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Onkelhitman
Gast
Dem widerspricht niemand, auch kein Befürworter irgendeines BGE-Ansatzes. Deswegen muss man einfach mal grundlegend feststellen, dass eure Deurtung des Begriffs "bedingungslos" einfach unsinnig ist.
Ich könnte auch sprachphilosophisch deuten, dass jede Zahlung Bedinungen hat, da gibt es beispielsweise die notwendige Bedingung, dass es Geld gibt, dass es einen Zahler und einen Empfänger gibt usw. man muss also, um sinnvoll diskutieren zu können, den Begriff "bedingungslos" schärfer eingrenzen.
Die Bedingung, dass ein Empfänger bedürftig ein muss, ist denke ich doch eine vollkommen andere Klasse von Bedingung, als die Bedingung, dass der Zahler eine konkrete Handlungsaufforderung mit der Zahlung verknüpft. "Bedingungslos" im Begriff BGE scheint mir doch sinnvoll so zu definieren zu sein, dass es sich auf die Freiheit von konkreten Handlungsaufforderungen bezieht und nicht auf die völlige Freiheit von Umstandsberücksichtigung. Wenn ihr das nicht akzeptieren könnt, können wir nicht weiterdiskutieren, weil ohne Begriffseinigung keine Diskussion möglich
MountWalker, bitte. Wir haben das BGE nicht so benannt. Es heißt "Bedingungsloses Grundeinkommen". Und die bisherigen Modelle geben eben NICHT nur Bedürftigen das Geld, sondern ALLEN bedingungslos (alle in diesem Land, ups, schon wieder eine Bedingung).
Jetzt schreibst du, wir sollen den Begriff "bedingungslos" besser eingrenzen. Aber Stopp. Das müssen wir gar nicht. Warum? Weil wir den Quatsch mit der Begriffsbeschreibung nicht erstellt haben. Wir haben diese Wortkombination nicht erschaffen, sondern diejenigen, die das BGE haben wollten. Uns das jetzt in die Schuhe zu schieben... wir können doch gar nichts dafür, dass das so heißt. Und was es bedeutet.
Ja, man muss nichts bestimmtes tun, und jeder Mensch bekommt es. Und das ist das BGE. Das ist das was er schreibt. Es setzt kein tun voraus, nur ein Sein. Er schreibt nicht: Die Arbeitslosen und Bedürftigen. Er schreibt: JEDER MENSCH. Vielleicht meint er damit ja auch jeden Menschen auf der Erde. Was der Begriffsdefinition des BGE noch eher entsprechen würde.Es geht eben darum, dass man nichts bestimmtes Tun muss, um es zu bekommen. Es geht darum, das Leben eines jeden Menschen in einer angemessenen Qualität zu sichern und den Menschen stark genug zu machen,
Weil ich auf deine Argumente gegen die Benutzung des Begriffs BGE nicht zustimme, kann der Thread geschlossen werden? Ich kann doch gar nichts dafür verdammt.Gehe du doch mal auf #3130 ein, wenn du es lässt, dann schlussfolgere ich, dass eine Schließung des Threads die einzige sinnvolle Option ist.
In 3131 schreibt es Lübke im übrigen auch:
aber genau das ist doch die idee hinter dem bge. das haben sich nicht onkelhitman und ich ausgedacht. wir haben es nur aufgegriffen und diskutiert. tatsächlich soll aber jeder pauschal einen betrag x als grundeinkommen bekommen, um damit jede form der sozialen bedürftigkeit pauschal zu erschlagen und der rest ist privatsache.