Allgemeine Frage zu "kleinen Netzteilen"

Herdware

Fleet Admiral
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Ich habe zum Thema "kleine Netzteile", also z.B. 300W oder 400W, eine grundsätzliche Frage.

Das Argument für ein nicht überdimensioniertes, möglichst "kleines" Netzteil ist die höhere Effizenz bei niedriger Auslastung. Aber bei niedriger Auslastung fließt ja auch insgesamt wenig Strom, so dass sich eine bessere Effizenz theoretisch kaum auswirken kann.
Wenn ein kleines Netzteil z.B. bei 40W 5% effizienter ist, als ein (zu) großes, dann sind das in absoluten Zahlen gerade mal 2W. Sowas geht doch bei einem Desktoprechner sofort wieder im Grundrauschen unter, oder?

Es wäre jedenfalls wirklich interessant, wenn zum Vergleich an einem sehr sparsamen System mal nicht nur kleine 300W- und 400W-Netzteile getestet würden, sondern auch ein 600W- oder 800W-Modell, damit man sieht, wie viel die kleinen Netzteile tatsächlich weniger aus der Leitung ziehen.

Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass man mit einem (etwas) überdimensionierten Netzteil doch nicht so schrecklich viel falsch macht. Dafür hat man eine sehr viel größere Auswahl an qualitätiv hochwertigen Modellen, ist flexibler beim späteren Aufrüsten des Systems usw.
 
..ne mit nem überdimensionierten Netzteil machst Du was die Effienz angeht auch nichts falsch, entgegen der langläufigen Meinung kann es sogar gut sein, dass dieses bei langem Betrieb etwas weniger verbraucht.
1-3% Effizienzunterschied merkt man auf der Stromrechnung ohnehin nicht, nicht mal 5% merkt man bei kleineren Rechnern.

Das einzige was gegen ein "überdimensioniertes" Netzteil spricht ist der höhere Anschaffungspreis. Du kaufst etwas was Du so nicht brauchst.
 
Die "Großen" sowie die Kleinen Netzteile haben ihre beste Effizienz bei einer bestimmten Auslastung.

Heißt: bei 300 Watt stellt ein kleines Netzteil zb: 85% der Eingesetzten Enregie bereit dies ist die Effizienz.

Ein Großes stellt bei eingesetzten 300 Watt (nicht verbrauchten) aber nur ca. 60 % bereit.
im Umkehrschluss benötigst du bei 300 Watt verbrauchten (hier sind die Komponenten im PC Gehäuse gemeint) ca. 450 Watt.

bei einem Kleinen aber nur 330 Watt.

Dies hat was mit Leistungsanpassung und dem eingestellten Effizienz Wert, bei dem jeweiligen Netzteil zu tun. die 80% Effizienz sind nicht über die gesamte entnommene Leistung zu erreichen. sondern nur ein einem sehr kleinen Bereich, meistens bei nahezu Vollauslastung.
 
@ steinmayer7775

Deine Effizienzbeispiele sind aber schon extrem schlechte Werte. Ein "80Plus Gold"-Netzteil hat fast über den gesamten Lastbereich mindestens 85% Effizienz oder mehr. Erst unterhalb von 20% Last (wo es nicht mehr per 80Plus definiert ist) bricht die etwas ein, aber gewöhnlich auch nicht extrem.

Deshalb meine Annahme, dass die kleinen Netzteile nur dann wesentlich effizienter sind als die großen, wenn es nicht wirklich darauf an kommt, weil da sowieso kaum Strom verbraucht wird. 5% von wenig ist noch viel weniger. ;)

Unter höherer Last bei z.B. 300W unterscheidet sich die Effizienz eines guten 400W-Netzteils nicht wirklich von der eines guten 800W-Netzteils.
 
Zuletzt bearbeitet:
Herdware schrieb:
Das Argument für ein nicht überdimensioniertes, möglichst "kleines" Netzteil ist die höhere Effizenz bei niedriger Auslastung. Aber bei niedriger Auslastung fließt ja auch insgesamt wenig Strom, so dass sich eine bessere Effizenz theoretisch kaum auswirken kann.
Dass das Argument bei kleinen PC-Netzteilen stimmt, kann man sehen,
wenn man von einen Ilde-Verbrauch von z.B 100W ausgeht.
Bei einen 400W wären das eine Auslastung von 25% während bei 600W und sogar 800W unter 20% Auslastung befindet, wo die Effizienz eines Netzteils steil abnimmt.
Noch deutlicher wird es bei einer Auslastung von 50%, wo die Verbrauchsunterschiede
(bei gleicher Effizienzkurve von 20-100%) deutlicher zu sehen sind, die auf Dauer was
auswirken können.

Herdware schrieb:
Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass man mit einem (etwas) überdimensionierten Netzteil doch nicht so schrecklich viel falsch macht.
Aber da kommt bei einen zu großen Netzteil das Problem mit der Lautstärke auf, und
zwar dass in den leistungsstarken Netzteilen ein Lüfter mit größere Umdreheungszahl
verwendet wird, der selbst bei niedrigen Auslastungen lauter ist als bei einen kleinen
Netzteil (300-400W) im selben Zustand.
 
Wenn ich mir die Effizienzkurven anschaue, dann fällt auf, dass besonders unter 20% Last die Effizienz deutlich nachlässt.
Beispiel:
20% Last --> 88% Effizienz
10% Last --> 80% Effizienz

Beim letzten Grafikartentest GTX 660Ti hat der Testrechner ca. 62W im Idle verbraucht. Bei einem 630W Netzteil wären das also rund 10% Last. Das NT hätte bei 80% Effizenz ca. 50W an die Komponenten abgegeben. Hoffentlich stimmt meine Rechnung ;-)
Bei einem 300W Netzteil wären es etwa 20% Last. Dieses NT hätte dann bei 88% Effizienz nur 56W aus der Steckdose gezogen. Das entspricht einem Unterschied von 6W im Idle.
--> 2,16 Euro/Jahr (bei 4h täglichem Betrieb), also kein Grund für einen NT-Wechsel

Über 20% Last sind die Unterschiede marginal.

Ein altes NT bzw. Billig-NTs haben evtl. eine deutliche niedrigere Effizienz! Hier lohnt evtl. ein Neukauf (besonders bei völlig oversized NTs).
 
Und der Rest wie Preis......?
Vergleiche mal die 2:http://geizhals.at/de/?cmp=697598&cmp=578133
Jetzt nimmst dein Desktop Rechner der im Idle 60Watt braucht(unter Last sind es rund 250Watt)
Das 300Watt NT hat nen Wirkungsgrad von 85% bei(20% Auslastung)
Das 600Watt NT kommt da auf 70-75% bei ner (Auslastung von 10%)
Sind locker 10%,rund 6Watt.
Ist der Preis egal,dann ist es auch recht egal welches Gold/Platin Netzteil verbaut wird solang man nicht die 10% unterschreitet im Idle.
 
Es geht nicht nur um die bessere Effizienz, auch um denn Preis.

Du bekommst zum Beispiel ein 550W 80+ Bronze und ein 400W 80+ Gold NT für einen ähnlichen Preis.

Das Gold ist nicht nur effizienter sondern, wahrscheinlich auch moderner und Hochwertiger aber auf alle fälle kühler da ein Gold weniger abwärme als ein Bronze Produziert.

Effizienz alleine ist alleine kein Grund
 
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