AMD Workstation für Videoschnitt

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mike.ber

Gast
Hallo,
ich hab mir als Zweitrechner zum schneiden und Videos rendern folgendes Setup überlegt:

AMD RYZEN 7 2700
GIGABYTE B450M S2H
G.SKILL 16GB KIT DDR4 3000MHz CL16 Gaming series Aegis
Inno3D GeForce GTX 1660 6G TWIN X2
Kingston A400 480GB
EVOLVEO G550 550W 80+ Gold
EVOLVEO T3

Anforderungen sind:

Zu 90% wird in 1080p gearbeitet - es kann sich aber auch mal ein 4K Clip aus Adobe-Stock oder von jemand anders in eine Timeline verirren...

Wichtig ist mir Colorgradnig für CinemaDNG in 1080p - auch wenn die Auflösung recht "gering" ist kommt RAW-Video zum Einsatz

Grading und Videoschnitt erfolgt mit Lightworks / DaVinci Resolve unter Ubuntu. Seitens der Supportforen hieß es, dass eine 1060 für 1080p bei weitem ausreicht und bei 4K auch noch geht wenngleich da eine 1070 oder 2070 wegen der 8GB besser wäre - die 1660 hat das neuere und performantere NVenc und etwas mehr CUDA-Kerne für Resolve und läuft damit bei beiden Apps nochmals "performanter". (Bekomme aber keine preislich sinnvolle 1070 mehr - daher lieber die 1660 die ich aktuell mit einer Promo für 50% der RTX2070 bekomme und von der Raytracing-Funktion derzeit auch keinen Vorteil habe)

Der Box-Kühler scheint beim 2700 sehr gut zu sein und selbst bei Blender-Rendering kommt die CPU laut einigen Youtubern nicht über 66/67° daher hab ich keinen anderen Kühler vorgesehen - kann das jemand bestätigen?

Passt der RAM - habe gelesen, dass der Ryzen von schnellerem RAM profitiert aber mehr als 3000 bzw. 3200 auch nichts mehr bringt.
 
CPU: gute Wahl.
Mainboard: MSI B450 Tomahawk/Mortar
RAM: DaVinci Resolve mit 16GB RAM... das wird kein Spass, mind 32GB zur Not kein OC Ram, QVL beachten.
GPU: völlig übertrieben.
SSD: Cacheless, low TBW SSD zum Videoschnitt/OS mein Beileid. Hol ne Samsung 860 EVO.
NT: BQ System/Pure Power
Case: Geschmackssache

Der CPU Kuehler ist vollkommen ausreichend. Fernab was irgendwelche YT Kinder erzaehlen, gibt genug Tests (Artikel zum lesen) darueber.
 
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für die SSD bitte kein Kingston oder Intenso.
Hol die eine von Samsung oder Corsair.
 
Ich empfehle eigentlich immer nur den Ryzen 2600 (knappes Budget) oder gleich den 2700X (hohe Performance). Man hat beim 2700X nicht die Einschränkungen der restriktiven 65W-Boost-Kurve. Die hat beim 2700 einen scharfen Knick von 4,0Ghz auf 3,5GHz bei mehr als 2 aktiven Kernen, anstatt wie beim 2700X durchgehend sanft abzufallen. Selbst wenn man den 2700X per cTDP auf 65W einstellt, kann man durchgehend höhere Takte erzielen. Außerdem ist beim 2700X der bessere Kühler dabei. Für Silent-Fans sind allerdings bei beiden die Boxed Kühler zu laut.

Bei den restlichen Punkten bin ich bei @yxman, insbesondere bei der SSD und dem RAM.

P.S.: Videoschnitt ist einer der wenigen Fälle, wo sich ggf. eine M.2-SSD (970 EVO Plus) lohnt. Gerade das Ausspulen großer Videodateien profitiert vom höheren Durchsatz. Das gilt natürlich nur dann, wenn keine aufwändigen Berechnungen die Geschwindigkeit limitieren.
 
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990 Euro

Anmerkungen:

Für DaVinci Resolve würde ich definitiv auf 32 GB RAM setzen und grundsätzlich nur SSDs von NAND-Produzenten wie Micron/Crucial, Samsung oder Intel verbauen.

Der Boxed Kühler ist ordentlich, ich würde ihn aber dennoch verlaufen oder als Backup nutzen und an einem Arbeitsgerät einen gescheiten Aftermarket Kühler nutzen.
 
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@RYZ3N Ich seh hier keine Angabe zum Budget. Da muss es dann im Zweifelsfall auch nicht die günstigste TLC-SSD mit Cache sein, die 1TB hat. Wenn es eine Anwendung gibt, wo man öfter mal Kopien von Dateien mit Größen im Multi-GB-Bereich macht, dann ist es Videoschnitt. Da kann sich dann auch mal eine 970 EVO Plus bewähren. Ich selber gucke auch immer noch erstaunt, wenn Zip-Dateien mit mehr als 1GB/s entpackt werden.
 
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Wie schon gesagt wurde min. 32GB (Taktung nicht ganz so wichtig, da tut es auch max. 2666-3000er) und eine PCIe-m.2-SSD wie die Corsair Force MP510. Die deutlich teurere Samsung 970 EVO Plus muss es nicht sein, aber sowas wie die Crucial MX500 bringt Dich nicht weit, da sie auch nur über SATA angebunden ist.
 
Wie schon geschrieben wurde, bei Videoschnitt lohnt sich eine M.2 SSD mit PCIe-Anbindung:
Samsung 970 Evo Plus 500GB

Alternativ eine 2,5Zoll SSD mit SATA-Anbindung:
500GB Crucial MX 500

RAM, zwar etwas teurer als der G.Skill, aber von defektem neuen Corsair habe ich noch nichts gehört:
32 GB Corsair Vengeance LPX 2666

Netzteil:
Be Quiet Pure Power 400W
Hier die Netzteil-Empfehlungen von CB, falls jemand meint, 400W wäre zu wenig:
CB Netzteil-Empfehlungen

Motherboard:
MSI B450 Tomahawk
Das hat eine gute Spannungsversorgung der CPU.
 
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Danke für die vielen Tips!

32B statt 16GB macht Sinn - guter Einwand.

Ich hatte damals in meinen alten Mac Pro eine 240GB Kingston SSD eingebaut und die läuft bis heute daher hatte ich wieder eine Kingston genommen aber klar - wenn M2 mehr Geschwindigkeit bietet dann macht das auf jeden Fall sinn und der Aufpreis ist ja ziemlich gering das wäre am falschen Ende gespart.

Warum SSDs nur von Samsung, Intel oder Corsair? Wo liegt da der Vorteil?

Apropos M2 - da gibt es scheinbar zwei Typen - SSDs mit einer Kerbe und welche mit 2 Kerben an den Anschlusspins. Wisst Ihr was ich meine? Wo ist da der Unterschied? SATA und PCI? Und wenn ja, was ist was?

Warum empfehlen so viele die MSI B450 Tomahawk/Mortar? Was ist der Vorteil dieser Boards?

... würde es nur gern verstehen damit ich beim nächsten System nicht wieder die gleichen Fehler mache.
 
Sound-Fuzzy schrieb:
eine PCIe-m.2-SSD wie die Corsair Force MP510
Ui, ist das nervig. Die fliegt bei mir im Geizhals raus, weil da fälschlicherweise kein Cache zu notiert ist. Im Datenblatt steht aber ein "Yes" und ComputerBase meldet im Test auch Menge und Typ.

Sound-Fuzzy schrieb:
sowas wie die Crucial MX500 bringt Dich nicht weit, da sie auch nur über SATA angebunden ist
Ich denke mal, die wurde auch nur genannt, weil sie die günstigste SSD mit Cache und ohne QLC im 1TB-Bereich ist, sogar günstiger als die MP510 und ihr eigenes 2,5"-Pendant.
Ergänzung ()

m.bauer588 schrieb:
Apropos M2 - da gibt es scheinbar zwei Typen - SSDs mit einer Kerbe und welche mit 2 Kerben an den Anschlusspins. Wisst Ihr was ich meine? Wo ist da der Unterschied? SATA und PCI? Und wenn ja, was ist was?
Ja, genau. Die mit zwei Kerben ("B-M-Key") sind nur als SATA-angebunden, die mit einer Kerbe ("M-Key") hingegen via PCIe. Bei SATA hat man gegenüber einer 2,5"-SSD keine Vorteile, außer eventuell beim Preis.

Bei den PCIe-Modellen hingegen steigen die maximalen Datenraten von etwa 560 MB/s auf bis zu 3500 MB/s an. Von der höheren Geschwidnigkeit merkt man im normalen Gebrauch so gut wie nichts. Nur dann, wenn man sehr viel mit sehr großen Dateien arbeitet, dann macht sich der Unterschied bemerkbar. Gerade beim Videoschnitt passiert das durchaus, weshalb ich ein PCIe-Modell empfehle.
 
Zuletzt bearbeitet:
m.bauer588 schrieb:
Warum SSDs nur von Samsung, Intel oder Corsair? Wo liegt da der Vorteil?

Samsung halte ich für unnötig teuer, die Corsair ist deutlich günstiger und in der Performance auf Augenhöhe.
Bei Intel kommt es sehr auf die Baureihe an.
Sind halt alles recht zuverlässige Modelle.


m.bauer588 schrieb:
Apropos M2 - da gibt es scheinbar zwei Typen - SSDs mit einer Kerbe und welche mit 2 Kerben an den Anschlusspins. Wisst Ihr was ich meine? Wo ist da der Unterschied? SATA und PCI? Und wenn ja, was ist was?

SATA -> zwei Kerben
PCIe (bzw. NVMe) -> eine Kerbe

SATA ist deutlich langsamer in den Datenraten. Da kann man auch eine 2,5"-SSD nehmen, die ist genauso schnell. Unterschied liegt dann nur in den fehlenden Kabeln.
Für Spiele und Office meist nicht so relevant, aber bei Videoschnitt würde ich immer zur PCIe greifen.
 
m.bauer588 schrieb:
Warum SSDs nur von Samsung, Intel oder Corsair? Wo liegt da der Vorteil?
Da vermischen sich zwei Empfehlungen. Die eine ist die hier:

RYZ3N schrieb:
nur SSDs von NAND-Produzenten wie Micron/Crucial, Samsung oder Intel verbauen.
Das halte ich für Quatsch. Es soll die Suche vereinfachen, weil NAND-Produzenten genau wissen, wie ihre Speicherchips funktionieren. Das ist auch nicht völlig falsch, es lässt aber einige ebenfalls brauchbare Modelle anderer Hersteller außen vor, und schützt noch dazu nicht vor Fehlentwicklungen wie QLC-NAND.

Die andere ist die hier:
Asghan schrieb:
Hol die eine von Samsung oder Corsair.
Das ist ebenfalls zu ungenau, auch von diesen Herstellern gibt es weniger empfehelnswerte Modelle. Eine Samsung QVO würde ich zum Beispiel als Systemlaufwerk nicht empfehlen.

Meine Empfehlung: Nimm eine M.2 mit PCIe. Und nimm mehr als 480GB und geh gleich auf mindestens 960GB. Du willst den Videoschnitt auf der SSD fahren, und da wird der Platzbedarf schnell groß. Das sind prinzipiell erstmal diese hier. Das Modell sollte auf jeden Fall DRAM-Cache haben, aber wenn ich den Filter dazu aktiviere, fällt die Corsair MP510 raus, welche einen Cache hat, zu dem die Angabe im Geizhals fehlt. Bei anderen ohne Cache-Angabe in der Liste musst du dann selber genauer gucken. Die Samsung 970 EVO Plus liefert aktuell die höchste Leistung, verglichen mit der Corsair Force MP510 ist sie allerdings etwas pricy.
 
Das MSI Tomahawk und das Gaming Pro Carbon haben die beste Spannungsversorgung von den B450-Boards. Wenn Du mehr willst, musst du ein X470-Board nehmen.
 
Danke! Alles klar soweit...

Nixdorf schrieb:
Du hast kein Budget genannt, weshalb sich viele Empfehlungen preislich an deiner Vorgabe orientiert haben.

... stimmt - da ich diesen Zweitrechner für 2-4 Projekte im Monat bzw. nur weniger Stunden / Monat brauche wollte ich OK arbeiten können ohne sehr viel Geld auszugeben. Darum hab ich mir etwas unter 1000 EUR zusammengestellt. Mit euren Empfehlungen komme ich dann ziemlich genau auf die 1000 EUR hin. Das ist OK wirklich mehr wollte ich nicht anlegen.
 
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m.bauer588 schrieb:
Warum empfehlen so viele die MSI B450 Tomahawk/Mortar? Was ist der Vorteil dieser Boards?
Diese Boards zählen zu den besten B450-Boards. Sie sind damit die klare Budget-Empfehlung. Natürlich geht es noch besser, vor allem mit den X470-Flaggschiffen, aber da sind dann auch deutlich höhere Preise am Start. Du hast kein Budget genannt, weshalb sich viele Empfehlungen preislich an deiner Vorgabe orientiert haben.
Ergänzung ()

m.bauer588 schrieb:
warum sollte ich mehr wollen bzw. wozu sollte ich mehr brauchen?
Zum einen gibt es die richtig hochwertigen Spannungsversorgungen nur bei den Flaggschiff-Boards, und die haben X470. Das sind dann VRMs, die auch mit 200W unter Volllast kühl bleiben. Das könnte mit einem kommenden 16-Kerner von Vorteil sein.

Zum anderen haben einfach teurere Boards dann mehr Features und/oder höherwertigere Komponenten. Da ist dann Intel- statt Realtek-LAN verbaut, der Soundchip ist höherwertiger, es gibt mehrere M.2-Anschlüsse, man kann SLI mit mehrere Grafikkarten fahren, etc. pp. Das hängt dann komplett davon ab, was man sich wünscht.
 
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yxman schrieb:
Der CPU Kuehler ist vollkommen ausreichend. Fernab was irgendwelche YT Kinder erzaehlen, gibt genug Tests (Artikel zum lesen) darueber.
Der Boxed Kühler ist so vollkommen ausreichend das ich ihn zwar nicht ersetzt habe, aber in Normalfall den flüsterleisen 4790k an mache, weil der einen NH-D14 drauf hat, anstatt den 2700x.

Der Boxed Kühler ist ausreichend, aber angenehmer zum arbeiten ist es mit einem Anständigen Lüfter trotzdem und da sind die 50€ bis 100€ extra für einen gescheiten Kühler nur Peanuts. Besonders, weil der Box Kühler wirklich leicht Staub anzieht, trotz Staubfilter am Fractal Gehäuse.

Aber nicht falsch verstehen, der Boxed Kühler kann es wirklich mit günstigen Aftermarket Kühlern aufnehmen. Ein high-end Kühler ist er trotzdem nicht und im High-Performance Modus wird er eben recht laut, im Silence Modus hingegen bringt er nicht die Kühlung wie die Großen.
 
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