Auto-Kredit/Leasing was ist besser?

@Odium:

Was soll eigentlich deine Hetze gegen Leasing oder KFZ Finanzierung?!

1.) Auch bei einer Finanzierung gehört das Fahrzeug dir und nicht der Bank. Erst wenn du die Raten nicht bedienen kannst hat die Bank ein Anrecht auf das Fahrzeug welches im Regelfall als Sicherheit für den gewährten Kredit dient.

Speziell im Bereich der 0% Finanzierungen wäre es schlichtweg dumm den Wagen direkt bar zu zahlen. Zwar sind die zu erwartenden Rabatte bei einer 0% Finanzierung nicht so hoch wie bei Barzahlern, aber die Zinsen die du für dein Geld bekommst wiegen diesen Effekt meist schnell wieder auf.

Es würde wohl niemand hingehen und sagen: "Das Haus gehört nicht dir" nur weil das neue Eigenheim über einen Kredit teilfinanziert wurde.

2.) Das Leasing ist, ähnlich wie das Wohnen zur Miete, natürlich ein super Instrument für jene die flexibel bleiben wollen.
Die Kapitalbindung ist, abhängig vom gewählten Leasingvertrag, gleich 0 und damit sinkt auch das Risiko.
Du hast ja selbst vorgerechnet, dass man, wenn man 500 € im Monat zur Seite legt alle 5 Jahre 30.000€ in ein Auto investieren könnte. Dazu muss man natürlich rechnen, dass man in der Zwischenzeit Kosten hat (speziell wenn die Garantie nach 2-3 Jahren ausläuft) und zudem für Versicherung und Steuern aufkommen muss.
Das sind also locker 100-150€/Monat die dazu kommen.

Den Leasingvertrag kannst du so gestalten, dass ein Fahrzeug permanent in der Garantiefrist ist. Nach 2 Jahren gibt man es einfach wieder ab. Zahlen muss man in der Zwischenzeit bestenfalls die Wartungskosten. Versicherung und Co sind oft enthalten ...

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Dieses Dumme: "Dein Auto ist dann aber nicht deins" gelaber kann nur von Leuten kommen die sich über ihr Fahrzeug definieren.
Denn jeder andere erkennt, dass ein Fahrzeug primär ein Gebrauchsgegenstand ist. Wie man diesen Gebrauchsgegenstand nun nutzt und wie man für die Nutzung bezahlt ist dabei vollkommen irrelevant. Jeder sucht sich das, was seiner Meinung nach für ihn das Beste ist.


/edit:

Deine Rechnungen über die Gehälter und das was man zur Seite legen kann haben mir übrigens gezeigt, dass du scheinbar den Bezug zur Realität etwas verloren hast.
Ein Netto Einkommen von 2500€ ist keinesfalls ein gewöhnliches Einkommen für einen Single.
Fang mal lieber bei 1800€ an zu überlegen ...

Am Rande sei gesagt dass man heut zu Tage noch locker 200€ für die private Altersvorsorge abziehen sollte ...

Dinge die man schnell vergisst wenn man die dickste Karre im Dorf fahren will :freak::
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Adam_Smith

Danke für die Erläuterungen.

Es ist wohl die weit verbreitete Meinung, dass wenn man ein Auto least oder finanziert, man es sich eigentlich gar nicht leisten kann.
Es wäre dann wohl so, als würde man beim leasing oder finanzieren weniger zahlen, als wie wenn ich es kaufe.

Fakt ist aber, dass ich nur das Auto evtl. eher habe, aber es dann genau so zahlen muss, als wie wenn ich es kaufen würde.

Leasen hat für mich folgende vorteile:

- Ich fahre immer das neuste Modell und immer einen Neuwagen, der nach meinen Wünschen konfiguriert ist.
- Da wir 13% Rabatt auf Neuwagen bekommen, ist die Rate nicht höher, als wie wenn ich einen gebrauchten finanzieren würde.
- Ich habe immer volle Garantie auf das Fahrzeug
- Ich brauche mich nicht um den Wiederverkauf kümmern
- Ich bekomme Sonderkonditionen bei der Versicherung. (VVG)
- Ich kann mein Geld dafür langfristig in Fonds anlegen, die langfristig wesentlich mehr Zinsen bringen, als was mich das Leasing Zinsen kostet.
- Ich habe mein Geld bereits jetzt in den Fonds. Abgeltungssteuerfrei.
- Ich weiß genau, was ich im Monat für das Auto ausgebe. Da ich mir keine Sorgen um Wartung oder Reperatur machen muss, da ich das mitgeleast habe. Ich kann also gut planen. Es kann nicht vorkommen, dass ich unerwartet Kosten für das Auto habe. Das einzige was ich noch selber zahlen muss, sind die Reifen. Bremsen, Reperatur, Verschleißteile, alles schon mit dabei.
- Jede Leasingrate die ich zahle, habe ich 1:1 in der Steuer als Betriebsausgabe. Ich brauche also nicht lange mit Abschreibungen und Restwert rechnen.
 
Es tut mir leid, ich wollte das nicht als Hetze klingen lassen, nur eine richtige Diskussion führen.

Man kann verschiedene Berechnungen anstellen und ich komme dann immer auf das Gleiche heraus: Wenn man das Kapital schon hat (sagen wir 20.000€), dann ist der Barkauf immer vorzuziehen.
Das hat mehrere Gründe. Volkswagen versucht im Moment mit 20% seinen Golf V rauszuwerfen um die Lager für das Modell 6 freizukriegen. Einen Rabatt bekommt man bei einer Finanzierung oder Leasing kaum.
Darüberhinaus kann man das Fahrzeug später auf dem Gebrauchtwagenmarkt verkaufen und muss nicht den Restwert des Händlers akzeptieren. Der dritte Vorteil ist, dass man bei Arbeitslosigkeit oder Geldknappheit keine Probleme bekommt, denn ob man eine Veränderung der Leasingrate mit dem Händler ausmachen kann, hängt von ihm ab. Viertens bekommt man bessere Konditionen mit der Versicherung, wenn man nicht nur Besitzer, sondern auch Eigentümer ist.
Fragt sich denn keiner, woher diese 0%-Finanzierungsangebote kommen? Damit bekommt man jene Leute, die sich sonst gar nicht für so ein teures Fahrzeug entscheiden würden.
Den Vergleich, das Geld in einen Fond zu stecken oder anderweitig anzulegen, lohnt sich eventuell im Einzelfall. Kann aber auch nach hinten losgehen.

Hat man allerdings kaum Eigenkapital, dann kommt man natürlich nicht um das Leasing oder die Finanzierung herum, wenn man einen teuren Neuwagen haben möchte. Das ist der Hauptvorteil.

Ich denke, durch die verschiedenen Ansichten wird sich jeder seine eigene Meinung bilden können.
 
@ Odium

Du hast noch nie ein Auto geleast, oder?

Bei der Versicherung gibts nämlich keine Unterschied, ob du Eigentümer oder Besitzer bist. Es wird nur unterschieden, ob der Halter und der Versicherungsnehmer gleich sind.

Wenn du aber ein Fahrzeug finanzierst, dann kriegst du von der Autohauseigenen Versicherung ein Angebot, an dass du mit der normalen Versicherung nicht ran kommen wirst.
 
Ich denke, um das ganze mal zusammen zu fassen, man kann keine pauschale Antwort geben, was für einen besser ist.

Für manche ist das Leasing besser, für manche die Finanzierung, und für manche der Barkauf.
Dazu kommen mathematische Gründe, aber auch das Ego spielt mit eine Rolle. Wie man aus den Antworten hier merkt, brauchen es viele für ihr Ego, wenn ihnen das Fahrzeug gehört. Andere, auch mir, ist das wiederrum völlig egal.
 
Zumindest in der Onlinekalkulation fragt Huk24 danach, ob das Auto geleast, finanziert oder eigenfinanziert ist.
 
Fragt sich denn keiner, woher diese 0%-Finanzierungsangebote kommen? Damit bekommt man jene Leute, die sich sonst gar nicht für so ein teures Fahrzeug entscheiden würden.

Oder ein Lockmittel für jene die es scheuen eine imense Kapitalbindung einzugehen bei einem Objekt das innerhalb der ersten Jahre massiv an Wert verliert ...

Den Vergleich, das Geld in einen Fond zu stecken oder anderweitig anzulegen, lohnt sich eventuell im Einzelfall. Kann aber auch nach hinten losgehen.

Auch hier irrst du gewaltig. Es lohnt sich nicht nur "eventuell im Einzelfall" ...
Viele Autohäuser sagen einem direkt ins Gesicht welche Rabatte bei Barkauf und welche bei Finanzierung möglich sind.
Entgegen der weit verbreiteten Meinung liegt der Unterschied oft bei deutlich weniger als 5%.

Einfache Rechnung wenn man nun überlegt, dass man sein Kapital heute in einer sicheren Analge mit über 5% verzinst bekommt.

Dabei ist ein gewichtiger Faktor noch nicht einkalkuliert: Die Inflation
Denn wenn ich einen Teil des Autos erst nach Jahren bezahle, hat die Inflation definitiv für mich als Käufer gearbeitet.

Kleines Rechenbeispiel:

Der PKW kostet neu 20.000€. Angeboten wird eine 0% Finanzierung.
Bei Barkauf gibt es 20% Rabatt, bei Finanzierung nur 15%.
Angenommen wird ein Finanzierungszeitraum von 48 Monaten bei 0€ Anzahlung. Die Abschlussrate soll 35% des Listenpreises betragen (Restwert des PKW).

Käufer A kauft bar:
Er zahlt also direkt die 16.000€ und geht mit seinem PKW nach Hause.

Käufer B finanziert:
Die Schlussrate nach 48 Monaten beträgt 7000€. Der Kaufpreis liegt bei 17000€.
Also müssen 10.000€ über 47 Raten abgestottert werden. Macht eine monatliche Rate von 212,77€.
Er legt also die 17.000€ an und bedient aus dem Anlagevermögen die Raten (das Anlagevermögen wird natürlich kleiner). Das Anlagevermögen wird mit 5% verzinst.

Rechnet man ohne Zinseszins, dann hat sich nach den 48 Monaten eine Summe von 2330€ Zinsen ergeben. Mit Zinsenszins ist die Summe noch um einiges größer. Ein Plus von 1330€ gegenüber dem Barkauf.

Selbst wenn man bei der Finanzierung nur 10% Rabatt bekommt, also 18.000€ zahlen muss ist man mit über 450€ im Plus (gegenüber dem Barkauf).

Ich denke, durch die verschiedenen Ansichten wird sich jeder seine eigene Meinung bilden können.

Es bleibt aber dabei: Wer sich bei 0% Finanzierung das Auto Bar kauft hat im Regelfall Geld verschenkt.
 
Choco2 schrieb:
@ Adam_Smith

- Jede Leasingrate die ich zahle, habe ich 1:1 in der Steuer als Betriebsausgabe. Ich brauche also nicht lange mit Abschreibungen und Restwert rechnen.


Läßt sich die Leasing rate auch bei nicht selbständiger Arbeit absetzen?

Überlege eigentlic auch bei jedem Autokauf ob sich Leasing lohnt, bisher ist es dann aber immer ein weder ein neuer geleaster noch ein neuer gekaufter sondern ein gebrauchter geworden. Da ich die ca 50% Wertverlust in den ersten 4 Jahren nicht mitmachen wollte.

Macht man die Rechnung jetzt aber neu auf und rechnet diverse Vergünstigungen + Zinseffekt mit herrein könnte es uner umstanden sogar dazu führen das ein neues 3 Coupe günstiger wäre als ein gebrauchtes? Würde mich ja schon reizen, allerdings fahre ich meine Wagen auch mehr deutlich länger als zwei Jahre (eher zwischen 5 bis 10, je nach Zufriedenheit).

Also derzeit ist es also ein gebrauchtes Mittelklasse modell für deutlich weniger als die hälfte des ehemaligen Neupreises, welches ich so lange fahre bis es "auf" ist und nur noch für wenige 1000€ weg geht.

Würde ich ein aktuelles Modell Leasen wäre ich auf eine Rate zwischen 400 und 500€/ Monat gekommen (in wie weit da jetzt Wartung und Versicherung enthalten war wurde mir allerdings nicht klar). 500€ pro Monat für ein Auto abzudrücken ist aber schon eine Hausnummer die ich nicht ereit bin zu zahlen. Da müßten dann also entsprechende Vergünstigungen entgehenstehen damits aufgeht.

Vielleicht kann mal jemand licht in dei Sache bringen, gerne auch per PM.
 
Die Leasingrate kann man nur als Selbstständiger absetzten.

Als Angestellter bleibt einem nur die Entfernungspauschale, bzw. 30 Cent pro Kilometer für Dienstreisen mit dem eigenen PKW.

Ich als Selbstständiger muss ich aber auch die privat gefahrenen Kilometer gegenrechnen. Das muss ich per Fahrtenbuch oder 1% Regelung machen.
 
mhm ich bin froh den Thread eröffnet zu haben.
Verfolge brav mit und bin jetzt um einiges schlauer :)
 
Deine Rechnung ist nachvollziehbar Adam. Ich hab aber keine Ahnung, ob 15% oder 10% Nachlass bei einer Finanzierung tatsächlich drin sind. Bei meiner Recherche bin ich auf keine Zahlenwerte gestossen (nur eben die allgemeinen 16% aus den Links oben). In einem Nebensatz wurde gesagt, dass man kaum bis keinen Nachlass bei Finanzierung/Leasing auf den Listenpreis erhält. Eine Suche darüber ist schwierig, die Begriffe ergeben bei mir nur Werbung.
Das man mehr Rabatt bei Barzahlung bekommt, macht ja Sinn. Der Verkäufer hat kein Risiko, dass man bei der Finanzierung irgendwann einknickt und er kann umso schneller ein neues Modell auf seinen Platz stellen (wenn er das heutzutage überhaupt will).

Falls bei einer Abzahlung nach vier Jahren tatsächlich ein Plus von 450€ auftritt, so wäre das für mich kein Kriterium. Geld ist schließlich nicht alles, andere Faktoren spielen da auch eine Rolle.
 
Odium schrieb:
Falls bei einer Abzahlung nach vier Jahren tatsächlich ein Plus von 450€ auftritt, so wäre das für mich kein Kriterium. Geld ist schließlich nicht alles, andere Faktoren spielen da auch eine Rolle.

Welche denn? Ich kenne keine die sich rational erklären ließen ...

Am Rande sind die 450€ auch das Minimum. Mit Zinseszinsrechnung ergibt sich ein Wert von ca. 650€.
Bei 5,5 % Rendite (auch mit großer Sicherheit möglich) ein Wert von 930€.

Das es Rabatte auch bei Finanzierungen gibt ist eine Erfahrung die ich selbst direkt beim Händler gemacht habe. Etwas Verhandlungsgeschick voraus gesetzt sind 10% keine Seltenheit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie du sicher schon herausgelesen hast, bin ich kein großer Freund von Konsumkrediten. Und der Konsumkauf an sich ist doch immer ein emotionales Geschäft - bei den einen mehr, den anderen weniger. Mir missfällt eben der Gedanke, für etwas jeden Monat zu zahlen, statt nur einmal. Das ist aber völlig individuell. Wenn der Autokauf ansteht und man rechnet so allerhand durch, so sind am Ende immer noch ein paar irrationale Faktoren dabei. Hier im Forum war vor einigen Monaten jemand, der wollte Beratung zum Thema Autokauf haben. Es stellte sich heraus, dass er seinen Gebrauchtwagen verkauft hatte, um einen Neuwagen zu finanzieren. Nach ein paar Wochen merkte er, dass er das Gefühl nicht ertragen kann, das Auto irgendwo abzustellen, weil ja jemand eine Schramme "reinparken" könnte. Also hat er den Neuwagen wieder vertickt und sich - soweit ich weiß - wieder einen Gebrauchten zugelegt. ;)
 
Seid wann ist eine Autofinanzierung ein Konsumkredit?

Ein KFZ ist doch kein Konsumgut sondern es steckt ein realer Wert dahinter. Dieser wird zwar geringer aber wenn man es geschickt gestaltet ist der Wagen immer weniger Wert als der Restkredit.

Konsumkredite zeichnen sich doch dadurch aus, dass sie für Güter vergeben werden bei denen das verkaufte Gut als Sicherheit niemals ausreicht. Beispielsweise bei Elektrogeräten die nach dem Kauf sofort 30-50% des Wertes verlieren, da sie gebraucht für den Kreditgeber kaum noch verwertbar sind.
 
wenn man es geschickt gestaltet ist der Wagen immer weniger Wert als der Restkredit

Hast du dich da verschrieben? Macht für mich wenig sinn wenn die Kreditsumme größer ist als der Gegenstand den ich damit finanzieren will?

Andersrum wärs doch schön, oder?
 
Man kann es auch kombinieren. Erst leasen und dann den restlichen geforderten Betrag X als Kredit abstottern. Aber ob das von Vorteil ist? (Kann ja sein man hat sich inzwischen in das Auto "verliebt" ^^ )
 
Ja hab mich verschrieben ... natürlich sollte das Auto mehr wert sein als der Restkredit ... :-)
 
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