Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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@ dideldei

Das Geld wäre auch da, nur nicht Waren in den entsprechenden Gegenwert. Du hast so schön das DDR Beispiel aufgeführt. Wenn die Arbeitskraft nicht produktiv genutzt wird, so kann am Ende auch keine Ware/Dienstleistung für den entsprechenden Gegenwert kaufbar sein. Die DDR Bürger haben sich auch nie beschwert zu wenig Geld zu haben, sondern dass es keine Waren zu kaufen gab.

Was leider nicht in den Köpfen einiger Leute hier reingehen möchte ist, dass man nicht unbegrenzt Geld in den Markt pumpen kann ohne dass Inflation/Preise ansteigen.
Mal krass formuliert: wenn jeder Bundesbürger pro Monat 1.000.000€ BGE bekommt, dann sehen die Preise für Miete, Nahrungsmittel & Co. auch ganz anders aus.
 
dideldei schrieb:
es wäscht niemand mehr Teller - das machen mittlerweise Maschinen. Job und Einkommen in der Unabhängikeit erinnert mich zu DDR Zeiten, wo Leute zum Nägelzählen(Beispiel in der Werft) eingestellt worden sind - hauptsache eine Arbeit -> Arbeitslosigkeit 0 %. Ist fast zu vergleichen wie heute mit den Maßnahmen, nur hat man wohl die Geschichte etwas vergessen, dass es gar nicht so fremd ist. Es ist auch sehr einfach über das BGE zu sprechen in diesem Zustand wo wir jetzt leben.
Okay, das Tellerwäscher-Argument ist überholt.

Es ist ein wenig ähnlich. Bei solchen staatlichen Jobs und Aufträgen ist die Hauptsache, dass die Bürger auch arbeiten, wenn sie Geld bekommen. Nach dem Motto "wo kommen wir denn hin, wenn Bürger Geld bekommen ohne zu arbeiten". Dabei spielt es dann keine Rolle, ob die Arbeit irgendeinen Sinn hat. Hauptsache, es ist eine Beschäftigung.
Das gab es übrigens auch mal in den USA. Da wurde dann gebastelt mit Plastikschnüren :D

Ziel des Ganzen war, wenn ich mich richtig entsinne, eine Steigerung der Inflation, wenn diese nicht ausreichend ansteigt, weil nicht ausreichend Kredite genommen werden. Also es sollte auf diese Art schlicht Geld in Umlauf gebracht werden.

dideldei schrieb:
Andersrum wäre es nämlich gar nicht möglich, wenn die linksorientierte Partein(X) vorher regiert hätte - dann wäre das Geld nämlich überhaupt gar nicht erst da.
Da ist was dran. Von linker Seite kam die heutige Geldwirtschaft nicht. Aber das BGE zielt nicht darauf ab, das derzeitige System abzuschaffen. Lediglich die Ungleichheit der Verteilung des Geldes soll verringert werden. Es ist also vielmehr eine Einschränkung des Systems.
Du meinst aber vermutlich Geld im Sinne von Bruttosozialprodukt und dessen Wachstum. Dazu habe ich meinen Standpunkt geäußert und will auch nichts hinzufügen.

_killy_ schrieb:
Was leider nicht in den Köpfen einiger Leute hier reingehen möchte ist, dass man nicht unbegrenzt Geld in den Markt pumpen kann ohne dass Inflation/Preise ansteigen.
Mal krass formuliert: wenn jeder Bundesbürger pro Monat 1.000.000€ BGE bekommt, dann sehen die Preise für Miete, Nahrungsmittel & Co. auch ganz anders aus.
Ja, es gibt eine Inflation. Aber durch die 1.000.000 BGE verändert sich die Verteilung des Einkommens. Sie wird gleicher.
Letztlich sind die absoluten Zahlen egal. Es zählen die Verhältnisse. Natürlich ist das jetzt die Vorstellung einer ökonomisch optimalen Welt, in der alle Preise und Kosten mit der Inflationen gehen.

Wie gesagt: Ich bleibe dabei, dass das Sozialprodukt nicht weiter wachsen sollte, sondern schlicht gleicher aufgeteilt werden sollte. Ohne das jemandem Besitz weggenommen wird. Deshalb die Aufteilung des Einkommens.
 
Hypeo schrieb:
Lediglich die Ungleichheit der Verteilung des Geldes soll verringert werden.
Das funktioniert nur, wenn die Mehrheit der Empfänger das BGE nicht ausgibt, sondern zur eigenen Vermögensbildung nutzt !

Tut sie das nicht, so sammelt sich das Mehreinkommen wieder bei denen, die Güter verkaufen (Wohnungen, Waren, Dienstleistungen usw.).
Da gerade die unteren Einkommensschichten meiner Erwartung nach das BGE verkonsumieren werden, ändert sich nichts an der Geldverteilung. Ganz im Gegenteil.
Denkt einmal darüber nach !

Natürlich hebt das BGE das Konsumniveau, da mehr Waren und Dienstleistungen nachgefragt und somit produziert werden.
 
Natürlich hebt das BGE das Konsumniveau

Durch das BGE kommt meiner Meinung nach nicht mehr Geld in den Umlauf. Das vorhandene Geld wird nur anders ausgegeben bzw. verteilt.

Der Hartz IV Empfänger hat vielleicht 200 Euro mehr bar in der Tasche aber dafür gibt es keinen Anspruch mehr auf die Finanzierung einer Umschulung oder ähnliches. Die 200 Euro fließen also anstatt in Bildung in irgendeinen anderen Markt. So sind die Leute halt freie und damit verantwortlich für ihr Leben.

Je nach Modell finde ich das BGE eine Lösungsmöglichkeit für zukünftige Probleme. Mit fortschreiten der Automatisierung und der Verlagerung von Jobs in andere Länder auf Grund von hohen Lohnkosten halte ich das BGE für eine gute Möglichkeit dies abzufangen.

Ich würde sofort meine Stundenzahl reduzieren wenn ich dazu keine finanziellen einbußen hätte. Gibt sicher auch Leute die weiterhin Vollzeit arbeiten würde und das BGE als Bonus mitnehmen würden. Aber aus meinem Bekanntenkreis höre ich immer wieder, dass diese gerne weniger arbeiten würden um Zeit mit der Familie zu verbringen.
 
Hallo

Lipovitan schrieb:
Durch das BGE kommt meiner Meinung nach nicht mehr Geld in den Umlauf. Das vorhandene Geld wird nur anders ausgegeben bzw. verteilt.
Da widersrprichst du dir doch selber, wenn das Geld ausgegeben wird (egal wofür) dann kommt es doch in den Umlauf.

Lipovitan schrieb:
Der Hartz IV Empfänger hat vielleicht 200 Euro mehr bar in der Tasche aber dafür gibt es keinen Anspruch mehr auf die Finanzierung einer Umschulung oder ähnliches. Die 200 Euro fließen also anstatt in Bildung in irgendeinen anderen Markt.
Bildung gegen mehr Konsum zu tauschen wäre der schlechteste und dümmste Tausch den man machen könnte.
Die größte Stärke Deutschlands ist die gute (Aus) Bildung und du willst echt daran sparen, nur um durch eine Erhöhung des Konsums die reichen noch reicher zu machen ?
Für viele Arbeitslose/Hartz4 Empfänger ist eine Umschulung (aufgrund des Alters) oft die letzte Chance aus dem Hilfsarbeiterdasein raus zu kommen.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, ich widerspreche mir nicht.

Beispiel ohne BGE: der Hartz IV Empfänger bekommt 800 Euro zum Leben. 200 Euro zahlt das Jobcenter für eine Maßnahme.

Beispiel mit BGE: die selbe Person bekommen 1000 Euro und zahlt 800 Euro zum Leben und der Rest wird verjubelt.

Der Staat gibt der Person die exakte Menge Geld und diese ist selbst verantwortlich wie es diese investiert. Ob das jetzt Bildung ist oder zum eigenen Vergnügen ist dieser Person selbst überlassen.

Durch das BGE wird also nicht per se mehr Geld ausgegeben. Es verteilt sich nur anders.

Bildung gegen etwas mehr Konsum zu tauschen wäre der schlechteste und dümmste Tausch den man machen könnte.

Die Leute die sich bilden wollen (außerhalb der Schulpflicht) können das weiterhin tun. Nur statt in das 100. Bewerbungstraining eben in eine Aus-, Weiter- oder Fortbildung die man sich selber wünscht.
 
Hallo

Lipovitan schrieb:
Der Hartz IV Empfänger hat vielleicht 200 Euro mehr bar in der Tasche aber dafür gibt es keinen Anspruch mehr auf die Finanzierung einer Umschulung oder ähnliches. Die 200 Euro fließen also anstatt in Bildung in irgendeinen anderen Markt.
Du schreibst erst es gibt keinen Anspruch mehr auf eine Umschulung und Bildung...

Lipovitan schrieb:
Die Leute die sich bilden wollen (außerhalb der Schulpflicht) können das weiterhin tun. Nur statt in das 100. Bewerbungstraining eben in eine Aus-, Weiter- oder Fortbildung die man sich selber wünscht.
...dann schreibst du das sie sich weiterhin bilden können (Aus-, Weiter- oder Fortbildung) wenn sie wollen.

Wie sollen sie das tun wenn eine Umschulung und Bildung nicht mehr finanziert wird ? Weißt du wie teuer eine Umschulung oder Aus-, Weiter- oder Fortbildung ist ?
Ich habe eine vom Arbeitsamt bezahlte Umschulung in DM Zeiten gemacht und die hat damals schon ca. 50.000 DM + 2 Jahre Arbeitslosengeld gekostet.
Bewerbungstrainings haben nichts mit einer Umschulung zu tun und wenn ich sehe was manche für miserable Bewerbungen abgeben dann würde ich denen dringend ein Bewerbungstraining empfehlen.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Beispiele sind absichtlich stark vereinfacht.

Mit dem BGE sind alle Ansprüche auf Finanzierung von Weiterbildungen oder ähnliche fortbildende Maßnahmen gegenüber dem Staat abgegolten.

Aktuell bekommste zum Hartz IV je nachdem wie die Chancen stehen den Führerschein, etc. finanziert. Das würde dann natürlich alles wegfallen.

Je nach BGE Modell kann man sicher darüber nachdenken Möglichkeiten zu schaffen, dass sich Bürger günstig in staatlichen Einrichtungen weiterbilden.

Bewerbungstrainings haben nichts mit einer Umschulung zu tun und wenn ich sehe was manche für miserable Bewerbungen abgeben dann würde denen ein Bewerbungstraining sehr gut tun.

Aktuell sehen Bewerbungstrainings wie folgt aus: 10 Leute sitzen in einem Raum voller PCs und schreiben Bewerbungen. Anschließend unterschreiben sie auf einer Anwesenheitsliste. Tolles "Training."
 
Lipovitan schrieb:
Aktuell sehen Bewerbungstrainings wie folgt aus: 10 Leute sitzen in einem Raum voller PCs und schreiben Bewerbungen. Anschließend unterschreiben sie auf einer Anwesenheitsliste. Tolles "Training."

eins hast du vergessen, jeder bewerbungscoach, erzählt dir was anderes
 
oft liest man, dass das BGE kommen muss, weil es nicht mehr genug Jobs gibt (Automatisierung)
wieso ist dann noch die 40h Woche Standard?
wieso nicht die 20h Woche einführen?
viel sinnvoller als ein BGE!
 
Hallo

hotzenplot schrieb:
jeder bewerbungscoach, erzählt dir was anderes
Was auch Sinn macht, jeder Mensch/Bewerbungscoach ist anders und es gibt auch nicht die eine Standardbewerbung die garantiert zum Ziel führt.
Es ist gut wenn man verschiedene Möglichkeiten/Arten/Herangehensweisen kennen lernt, so kann man aus den unterschiedlichen Wegen seinen eigenen Weg finden.

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
Hallo


Was auch Sinn macht, jeder Mensch/Bewerbungscoach ist anders und es gibt auch nicht die eine Standardbewerbung die garantiert zum Ziel führt.

Grüße Tomi

soweit richtig, aber darum geht es garnicht. es geht eher darum das der eine sagt dein Lebenslauf hat so auszusehen ( aktuelle kommt als erstes ) und der andere erzählt einen, das ist nicht mehr up to date. man fängt mit dem Lebenslauf bei Schulabschluss an und zeigt man dem 3. bewerbungscoach diesen Lebenslauf, erzählt der dir wieder was anderes.

und der gelackmeierte ist der arbeitslose, der dann immer noch nicht weiss, wie er nun seinen Lebenslauf zu schreiben hat
 
Und ich bin mir nicht sicher ob es sinnvoll ist über mehrere Monate hinweg ca. 20 Stunden die Woche "Bewerbungstrainings" zu machen. Das sollte doch auch dir auffallen Tomislav, dass diese Bewerbungstrainings ihr Ziel verfehlen und es nichts besseres ist als Beschäftigung der Arbeitslosen mit einer Aufsicht.

Hatte jetzt schon einige im Bekanntenkreis die bei solchen Trainings waren und dort nur ihre Zeit abgesessen haben und im Internet surfen. Denn ihre Mindestanzahl an Bewerbungen haben sie in der ersten Stunde versendet.

Auch lustig war, dass sie weiterhin zum Bewerbungstraining musst, obwohl sie schon einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben hatten.

Nach einem Wochenendkurs sollte es wohl jeder schaffen eine ordentliche Bewerbung zu versenden, dass muss kein Voll- bzw. Teilzeitjob sein.
 
Hallo

Lipovitan schrieb:
Hatte jetzt schon einige im Bekanntenkreis die bei solchen Trainings waren und dort nur ihre Zeit abgesessen haben und im Internet surfen. Denn ihre Mindestanzahl an Bewerbungen haben sie in der ersten Stunde versendet.
So viel zum Thema ich suche ganz angestrengt nach Arbeit aber ich finde nichts und solchen Leuten die nicht bereit sind mehr als das geforderte Minimum zu machen sollen wir ein BGE geben.

Grüße Tomi
 
Mach dir um meine Bekannte mal keine Gedanken. Die sind alle in Lohn und Brot. Und ich versichere dir, dass das Bewerbungstraining des Jobcenters sicherlich nicht Grund dafür war.

Ist natürlich Ansichtssache ob man die Leute die nicht arbeiten wollen durch einen großen Verwaltungsapparat bevormundet und mit Hilfe von Sanktionen oder sinnlosen Maßnahmen in die Arbeit "treibt". Oder ob man sich einfach die Arbeit und damit auch Verwaltungskosten spart und denen das Geld gibt das sie gerade so benötigen zum Leben.

Nachteil bei ersterem ist natürlich, dass Leute die unfreiwillig arbeitslos sind und sich bemühen eine Art kollateral Schaden sind. Das führt dann zu lustigen Szenarien wie das ein Bewerbungscoach vom Job Center zum Bewerbungstraining geschickt wird.

solchen Leuten die nicht bereit sind mehr als das geforderte Minimum zu machen sollen wir ein BGE geben.

Erstmal würde jeder ein BGE bekommen. Somit würden auch Leute wie du die das "Maximum" machen belohnt. Und ich bin mir nicht sicher ob es so eine tolle Vorstellung ist allein vom BGE zu leben.

Hab 1 Jahr von 1100 Euro netto gelebt. Drei mal darfst du raten warum es bei einem Jahr geblieben ist.
 
Tomislav2007 hat einfach ein etwas verschobenes Verständnis von Bemühen. Bemüht hat sich demnach nämlich nur, wer auch erfolgreich war ... ein kassischer Zirkelschluss.

Bewerbungstrainings können sinnvoll sein ... was allerdings zunächst wichtig wäre, Bewerbungstrainigs sollten von Menschen geleitet werden, die unter Beweis gestellt haben, DASS sie gute Bewerbungen schreiben.
Ich hatte schon einige Bewerbungstrainings, und es waren immer Coaches, die in ihrem "Ausbildungsberufg leider nicht Fuß fassen konnten" ... also auf deutsch, die haben's auch nicht besser geschissen gekriegt.
Man sollte sich über eines im klaren sein, Jobcoach beim Jobcenter, das ist in etwa so ein atracktiver Job, wie Müllabfuhr ... und das merkt man den Coaches an ...

Ob die Menschen nun ihre Pflichtbewerbungen in einem Training schreiben, oder zuhause, das ist allerdings NICHT egal, denn die Maßnahme kostet Steuergelder und bringt in den meisten Fällen nichts als Unsicherheit und Unselbstständigkeit.

WIe gesagt, es gibt Leute, die davon profitieren können, aber die sind tatsächlich äußerst selten.
 
Hallo

DerOlf schrieb:
Tomislav2007 hat einfach ein etwas verschobenes Verständnis von Bemühen.
Diese unterschiedliche Auffassung von bemühen ist der Unterschied zwischen denen die schnell eine Arbeit finden und denen die jahrelang keine Arbeit finden.

DerOlf schrieb:
Bemüht hat sich demnach nämlich nur, wer auch erfolgreich war ... ein kassischer Zirkelschluss.
Wie soll man jemandem glauben das er sich ernsthaft bemüht eine Arbeit zu finden, wenn er nur seine Pflicht erfüllt und nur das Minimum an geforderten Bewerbungen abliefert ?

Selber der Gesellschaft nur das Minimum abliefern aber von der Gesellschaft das Maximum fordern, da wundert Ihr linken euch das Ihr bei der Gesellschaft nicht gut ankommt ?
Manche Pflichterfüller sind halt nur gut genug für Hartz4 und haben gar nicht mehr verdient, vor allem kein BGE.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Tomislav2007 schrieb:
Wie soll man jemandem glauben das er sich ernsthaft bemüht eine Arbeit zu finden, wenn er nur seine Pflicht erfüllt und nur das Minimum an geforderten Bewerbungen abliefert ?
Die Anzahl ist irrelevant. Entscheidend ist die Qualität und ob die Stelle mit zur Qualifikation passt. Man kann am Tag 100 Bewerbungen schreiben, die auf jeden Fall abgelehnt werden. Oder man schreibt eine, die erfolgreich ist, aber erfüllt damit nicht die Anzahl der geforderten Bewerbungen.
 
Ich möchte noch kurz erläutern, warum ich von einer Konsumerhöhung ausgehe, selbst wenn das BGE vom Betrag her der jetzigen Grundsicherung/ALG2 entsprechen würde.

Der Anteil der jetzigen ALG2- an den zukünftigen BGE-Empfängern beträgt maximal rund 10%. Nur diese Personengruppe hätte nicht mehr Geld für Konsum zur Verfügung. Es verblieben rd. 90% Empfänger, die sich mehr leisten könnten.
Da von Irgendjemand das BGE auch bezahlt werden muss, wird es natürlich auch netto- Geldgeber als Empfänger geben, welche dadurch weniger Geld für Konsum zur Verfügung haben werden, aber wohl nicht an Konsumarmut leiden werden, sondern weniger für Vermögensaufbau zur Verfügung haben. Diese Gruppe möchte ich jetzt aus Zeitgründen nicht weiter betrachten und sehr großzügig mit ebenfalls 10% annehmen.

Es verblieben rd. 80% an BGE-Empfängern, welche mehr Geld für Konsum oder Vermögensaufbau zur Verfügung hätten, z. Bsp. ALG2-Aufstocker, Leute mit wenig eigenem Einkommen ohne bisherigen Leistungsanspruch, Auszubildende, Mindestlohnempfänger, Durchschnittsverdiener und Leute mit einem Verdienst >Durchschnitt.

Ich sehe bis auf die Gruppe der Leute mit einem Verdienst deutlich > Durchschnitt ein erhebliches Konsumpotential für den obigen Empfängerkreis und ich bin der persönlichen Überzeugung, dass das Mehreinkommen durch BGE zu mindestens rd. 50% verkonsumiert wird.
z. Bsp. Miet-Eigenheim, größere/bessere Wohnung, besseres Auto, Fernreisen, hochwertige techn. Geräte, bessere Lebensmittel, mehr Freizeitveranstaltungen, mehr Bildung usw.
Wer schlau ist, investiert meiner Empfehlung nach gleich nach Einführung des BGE in Wohneigentum oder in andere rentierliche Anlageformen, bevor die Kaufgelegenheiten knapp werden, denn Einfamilienhausbaugrundstücke oder Bestandsimmobilien gibt es nicht unendlich viele. Da kann man Konsum (Wohnnutzung) und Vermögensaufbau miteinander kombinieren. Wer diese Gelegenheiten verpasst, wird sich meiner Meinung nach mit der zunehmenden Inflation von Verbrauchs-, aber auch Investitionsgütern auseinandersetzen müssen.
Wer schlau ist, betätigt sich in einem nachgefragten Dienstleistungssektor, Geld ist dann im Markt ja erst einmal vorhanden.

BGE macht die Mehrheit nicht reicher, sondern verteilt weiter von unten nach oben (Unternehmer) um.
Die Mehrheit kann sich nur noch mehr Konsum leisten, weshalb das BGE vielleicht doch irgendwann einmal kommen wird und sei es zu Beginn in Höhe der jetzigen Grundsicherung.
 
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