Alles eine Frage des Spritverbrauches

Incanus schrieb:
Zusammengefasst, ich würde die Entscheidung nicht allein vom Spritverbrauch abhängig machen.
Ich auch nicht ... . :)
 
Beim Lesen des Threads musste ich irgendwie an folgenden Spruch denken: "Wenn man die Daten lange genug foltert, gestehen sie alles". Sprich: Je nachdem, mit welchen Zahlen und Annahmen man reingeht, können völlig andere Dinge rauskommen.

Rein auf Benzinkosten: Die Überschlagsrechnung von @simpsonsfan passt. Nur: Wir sprechen (unter Annahme, dass der TE 100% vor Ort arbeitet) von knapp 20.000 km pro Jahr, da finde ich nur Benzinkosten zu kurz gesprungen. Wenn man noch sonstige Kosten draufschlägt, ist man mit 0,40€ pro Kilometer schon näher dran. Also dann 0,40€/km*(2*13km)*220 Arbeitstage pro Jahr macht 2200€ Mehrkosten.

Aber warum das Sprichwort am Anfang meines Beitrags? Die Rechnung kann sich stark in die eine oder andere Richtung verschieben:
  • Was sind tatsächliche Kosten des Autos? Bei Reparatur- und Versicherungskosten gibt es z.B. ne merkliche Spanne.
  • Wenn der Beruf nicht da wäre: Wäre dann überhaupt ein Auto nötig? Oder ist es schon rein aus privaten Gründen vorhanden, und Arbeitskilometer kommen "nur obendrauf"
  • Lässt sich der Arbeitsweg in einem der Fälle gut mit Freizeitaktivitäten verbinden, sodass merkliche Fahrtwege entfallen
  • Sind es 100% Anwesenheit oder doch weniger?
  • Wie sind beide Stellen jetzt im Gehalt?
  • Wie sind beide Stellen zukünftig im Gehalt (Zukunftssicherheit der Stelle, Aufstiegschancen)?
Das mal alles rein zum Finanziellen. Und da sprechen wir gar nicht mal von anderen Faktoren wie Zufriedenheit mit der Arbeit. Denn immer wieder hört man, dass Zufriedenheit am Ende weniger von 100€ monatlich mehr oder weniger in der Tasche kommt. Sondern viel mehr von gutem Betriebsklima und sinnvollen Tätigkeiten. Also lange Rede kurzer Sinn: Die Benzinkosten sollten nur ein kleiner Beitrag sein, ob man sich für Arbeitgeber A oder B entscheidet.
 
simpsonsfan schrieb:
@HisN Naja, "kurz" 112km fahren kann schon mehr als ein "bisschen" Zeit dauern. Und unnötig Sprit verbläst man dabei auch.
Die Strecke wird eventuell dämnächst täglich gefahren. Versteh das Problem jetzt wirklich nicht.
 
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Sie wird aber erst dann täglich gefahren, wenn die Entscheidung zum Jobwechsel gefallen ist, wofür aber geklärt werden soll, was das finanziell bedeutet, dafür müsste man sie (mindestens) einmal unnötigerweise fahren.
Aber vielleicht klärt sich das ja bei der Fahrt zum Vorstellungsgespräch.
 
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@HisN kein großes Problem. Aber warum 7-8 Liter Benzin verblasen, nur um unmittelbar rauszufinden, wie hoch exemplarisch an einem Tag der eigene Spritverbrauch auf einer Strecke ist? Wie Incanus sagt, es gibt da sicherlich genügend Gelegenheit, wo sowieso gefahren wird. Dann lässt sich der Spritverbrauch auch ermitteln.
Außerdem ist er ja überschlägig bekannt.
Und ich sehe halt wirklich kein Problem darin, so eine Frage in 'nem Forum zu stellen. Leute wie du und ich verbringen ja freiwillig ihre Freizeit damit, hier zu antworten.

Es wird dem TE hoffentlich auch klar sein, dass Spritverbrauch beim Arbeitsweg nicht der ausschlaggebende Punkt bei der Arbeitsplatzwahl sein sollte.
Aber ich hab das Gefühl, dass einige hier übersehen, dass eigentlich nur überschlägig nach Kosten für 2xtäglich 43km Überland- ggü. 2x täglich 56km Autobahnfahrt gefragt war.

Im Grunde genommen war ja die allererste Antwort
Corto schrieb:
Ich würde [...] sagen das gibt sich nix.
für die Frage schon grob ausreichend.
Aber ein Forum ist zum Diskutieren da, deshalb mach ich das. ;-)
 
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Man könnte fast meinen, dass der Fragesteller sein Auto noch nie auf der Autobahn bewegt hat^^
 
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@Faluröd
Ich gebe dir in vielem Recht (speziell in Bezug auf Zufriedenheit & Bezahlung).
Allerdings ist die Konzentration auf die Spritkosten durch den Thementitel und die Angaben von @Tammy im Startpost entstanden.
 
simpsonsfan schrieb:
für die Frage schon grob ausreichend.
Aber ein Forum ist zum Diskutieren da, deshalb mach ich das. ;-)
Wobei ich ja da eigentlich mehr den Hinweis hier nachgehen würde, wie der Verkehr zu den Anfahrts und Abfahrtszeiten wirklich ist. Lieber würde ich ganz entspannt Autobahn fahren, als über die ganzen Käffer zu fahren. Außer man hat so ein tolles Erlebnis wie die Großbaustelle Pforzheim. :freak:
 
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@DaDare Und ich fahr lieber ganz entspannt Landstraße, als mir den täglichen Berufsverkehrsstau auf der A8 anzutun.
DaDare schrieb:
wie der Verkehr zu den Anfahrts und Abfahrtszeiten wirklich ist
hängt natürlich schon irgendwo von der tatsächlichen Strecke ab.
 
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Also ich gehe auch davon aus, dass der längere Fahrweg durch die BAB Nutzung übers Jahr nicht zu signifikant höheren Spritkosten führt, als der jetzige Weg über Land und durch Ortschaften. Spätestens die Pendlerpauschale für den längeren Fahrweg sollte etwaige geringe Mehrkosten ausgleichen können. Wird also wahrscheinlich ein Nullsummenspiel.
 
Zuerst einmal vielen lieben Dank für alle konstruktiven Antworten, es ist hier plattes Land und Steigungen sind so gut wie keine vorhanden, der Verbrauch des Twingo ist leider nicht so niedrig, wie ihn der Hersteller angibt, das ist ja auch nichts Neues.

Landstraße bedeutet bei uns auch saisonal Schwertransporte mit Schiffsschrauben, Windkraftflügeln und generell Agrar, also ist die BAB deutlich entspannter und meistens dreispurig.

Gerade der Faktor Gehalt ist noch vakant, darum ja auch mein Interesse daran, wie die Kosten in die Rechnung einfließen, die dadurch entstehen.

Die Themenerstellerin fährt durchaus mal Autobahn, aber eben nicht mit solcher Akribie am Bordcomputer, dass etwas empirisch relevantes daraus entstanden wäre ;)
 
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Also Landstraße mag in flachen Regionen mit langen Strecken zwischen den Ortschaften in Ausnahmefällen ja weniger Sprit brauchen als Autobahn mit 130+kmh..

Aber im Allgemeinen ist das nicht so. Da sind es ständig Steigungen, anhalten, anfahren und beschleunigen auf 80-100 und nach 2-3 Kilometern wieder von vorne..

Autobahn ist einfach 5er-6er Gang und 100kmh durchgehend. Das ist gerade bei so kleinen Motoren einfach effizienter. Bei einem Turbodiesel, der auf der Landstraße easy bei 2000 Umdrehungen beschleunigt ist das sicher anders als bei einem kleinen Benziner wie @Tammy und auch ich ihn fahren.
 
Da gibt es aber eine menge weitere variablen die man beachten sollte. Nicht nur Spritkosten und Gehalt sind zu berücksichtigen sondern vielmehr auch Zeit.
Die TE schreibt "43km über Landstraße und kleine Dörfer" gegegn "56km mehrheitlich AB", wie sind da die Fahrzeiten? Nicht die theoretischen sondern die realen zu Arbeitsbeginn und Ende.
 
Also in Norddeutschland sind Überland 7 Liter/100 km eindeutig 1-2 Liter zuviel. Bei Spritmonitor steht die Motorisierung bei etwa 5,8 Liter.

Der Corsa meiner Frau schafft bei ähnlicher Motorisierung (69 PS-Vierzylinder), mit ~ 200 kg mehr Leergewicht sowie recht großen Felgen im Mittelgebirge bei Stadt/Überland schon etwa 0,5 Liter weniger per Bordcomputer. Da ist zudem Ortsausgang -> Bergauf typisch.

Ich würde drauf wetten, das entweder etwas am Fahrzeug nicht in Ordnung ist oder beim Fahrstil Optimierungsbedarf vorhanden ist. Selbst 0,75 Liter weniger Durchschnittsverbrauch wären gleich mal pro Jahr etwas um die 300-350 € mehr ...
 
Du wechselst ja nicht ohne Grund den Job oder spielst mit dem Gedanken.
Gründe dafür können sein höheres Gehalt, besseres Arbeitsumfeld, besserer Job, mehr (oder auch weniger) Verantwortung, bessere Auftiegschancen, weniger Stress, bessere Arbeitszeiten etc.
Und dem gegenüber stehen ein täglicher Mehraufwand von 26km, dh ca. 5.700 km zusätzlich pro Jahr.
Dadurch mehr Ölverbrauch, Reifen, Wartungsintervall, Wertverlust etc. aber ob sich das jetzt genau in Zahlen ausdrücken lässt?
Tendentiell würde ich sagen, was den Spritverbrauch angeht:
Aktuell bei zb 220 Arbeitstagen und 2x43km pro Arbeitstag = 18.920 km / Jahr
Bei 7 Litern/100km = 1.324,40 L
Neuer Job 220 Arbeitsage und 2x56km pro Arbeitstag = 24.640 km / Jahr
Bei 6 Litern/100km (weil jetzt Autobahn und vorausgesetzt es wird dadurch weniger) = 1.478,4 L

Aber vielleicht hast du im neuen Job ja 5 Tage mehr Urlaub, das würde die Gesamtrechnung auch wieder beeinflussen.
Und dann kommt auch noch der aktuelle Spritpreis dazu.
Seit ein paar Monaten ist der sehr hoch, aber es kann ja sein du wechselst den Job, fährst dann zwar mehr Kilometer, aber der Spripreis sinkt wieder.
Dann fährst du zwar mehr, aber bei gleichen oder sogar geringeren Spritkosten als zuvor.

Es sind also eine ganze Menge an Faktoren, die man berücksichtigen muss, die man aber nicht alle in rationale Zahlen umrechnen kann.

Ob das der neue Job "wert ist" kannst nur du dir selbst beantworten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Knergy schrieb:
Der Corsa meiner Frau schafft bei ähnlicher Motorisierung (69 PS-Vierzylinder), mit ~ 200 kg mehr Leergewicht sowie recht großen Felgen im Mittelgebirge bei Stadt/Überland schon etwa 0,5 Liter weniger per Bordcomputer. Da ist zudem Ortsausgang -> Bergauf typisch.

Ich hab einen Astra K 125ps 1,4l Turbo aus 2016

Bordcomputer rechnet bei Landstraße und Kurzstrecke massiv zuwenig.

Da hab ich laut Computer 6,5 bei lockerer Fahrweise. Wenn ich tatsächlich nachrechne nach dem Tanken sind es eher 7,5-8 liter

Je länger die Strecken und je gleichmäßiger die Fahrweise, umso näher liegt der Bordcomputer am richtigen Ergebnis..
 
@Corto Das ist genau das, was der Bordcomputer auf den Gesamtverbrauch auspuckt. Der Corsa hat in der Hinsicht sowieso nur eine einfache Version. Und das kommt hin, ob es jetzt bis auf den letzten 0,1-Liter genau ist, ist erstmal unerheblich. Auf die Momentananzeige gebe ich auch nichts.

7 Liter/100 km ist bei dem Fahrprofil + Fahrzeug einfach sehr viel. Das wäre dann bei reinem Stadtverkehr oder im Mittelgebirge noch mehr ... und daran glaube ich nicht wirklich.
 
Ist aber wirklich so. Ich hab ständig Fahrten mit ca 25km einfache Strecke.

Ich tanke voll, normales Super E5 und fahre dann leer. Dann rechne ich. Und da sind es bei diesen kurzen Überlandfahrten tatsächlich 1,5 Liter mehr als der Bordcomputer sagt. (Der Bordcomputer wird jedesmal genullt und zeichnet für den ganzen Tank auf)

Fahre ich hingegen ab und an mal in Urlaub und fahre da 2x 4 Stunden autobahn - dann stimmt es bis auf die letzte Stelle fast genau.
 
Tammy schrieb:
also ist die BAB deutlich entspannter und meistens dreispurig.
Das nützte mir in der Zeit mit Pendeln von Bonn nach Düsseldorf genauso wenig wie wenn ich am aktuellen Wohnort zur falschen Zeit nach München fahre. Wenn die Autobahn bei Dir immer leer ist, sieht es halt anders aus.

Die Parkplatzsuche bei den beiden AG ist vermutlich auch genauso problemlos wie beim derzeitigen. Nicht, dass Du dort plötzlich jeden Tag in den 5. Stock eines Parkhauses fahren musst und dies in den Spritverbrauch mit einrechnen musst.

Tammy schrieb:
Die Themenerstellerin fährt durchaus mal Autobahn, aber eben nicht mit solcher Akribie am Bordcomputer, dass etwas empirisch relevantes daraus entstanden wäre
Mir reichte dafür mit meinem neuen Auto genau eine einzige Fahrt, um den Verbrauch bei langsamer und schneller Fahrweise abschätzen zu können.

Corto schrieb:
Also Landstraße mag in flachen Regionen mit langen Strecken zwischen den Ortschaften in Ausnahmefällen ja weniger Sprit brauchen als Autobahn mit 130+kmh..
Hier sollen aber 100 km/h gefahren werden und nicht ein Schnitt von 100 km/h auf der Gesamtstrecke.

Meine letzten drei Autos (egal, ob Diesel oder Benziner) waren immer auf einer hügeligen Landstraße spritsparender wie bei konstant 120 km/h auf der BAB. Aber ich habe auch in der Schweiz bei gleicher Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Autobahn mehr Sprit verbraucht wie in D. Vieles hängt von der Fahrweise ab, meine Berufswahl mit Sicherheit nicht.

c-mate schrieb:
Und dem gegenüber stehen ein täglicher Mehraufwand von 26km
So, wie sie es beschreibt, ist es nur eine Mehrstrecke, aber nicht zwingend ein Mehraufand (entspannteres Fahren, ggf. sogar schneller trotz längerer Strecke).

simpsonsfan schrieb:
@HisN Naja, "kurz" 112km fahren kann schon mehr als ein "bisschen" Zeit dauern. Und unnötig Sprit verbläst man dabei auch.
Da macht jemand sein zukünftiges Leben/seine Arbeit von abhängig und kann nicht mal eine Stunde dafür "opfern" (je nach Streckenprofil und zu erwartemdem Verkehr genügt auch weniger)? Für mich ist das auch kein unnötiger Spritverbrauch, sonst muss man gleich sagen: der Wechsel lohnt sich aus Umweltgesichtspunkten nicht.
 
Streitet ja auch niemand ab ... wenn aber auf Basis solcher Verbrauchswerte eine realistische Einschätzung gemacht werden soll, läuft generell was falsch. Ich gehe von einem Langzeitverbrauch aus (den zu ermitteln alleine wegen möglicher technischer Defekte sinnvoll ist).

Und als Durchschnittsverbrauch über x-tausend km sind 7 Liter einfach zuviel. Wie genau und seriös Spritmonitor ist, wäre zu diskutieren. Als Richtwert taugt es aber.
 
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