GuaRdiaN schrieb:
Ich finde diese Entwicklung erschreckend. Es schaut ja fast so aus, als habe AMD wirklich eine Pechsträne. Natürlich geht diese mit dem Goldesel der Core-Architektur von Intel einher, dennoch denke ich, dass diese "desaströsen" Zustände wirklich eine ernstzunehmende Gefahr für AMD sind. Der Verlust dieses Prozessorherstellers würde die Marktdominanz von Intel noch derart verstärken, dass man wie bei der T-Kom eine absolute Monopolstellung bei Intel hätte. Sehe ich offengstestanden gar nicht gern.
Ein Monopol von Intel will sicherlich keiner. Auch kein Intelaner (Preisanstieg). Bei der ganzen Sache sollte man nicht vergessen, dass die Probleme von AMD hausgemacht sind und nicht Intel dahintersteckt. Betrachtet man nämlich die einzelnen Sockel und die CPUs von AMD der letzten Jahre für sich, hatte AMD geniale Sockel A, 754 und 939 Prozessoren. Sowohl was den Athlon XP, Athlon64 als auch die Sempron-Reihe anbelangt. Die waren im P/L-Verhältnis einfach unschlagbar.
Problematisch war jedoch, dass die einzelnen Sockel sehr schnell aufeinander folgten und die Unterstützung mit CPUs mangelhaft war. Die Lager waren immer extrem schnell leer, selbst als die jeweiligen Prozessoren gerade "in" waren, konnte oder wollte AMD einfach nicht mehr liefern.
Als der Sockel 754 dem Sockel A folgte, waren quasi über Nacht die Barton Athlons FSb 200 2800+ 3000+ 3200+ verschwunden. Es gab einfach keine mehr zu kaufen, oder zu gesalzenen Preisen.
Das gleiche Spiel beim Sockel 754. Obwohl sehr gute Athlon-Prozessoren war deren Verfügbarkeit niemals ausreichend. Hinzukam, dass bereits nach sehr kurzer Zeit der Umsatieg auf 939 erfolgte und auch hier waren die Athlon-Modelle quasi über Nacht nicht mehr zu kaufen.
Und auch beim Sockel 939 ist es das gleiche Spiel. Durch den Wechsel auf AM2 sind die 939er so schweineteuer, dass sie kaum noch jemand kauft. Würde AMD die Prozessoren in ausreichenden Stückzahlen auf den Markt bringen und noch weiter produzieren, könnte AMD damit sicherlich einen Haufen Geld machen.
Es gibt schließlich sehr viele PC-Besitzer, die noch gute 400er RAMs und AGP-Grakas zuhause haben, die sie gerne mit nem schnelleren Prozzis kombinieren würden. Geht aber nicht bzw lohnt sich nicht.
Was immo auch sehr schlecht ist, ist die Auswahl an guten Boards für AM2. Außer Asus und MSI hat kein Hersteller mehr als eine Handvoll Boards im Angebot und oftmals nicht erhältlich. Kaum ein Händler kann vernüftigen Speicher mit Board plus CPU ausliefern (zu einem vernünftigenPreis).
Über die Qualität von Asus braucht man nun nicht zu diskutieren, die sind extrem schlecht geworden. Von daher kann man die Boards eigentlich keinem mehr empfehlen, aber das ist was anderes.
Ein sehr guter Hersteller war immer Gigabyte. Aber von denen gibts auch kaum was Gescheites. (ok, das 590SLI). Der Rest ist meist im Zulauf, nicht erhältlich, ausverkauft.
Wie will AMD denn verkaufen, wenn Sie selbst Lieferschwierigkeiten haben und auch die Zusammenarbeit mir Komponentenherstellern anscheinend nicht klappt?