@dacapo
Dabei wäre aber genug Geld vorhanden um ein BGE für Bedürftige einzuführen.
Leider ist die ganze Diskussion sowas von scheinheilig das es einem schon schlecht wird dabei. Da wird lieber diskutiert ob Gehälter nun gestiegen sind oder nicht, oder bei wem sie gestiegen sind und weiteres bla bla bla.
Dieses Blabla ist nötig um mit Verstand das Problem anzugehen. Deine Ausführung zum BGE ist FALSCH.
BGE für Bedürftige scheitert am Namen. "Bedingungsloses Grundeinkommen". Bedingungslos. Das heißt, es ist gar nicht für Bedürftige. Es ist für alle. Somit für jeden. Ob Kinder, Rentner, alle. Und das macht unser gesamtes bisheriges Leben nicht mehr möglich. Es sind so viele Änderungen die damit einhergehen, dass unsere Wirtschaft so nicht mehr funktioniert, unsere bisherige Sozialversicherung nicht mehr funktioniert, unser Geldsystem nicht funktioniert. Und und und. Und damit geht es wiederum den Menschen schlechter.
Er löst keine Probleme, es erschafft nur welche. Und wir haben es schon eine Seite vorher diskutiert. Als Endziel, nach einer langen Reihe von kleineren Lösungsansätzen und Änderungen, ist ein BGE für wirklich jeden eine tolle Sache, denn er wird nicht mehr auf seine Arbeit reduziert und die, welche Geld haben und arbeiten gehen, fangen die Bevölkerung die bedürftig ist auf.
Das ist aber zum jetzigen Zeitpunkt völlige Utopie. Sondern ein Schritt für Schritt annähern.
@Lübke
dass immer mehr frauen sobald die kinder in den kindergarten kommen auf 400€-basis stundenweise wieder arbeiten
Das ist genau dasselbe Problem, welches du ansprichst. WELCHE Frauen? Frauen in Einkommensschwachen Schichten, oder Frauen in Schichten in denen der Mann viel verdient? Wenn die Kinder abgeschoben werden, warum dann noch Kinder? Werden die Kinder gut versorgt? Lernen die Kinder genug? Haben sie zu essen? Trinken? Kleidung? Werden sie gefördert und gefordert?
wenn man einfach alles so unkritisch hinnimmt und nicht hinterfragt, ist die ganze diskussion doch irgendwie witzlos, findest du nicht?
So ist es. Es fehlen einfach Informationen.
sie alle haben einen ehemann mit ausreichendem einkommen.
In dem Falle, verzeihe es mir, musst du demnach mehr nachdenken darüber wen du ansprichst. Denn das ist bei weitem nicht immer so. Und wenn es nicht immer so ist, muss man sich fragen WARUM die Frauen jetzt alle arbeiten gehen. Geht es denen zu schlecht dass sie arbeiten müssen? Du sagst nein, aber das bedeutet doch zwangsweise, dass Frauen mit Kindern, die arbeiten gehen weil sie WOLLEN, nichts mehr mit den Kindern zu tun haben wollen. Mit den eigenen Kindern! Die Verantwortung wird einfach in andere Hände gelegt. Es ist nicht mehr Geld, denn das Geld wird dazu genutzt Leute zu bezahlen, die sich um die Kinder kümmern... Ein Teufelskreis. Denn: Man geht demnach arbeiten dafür, dass die Kinder etwas lernen, von Fremden, als sie selber zu erziehen.
Im übrigen gilt das dann auch für die Männer. Ist es denn "besser" wenn der Mann arbeiten geht um sich und die Familie zu ernähren und es jemand Anderem überlässt sich um die Kinder zu kümmern?
die rolle der braven hausfrau am herd magst du ja als wünschenswert empfinden, aber vllt solltest du mal die frauen fragen, ob sie denn mit der rolle einverstanden sind.
Vielleicht solltest du die Männer fragen, ob sie auch Geld verdienen wollen um Leute zu bezahlen, die sich um die eigenen Kinder kümmern.
natürlich ein negativer trend, der aufgehalten gehört, nur eben nicht das, was uns die zeitungen da verkaufen wollen.
Die Zeitungsartikel prognostizieren jedoch einen Anstieg der Rentner die in Altersarmut verfallen. Und das stimmt ja. Denn die H4ler, die Aufstocker, die im Niedriglohnsektor. NOCH sind die keine Rentner. Und NOCH haben die auch alle schön fein gearbeitet und eingezahlt. Das wird sich aber dramatisch ändern, wenn die Arbeitslosenzahl sogar stagniert und weniger Leute über diese Jahre hinweg einzahlen. Denn die bekommen dann keine Rente. Aber Arbeit gibt es auch nicht. Also werden die, selbst wenn sie später Arbeit finden und dann jeden Monat 5000€ verdienen, später eine niedrige Rente haben. Die Folge: Niedrige Renten werden aufgestockt. Und durch die Aufstockung ist die Möglichkeit geschaffen die Leute zu enteignen. Auch wenn sie dann 20 Jahre über 5000€ verdient haben, sich ein Polster angeschafft haben. Dieses Polster wird so verkehrt, dass sie eine niedrige Rente bekommen (sagen wir 500€?, weil 20 Jahre lang gezahlt bei 5000€ Gehalt) und sie werden nicht aufgestockt, weil sie ein Polster haben (Vermögen, oder Zusatzversicherungen). Sodass demnach der Sparer der Dumme ist. Der Arbeiter ist der Dumme.
Der Arbeiter, der 35 Jahre lang 2500 brutto verdient hat, der bekommt die "Mindestrente" von 700€. Nehmen wir an, jemand verdient 2000€ über 40 Jahre. Der bekommt 600€ Rente. Das reicht nicht, also lässt er sich aufstocken. Dann ist aber seine Zusatzrente weg die er aufgebaut hat. Also 100€ Zusatzrente, dann bekommt er keine Aufstockung. Er hat ja 700€. Klar war es so gedacht, dass er später 700€ + 100€ hat. Aber so läuft das nicht. Ebenso: Er hat noch 20 000€ auf dem Konto. Dann wird er ebenfalls nicht aufgestockt. Er hat ja noch Guthaben auf dem Konto, das kann er verbrauchen.
Der Kleinverdiener als Sparer für die Zukunft muss zwangsläufig, und man mag mir diese Pauschalisierung an dieser Stelle verzeien, er muss ein Idiot sein. Denn er spart nur dafür, dass die nachfolgende Generation weniger zahlen muss. Was eben auch eine Auswirkung ist. Die Steuerbelastung wird dann in den nächsten Jahren kontinuirlich steigen. Denn diejenigen, die in die Rente nur einen Bruchteil gezahlt haben, bekommen auch nur einen Bruchteil der Rente. Sie werden also bezuschusst. Und das von Steuern. Also muss die Steuerbelastung steigen.
Somit wird, ich ich ja immer schreibe, die Sozialversicherung umgangen, ausgeschifft, ohne sie abzuschaffen, denn sie wird ja auch kleiner. Je weniger Leute was bekommen, desto mehr Überschüsse bleiben, und wenn genug Überschuss ist, dann werden die Beitragssätze gesenkt. Was ja auch wieder weniger Ausgaben bedeutet. usw. usf.
Und das führt zu dem hier:
Die Arbeitslosen werden mehr. Daher werden mehr Menschen entlassen bzw. die Löhne gesenkt. Das führt zu weniger Einzahlungen. Wenn der Lohn sinkt (für die geringen Einkommen, denn die hohen Einkommen sind auch durch die Qualifikationen schlechter austauschbar) dann müssen mehr Frauen arbeiten.
Fazit:
Die Rentner haben weniger.
Die Arbeitslosen haben weniger.
Die Frauen müssen arbeiten.
Die Kinder sind bei Fremdpersonen die sie etwas "lehren".
Die Arbeiter bekommen weniger Lohn (außer die, denen es schon relativ egal ist wenns was weniger gibt).
Es wird also für alle schlechter, weil mehr arbeiten.
der ach so dramatische anstieg aus den zeitungsartikeln lässt sich zumindest hier nicht feststellen.
Ja, es ist nichts neues. Das macht die jetzige Situation aber nicht besser.
