News Bang & Olufsen BeoSound: Smarte Lautsprecher für 1.500 und 2.000 Euro

RYZ3N schrieb:
Ich bleibe dabei, selbst zwischen dem Beolab 90 und den Focal High-End Serien liegen noch einmal Welten.

Zwischen einem passiven und einem aktiven Lautsprecher mit Einmessautomatik liegen Welten, dass ist vollkommen korrekt. Es gibt da so einen interessanten Punkt bei der BeoLab 90... ein anderer ist der:

Technical Specifications:

Note: Total System measurements performed with Sound Design set to “Flat on-axis” and Active Room Compensation disabled. Frequency Response: 25.2Hz to 28.1kHz (±1dB,1/3octave smoothed)

Der Preis ist natürlich verrückt, allerdings bietet die BeoLab 90 Bordmittel für eine wohl anständige Entzerrung für den eigenen Hörplatz, anders als ein passiver Lautsprecher... (…).

Nur für die 18 Lautsprecher-Chassis einer BeoLab 90 würden man - privat etwa 4000€ zahlen. Dazu kommen die 14 ICEpower-Verstärker, die restliche Elektronik und die Software. Das Gehäuse ist komplett aus Aluminium... nur der Sockel ist aus Holz, was kostet das alles zusammen? Was ich sagen möchte? Einen solchen Lautsprecher kann man nach mehreren Jahren Entwicklungsarbeit sicherlich nicht für 10.000€ verkaufen, möchte man daran Geld verdienen.

Der BeoLab 90 könnte auch nur ein klassischer Lautsprecher sein, Bang & Olufsen wollte aber gar keinen klassischen Lautsprecher bauen, you know? Wenn du das verstanden hast, hast du einen ganz großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Was haben denn grundsätzlich solche passiven Trümmer von Focal für 50k€ Paarpreis gegen (Beispiele) die ATC SCM 150 ASL Pro (circa 20k€), ME Geithain RL 901K (circa 10K€), Neumann KH 420 (circa 8k€) zu melden außer Design? Nichts?

Ab einem bestimmten Preisbereich zahlt man nur noch für Design oder Exklusivität, bei jedem HiFi-Hersteller.

Ich behaupte schlüssig, dass die Beolab 90 richtig eingemessen (!) (nach dem erstellen einer neuen ARC Zone) und konfiguriert (z.B. mit Low-Shelving Filter und Peak Filter) über die zur Verfügung stehenden, integrierten Möglichkeiten besser klingen - als die passiver Trümmer von Focal an einem Eisenschwein ohne jegliche Korrektur.
 
Zuletzt bearbeitet:
Music Clef schrieb:
Ich behaupte schlüssig, dass die Beolab 90 richtig eingemessen (!) (nach dem erstellen einer neuen ARC Zone) und konfiguriert (z.B. mit Low-Shelving Filter und Peak Filter) über die zur Verfügung stehenden, integrierten Möglichkeiten besser klingen - als die passiver Trümmer von Focal an einem Eisenschwein ohne jegliche Korrektur.
Herzlichen Glückwunsch, voll auf das Marketing rein gefallen. Ohne realem Test ist das absolut nicht möglich zu beurteilen. Und alles was ich von B&O bisher gehört hatte war aus der Kategorie: Ganz nett - falls überhaupt.
 
Hallo iamunknown,

das hat gar nichts mit Marketing zu tun. Ich habe mir einfach mal die Bedienungsanleitung zu den BeoLab 90 angeschaut. Sehr wohl kann ich beurteilen, dass sich zwei Lautsprecher signifikant voneinander unterscheiden werden, wenn einer von beiden (OOTB) diverse Anpassungsmöglichkeiten bezüglich der Raumakustik bereitstellt und der andere nicht.

Ich für meinen Teil orientiere mich an harten Fakten und nicht an Hass-Postings oder rein subjektiver, persönlicher Meinung. Die hier geführte Diskussion über Bang & Olufsen ist teilweise absurd. Es gibt Lautsprecher die liefern perfekte Messegenbisse und dann gibt es Lautsprecher die klingen gut... ich sehe da kein Problem. Es gibt halt Hersteller, die wollen das Ihre Lautsprecher klingen...

Ich finde es sehr gut, dass es noch Manufakturen gibt, die keine klassischen Lautsprecher bauen.


MfG
MC
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: PeterPlan
Music Clef schrieb:
Ich für meinen Teil orientiere mich an harten Fakten [...] Es gibt Lautsprecher die liefern perfekte Messegenbisse und dann gibt es Lautsprecher die klingen gut...

Passt ja perfekt zusammen. Wat ein Geschwurbel, fehlen nur die Voodookabel.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: I'm unknown
Hallo,

ich meinte mit "gut klingen" - Lautsprecher die der Hersteller nicht bewusst auf einen glatten Frequenzgang hin züchtet, sondern seine persönliche Note hinterlässt. Es spricht nichts dagegen dann zu sagen, wenn mir diese Abstimmung als stimmig erscheint, dass ich den Klang gut finde. Das hat wiederum mit Voodookabel gar nichts zu tun. Harte Fakten sind dann: Ein linearer Frequenzgang oder kein linearer Frequenzgang. Und offensichtlicher Weise, könnte ich mir die Beolab 90 auspacken, aufstellen und breitbandig so anpassen, wie ich das möchte.

Die BeoLab 90 hat oben - links und rechts je einen Mitteltöner und einen Hochtöner die versetzt im Winkel - Schall abstrahlen, nach vorne - hinzu das gleiche nochmal auf der rückseitig. Seit wann ist das ein konventionelles Lautsprecher-Design? Und warum ist das so gebaut?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: pmkrefeld
Seit wann sind den wieder Lautsprecher angesagt die möglichst viel indirekten Schall erzeugen?

Glaubt Bose nicht auch das indirekter Schall was ganz tolles ist?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich sagte nicht, dass das angesagt ist... sondern diese Lautsprecher so gebaut sind. Für was das gut sein kann oder gedacht ist, kann man der Bedienungsanleitung entnehmen. Das kann man jetzt umschreiben wie man das möchte.

Da sich dahinter noch eine Elektronik befindet und ein Messalgorithmus, würde ich mir das schon gerne mal eingemessen anhören, zugeschnitten auf meinen Raum und oder Anforderungen/Erwartungen. PS: Ich rede die Beolab 90 nicht schön, dass ist nur eben kein klassischer Lautsprecher. In Anbetracht dessen, dass klassische passive Lautsprecher-Trümmer mich 50k€ kosten und so was 70k€... würde ich als Milliardär mir die Beolab 90 bestimmt mal aufstellen, die passiven auf keinen Fall.

Ich würde die Beolab 90 aber sprichwörtlich als Spielzeug betrachten, macht bestimmt Spaß und ich glaube auch das hören über diese Lautsprecher... mal was anderes... (...). Ich wüsste nicht einen Grund, warum ich für zwei passive Lautsprecher einen hohen fünfstelligen Betrag hinlegen sollte, für aktive Lautsprecher - sieht das anders aus. Und wenn mal eins geil ist, dann ein integriertes Einmesssystem und dazu zahlreiche und sinnvoll konfigurierbare Filter.

Im Prinzip ist das was Bang & Olufsen da anstrebt, bemerkenswert. Einen Lautsprecher den ich frei auf meine Raumakustik und oder wechselnde Abhörpositionen im Raum anpassen kann, ohne weitere Hilfsmittel. So wie ich das sehe, bieten sich hier zahlreiche Optionen um den Lautsprecher anzupassen oder den Klang am Hörplatz zu linearisieren. Grundlegen ist das positiv.

PS: http://www.tonmeister.ca/wordpress/2015/10/06/beolab-90-behind-the-scenes/

Zitat: "Die „Active Room Compensation“ ermöglicht es nicht nur, den Klang an die Raumakustik anzupassen, sondern sogar, ihn für eine beliebige Hörposition zu optimieren – also nicht nur für den Sweet Spot."

EDIT:

Mich interessieren die Bang & Olufsen BeoSound oder die BeoLab 90 mehr, als diese klassischen, standardisierten, auf den Massenmarkt zugeschnittenen Messlaborleichen, die gefühlt zeit zwei Millionen Jahren den Markt überschwemmen.

Jedes Jahr auf´s neue, bringen die bekannten HiFi-Manufakturen neue passive High-End-Modelle, die alles revolutionieren und deren Klangumschreibungen den Eindruck hinterlassen müssten, als hätte man da etwas neues erfunden.

Schon lange vor Klippel hat man hervorragende Lautsprecher (und Chassis) gebaut... und passive Lautsprecher langweilen mich eigentlich nur noch. Und was in der heutigen Zeit alles als aktiver Nahfeldmonitor angepriesen wird, da wird mir sehr unwohl.

Focal (u.a.) soll mal eine BeoLab 90 bauen, dass Bang & Olufsen einen klassischen Referenz Standlautsprecher bauen könnte, steht komplett außer Frage. Das können die mit 101% Sicherheit, die wollen das aber gar nicht, die wollen BeoSound... im Portfolio.
 
Zuletzt bearbeitet:
shagnar schrieb:
Auch wenn ich vom Klang her immer noch sehr zufrieden bin, stören mich die "Klötze" mittlerweile sehr, vom elenden Kabelsalat mal ganz zu schweigen. Für Filme finde ich das Setup eigentlich immer noch ganz ok und was Musik betrifft, so bin ich mir nicht sicher, ob ich wieder (Für meine Verhältnisse!) so "viel" Geld in eine neue Anlage investieren würde.

Ich bin zwar ein Schritt weiter (von 5.1 auf 2.0 upgegraded :D) hab das Problem aber immer noch.
Im Moment werkeln bei mir immer noch sehr große Klipsch-Türme die darüber hinaus noch sehr großen Abstand zur Wand brauchen, sie klingen toll, beanspruchen aber auch Unmengen an Platz. Alles was mithalten könnte und ein kleineres Format mitbringt ist sehr viel teurer.

tek9 schrieb:
B&O ist Lifestyle Kram für Leute mit viel Geld. Daher macht es keinen Sinn hier Vergleiche mit gestandenen Anbietern aus dem Hifi und High End Segment zu ziehen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Je nachdem wie du Lifestyle definierst liegst du falsch oder auch richtig. B&O hat durchaus eine ganz andere Kundschaft als ein normaler HiFi-Händler. Ich habe mich letztens darüber mit einem B&O-Verkäufer unterhalten. Die Leute die B&O kaufen wollen ihren Lebensraum nicht nach der Akustik richten und dennoch einen Super Klang haben, in der Regel ist auch das Bild dass an der Wand zwischen den Boxen hängt deutlich mehr Wert als die Boxen selbst. Da macht die ganze Technik von B&O mehr als Sinn. Darüber hinaus ist der Hörprofil anders, die Beolab 50 konnte von dem was ich bisher so gehört habe Zimmerlautstärke mit Abstand am besten, und das bei einer normalerweise katastrophalen Aufstellung, auch die Einmessung war Punktgenau im Stereobetrieb. Bei (sehr) hohen Lautstärken musste aber auch die DSPs der Beolab das Handtuch werfen.
Es ändert aber nichts daran dass ich in dem Bereich keine LS gesehen habe die auch nur ansatzweise so flexibel sind.

IMAG0953.jpg



Music Clef schrieb:
Ich behaupte schlüssig, dass die Beolab 90 richtig eingemessen und konfiguriert über die zur Verfügung stehenden, integrierten Möglichkeiten besser klingen - als die passiver Trümmer von Focal an einem Eisenschwein ohne jegliche Korrektur.

iamunknown schrieb:
Herzlichen Glückwunsch, voll auf das Marketing rein gefallen. Ohne realem Test ist das absolut nicht möglich zu beurteilen. Und alles was ich von B&O bisher gehört hatte war aus der Kategorie: Ganz nett - falls überhaupt.

Ihr macht beide den gleichen Fehler, einen perfekten Lautsprecher gibt es nicht und es sieht auch nicht so aus als ob es den je geben wird. Darüber hinaus wurden die B&Os und die Focals für völlig unterschiedliche Zwecke gebaut, zu behaupten dass eine wäre im allen besser als das andere ist Quark.

@iamunknown
Hier muss man auch nach dem eigenen Geschmack unterscheiden, ich habe mal mit einer ATC SCM19 geliebäugelt die auch wirklich überall hoch gepriesen wird als eine der besten Kompaktboxen ihrer Klasse.
Ich wusste nach 10 Sekunden dass ich der Box nichts abgewinnen kann. Heißt das jetzt dass ATC schlechte Lautsprecher baut?
 
Hallo pmkrefeld,

ich sprach vom Klang (der Übertragungskurve) in meinem Raum, am Abhörplatz. Der Klang wird ja durch die akustischen Eigenschaften des Raumes bestimmt. Hier zu sagen, dass ein Lautsprecher den ich vielfältig auf die Raumakustik anpassen kann, besser klingen wird, als einer den ich nicht anpassen kann, damit dürfte ich wohl Recht behalten. Geht man davon aus, das hier besser, linearer meint, nämlich entzerrt.

Viele Leute machen seit 100 Jahren den gleichen Fehler, teure, gute, möglichst großer Lautsprecher - heißt auch guter Klang im Raum... das stimmt nur nicht. Und du weißt auch warum das nicht stimmt. 50k€ passive Lautsprecher in irgendein Wohnzimmer rein geklatscht, an einem Eisenschwein, ohne Korrektur... ist Geisteskrank. Und wird in 99% der Fälle - weit weg von guten Klang sein.

MfG
MC
 
Music Clef schrieb:
Ich wüsste nicht einen Grund, warum ich für zwei passive Lautsprecher einen hohen fünfstelligen Betrag hinlegen sollte, für aktive Lautsprecher - sieht das anders aus. Und wenn mal eins geil ist, dann ein integriertes Einmesssystem und dazu zahlreiche und sinnvoll konfigurierbare Filter.

Ich schon, und zwar weil keiner die Dinger günstiger bauen kann.
Ein asymmetrisches verstärktes 200kg schweres Gehäuse aus Flugzeugaluminium in Kleinserie zu bauen kostet nun mal ein kleines Vermögen. Dass dann entsprechend zu lackieren kostet schon mehr als die meisten High-End Boxen komplett kosten. Oder zusammen mit dem Frauenhofer Institut den größten Diamanenten der Welt züchten damit dieser als Membran für den Mitteltöner eingesetzt werden kann. Oder tagelang Membranen mit Partikelkanonen bestrahlen damit sich auf der Oberfläche Titansalzkristalle bilden können. Sollte offensichtlich sein dass das nicht für 1000€ pro Paar geht.

Und der Unterschied ist leider deutlich hörbar.
Ergänzung ()

Music Clef schrieb:
Hier zu sagen, dass ein Lautsprecher den ich vielfältig auf die Raumakustik anpassen kann, besser klingen wird, als einer den ich nicht anpassen kann, damit dürfte ich wohl Recht behalten.

Durchaus, ist halt ein anderes Anforderungsprofil. Ist halt die Frage ob der Raum ein konstante ist oder nicht. Wenn ich mir Focals Grande Utopia samt Elektronik für ~200k € ins Haus stelle ist ein geeigneter Hörplatz wohl das kleinste Problem.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Music Clef
Die Neumann KH 80 DSP laufen im Messraum von 60Hz bis 20 kHz im einen Toleranzbereich von ±0,6 dB, mit einer Paarabweichung von 0,23 dB. Da erspare ich mir (ohne das böse zu meinen!) Diskussionen über eine Diamanenten-Membran. Ich weiß was du meinst und du hast schon Recht. Ich erspare mit grundsätzlich tiefgreifende Diskussionen über das Membranmaterial.

https://www2.ak.tu-berlin.de/~akgroup/ak_pub/abschlussarbeiten/2010/RotterAndreas_MagA.pdf
 
@Music Clef

Danke für den interessanten Link, allerdings sind deine Schlussfolgerungen mMn. viel zu weitreichend. Das Paper selbst drückt es sehr eindeutig aus:

Der verbreitete Volksmund kann damit zumindest unter diesen Bedingungen als widerlegt betrachtet werden. Weitere binaurale Vermessungen und Simulationen können nun durchgeführt werden, um die Auswirkungen von anderen Parametern wie beispielsweise der Richtcharakteristik und der daraus resultierenden treiberspezifischen Interaktion mit dem Raum festzustellen.

Ein anderer Punkt ist dass dort nur recht übliche Materialien verwendet wurden, gerade die Varianten die ich erwähnt habe sind außen vor (Keramik, Diamant, Ionen-Höchtöner, Titan, usw.). Es lässt sich wohl kaum darüber streiten sich dass das Membranmaterial unmittelbar auf Parameter wie Dämpfung, Zerfallsfrequenz, Impedanz, Eigenschwingung und Gewicht auswirkt. Und vor allem ist das nicht nur auf Hochtöner beschränkt.

Dann noch die Menge der Probanden: 10. Das ist weder statistisch relevant noch sind die Probanden mit dem Thema vertraut, und ja das würde ich voraussetzen.

Und dann für mich der Sargnagel: virtueller Lautsprecher und abspielen über einen Kopfhörer, was soll das bitte bringen?

Ich würde mal vorschlagen: Selber hören. Kostet nix und einen HiFi-Händler der entsprechend ausgestattet ist muss man nicht so lange suchen. Oder dich einfach weiterhin jeglicher Diskussion verweigern weil du ein Paper gelesen hast.

Ein weiterer Punkt: dein behaaren auf einen linearen Frequenzgang. Wenn das die einzige Messgröße wäre würde ich dir recht geben, dass ist es aber bei weitem nicht. Ich würde sogar behaupten dass es eine der unwichtigsten Messungen ist, was bleibt nämlich von deinem perfekten Frequenzgang wenn du die Boxen in einen echten Raum einmisst? Genau, nichts.
 
@pmkrefeld kannst du bitte aufhören hier den Erklärbär zum besten zu geben.

Ich hatte B&O in dem von dir zitierten Beitrag klar und verständlich verteidigt. Daher ist es schon peinlich wenn du den Kontext von meinem Beitrag nicht verstehst und mir dann genau das was ich selber geschrieben habe mit anderen Worten nochmal verkündest.

Die selbsternannten Audio Päpste in diesem Forum sind echt der Witz :D

Ich habe soeben neues Popcorn geholt...
 
Ist das Wort #
"lifestyle" für dich so dermaßen negativ belastet das du jedem ungefragt und ungewollt die Philosophie von B&O erklären musst?

Statt reflexartig in die Tasten zu hauen, hättest du besser noch die anderen Beiträge von mir lesen sollen... ;)
 
Hallo pmkrefeld,

ich habe schon (als Privatperson) viele Lautsprecher gehört und selber gebaut. Es gibt nur eine Methode, Lautsprecher objektiv miteinander zu vergleichen und das mit Hilfe der resultierenden Ergebnisse aus zahlreichen Messungen, aus dem Messraum.

Ein perfekter und komplett durch-entwickelter Lautsprecher hat grundsätzlich einen sehr linearen Frequenzgang, aus diesem kann man andere Parameter errechnen (!) oder ableiten. Ein Lautsprecher hat das Eingangsignal so wiederzugeben, wie es ist, mit möglichst wenig Veränderungen.

Das Membranmaterial, mit seinen Eigenschaften hat natürlich Auswirkungen. Die Frage ist, wie stark sind diese Auswirkungen auf den wahrgenommenen Klang, wenn entsprechend gefiltert wird.

Du nimmst einen herkömmlichem TMT mit beschichteter Papiermembran und einen mit Alu-Membran, dazu einen klassischen Gewebehochtöner und einen mit Aluminiummembran. Aus einem breiten Spektrum an zu Verfügung stehenden Chassis, kannst du daraus zwei aktive - Lautsprecher bauen (mit leicht unterschiedlichen Außenmaßen), die sich nicht nachhaltig unterscheiden werden, im Messraum. Ich behaupte dann weiter, sehr viele werden da keinen Unterschied hören.

Hier im Forum gilt, ein Bändchenhochtöner ist gut, besser als eine Gewebekalotte - weil es ein Bändchen ist. Das ist nur falsch. Und genau diese Art von Mythos hält sich hartnäckig auch an anderen Stellen.

Nicht die Bauform oder das Material ist für das wichtige Endergebnis entscheidend, sondern primär die Filterung. Lautsprecher-Chassis werden heute professionell mit Laser ausgemessen und am Computer entwickelt. Das Membranmeterial spiel keine entscheidende Rolle, solang das eingesetzte Chassis an sich, keine signifikanten Schwächen hat.

Die Neumann KH 80 DSP hat recht normale Chassis, die allerdings durch-entwickelt und perfektioniert sind, dann folgt der phasenkorrigierte Filter 8. Ordnung (48 dB/Oct) bei 1,8 kHz. Diese Lautsprecher sind so gut, weil da so ziemlich an jeder Stelle geschraubt wurde, bis ins kleinste Detail.

MfG
MC

EDIT:
pmkrefeld schrieb:
@Music Clef
was bleibt nämlich von deinem perfekten Frequenzgang wenn du die Boxen in einen echten Raum einmisst?

Das ist der alles entscheidende Punkt, für den Klang aber nicht für das Übertragungsverhalten (das Qualitätsmerkmal) des Lautsprechers.

Nur... das was dann am Hörplatz als Klang wahrgenommen wird, ist das Resultat aus zwei Komponenten, Lautsprecher und Raum. Eine Diskussion darüber, wie ein Lautsprecher A, in Raum A, bei Aufstellung A klingt, ohne Optimierungen an der Raumakustik oder elektronischer Korrektur - interessiert mich nicht.

Denn das ist genau das, was der Käufer für sich entscheiden muss. Ist der Klang für mich gut oder nicht. Gute (oder eben keine so guten) Messergenbisse lassen sich nicht wegdiskutieren. Anforderungen und Wünsche (Grenzdynamik, Frequenzgang, Abstrahlverhalten) an den guten Klang sind genau so variabel, wie die Raumakustik (Reflektion, stehende Wellen, Nachhallzeit, Diffusschallanteil) und die Aufstellung (boundary gain, Entfernung) der Lautsprecher.

Der Frequenzgang am Abhörplatz ist das mit Abstand wichtigste Kriterium aber nicht das einzige.

Ein Lautsprecher kann in Raum A gut funktionieren und in Raum B gar nicht. Eine massive Überhöhung im Bass ist vorhanden, wenn sie vorhanden ist, korrigiere ich diese nicht, bleibt sie vorhanden. Anders: Da wo Lautsprecher im Nahfeld super funktionieren, sind sie freistehend in einem großen Raum unbrauchbar.

Die Neumann KH 80 DSP sind für einen großen Abhörraum, auf Entfernung nicht zu gebrauchen, dass ändert aber GAR NICHTS daran, dass das nahezu perfekte Lautsprecher sind. Ein guter Lautsprecher, bleibt ein guter Lautsprecher. Was die Raumakustik für Auswirkungen hat, liegt nicht in den Händen des Entwicklungsteams der Lautsprecher-Manufaktur.

Und wenn man einen kleinen DSP getunten Lautsprecher oder Subwoofer nur in einem kleinen Raum bei vergleichsweise niedrigen Abhörpegeln nutzt, dann ist das Argument für den Besitzer, in Bezug auf mangelnde Grenzdynamik oder ein frühzeitiges eingreifen des Limiters irgendwo kein Argument. Denn beide Produkte bleiben eine Referenz, in Bezug auf die unteren Grenzfrequenz, bei kleinen Pegeln...

Ein Lautsprecher der dann eine ganz Oktave höher spielt (im Bass bei Pegel X und dann noch mehr als 2-mal so groß ist), ist da einfach kein Vergleichsprodukt, da fehlt nämlich eine Oktave bei Pegel X. Und eine Oktave im Bass ist grundsätzliche viel, dass erfordert nach Lehrbuch den vierfachen Membranhub.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: PeterPlan
Zurück
Oben