Kannst du mal einen Link dazu geben? Ich habe danach gegoogelt, aber nur alte Beiträge aus 2011 dazu gefunden.ThomasK_7 schrieb:Von einigen Befürwortern für ein BGE ist zu letzt in Fragen Finanzierung oft von einer deutlich erhöhten Umsatzsteuer gesprochen worden. Mindestens 50% statt derzeit 19%.
Stand jetzt würde ich Beides bejahen. Ja, eine höhere Umsatzsteuer, wie bei allen Abgaben und Steuern, führt natürlich auch zu mehr Vermeidungsstrategien. Trotzdem könnte eine derart hohe Umsatzsteuer durchaus funktionieren. Das hängt davon ab wie das gesamte steuerliche Umfeld gestaltet wird. Beispielsweise führen die Befürworter einer hohen Umsatzsteuer an, das die Unternehmen in den Preisen ihrer Waren und Güter auch alle Kosten aus Löhnen, Abgaben und Steuern mit einkalkulieren. Daher sei es sinnvoll, weil vereinfachend, im Zuge einer hohen Umsatzsteuer auf die Einkommensteuern ganz oder teilweise zu verzichten. Wenn sich Umsatzsteuererhöhung und Einkommensteuersenkung gegenseitig aufwiegen, blieben auch die Preise gleich.ThomasK_7 schrieb:Je höher die Umsatzsteuer, umso höher die Flucht in alternative Bezahlmethoden.
Staatliche Überwachungsaktivitäten hätten Hochkonjunktur.
Kann so ein System mit höherer Ust. (Umsatzsteuer) im Vergleich zur Ekst. (Einkommensteuer) dauerhaft funktionieren (unabhängig ob jetzt für ein BGE) ?
CDU und FDP vereinbarten im Koalitionsvertrag von 2009 die Einführung einer sogenannten negativen Einkommenssteuer. Nach der bekäme man bei zu wenig Einkommen Geld vom Staat. Beginnend ab einem gewissen monatlichen Einkommen, sagen wir höchstens 800,- Euro, bekäme man monatlich Einkommenssteuerrückzahlungen die umso höher ausfallen, desto geringer das eigene zu versteuernde Einkommen unter dem Höchstsatz von monatlich 800,- Euro liegt. Über diesem Höchstbetrag wiederum bezahlt man Steuern an den Staat. Die Grundsicherung würde dann gewissermaßen in die Einkommenssteuer integriert. Im Gegenzug würden dann andere Sozialleistungen abgeschafft.ThomasK_7 schrieb:Ergänzung: Der FDP Politiker Lindner hatte vor kurzem in einer Talkshow gesagt, statt BGE solle doch lieber nach Fördermöglichkeiten/Unterstützungsmöglichkeiten für alle ALG2- und Grundsicherungs-, EU-Renten-, Mindestlohn-Empfänger, Alleinerziehende o.ä. gesucht werden, was den Staat deutlich günstiger kommen würde. Ich kann dem zustimmen.
Wurde aber nicht umgesetzt, weil die christlichliberale Regierung aufgrund der Finanz-, Schulden- und Wirtschaftskrise von 2009 keinen finanziellen Spielraum für eine derartige Einkommenssteuerreform sahen.
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