Drachton schrieb:
War die Regelung nicht mind. 50% des Kapitals (der Tochter) zu halten oder Stimmengleichheit in der Führungsebene - genau das herrscht nämlich bei den Globalfoundries.
Um als Tochtergesellschaft von AMD zu gelten, müsste AMD mind. 50% +1 des Kapitals an den Globalfoundries stellen. Daraus ergibt sich dann automatisch wer das Sagen bei den Globalfoundries hat. AMD scheint jedoch zu argumentieren, daß die Definition "Tochtergesellschaft" nur davon abhängt, wer die Mehrheit an den Stimmrechten besitzt.
Da die Details dazu wohl im geheimen Teil des Vertrags liegen, kann man dazu nichts sagen. Außerdem gilt dann die US-GAAP und nicht irgendeine deutsche Definition von "Tochtergesellschaft".
xxxx schrieb:
Intel hat garnichts davon ... weil dann hätten sie ein Monopol am x86 Prozessormarkt
Intel hat x86 auch erfunden. Im Übrigen hat IBM auch ein Monopol bei POWER, ARM bei ARM usw.
Durch einen "Tod" von AMD könnte Intel jedoch die Rechte an der 64bit Erweiterung verlieren. Das wäre wesentlich schlimmer als eine Millionenstrafe durch übereifrige EU-Beamte.
PUNK2018 schrieb:
fehlender wettbewerb dh. hohe preise für uns und stockende entwicklung....
Soso. Beim Itanium gibt es mit Sun/Fujitsu und IBM mehr Wettbewerb(er) als im x86 Markt. Trotzdem tritt Intel beim Itanium irgendwie auf der Stelle.
makavelitha schrieb:
außerdem könnte sich dann keiner mehr nen Board oder ne CPU Leisten weil die Preise so in die Höhe gehen würden
Klar, die Leute werden es natürlich hinnehmen, daß sich die Preise verdoppeln oder verdreifachen. Bestimmt werfen sie als Erstes ihre Netbooks weg, um sich gleich auf 4-Wege Server zu stürzen.
blackbirdone schrieb:
Das Problem was viele ansprachen ist halt mangelnde Konkurentz und Intel könnte ALLES für seine CPUS verlangen
Nein, denn ein Monopolist kann zwar theoretisch den Preis beliebig festsetzen, aber wenn die Kunden nicht kaufen, macht ein Monopolist auch keinen Umsatz und somit auch keinen Gewinn. Und die Kunden sind nunmal die Preise von heute gewohnt (warum haben Netbooks so hohe Wachstumsraten?).
marc123 schrieb:
Leute linke Parolen von sich geben und sich anschließend über die Konkurrenz, die es nur im Kapitalismus gibt, freuen. Im gelobten Sozialismus braucht man keine Konkurrenz, denn da braucht man keine Konkurrenz, da ein Staatsbetrieb, der CPUs herstellt, für den Markt ausreicht.
MixMasterMike schrieb:
Intel zerstört den Wettbewerb in der Branche ...
Aber sicher. ARM, Fujitsu, IBM, Sun und VIA sind schon lange tot und überall gibt eine Intel CPU den Ton an. Achja, NEC habe ich noch vergessen, aber wen interessieren schon Vektorrechner?
Falls AMD verschwinden sollte, wird sich sicher ein Hersteller finden, der die Lücke füllt.
Oder die Leute werden aufwachen und sich von Wintel abwenden. Bei Handys funktionierts ja schon.
