den Bürgern große Versäumnisse.
 
Dann also:

1) Stärkung der eigenen Vorsorge - keine Strafsteuern mehr in Form von Kapitalertragssteuer ... wer für die Rente privat vorsorgt, sollte frei von "staatlichen" Produkten a la Riester, Rürup & Co. sein

2) Aufbau eines Staatsfond - Dividenden staatlicher Unternehmen dürfen nicht mehr im Bundeshaushalt konsumiert werden, sondern werden angelegt (Vorbild Norwegen) - Erträge können dann nach und nach helfen, den Steuerzuschuss zur Rentenversicherung auszugleichen
 
_killy_ schrieb:
keine Strafsteuern mehr in Form von Kapitalertragssteuer
Manche nenn das so. Andere sehen Kapitalerträge als weniger reduziert wie Arbeitseinkommen. Eine Möglichkeit, mehr Geld für den Staat zu bekommen, diese Erträge an Lohnzahlungen von der Steuer und den Abgaben zu koppeln. Also auch Sozialabgaben darauf (ab einer best. Höhe im Jahr).
_killy_ schrieb:
Dividenden staatlicher Unternehmen dürfen nicht mehr im Bundeshaushalt konsumiert werden
Wir haben für 2027 schon 60Mrd€ Unterdeckung. Wie hoch wird sie mit deinen Plänen?
 
@Samurai76

Wie soll man für seine Rente vorsorgen - wenn die Vorsorge die aus schon versteuerten Einkommen vorgenommen wird - wieder fleißig mit Steuern und SV Beiträgen belegt wird? Ist nicht genau hier das Problem? Dass wir in Deutschland zu wenig private Vorsorge haben - um die fallende Renteneinkommen auszugleichen?

Teilweise erhält der Bund bis zu 10 Milliarden an Dividenden innerhalb eines Jahres aus den Staatsunternehmen (Bundesbank, Kfw & Co.). Einfach entsprechende Auslandshilfen kürzen, NGO Finanzierung und sonstigen Mumpitz. Glaub mir, wenn ICH kürzen darf - ich finde da sehr schnell neben den 10 Milliarden auch die Lücke um die restlichen 70 Milliarden zu decken. Bei der Ausgabenseite haben wir sehr, sehr, sehr viel Sparpotenzial.
 
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_killy_ schrieb:
Einfach entsprechende Auslandshilfen kürzen, NGO Finanzierung und sonstigen Mumpitz. Glaub mir, wenn ICH kürzen darf - ich finde da sehr schnell neben den 10 Milliarden auch die Lücke um die restlichen 70 Milliarden zu decken.
Genau diese Kettensägenpolitik kennt man ja u.a. bereits aus den USA. Mal sehen, wie das langfristig für die dort funktioniert. Ich habe da so eine Vermutung...

Natürlich klingt es auf den ersten Blick super, wenn man Ausgaben wegkürzt, die einem nicht direkt nutzen. Von mir aus können sie auch den Autobahnbau in Bayern komplett einstellen, da wurden in den letzten Jahrzehnten mit inkompetenten CSU-Verkehrsministern genug Geld versenkt, und ich selbst fahre nie auf bayrischen Autobahnen. Also weg damit!!
Wenn man natürlich ein bisschen weiter denkt als man uriniert, dann wird einem vielleicht auch klar, dass Ausgaben ohne direkten persönlichen Nutzen trotzdem (langfristig) sinnvoll sein können.

Die Wahrheit ist sicherlich deutlich komplexer als es Axel-Springer und co. mit ihrem Radwege-in-Peru-Empörungskult der eigenen verblödeten Leserschaft verkaufen wollen. Aber verblödete Menschen neigen eben dazu, komplexe Zusammenhänge auszublenden und stattdessen auf einfache Kettensägenrhetorik hereinzufallen. Ich hoffe, du gehörst nicht dazu.

Dass wir bei den öffentlichen Ausgaben Einsparpotenzial haben bestreitet sicherlich niemand. 10 Milliarden Euro sind aber eine Menge Holz. Das ist der komplette Bundesetat für Entwicklungshilfe und internationale Zusammenarbeit. Darin enthalten sind z.B. auch europäische Forschungsförderungen, Zahlungen an die UN für internationale Einrichtungen, Zahlungen an Länder, die Geflüchtete aufnehmen, ... Das sollte man sicherlich nicht als "Mumpitz" abtun. Und ein Teil der Förderung geht mit Sicherheit auch als versteckte Subvention an unsere eigenen Industrien, die in den entsprechenden Ländern irgendetwas an Infrastruktur ausbauen. Das sollte man bedenken, bevor man da mit der Kettensäge hantiert und sich dann wundert, dass unsere Arbeitslosigkeit zunimmt, während die Steuereinnahmen sinken.
 
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_killy_ schrieb:
Wie soll man für seine Rente vorsorgen - wenn die Vorsorge die aus schon versteuerten Einkommen vorgenommen wird - wieder fleißig mit Steuern und SV Beiträgen belegt wird?
Du musst nur die Erträge versteuern, nicht das schon mal versteuerte Geld.
 
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@Web-Schecki

Natürlich ist es nicht nett Gelder zu kürzen. Aber wir haben in Deutschland nun mal ein Ausgabeproblem. Auch ist es wenig verständlich, warum Non-Goverment-Organisationen vom Goverment Steuergelder bekommen. Da passt doch alles nicht zusammen - entweder sind sie unabhängig von Regierungen oder abhängig. Aber man kann nicht Geld nehmen und dann sagen, man ist unabhängig.
Ich hab halt mal einige Spar-Optionen eingeworfen. Wir haben riesige Ausgabetöpfe ... da lassen sich - wenn man wirklich reformieren will - auch die 10 Milliarden locker finden.

@Micha-

Ist mir schon klar - aber warum? Wir wollen doch den Status Quo ändern - dies tun wir nicht, in dem wir den Status Quo weiterhin beibehalten. Wenn Rentner in Zukunft weniger von der staatlichen Rente abhängig sein sollen ... dann müssen sie hierfür auch die Möglichkeit bekommen.
Wir können ja den Freistellungbeitrag massiv erhöhen, auf bspw. 50k pro Jahr. Dann lohnt sich die private Vorsorge auch! (und auch in der Auszahlungsphase)
 
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Und woher nehmen wir das fehlende Geld?

Man muss sich immer klar machen, das wir in Deutschland mehr als genug Geld haben. Es hapert "nur" an der Verteilung. Aber wer will denn schon was hergeben?

Im Prinzip kann man es darauf verkürzen das wir in Deutschland halt einfach einen zu hohen Mindestlebensstandard haben. Denn den Vermögenden/einkommensstarken will/kann man ja nichts wegnehmen. Also muss unten weniger ankommen. Und da haben die USA halt schon massive Vorteile. Krankenversicherung ist Luxus. Bildung das Gleiche. Rentenversicherung usw ebenso. Da lässt sich extrem viel Geld sparen. Zudem noch die ganzen Leute mit und ohne Visa die man ausbeuten kann. Das sind halt schon strukturelle Errungenschaften die wir so noch nicht haben...

Ich hoffe doch du merkst das Problem selbst.
 
_killy_ schrieb:
Nein. Eher ein Einnahmeproblem, denn immer mehr Menschen verdienen über der magischen Grenze, so dass auch teure Steuervermeidungstricks gewinnbringend angewendet werden können. Allein bei Steuerhinterziehung könnte der Staat geschätzt 100 bis 200 Mrd€ 'finden'. Da braucht kein anderer Geld in seinem Ressort abgeben. Wir hätten genug Einnahmen. Oder auch die Erbschaftssteuerbefreiung mal überdenken. Also nicht die unter einer million für Normalsterbliche. Die, wo zwar theoretisch Geld abfällt, aber nach Nennung Firmenbeteiligung wird das Erbverfahren eingestellt.
 
Skysnake schrieb:
Da lässt sich extrem viel Geld sparen. Zudem noch die ganzen Leute mit und ohne Visa die man ausbeuten kann. Das sind halt schon strukturelle Errungenschaften die wir so noch nicht haben.
Du redest von den USA, die die höchste Staatsverschuldung ever haben?
 
Dir haben ja auch tatsächlich ein Ausgabenproblem mit ihrem Militär und nicht mit der Rente oder den Sozialkassen. 😉

Ansonsten. Kann ich @Samurai76 zustimmen. Denken wir nur mal an Cum-Ex bzw Cum-Cum-Ex. Was man damit hätte alles machen können...

Aber genau da liegt das Problem. Ganz unten bist du die arme Sau die schauen muss wie man rum kommt und dann kommt der gewaltige Mittelbauch dems ganz gut geht der aber bei weiten keine großen Sprünge machen kann weil die Abgaben und Steuern einen erschlagen und dann gibt es die Multimillionäre die im Endeffekt nicht wissen was Sie mit ihrem Geld machen sollen außer Wohlstand zu vererben....

Immer mehr Reiche haben in ihrem Leben vor allem eins gemacht Tochter/Sohn sein. Und da kann man egal wohin schauen.
 
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_killy_ schrieb:
Natürlich ist es nicht nett Gelder zu kürzen.
Es kann vor allem langfristig ein Schuss nach Hinten sein, das ist mein Punkt.
Man denke mal an die Schwarze-Null-Politik unter Merkel/Schäuble. Hat dem damaligen Zeitgeist entsprochen, und es klang nach einer Zukunftsinvestition: Weniger Schulden = Mehr Spielraum für spätere Generationen.
Und jetzt? Die Infrastruktur ist völlig heruntergewirtschaftet und das werden wir noch über Jahre bis Jahrzehnte ausbaden müssen.
War also vielleicht nicht die allerschlauste Sache, langfristig gesehen.

_killy_ schrieb:
Aber wir haben in Deutschland nun mal ein Ausgabeproblem.
Woran machst du fest, dass wir nicht ein Einnahmeproblem haben?

_killy_ schrieb:
Aber man kann nicht Geld nehmen und dann sagen, man ist unabhängig.
Von Unabhängigkeit würde ich nicht sprechen. Entscheidend ist, dass die Regierung den Laden nicht kontrolliert. Das ist bei NGOs der Fall.
Dasselbe hat man doch z.B. auch bei öffentlichen Unis, die sind selbstverwaltet, und ihre einzelnen (i.d.R. sogar verbeamteten) Professoren sind per Grundgesetz frei in Lehre und Forschung.
Dennoch finanzieren sich die Unis zu größten Teilen aus staatlichen Geldern.
Natürlich ist das eine finanzielle Abhängigkeit, die eine Regierung auch ausnutzen kann, siehe wieder mal USA.

_killy_ schrieb:
Wir haben riesige Ausgabetöpfe ... da lassen sich - wenn man wirklich reformieren will - auch die 10 Milliarden locker finden.
Naja, die Idee hatte unser Kanzler während des Wahlkampfs auch. Wie viele Milliarden wollte er beim Bürgergeld einsparen? Und wie viele Milliarden werden nun tatsächlich eingespart?
Talk is cheap. An der Realität sind dann schon viele gescheitert.

_killy_ schrieb:
Wir können ja den Freistellungbeitrag massiv erhöhen, auf bspw. 50k pro Jahr.
Kapitaleinkünfte werden schon deutlich geringer versteuert als übliche Renteneinkünfte, die auf normale Einkommensteuersätze umgestellt werden. Da liegt der Freibetrag bei gut 12k€ pro Jahr.
Außerdem profitieren vor allem Berufsgruppen, die von der allgemeinen Rentenversicherungspflicht befreit sind und massiv selbst vorsorgen können. Also insbesondere nicht diejenigen, die es am Ende brauchen.
Die rechnerische Maximalrente, die du aus der Gesetzlichen beziehen kannst, liegt derzeit übrigens bei ungefähr 40k€ pro Jahr. Die meisten dürften eher bei <20k€ pro Jahr liegen.
Nur damit du mal siehst, wie absurd hoch 50k€ Freibetrag in Relation zu den üblichen Renten sind. Und das wären nur Gewinne, die du versteuerst.
 
Es ist genug Geld da. Nur nicht unten, sondern oben! Entweder sind wir ein Sozialstaat und lassen fair verteilen und bitten alle sich finanziell angemessen am System zu beteiligen, oder wir schaffen das alles ab und machen ein jeder-für-sich-Staat. Aber dieses ständig zweigleisige Fahren mit einem Bein in je einem dieser Systeme macht trotzdem Reiche reicher, Arme ärmer und führt ständig zu ablenkenden Diskussionen.
 
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_killy_ schrieb:
wieder fleißig mit Steuern und SV Beiträgen belegt wird?
Das du nur Erträge, also bisher unversteuertes Geld versteuerst mit der Kapitalertragssteuer wurd dir ja schon erklärt. Auch das es keine Strafsteuer ist sondern eine Einkommenssteuer.
Darüber hinaus werden keine SV Beiträge darauf erhoben. Das ist schlicht falsch. Hinzu kommt auch, dass die Kapitalertragssteuer zumindest für wohlhabende besonders subventioniert ist mit pauschal 25% statt progressiver Staffel wie bei allen anderen einkommen sonst.

Du hast zu dem thema quasi keine einzige richtige behauptungen aufgestellt. Es fasziniert mich immer wieder, wie konsequent falsch du zu fast jedem thema argumentierst.
 
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