Anwalt bezahlen

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ArtjomZab

Gast
Hi,

ich habe mal eine Frage. Wenn man sich bei einer gerichtlichen Streitigkeit durch einen Anwalt vertreten lässt, was zahlt man und wer zahlt wenn z.B. ich den Prozess gewinne?

Fallen dabei alle Kosten auf denjenigen der verliert?
 
Das hängt von vielen Faktoren ab und ist pauschal nicht zu beantworten. Dazu musst du den konkreten Fall schon etwas konkreter beschreiben.
 
Hi,

im Prinzip trägt dann der verurteilte die Gerichtskosten, also auch deine. Aber wenn z. B. der Verurteilte nicht solvent ist oder er in Berufung geht und sich der Prozess lange hinzieht, musst du das Geld lange vorstrecken oder bleibst sogar auf den Kosten sitzen.
Wenn du keine Rechtsschutzversicherung hast und der Streitwert gering ist, würd ich von einer Anklage abraten.
Was ein Anwalt kostet kann ich dir nicht sagen. Da würde ich mal anfragen oder ähnliches...wird wohl unterschiedlich sein, wie auch die "Kosten" für Steuerberater etc...

Grüße
 
..naja es handelt sich um einen streitwert von 300 euro und ich bin mir sehr sicher dass ich im recht bin ^^ nun bin ich student (bafög). in dem konkreten fall wurde ich verklagt.

ich denke ich könnte die kosten nicht selbst tragen, was macht man da?

beratungsschein beim zuständigen amtsgericht beantragen? dann prozesskostenhilfe? wieder zeit die man nicht hat, und bis nächsten freitag muss ich widerspruch gegen die klage einreichen. macht das der anwalt?
 
Das meiste wurde ja schon gesagt. Grundsätzlich brauchst du in vielen Erstinstanzen keinen Anwalt, also z.b. am Amtsgericht, es kommt aber immer grundsätzlich darauf an, vor welchem Gericht du Klage erhebst und dann ist das genau geregelt, ob du dir dort einen Anwalt nehmen musst oder kannst. Nimmst du dir einen Anwalt, dann können die Kosten wirklich sehr unterschiedlich sein, dass kann niemand jetzt hier pauschal abschätzen. Anwälte müssen sich aber an für sie geltende Gebührenordnungen halten, wie Ärzte, in denen dann gewisse Sätze geregelt sind, die sie abrechnen dürfen, aber auch hier kann dir keiner eine Kostenprognose machen. Und selbst wenn du den Prozess gewinnen solltest, wie bereits erwähnt, ist es wohl wahrscheinlich dass du die Kosten nicht tragen musst, aber auch nicht garantiert.

Edit: Also grundsätzlich kannst du auch selbst Widerspruch einlegen, dafür bräuchtest du nicht extra einen Anwalt, aber wenn du dir einen nehmen solltest, dann macht der das sicherlich für dich. Die Möglichkeit der Prozesskotenhilfe gibt es, aber dazu kenne ich mich leider nicht genug in der Materie aus, ich weiß nur, dass sie nicht einfach so jedem gewährt wird, der sie halt mal beantragt, würde ja sonst jeder machen und ein strenger Maßstab angelegt wird, aber ein Versuch wäre das bestimmt allemal wert, mehr wie abgelehnt werden kann es ja dann nicht.
 
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ArtjomZab schrieb:
..naja es handelt sich um einen streitwert von 300 euro und ich bin mir sehr sicher dass ich im recht bin ^^ nun bin ich student (bafög). in dem konkreten fall wurde ich verklagt.

ich denke ich könnte die kosten nicht selbst tragen, was macht man da?

beratungsschein beim zuständigen amtsgericht beantragen? dann prozesskostenhilfe? wieder zeit die man nicht hat, und bis nächsten freitag muss ich widerspruch gegen die klage einreichen. macht das der anwalt?

recht haben und recht bekommen sind zwei paar schuhe

Du kannst einen Beratungschein bekommen und Prozesskostenhilfe manche Anwälte beantragen das auch für dich
 
Auf Grund der hier im Forum geposteten Vorgeschichte und Deinem Kenntnisstand in Rechtssachen, rate ich Dir auf jeden Fall einen eigenen RA zu nehmen und diesen mit Prozesskostenhilfe zu finanzieren. Alle anderen Kosten des Verfahrens kannst Du derzeit sowieso nicht beeinflussen. Bitte nach Klagezustellung (!) einen fachkundigen RA besorgen, wie schon im anderen Thread gepostet!
 
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