Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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@Andi,

Dagegen könnte man was tun, nämlich die Steuer an die Nationalität binden. Grosskonzerne kriegst du eh nicht, da die international sind, hier ginge es nur global, was auch sinnvoll wäre.
 
Ne so funktioniert die wohnsitzunabhängige Steuerpflicht nicht. Ein Freund von mir ist Amerikaner und er arbeitet hier, gibt aber trotzdem daheim eine Erklärung ab - Steuern werden aber dank Doppelbesteuerungsabkommen angerechnet (nur Vermögen in den USA wird irgendwie berechnet - sehr kompliziert). Sicherlich könnte er Schweizer werden. Bringt ihn aber erst etwas, wenn er aufhört Amerikaner zu sein und so funktioniert auch dieses System. Du kannst natürlich raus, aber dann verlierst du auch deine Staatsbürgervorteile (bisschen doof bei Immobilien und Vermögen im Land bzw. Familie).
 
Das Stichwort ist "Gewöhnlicher Aufenthalt" lt. dt. Steuerrecht. Du darfst nur maximal ein halbes Jahr minus 1 Tag in Deutschland sein, dann wirst du hier nicht besteuert.

Am Ende sind doch alle Ideen um ein BGE umzusetzen hier doch eh für den Popo. Sobald das BGE kommt, werden die Löhne und Gehälter um diesen gekürzt. Davon hat niemand was. Der Staat musste die Unternehmen auch zwingen jeden Arbeitnehmer einen Mindestlohn zu zahlen. Da glaubt ihr doch nicht ernsthaft, dass die Leute, die über Mindestlohn verdienen (was echt noch eine Menge Arbeitnehmer in Deutschland tun) dass dann die Unternehmen weiterhin hohe Gehälter zahlen?!?
Dem Arbeitnehmer ist es am Ende ja egal, ob er 3.000€ Netto im Monat allein vom Unternehmen bekommt oder anteilig auch was vom Staat gezahlt wird.

Das ist nur ein Grund warum ein BGE nie funktionieren wird. Warum wollt ihr nicht lieber mittels Reformen die die Zeitarbeit verbessern? Da lässt sich schneller und einfacher etwas umsetzen und da finden sich auch Wähler, weil dies kein Hirngespinst ist!
 
_killy_ schrieb:
Am Ende sind doch alle Ideen um ein BGE umzusetzen hier doch eh für den Popo. Sobald das BGE kommt, werden die Löhne und Gehälter um diesen gekürzt.

Wie kommst du auf diese Aussage? Willst du mir ernsthaft sagen, das Leute die aktuell 1100 € netto verdienen, mit einem BGE nur noch 100-300 € verdienen würden (je nach BGE Höhe)? Warum genau sollten sie für 300 € 160 Stunden arbeiten? Diese Leute würden eher einen 450 € Teilzeitjob annehmen. Oder wird aus diesen Jobs dann ein 100€ Job?
Ich denke eher, das die Leute dann auf die 100 € verzichten und eben weniger konsumieren. Denn der Job ist ja nicht vor der Haustür. Dann kostet das Auto + Versicherung + Sprit mehr als der Job einbringt.
Weniger Konsum = Systemzusammenbruch. Glücklicherweise ist Deutschland ja Exportweltmeister. Vielleicht könnts dann hier doch funktionieren. Dann bezahlen andere Länder unser BGE.
 
Lies doch bitte mein Beitrag komplett durch. Dort steht explizit das Zahlenbeispiel von 3.000€ Netto und ebenfalls noch im Text, dass die höheren Einkommensgruppen von den BGE Lohnkürzungen zu befürchten haben. Und sie werden die Kürzungen akzeptieren, da sie die Wahl haben zwischen meinetwegen 800€ BGE oder BGE + Gehalt um dann auf 3.000€ zu kommen. Niemand würde freiwillig auf 2.200€ pro Monat verzichten.
Dein Zahlenbeispiel funktioniert schon nicht, weil es den Mindestlohn unterschreitet!

Das BGE wäre somit nur eine Verschiebung der Lohnkosten von den Unternehmen hinzu den Steuerzahlern!
 
Dort steht explizit das Zahlenbeispiel von 3.000€ Netto und ebenfalls noch im Text, dass die höheren Einkommensgruppen von den BGE Lohnkürzungen zu befürchten haben

Hmm. Wenn Unternehmen so einfach den Lohn kürzen können, wieso bezahlen sie dem Arbeitnehmer nicht jetzt schon nur 2200 €? 2200 € ist ja mehr als Hartz4. Dann kann doch aktuell schon jedes Unternehmen sagen: Arbeite für die Häflte oder Tschüss.

Ich sehe das eigentlich in keinerlei Zusammenhang zum BGE, denn auf die Finanzierung sind wir ja nicht eingegangen.
 
Ist es nicht eher so dass Unternehmer den Lohn erhöhen müssen? Zumindest für Drecksarbeit, da sich kaum noch jemand finden würde, der diese erledigt?
Also ich sehe das auch wie Andi.
 
Andy8891 schrieb:
Wie kommst du auf diese Aussage? Willst du mir ernsthaft sagen, das Leute die aktuell 1100 € netto verdienen, mit einem BGE nur noch 100-300 € verdienen würden (je nach BGE Höhe)? Warum genau sollten sie für 300 € 160 Stunden arbeiten? Diese Leute würden eher einen 450 € Teilzeitjob annehmen. Oder wird aus diesen Jobs dann ein 100€ Job?

Sieh an, er sieht das Problem ja doch. Nur warum du trotzdem glaubst, dass es nicht zu einem massiven Anstieg der "Arbeitslosen" kommt versteh ich dann nicht. Und wieso du glaubst, dass die Ag dann mehr zahlen. Die Arbeit bleibt die selbe, warum sollte ihr Wert steigen?

Godde schrieb:
Ist es nicht eher so dass Unternehmer den Lohn erhöhen müssen? Zumindest für Drecksarbeit, da sich kaum noch jemand finden würde, der diese erledigt?
Also ich sehe das auch wie Andi.

Warum sollten Sie? Die Arbeit ist immer noch das selbe wert. Bestenfalls finden sich ein paar, die es nicht leiden können nichts zu tun. Ansonsten werden es EU Bürger machen, die kein BGE bekommen, so wie heute schon Erntehelfer und Pfleger aus anderen EU Staaten kommen weil der Deutsche es nicht machen mag. Und im schlimmsten Fall macht es gar keiner. Könnte dann so aussehen wie im Großraum Neapel in Italien. Einem EU Staat.... Bzw. bildet sich dann eine wunderbare Schattenwirtschaft, auch Mafia genannt, und "kümmert" sich drum. Ebenfalls praktisch erlebbar. Italien. Namentlich die Camorra, 'Ndrangheta oder Cosa Nostra...
 
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Mustis schrieb:
Die Arbeit bleibt die selbe, warum sollte ihr Wert steigen?

Angebot und Nachfrage? Gut das System kann natürlich nicht funktionieren wenn es nur regional angewandt wird ;) Da hast du natürlich recht.
 
Andy, Godde - ihr seid mir schon zwei Herzchen. Ihr prügelt die ganze Zeit auf die bösen Unternehmen rum, sie bezahlen schlecht, hinterziehen Steuern, aber mit der Einführung des BGE würden sie die Gehälter nicht anfassen. :rolleyes:
Sie werden es aber tun, jeder neu eingestellte Mitarbeiter wird weniger bekommen, Gehaltsrunden werden für Jahre ausgesetzt, all dies sind Maßnahmen um das "Mehr" durch das BGE wieder den Mitarbeitern zu entziehen.

In eurer bisherigen Argumentation sagt ihr ja immer, dass sich Arbeit immer weniger lohnt und deshalb das BGE kommen muss. Ihr klagt somit jetzt schon an, dass die Unternehmen immer weniger Gehalt zahlen obwohl es aktuell noch kein BGE gibt! Wenn ihr daran glaubt, dann müsst ihr auch gegen euch das Argument gelten lassen, dass die Unternehmen auch weiterhin so handeln wie ihr sie aktuell beschreibt - nämlich dass sie die Gehälter kürzen werden. Das BGE würde das Kürzungsverhalten nur noch verstärken!
 
@_killy_

Ihr prügelt die ganze Zeit auf die bösen Unternehmen rum, sie bezahlen schlecht, hinterziehen Steuern, aber mit der Einführung des BGE würden sie die Gehälter nicht anfassen.
Sie werden es aber tun, jeder neu eingestellte Mitarbeiter wird weniger bekommen, Gehaltsrunden werden für Jahre ausgesetzt, all dies sind Maßnahmen um das "Mehr" durch das BGE wieder den Mitarbeitern zu entziehen.

Du hast immernoch zwei Fragen nicht beantwortet:
1. Wieso passiert das nicht jetzt schon, was hindert die Unternehmen daran, 1500 € statt 3000 € zu bezahlen? Das Angebot an Arbeitskräften kanns nicht sein, denn das verändert sich ja in diesen hohen Lohnregionen nicht. Was dann?

2. Fantasieren wir kürz über die Finanzierung und stellen uns vor, die Finanzierung wäre möglich, OHNE Unternehmen stärker zu belasten. Wieso sollten sie die Löhne trotzdem senken, obwohl sie nicht mehr Kosten haben? Da wir die Waren eh exportieren, macht es doch für die Unternehmen keinen Unterschied ob die Deutschen mehr Geld haben oder nicht.

Oder kaufen dann aufeinmal Deutsche die Waren, und die Unternehmen haben nichtmehr genug zum exportieren?
 
Hmm, wo immer von unbezahlbar gesprochen wird:

[table="width: 500, class: grid"]
[tr]
[td][/td]
[td][/td]
[td]Durchschnitt Aktuell[/td]
[td]GE[/td]
[/tr]
[tr]
[td]Anzahl Rentner[/td]
[td]25.000.000[/td]
[td]1000 €[/td]
[td]1000 €[/td]
[/tr]
[tr]
[td]Anzahl Erwerbsfähige[/td]
[td]3.000.000[/td]
[td]750 €[/td]
[td]1000 €[/td]
[/tr]
[tr]
[td]Anzahl unter 18[/td]
[td]12.500.000[/td]
[td]200 €[/td]
[td]300 €[/td]
[/tr]
[tr]
[td]Summe[/td]
[td]81.500.000[/td]
[td]30.500.000.000 €[/td]
[td]72.750.000.000 €[/td]
[/tr]
[/table]

Kosten Hartz4:
https://www.lpb-bw.de/kosten_hartz_iv.html 33 Mrd / 44 Mio Erwerbsfähige komme ich auf 750 € pro Person

Durchscnitt Rente:
http://www.tagesspiegel.de/politik/...chland-im-durchschnitt-805-euro/11909972.html

Es fehlen also gerademal 15 Mrd €. Mir braucht niemand erzählen, das Kinder unter 18 ebenso 1000€ GE bekommen sollten, denn das wäre natürlich absoluter Schwachsinn.

€ Damit fehlen 42 Mrd PRO MONAT :evillol:
Die Alg2 Ausgaben waren natürlich pro Jahr und nicht Monat xD
Damit bräuchte man 500 Mrd pro Jahr an zusätzlichen Steuereinnahmen.
Deswegen ist die Finanzierung im aktuellen System natürlich unmöglich.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Ups xD eine 0 zu viel)
"Nur" 15 Mrd€. Also nur diese Zahl: 15.000.000.000. Jährlich. In nem System wo uns für Bildung und Infrastruktur das Geld bereits hinten und vorne fehlt. Top Idee!

Ich verstehe aber nicht mal ganz, wo du die 33 Mrd her nimmst. Ich vermute aus dem Haushalt der Arge für 2013 die 3 Punkte Leistungen für Sozialversicherung, Kosten für Unterkunft/Heizung und Arbeitslosengeld 2 und Sozialgeld. Wenn dem richtig ist, rechnest du dir das bisschen schön. die letzten 2 Punkte dürften weitestgehend durch das BGE gedeckt sein, da stimme ich dir zu. Den Punkt Leistungen der Sozialversicherung in voller Höhe dazu zu rechnen geht hingegen nicht. Wen man sich anschaut, was darin enthalten ist, werden diese Kosten nicht von einem BGE 100% ersetzt.

Auch ist mir hier nicht ganz klar, was z.B mit Witwenrenten, Waisenrenten etc. Sind diese hier von dir erfasst?
 
Mit der Sozialversicherung einzeln fährt man viel besser. Bei einem GE würden alle Leistungen wegfallen. Keine Sozialversicherung, Wohngeld, Kindergeld uvm.GE wäre ein netter Zuverdienst zum Arbeitseinkommen, aber mehr auch nicht. Schon die Krankenkassenleistungen sind mehr wert.
Sozialversicherung und GE nebeneinander laufen lassen wäre erstrecht utopisch.

Natürlich würden Löhne leiden. Zuerst würde es Probleme bei Erhöhungen geben, da die Leute schon genug haben und nachdem dadurch die Tarifverträge und Gewerkschaften noch mehr als jetzt geschwächt wurden, wird man mit Verweis auf die hohen Lohnnebenkosten schön kürzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hier echt soviele Seiten darüber diskutiert wird. Erhöht sich die verfügbare Geldmenge, dann erhöhen sich auch die Preise. Man steht exakt da wo man vorher stand. Das Brot kostet auf dem Schild nur mehr, aber man hat ja auch mehr in der Tasche :freak:

Reichtum/Wohlstand kann nur mit Armut existieren. Darauf baut unsere Gesellschaft einfach auf und solange es Geld und Wertschöpfungen gibt, solange wird es auch Leute geben, die einfach nicht mit dem Geld/Zahlungsmittel klar kommen. Das muss so sein...... Wir sind alle in einem Wettlauf(Ausbildung, Studium, etc.) , dass wir nicht zu den unteren 30% gehören.

Daher ist der Mindestlohn (und auch die Forderer nach 15€ Mindestlohn) sehr putzig..... Mit der Zeit wird einfach alles teurer und man kann sich den Mindestlohn sonstwo hinschieben.
 
1000 Euro sind sehr wenig, wenn man davon auch noch zumindest eine Krankenkasse bezahlen muss + Wohnung + Pflegeversicherung.
 
Hier erhöht sich keine Geldmenge. Das Geld wird nur anders verteilt. Wenn Angebot und Nachfrage Preise regeln, dann wird es so sein, dass Unternehmen sogar höhere Löhne für Drecksjobs zahlen müssen.
 
Die Geldmenge muss zwangsweise erhöht werden. Anders verteilen würde bedeuten, dass du sie woanders wegnimmst. Da ein BGE nicht durch die Geldmenge gedeckt werden kann, dass derzeit für Hartz4 etc bereit steht, frage ich mich wo du die fehlenden 15-20 Mrd hernehmen willst, wenn die Geldmenge nicht erhöht wird? Erhelle uns bitte.

Angebot und Nachfrage regeln die Preise schon, sind aber auch nur Teil eines Ganzen. Insbesondere in der EU im Arbeitsmarkt wird die Nachfrage nicht sinken, er wird nur von woanders gedeckt, nämlich ausländischen ANs. Was dann vor allem bedeutet, dass Geld aus DE abfließt, da das hier verdiente Geld nicht mehr größtenteils auch hier verkonsumiert wird. Langfristig ebenfalls ein Dilemma.
 
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