Alter Rechner = Linux Server?

LORDSVN

Lt. Junior Grade
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Hi,

Hab vor gut 2 Monaten meinen Rechner aufgerüstet. Jetzt will ich aus meiner alten Hardware nen Server zusammenbauen. Es soll Linux installiert werden und darauf soll vmware laufen.

Was es mal werden soll:
-Backupserver
-NAS
-und nen Server zu rumspielen

Folgendende Hardware vorhanden:
Intel Core2Duo e6300
Gigabyte DS3
2GB RAM 800er
450Watt Revoltec Netzteil

Lohnt sich das mit dieser Hardware? Soll schön klein, leise und Kompakt sein und auch nicht Strom fressen.

Denke mal es fehlen noch 2GB RAM extra.

Weitere Fragen stell ich dann, wenn die Hardwaresache geklärt ist :)
 
2GB RAM reichen eig auch, brauchste net aufrüsten.
Wenn du noch Strom sparen besorg dir noch ne picoPSU. Könnte aber etwas dauern bis sich das Ding amortisiert^^
Solltest erstmal undervolten und dich für ne Linux Distri entscheiden.

//edit:
Hab das mit der Virtualisierung überlesen ... dafür solltest du natürlich etwas mehr RAM haben.
 
Hab Früher nur mit vmware Workstation gearbeitet. Welche vmware wäre denn nun für meine Zwecke am besten?

Linux hab ich mit debian und mit centos gearbeitet. Aber hab jetzt nicht so den Megaplan. Soll nen kleines Projekt werden, an dem ich was lernen will. Welche wäre da empfehlenswert?
 
Alternativ könntest Du es auch direkt mit dem ESXi versuchen. Vielleicht läuft er auf Deiner Hardware.
 
Sehr genial ist die Virtualisierung mit QEMU-KVM. Da hast du auch einen grafischen Manager (der auch über das Netzwerk funktioniert!), falls du etwas auf der Konsole nicht so hinbekommst. Falls gewünscht, wird sogar automatisch ein VNC-Server pro virtueller Maschine gestartet.

Als Linux Distribution würde ich persönlich Debian, CentOS oder ArchLinux (eher letzteres) verwenden.
 

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Danke erstmal für die Antworten.

Hab mir mal die FAQ von e-Laurin durchgelesen.

Was ich mir so vorstelle, wäre ein:
Datei-, Backup-, Multimedia Server und dazu noch nen NAS als Datengrab, wo ich Musik, Filme, Videos ablege und sie dann aufn TV abspielen kann.

Brauch ich dafür mehrere Maschinen? Wollte es recht übersichtlich gestalten.

edit:
Oder wäre es da besser, wenn ich gleich diesen http://gh.de/663872 nehme und noch paar HDDs reinknalle?

@e-Laurin: ArchLinux hab ich noch nie gehört. Was ist daran so gut? Warum würdest du es empfehlen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Persönlich würde ich dir zum WHS 2011 raten, einen besseren Backupserver für MS Systeme findest du nicht. Mit Lightsout fährt der Server automatisch hoch, wenn ein Rechner an geht und automatisch runter wenn alle Clients aus sind.
Die WHS Konsole erleichtert einem massiv die Arbeit und selbst wenn man das nicht mag, kann man sich per RDP an dem WHS anmelden und ihn wie einen herkömmlichen Windows Server 2008 R2 Server administrieren.
NAS Funktionen sind natürlich problemlos möglich.
Den Rumspielserver realisiert du einfach mit Virtubox, wenn du das Image noch freigibst kannst du auch problemlos die VM auf anderen Rechner im Netzwerk starten (aber nicht gleichzeitig, sollte klar sein).

Edit: http://gh.de/663872
Der ist klasse, hab ich schon öfters hier beworben, allerdings geht dein Link auf die ältere Version, die neuere hat eine etwas größere HDD und ist billiger -> http://gh.de/622865

Ein Kollege von mir fährt den aktuell mit 6x 2TB WD Festplatten (4x in den Bays und 2x im 5,25" Schacht, esata nach innen gelegt), läuft top und er denkt dran noch eine Graka zu verbauen. Was ihn "nervt" ist, das 1Gbit Lan aktuell bremst :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, die Windows-Produkte gibts nicht umsonst...

Bei der Wahl der Distribution ists in erster Linie Geschmackssache, für welche man sich entscheidet. Debian dürfte im Serverbereich noch am Weitesten verbreitet sein. Arch Linux und Debian haben beide sehr gute Communities, Probleme wirste mit beiden wohl nicht haben.
Alternativ könnte noch Gentoo infrage kommen, Pakete werden für jeden Server kompiliert und dadruch portabler sein und im Betrieb unter Umständen auch schneller. Allerdings sind die Update-Prozeduren bei Gentoo eine Qual und je schneller der Prozessor ist, desto besser.
Ich persönlich empfand Gentoo auch ein wenig komplizierter als die übrigen Distributionen. Benutze seit einiger Zeit selbst wieder Debian.
Virtuelle Maschinen musst Du dafür eigentlich nicht anlegen.
Ergänzung ()

Und wenn Du Linuxsysteme (ohne GUI) virtualisieren möchtest, schau Dir auch mal openvz an. Es geht sehr schonend mit Den Ressourcen um!
 
Corristo123 schrieb:
Naja, die Windows-Produkte gibts nicht umsonst...

Der WHS 2011 kostet ab 35€ , für das was er bietet und in fähigen Händen leistet ist der Preis unsagbar niedrig. Ich hab sogar einen Verwandten der den WHS 2011 als OS auf seiner Workstation benutzt.
 
Der Server soll als NAS und Backup Server dienen. Die Musik und die Filme aufm NAS will ich via Mediacenter aufn TV, Rechner, Notebook streamen können. Soll halt wie so eine Mediabox arbeiten, wo man die Filme inkl Cover und Beschreibung hat.

Ist es auch Möglich, dass ich das TV Signal aufm Server speise und dann am Rechner TV schauen und umschalten kann? Also ohne TV Karte am Client.
 
@Mannfred Mann
Warum ArchLinux? Ich habe vorher Ubuntu verwendet, aber das wurde mir im Laufe der Versionen zu fett, also habe ich mich umgeschaut, was es so gibt und bin auf Gentoo gestoßen. Mir gefiel der Gedanke vom selbstkompilierten System, aber ich habe es nie geschafft, einen lauffähigen Kernel hinzubekommen. Ich hab da immer irgendwas kaputt gemacht. ^^
Naja, was blieb noch? Debian. Vertrautes System, aber zu alte Software. Suse macht irgendwie immer alles anders als die meisten Distributionen. Also auch keine Alternative für mich.
Irgendwie da bin ich dann auf ArchLinux gestoßen, was ein wenig zwischen Debian und Gentoo liegt. Die Idee der Distribution ist, das System nach dem KISS-Prinzip (gibt zig Übersetzungen dafür, meine liebst: "Keep it simple, stupid.") zu konfigurieren. Es gibt eine zentrale Datei, in der man das meiste einstellt. Der Paketmanager lädt Binärpakete herunter, aber mit ABS (ArchLinux Build System) kann man sich sehr einfach aus Quellcodes eigene Pakete erstellen.
Es ist also definitiv ein System für Fortgeschrittene, zumal man nach der Installation nicht mehr als eine Konsole hat. Einen Desktop muss man erst installieren, falls man einen braucht.
 
Desktop brauch ich auch nicht. Arbeite lieber mit der Console. Aber würde für meine Vorraussetzungen ein Server langen? Glaube schon oder?
 
Deine Hardware reicht locker für die genannten Anforderungen. Nur mehr RAM sollte es unbedingt sein.

Datei- & Backupserver -> Brauchste einiges an Festplatten, da die Daten nicht auf der Systemplatte liegen sollten (Trennung System <-> Daten).
Multimedia-Server -> Was verstehst du darunter? Einen Streaming-Server? Oder eher etwas wie einen HTPC? Ersterer geht problemlos, letzteres ist nicht ganz trivial. Siehe hier.
NAS -> Ist dasselbe wie ein Dateiserver.
 
Mehr ram?!?! Ich habe sowas mir 128MB ram laufen gehabt!!!
2GB Ram sind extrem überdimensioniert für sowas!
1. Auf einen server mit solche anforderungen braucht man kein X-Server!
2. Deine ganze Hardware ist extremst überdiemenstioniert. Dafür reichen 400mhz und 128Mb ram.

Pack dir debian, gentoo oder arch drauf und richte das entsprechend ein.

Ich bin linux distributions-entwickler, linux-admin usw. und habe das selber zuhause so laufen gehabt ;) Altes Thinkpad 600 aus dem Jahre 1998, USB2.0 PCMCIA karte und daran dann alles angeschlossen (netzwerkkarte, externer speicher usw). Der Durchsatz war mehr als ausreichend für videostreams ;) Diese laptops kriegt man heute für ca 25€ bei ebay :p
 
Ich weiß ja nicht, was du mit deinem alten Gerät so angestellt hast, aber heute schafft es selbst ein PIII 500 mit 128 MB kaum einen Webserver zu beherbergen und gleichzeitig als Dateiserver her zuhalten. Der RAM ist dann bis zum Anschlag voll, und die Netzwerkübertragung kommt kaum über 100 MBits/s. Das habe ich selber erlebt.

Btw, wie willst du auf einem 400 MHz Rechner mit 128 MB RAM ein paar VMs laufen lassen? Willst du da einen Vormittag warten, bis eine VM bei der ganzen Auslagerei endlich fertig gebootet hat?
 
Webserver? War nirgends die rede von, aber nen apache drauf zu packen verbraucht auch nicht sonderlich viel ram. Er wird wohl kaum darauf eine eigene homepage erstellen die dann viele besucher bekommt. War nirgends die rede von.

Und VM's??? Wieso sollte er den auch nur eine einzige VM laufen lassen??
 
Ach, gerade im ersten Post auch gelesen ...

Ja, okay, für das was er machen möchte bräuchte er keine einzige vm. Mit seine derzeitige Hardware ist das aber überhaupt kein Problem und kann er auch machen. Auf einen Atom mit 1GB ram habe ich mal 5 VM's laufen gehabt und darüber Vorträge in der Hochschule gehalten. Lief schneller als gedacht :p Musste ein Netzwerk für besondere Anwendungen vorstellen und hatte logischerweise keine lust 5 netbooks mit zu schleppen :p
 
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