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Beyerdynamic DT-1770 Pro: Linke Seite leiser - Reparatur sehr teuer

Es sind ca. zwölf Prozent.
Gleichstrom fließt aber bei Musikwiedergabe nie durch die Spulen, also welche Relevanz hat die Messung?
 
Incanus schrieb:
Es sind ca. zwölf Prozent.
Es sind ca. tausend-einhundert Prozent Abweichung. Oder 2407,2 Ohm nach den Bildern.
Komma beachten. 231,8 vs 2639 Ohm
Jetzt wäre es interessant an welcher Stelle sich der hohe Widerstand lokalisieren lässt.;):rolleyes:
 
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Incanus schrieb:
Der Gleichstromwiderstand hat keinerlei Aussagekraft.
Hier wird der ohmsche Widerstand gemessen. Und dieser hat auf eine Wechselspannung oder eine pulsierende Gleichspannung natürlich genau so einen Einfluss. Zusammen mit dem Scheinwiederstand ergibt sich im Wechselstromkreis die Impedanz.
Davon abgesehen wären selbst 12% auffällig viel. Hier mal meine Kopfhörer
DT 880 (250): 242 248
DT 1990: 237 237
Tygr 300R: 31 31
Custom Studio: 79 79
AKG K712: 59 60
Im Idealfall sind beide Treiber gleich. Im Anschlusskabel sind + für L und R ebenso gleich lang und den einzigen Unterschied sollte das kurze Verbindungskabel zw. linker und rechter Seite ausmachen (eher unter 1 Ohm).

Zur Abhilfe muss der Kopfhörer geöffnet und an den Lötpunkten nachgemessen werden. Könnte eine kalte / gerissene Lötstelle sein. Oder im Anschluss - / Verbindungskabel ist eine Ader nur noch durch eine Litze verbunden und kurz vor dem kompletten Bruch.
 
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Justus43 schrieb:
Das eine sind 263 und rechts 2318 das ist doch keine leichte abweichung?

Wenn man das am Smartphone anguckt und nicht auf die Fotos zum vergrößern klickt sieht man fast nicht, dass das eine mit Kommastelle ist und das andere nicht. Ich hab da auch erst 2631 und 2318 gesehen.
 
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2000 ohm auf der leiseren Seite sind mal n kurioses Ergebnis - vorallem weil das Problem ja scheinbar öfters Auftritt.

ich hatte am ehesten mit einer fehlerhaften Wicklung der Schwingspule gerechnet, also Kurzschluss, dann würde aber der Widerstand bzw. die Impedanz sinken.

damit sind wir eigentlich beim Treiber selber durch, dh. es scheint die Verkabelung zu sein.

die beyerdynamic sind innen oft mit Steckkontakten aufgebaut. ich könnte mir vorstellen, dass hier was nicht in Ordnung ist, ggf. korrosion, oder andere Verschmutzung, vllt ist was von der Gelenkschmierung auf einen Stecker getropft oder so.

eine kalte Lötstelle würde ich eher ausschließen, die dürfte sich durch sporadische Ausfälle bemerkbar machen.

welcher Kopfhörer isses denn genau? auch ein dt1770 ?
 
Dt 1770 pro gen 1. sagt mir wie ich wo vorgehen soll und dann mache ich das 🫠👍🏼 hab ja nix zu verlieren
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also aktuell mache ich die linke seite um 70 leiser und generell mehr power, dann hab ich ungefähr gleiche lautstärke
 
Zuletzt bearbeitet:
du kannst den gerne auf deine verantwortung öffnen. bei beyer ist alles nur geclipt und gesteckt - nirgends eine schraube. d.h:

1. du brauchst beim öffnen die richtige portion feingefühl, positionierung und den mut ggf. auch mal etwas kräftiger zu ziehen/hebeln. aber beachte, dass das alles nur kunststoff ist - zu viel gewalt an der falschen stelle und dir kann etwas wegbrechen. du darfst auf keinen fall abrutschen - das kann den treiber oder die papiermembran um den treiber beschädigen.

2. ich würde dir dringend empfehlen ein kunsstoffwerkzeug statt einem schraubenzieher zu nutzen. es geht eine alte EC karte, ein gitarrenpick oder die öffner-werkzeuge von ifixit.

3. nimm dir das video als referenz:

schau dir an, wo er zum hebeln ansetzt. den teil mit dem kopfband usw. kannst du komplett überspringen. wir wollen nur die treiber herauslösen.

die treiber haben jeweils zwei steckerminals - über die terminals wird das inputsignal reingeführt und ein treiber mit dem zweiten verbunden (weil der kh nur eine einseitige zuleitung hat. ich weiß nicht, ob das beschriftet ist. markiere dir ggf. mit einem edding die buchse+stecker, die der jeweilige input ist.

ziehe bei den steckern nicht am kabel, sondern am stecker. nutze ggf. eine spitze zange oder einen schraubenzieher um den stecker am gehäuse aus der buchse zu ziehen, ggf. muss man das ein bisschen herauswackeln.

jetzt kannst du die treiber noch mal einzeln messen. die treiber sollten beide bei ca 260 ohm liegen. wenn beide treiber am multimeter gleich sind, misst du die kabelverbindungen. von stecker auf stecker sollte der widerstand deutlich unter <1 ohm sein.

prüfe ggf. auch auf belag, korrosion usw. kabel auch auf kabelbruch untersuchen (während der messung die kabel bewegen und prüfen ob sich der messwert ändert).

du kannst die treiber zwischen den kanälen vertauschen. d.h. sofern wir das problem nicht gelöst haben, wissen wir, obs der treiber oder was anderes ist. wenn das problem wandert -> treiberproblem. bleibt das problem -> verkabelung.

vielleicht musste man auch alles nur noch ein mal neu stecken um etwaige kontaktprobleme zu lösen - ähnlich wie beim 12v hpwr.

und wenn du den hörer schon offen hast, kannst du, wenn du willst, noch etwas pattafix ins gehäuse kleben (am rand und/oder um die mittlere struktur herum) um die plastikschüssel wenigstens etwas zu bedämpfen. eine idee polyesterwatte hinter dem treiber oder etwas schaumstoff schadet auch nicht - da ist ja garkein absorber drin.

die dosierung und platzierung vom pattafix kannst du mit anklopfen mit dem fingernagel prüfen. du willst das fast klirrende "TIK TIK TIK" von einem leeren plastikgehäuse eliminieren. sollte dann eher ein "tok tok tok" sein. wenn du polyesterwatte hast und davon was reintun willst, kannst du einfach mal den durchmesser vom gehäuse aus einer matte rausschneiden - unkomprimiert ca 5-10mm stark und das einfach hinter den treiber legen. wenn du weichen schaumstoff hast, kannst du dir da z.b. einen 4cm langen x 2cm breiten x 1cm hohen streifen herausschneiden und den einseitig mit pattafix ins gehäuse kleben. es geht nur darum, dass da etwas absorbermaterial drin ist. das leere plastikgehäuse ist no bueno, du willst das ding nur nicht überdämpfen. wenn du das gefühl hast, dass die höhen zu sehr bedämpft wurden, reduzierst du bei der polyesterwatte die stärke (normalerweise besteht die watte aus mehreren schichten, die man auseinander ziehen kann). beim schaumstoff schneidest du einfach ein stück weg. wichtig: beide seiten sollten logischerweise exakt gleich viel material an der selben stelle haben.

pattafix lässt sich rückstandslos entfernen, d.h. alles zu 100% reversibel. insgesamt sollte der beyerpeak etwas abnehmen und die kopfhörer sollten präziser und räumlicher klingen.
 
Ich danke fuer die Antwort, ich werde morgen mal aufschrauben. Bisher hatte ich nur das polster und das fließ ab, den ring auch dann aber mit dem klopfen kam der treiber nicht raus dann habe ich kapituliert
 
update: bin wohl zu dumm, kriege den Treiber per klopfen wie im Video nicht raus.
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So habs geschafft, leider wandert das Problem, ergo Treiber defekt?
 

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wenn ich die lötpunkte teste mit dem multimeter dann pieps es, aber die frage ist, wenns nicht am treiber liegt und der fehler wandert, wo setzte ich dann jetzt an ;/?
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Guess i found him, kriegt man das irgendwie wieder hin, ich vermute mal, dass das nicht so soll
 
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@duskstalker der rechte ist jetzt komplett tod, das letzte bild ist die rechte Membran bei der man sieht, das ein Draht der zwei gebrochen ist. Ich vermute, dass die sich berührt haben und beim rausholen ist dieser Kontakt verrutscht
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Blöderweise gibt es die Treiber für den DT1770 nicht einzeln sondern nur als Set. Würde aber trotzdem mal beim Support nachfragen ob sie nicht einen Treiber einzeln verkaufen würden. Habe auf diese Weise auch schon Ersatzteile bestellen können, welche so im Shop nicht verfügbar waren.
Andernfalls kann man das Set bestellen und den übrigen Treiber auf Ebay verkaufen oder eben schauen ob jemand anderes das bereits getan hat. So wie hier.
 
Dass es in der Preisklasse von Kopfhörern durchaus sinnvoll ist, Treiber nur als gemachte Paare einzusetzen wurde ja oben schon mal erwähnt.

Ich würde dann lieber den funktionierenden originalen als Gebrauchtware verkaufen.
 
Da er mir nie runtergefallen ist und der Draht in der Membran gebrochen ist?

Ich werde jedenfalls Abstand von Beyerdynamic nehmen
 
Incanus schrieb:
Was würde darauf hinweisen?

die Litzen liegen so, dass man da von außen nicht rankommt - dh die müssen "von selber" brechen, also entweder durch materialermüdung oder durch ihr eigenes gewicht. das sind "Profi"kopfhörer, die müssen auch was aushalten können. Stürze aus Stuhl oder Schreibtischhöhe dürfen auf keinen Fall die Innenverkabelung zerschießen.

außerdem sind Treiberdefekte bei beyerdynamic auffällig zahlreich. regelmäßig meldet sich hier jemand mit einem defekten Treiber. die Häufigkeit der Treiberdefekte ist NICHT normal.

der Treiber als Ersatzteil für 90€ das Stück ist da genau mein Humor. scheint so, als ob Beyer davon ausgehen würde, dass man die öfters tauschen muss...
 
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