Ou ist das schwer. Das Schwere daran ist es so zu formulieren, dass die BGE Befürworter sagen: Joa, so in etwa; und dass die BGE-Gegensprecher sagen: Joa, so in etwa. Ich stehe hier etwas zwischen den Fronten, es wäre also freundlich, wenn ihr die Sichtweise des jeweils anderen in eure Überlegung einbezieht, und mich daher nicht mit Fragen löchert sondern selber Szenarien entwickelt, in denen es geht, oder eben nicht geht.
@Lübke
aber die tragen die hauptlast.
Das tun sie jetzt schon. Es wäre nur eine Umverlagerung.
entweder verwendest du die steuergelder und sozialabgaben fürs bge ODER für ihren bestimmten zweck wie die sozialleistung an den invaliden familienvater und die unterhaltung von straßen und schulen. du kannst das geld nur einmal ausgeben.
Tut mir Leid, aber das ist jetzt mal kompletter Blödsinn. Denn es gibt doch jetzt auch die Sozialversicherung, und die Steuergelder. Und beides fließt aber letztlich zur Sozialversicherung. Indem Renten aufgestockt werden, indem Gelder zur Krankenversicherung fließen und und und. Es werden also letztlich ein Teil der Steuerzahlungen, die jetzt getätigt werden, ins Sozialversicherungssystem umgelagert.
wenn du die kosten des alltäglichen lebens sowieso übernimmst, was bitte ist dann für dich die grundlast?
Das ist eine gute Frage. Aber der Alltag kostet nunmal Geld. Strom, Wasser, Trinken, Essen, Waschen, GEZ, Telefon/Internet, Klamotten.
Wenn die Kosten des alltäglichen Lebens REDUZIERT werden, dann sinkt auch das BGE. Kleines Beispiel: Nehmen wir an, der Strom würde für Privatkunden weniger besteuert werden. Schon kann das BGE niedriger angesetzt werden, denn wenn der Strom weniger kostet, dann braucht man weniger BGE. Wenn regionalen Lebensmittel die MwSt von 7% entzogen wird, wird der Bedarf an BGE niedriger. Etc. etc. etc.
Das heißt, selbst eine Grundlast ist variabel und abhängig von dem, was der ganze Quark außenrum kostet.
ich ärgere mich so schon, wieviel mir weggenommen wird. und davon soll ich noch das bge für vier oder fünf leute bezahlen? wie soll das gehen? da müsste ich meinem arbeitgeber noch geld mitbringen, damit er meine steuern bezahlen kann. aber dafür bekomme ich dann ein bge weit unterhalb der armutsgrenze, juhu.
In dem Falle bist du kein Sozialist, du bist ein Kapitalist. Die Sozialversicherung ist für dich eine reine Versicherung im Falle, dass du einen Arbeitsausfall hast. Du möchtest keine Umlagefinanzierung, du möchtest einen Lübke-Topf für dich alleine haben. Und alles privat versichern. Wenn du also der Ansicht bist, dass dir jetzt ja soviel weggenommen wird, und du der arme Tropf bist, dann denke mal darüber nach was wäre, wenn du der Bedürftige wärst. Stell dir vor, du bist geboren und kannst nicht arbeiten. Was dann? Von ner Brücke springen? Meinst du dein Wert für die Gesellschaft ist = 0? Das ist doch ein wenig engstirnig oder nicht?
was spricht dagegen, denen das geld zu geben, die es wirklich brauchen und nicht denen, die sowieso schon genug haben?
Das Wort BGE. Es gibt soviele verschiedene Steuerarten und Freigrenzen und Abgaben und keine Sau blickt da mehr durch. Du möchtest es mit den Sozialleistungen lösen? Das ist genau das was ich meine. Es über die Sozialleistungen zu lösen, ist
ein Schritt auf das BGE zu. Indem man das jetzige System nach und nach anpasst. Und dann von mir aus, dann wird es über die Steuer bezahlt und die Sozialversicherung als solches wird abgeschafft. Wenn es Steuerfinanziert dann eben so verankert ist, dass kein Gesetz das kippen kann, wenn nicht Leute leer ausgehen, weil die Steuern dann für etwas anderes genutzt werden. Nennen wir es Abgabe. Wie die Radio-/Fernsehabgabe. Und dann darf dieses Geld eben nur dafür verwendet werden, und der Rest ist Steuer. Wie auch immer, nach und nach muss es angepasst werden. Natürlich habe ich keine fertige Lösung parat aus dem Hut. Wo soll ich die hernehmen? Ich weiss nur 2 Dinge:
Nummer 1: Das jetzige System fängt Menschen die Bedürftig sind auf, ist aber immer noch ungerecht.
Nummer 2: Ein BGE im jetzigen System zu etablieren ist eine Unmöglichkeit einer höheren Stufe.
Und wie man jetzt von dem einen zum anderen kommt, das ist die Schwierigkeit.
@Seppuku
Krankheit und Pflege wird dann für jeden gelten. Ebenso bei Arbeitslosigkeit, hohem und niedrigem Alter. So wie es benötigt wird. Aber das bedeutet nicht = Geld. Eine einheitliche Grundversorgung durch eine Zahlung eines Grundeinkommens.
Und jetzt bitte nicht mit dem Argument kommen, dass die ganzen Millionäre unser Sozialsystem tragen sollen.
Das ist ja Unsinn. Deswegen schreib ich mir die Hände ja wuselig indem ich sage, dass eine Enteignung weder von der einen, noch von der anderen Seite in Ordnung ist. Ich kann es nur nicht ausführen und berechnen, weil es einfach vom jetzigen in das BGE System viel zu viele Änderungen gibt, die ich nicht vorausberechnen kann. Auch fehlen dazu ganz einfach die Zahlen. Ich brauche die Zahlen der jetzigen Krankenkassen, Pflegekassen, Arbeitslosenversicherung, Rentner, Pensionäre, der Steuerausgaben für das alles, und und und. Aber du kannst mir ein wenig Arbeit abnehmen (ohohoho) und ein wenig suchen.
Und du verlangst also, dass jeder soviel Geld auf der hohen Kante hat, dass er selbst bei einer zeitweisen Arbeitslosigkeit (nehmen wir einmal 1 Jahr) nicht sein ganzes Hab und Gut verliert?
Was wird denn heute verlangt? Und heute verliert niemand Hab und Gut, wenn er nicht enteignet wird. Wenn du etwas auf Pump kaufst, ein Haus oder sonstwas, und du bist mehr als 1 Jahr arbeitslos, was machst du dann? Dann ist es doch weg oder nicht? In dem Falle wäre es ja nicht weg, weil du eben nicht enteignet wirst. Wie du jedoch deine persönlichen Schulden und Verpflichtungen bezahlen musst, das ist doch deine Sache oder nicht?
Oder springt dann der Staat für die laufenden kosten (Miete/Ratenzahlungen/laufende Verträge/...) dann trotzdem noch ein?
Was eine sehr gute Frage ist, diese Frage hatten wir (keine Ahnung ob in diesem Thread) schonmal. Meine Antwort war verhalten, denn du kannst ja z.B. keine Kredite für die Menschen abbezahlen. Auf der anderen Seite haben sie ja dennoch Kosten (Müll, Grundsteuer, Versicherungen etc. etc.) welche ja laufende Kosten sind, und welche Mieter auch bezahlt bekämen.
Es ist jeder plötzlich für sich selbst verantwortlich und muss sich eigene Polster schaffen...
Um es mal mit deinen Worten zu formulieren: "Euer Geld? Eure Reserven? Weg damit!
Das ist jetzt jemand nach 13 Monaten auch. Nur dass es eben 13 Monate sind.