News Bahnfunk-Störung: Wenn ein Update den Bahnverkehr stoppt

Sebbi schrieb:
ungemanagtes Tischswitche
Wo um Himmelswillen setzt man ungemangte Switches in Unternehmen ein? Die taugen für Privathaushalte, mehr nicht. Denen fehlen ja schon die Basics wie konfigurierbaren STP, von 802.1x, VLAN und dACL mal ganz zu schweigen.
 
conf_t schrieb:
Wo um Himmelswillen setzt man ungemangte Switches in Unternehmen ein?

nicht im Office Bereich ;)

Produktionsbereich, eher gesagt Produktionsstraßen, die nicht im Online Netz laufen und nur die einzelnen Einheiten untereinander kommunizieren müssen.
Ja es gibt dafür auch Industrial Lösungen, aber ehrlich gesagt, bevor man einen 10k managed Switch hinstellt, damit Straße mit sich selbst kommunizieren kann, nimmt man lieber 4 50 € 8 Port Desktop Gigabit Switche kann hat das selbe erreicht. Oder 16 Port, wenn ein 8er nicht alle zu verbindenden Segmente verbinden kann.

Da braucht es keine Fancy Features wie VLAN etc.

Und die Netgear Geräte halten nun schon 5 Jahre.
 
Ok. Dann ist deine ursprüngliche Aussage auf einen sehr kleinen Anwendungsfall zu sehen im Vergleich zu den omnipräsenten managed Switches im Enterpriseumfeld. Die angedeutete Parallele zu China Schrott bei GSM-R ist damit von dir selbst als falsch eingeräumt. Warum erst so nen Quatsch äußern? Bei GSM-R geht es nicht um irgendwelche Industrial Switches, ob gemanagte oder nicht. Das dürfte eher Datacenter Grade sein.
 
Mehr Regeln helfen garantiert oft schon absurd strangulierte Prozesse zu fixen. 🤪Auch dass verlegen mitten in der Nacht ist doch extrem kontraproduktiv. Da bist 8-15 Uhr auf Arbeit um dann nachts um 1 nochmal ziemlich übernächtigt was in die Produktion zu schieben.

Das Updates manchmal ganz doofe Side-Effekte haben, an die keiner denkt, kennt sicher jeder schon.

Ich bin noch am überlegen wie man solche Sachen in Changes reinhaut ohne das dann ne Endlospapiermaschine benötigt wird, wenn man es ausdrucken wollen würde.

Mehr Regeln und noch mehr schinden, kann es für mich jedenfalls nicht sein.
 
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conf_t schrieb:
Wo um Himmelswillen setzt man ungemangte Switches in Unternehmen ein? Die taugen für Privathaushalte, mehr nicht. Denen fehlen ja schon die Basics wie konfigurierbaren STP, von 802.1x, VLAN und dACL mal ganz zu schweigen.

Dort, wo man all das nicht braucht. Unsere Arbeitsgruppe hat sowas fuer unser internes LAN (wo nur unsere Geraete miteinander reden). Und da sind wir wohl nicht die einzigen. Ich glaube nicht, dass viele Privathaushalte Switches mit 48 Ports kaufen, die werden wohl schon zum Grossteil an Unternehmen gehen.
 
Nighteye schrieb:
Darum geht es nicht. Es geht darum das es keine Redundanz gab.
Also keine Backupsysteme. Der Verkehr muss mindestens 2 Sicherheitssysteme haben, da der Verkehr nie stoppen darf.
Also da steht das es eine Redundanz gab die aber wegen eines nicht gemeldeten fehlers nicht geschaltet wurde.
 
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Wenn es doch bloß eine Art Universal-Netzwerk gäbe, das schon auf Architektur-Ebene Routing-basiert ist um SPOFs zu vermeiden. Und wenn es dann noch schon fast allgegenwärtig wäre... Ein Traum. Wäre natürlich doof, wenn diese Allgegenwärtigkeit zufälligerweise auf Streckenabschnitten der Schiene nicht gegeben ist, aber wir fantasieren ja nur. :P

Aber mal ehrlich: Den Betrieb auf einem eigenen Netz zu haben ist schön und gut, aber bei Ausfall so zu tun, als gäbe es sonst nur noch die Postkutsche und Brieftaube zur Kommunikation, kanns doch auch nicht sein. Zumindest um den Betrieb geordnet einzustellen sollten auch normale Netze ausreichend sein, bzw. entsprechende Prozesse existieren.

Zur Not drosseln dann halt alle auf 50/80 km/h, aber zumindest kommen die Fahrgäste auch an, statt nur irgendwo zu stranden.

K3ks schrieb:
Hmmm, dachte zu erst an Russland
catch 22 schrieb:
war auch mein intuitiver erster Gedanke...
Konditionierung sitzt also. :P

Was Russland davon hätte, deutschen Pendlern auf den Sack zu gehen, während man sich an der Ukraine alle Zähne ausbeißt, wüsst ich da gern. :D
 
@Bright0001 meinst du das "normale" Handynetz?
Das ist ein normaler Backup-Pfad bei der Bahn, nennt sich mWn Modus P GSM.

Aber wie im Artikel schon steht, ein Backup kann nur dann helfen, wenn der Fehler vom System gemeldet wird, dann greifen die Backup-Ebenen direkt.
In diesem Fall haben die Systeme wohl keinen Fehler gemeldet und die Bahn musste wohl erst einen Angriff ausschließen, bevor die bestehenden Backup-Systeme gestartet werden.
 
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Bright0001 schrieb:
Was Russland davon hätte, deutschen Pendlern auf den Sack zu gehen ...

1. Es betrifft auch den Güterverkehr, was wesentlich schwerer wiegt

2. Unterstütztern zu schaden, die Stimmung in den Ländern zu verschlechtern, das Land weiter zu destabilisieren, indirekten wirtschaftlichen Schaden zuzufügen durch Verspätungen, Unzufriedenheit bei Abnehmern und so weiter. Nennt sich psychologische Kriegsführung.

3. Die Hoffnung das das Land so instabil wird, das es sich auf sich selbst konzentrieren muss und nicht mehr die Ukraine unterstützt.
 
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Ehh, ich schick den Post doch ab... #Aktive Maßnahmen
https://en.wikipedia.org/wiki/Active_measures

Bright0001 schrieb:
während man sich an der Ukraine alle Zähne ausbeißt
^^ Slava Ukrainii.
Bright0001 schrieb:
Was Russland davon hätte
🤷‍♂️ Pudding is a 6D chess master, Putler knows best, trust the plan, only 2 more weeks... 🫠
Schädigen des Gegners ohne "direkte Kampfhandlungen" bzw. Krieg, dann gibt es noch ideologisch die die denken das wir vor Russland zusammenbrechen, "the West is in decline"...

K3ks schrieb:
Da passierte und passiert noch deeuuutlich mehr, die haben den Rheinmetalltypen versucht zu ermorden, Waffenproduktion bzw. Zulieferer gab's hier auch Sabotage...

Witzige Schmankerl:
youtube.com/watch?v=5FnS-RLDx_s

youtube.com/watch?v=r4eJvwtQJu4
 
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jo89 schrieb:
Wäre klüger gewesen, zum "normalen" Fahrplan inklusive Verspätungen war wohl kaum ein Unterschied zu spüren 🤣
Aber nachdem alles ausgefallen war, konnte man sich die Verspätungen sparen was dazu beiträgt das die Statistik was Verspätungen angeht wieder besser aussieht!
 
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Als es das SW Problem nicht gab, fuhren hier die Züge nicht wegen der Hitze 😂

Für mich das schlechteste Mittel zu reisen. Ich nutze die Bahn nur im absoluten Notfall wenn nichts anderes mehr geht.


Meine Lebenszeit ist mir einfach zu wertvoll.
 
FB_IMG_1766744619415.jpeg
 
Nuklon schrieb:
Mehr Regeln helfen garantiert oft schon absurd strangulierte Prozesse zu fixen. 🤪Auch dass verlegen mitten in der Nacht ist doch extrem kontraproduktiv. Da bist 8-15 Uhr auf Arbeit um dann nachts um 1 nochmal ziemlich übernächtigt was in die Produktion zu schieben.
Es soll bei uns Menschen doch tatsächlich unterschiedliche Chronotypen geben 😉
Ich denke nicht, dass dort jemand von 08-15 und dann um 01 Uhr nochmal Spalier stehen muss.

Ferner finde ich es persönlich als vollkommen irre, dass hier NICHT zuerst in einer Testumgebung getestet wurde 🙄
Aber was ich in der vermeintlich professionellen IT so erlebe - da schockt mich das auch nicht mehr!

Spaßig, nun weiß jeder, dass es lediglich einen Fehler ohne Fehleroutput benötigt, um die Maschinerie lahmzulegen 🤌🏼
 
Kommando schrieb:
Wenn es so heiß ist, dass man im Elefanten Abkühlung sucht 🤣
Vlt hat es da drinnen ja nur 37° wie beim Menschen 🥳
Macerkopf schrieb:
Die Bahn wäre problemlos wirtschaftlich wenn die Politik für die notwendigen Rahmenbedingungen Sorgen würde (modernes Schienennetz).
Vorher sollten vlt noch versuchen, noch eine Spur an die Autobahnen zu flanschen

/s
Ergänzung ()

Fliz schrieb:
Ich korrigiere Dich mal, Schiene war dem Staat nie wichtig genug..
Wir sind doch der Staat?

Staat ist kein abstraktes Ding.
 
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"Dafür, dass sich so etwas nicht wiederholt, hat die DB neue Regeln eingeführt. Künftig werden Instandhaltungsarbeiten nur noch nachts zwischen 0 und 4 Uhr sowie ausschließlich in der inaktiven Redundanz durchgeführt und erst danach in die produktive Umgebung übernommen."

Ich fass mich echt an Kopf. So geht jedes normal denkende Mittelständisches Unternehmen vor, die auch nur ein Hauch von Verständnis für IT und ihre Systeme samt Risiken haben.

Ich nehme an für dieses grandiose Regelwerk haben die DB Verantwortlichen mehrere Millionen an Consulting Dienstleistung bezahlt? :volllol:
 
Shio schrieb:
Das es 90 Minuten dauert bis der Failover MANUELL aktiviert wurde, sollte eigentlich Grund genug sein in dem Verantwortungsbereich das Personal und die Workflows aufzuräumen.
Das geht echt überhaupt nicht in meinen Kopf wie das überhaupt so lange dauern kann.
Die Mitarbeiter waren plötzlich mit einem unerwarteten Problem konfrontiert und hatten anfangs überhaupt keine Ahnung, was los ist. Die Systeme liefen alle und haben laut Pressemitteilung auch keine Fehler gemeldet, obwohl tatsächlich gar nichts mehr funktioniert hat. Zudem war unklar, ob es einen Zusammenhang mit den Routine-Wartungsarbeiten oder vielleicht einen Cyber-Angriff gab.
Selbstverständlich muss erst das Problem analysiert werden (und das dauert eben), bevor man überstürzt irgendwas umschaltet und damit unter Umständen alles noch schlimmer macht. Was dies für Konsequenzen haben kann, sieht man in der Luftfahrt: Es ist schon mehrfach vorgekommen, dass Piloten bei einem Triebwerksfall das falsche Triebwerk abgeschaltet haben und abgestürzt sind, obwohl sie für diese Situation trainiert sind (z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/TransAsia-Airways-Flug_235 oder https://de.wikipedia.org/wiki/Jeju-Air-Flug_2216).
LucasAppelmann schrieb:
Genau das hätte ich doch bereits als die Standard-Vorgehensweise angenommen? Erst wird der "Backup"-Teil aktualisiert, bei Erfolg darauf umgeschaltet (PROD ist danach BACKUP) und dann die ursprüngliche Produktionsumgebung mit dem Update versehen. Wenn schon keine Testumgebung bereitsteht.
Ich gehe davon aus, dass dies für kritische Wartungsarbeiten bereits Standard war und man die Wartung am Core-Switch als weniger kritisch eingestuft hat. Wahrscheinlich gab es ähnliche Wartungen schon sehr oft ("Routine") und noch nie Probleme.
M@tze schrieb:
Echt jetzt DB?! Ihr rollt ein Update in der Produktivumgebung aus, ohne es vorher in einer Testinstanz gecheckt zu haben?! Bei so einer kritischen Komponente?! 😵‍💫🤪
Silencium schrieb:
Ferner finde ich es persönlich als vollkommen irre, dass hier NICHT zuerst in einer Testumgebung getestet wurde 🙄
Sofern es ein Bug war, der nur unter ganz bestimmten Bedingungen auftritt, wäre dieser in einer Testumgebung wahrscheinlich gar nicht aufgetreten.
Shio schrieb:
Was für Systeme meint du? Die Meldung, dass das ganze System still liegt, sollte ja wohl nicht mehr als 5min dauern bei tausenden bis zehntausenden Teilnehmern?
[...]
Du willst mir doch nicht verkaufen, dass zu checken warum der Failover nicht gegriffen hat, lange dauert? Aber vielleicht ist da mein Anspruch solch hoch kritischer Infra auch einfach zu hoch, vor allem wenn einfach unendeckt bleibt das der Failover nicht funktioniert.
Dass das System nicht funktioniert, haben sie wahrscheinlich sehr schnell gemerkt. Aber wenn gleichzeitig kein einziges System einen Fehler meldet, muss aber erst einmal der Fehler gesucht werden. Es bringt schließlich wenig wahllos irgendwelche Komponenten auf ein Backup umzuschalten, wenn man gar nicht weiß, welche Komponente gestört ist.
Shio schrieb:
Ja das Problem mit den "Prozessen und Abläufen" ist halt so ein typisch deutsches Problem.
Zudem würde mich auch absolut nicht wundern wenn die Bahn an der digitalen Infra auch so weit spart, das es nur eine Frage der Zeit war bis so ein Problem auftritt.
PC-Zocker schrieb:
Typisch Deutschland...
Wir sind am Ende. Bald bekommen wir Fresspakete aus dem Kongo.
Ich verstehe absolut nicht, warum man so einen Kommentar schreibt. Weltweit fallen ständig irgendwelche redundanten System aus. Davon bekommt man allerdings nur etwas mit, wenn man selber betroffen ist.
Ein paar Beispiele aus den letzten Jahren:
2022 musste der schweizer Flugraum für 5 Stunden aufgrund einer Netzwerkstörung gesperrt werden: https://www.srf.ch/news/schweiz/tot...-luftraum-das-sind-die-ursache-und-die-folgen
Ebenfalls 2022 fiel in Kanada das Netz von Rogers für 15 Stunden aufgrund einer Routingstörung aus und legte Festnetz, Mobilfunk, Bankautomaten und auch den Notruf lahm: https://en.wikipedia.org/wiki/2022_Rogers_Communications_outage
Ähnliches ist 2023 auch bei Optus in Australien passiert: https://en.wikipedia.org/wiki/2023_Optus_outage
Auch 2023 durften in den USA für 1,5 Stunden keine Flugzeuge starten, weil die NOTAM-Datenbank ausgefallen war: https://en.wikipedia.org/wiki/2023_FAA_system_outage
 
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donativo schrieb:
"Dafür, dass sich so etwas nicht wiederholt, hat die DB neue Regeln eingeführt. Künftig werden Instandhaltungsarbeiten nur noch nachts zwischen 0 und 4 Uhr sowie ausschließlich in der inaktiven Redundanz durchgeführt und erst danach in die produktive Umgebung übernommen."
[...]
Ich nehme an für dieses grandiose Regelwerk haben die DB Verantwortlichen mehrere Millionen an Consulting Dienstleistung bezahlt?

Oder das obere Management hat vorher der entsprechenden Abteilung die Ueberstunden gestrichen, und als die auf Probleme mit Instandhaltungsarbeiten waehrend der regulaeren Arbeitszeit hingewiesen haben, hat das obere Management eine Consultingfirma dafuer bezahlt, diese Einwaende mit einem Gefaelligkeitsgutachten zu beseitigen, ohne dass es am oberen Management haengenbleibt, wenn doch was passiert. Oder beides.
 
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