e-ding
Commander
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th3o schrieb:1) Höhere Einnahmen wollen die Universitäten haben, um damit die Lern- und Lehrbedingungen zu heben. Allerdings lassen sichtbare Veränderungen ....
Stimmt. Ein wirklicher Ausbau, Erneuerung, Erweiterung, etc. ist gemessen an den geflossenen Finanzmitteln, noch nicht wirklich wahrzunehmen.
th3o schrieb:2) Kürzere Studienzeiten und jüngere Abgänger. Dieser Punkt passt natürlich hervorragend in ein gesellschaftliches System, .....
Stimmt! Allerdings bewerte ich diese Entwicklung nicht per se als negativ. Bildung kann nicht losgelöst vom gesellschaftlichen Bedarf gesehen werden sondern muss sich an ihm orientieren. Bildung ist nicht Selbstzweck und verändert sich natürlich, so wie es auch gesellschaftlichen Strukturen tun. Bezogen auf das Bachelor/Master -System, läuft es in Deutschland noch etwas steinig. Dies schreibe ich jedoch eher der Anpassungsphase zu als dem System an sich.
th3o schrieb:3) Studenten, die sich unipolitisch nicht engagieren, ist nur die logische Schlussfolgerung aus dem zweiten Punkt. Jemand, der ein Bewußtsein von seiner Lage entwickelt und mitbekommt, was aus ihm/ihr gemacht werden soll, könnte durchaus rebellieren. ....
Nö! Studenten, die sich unipolitisch engagieren wollen haben nach wie vor die Möglichkeit dazu (ASTA, StuPa, Gremien, etc.). Die Einrichtungen bestehen nach wie vor und werden von motivierten Studenten auch genutzt. Da ändert sich m.E. nicht viel.
th3o schrieb:4) Man kommt selbstverständlich nicht darauf, dass die Unistrukturen erweitert werden müssten, sondern erstmal sind es grundsätzlich zuviele die studieren wollen.![]()
Hier stimme ich in Teilen zu. Die Unistrukturen zu erweitern ist ein wichtiger Schritt, den zukünftigen Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden. Qualifikation wird zusehends wichtiger. Ich halte hier aber eine Selektion für wichtig. Es ist schön, wenn jemand z.B. Geschichte studieren möchte; es ist allerdings weniger schön, wenn eine dreistellige Zahl von exzellenten promovierten Historikern sich auf eine Stelle bewerben muss. Daher muss sich die Zahl der gebotenen Studienplätze am Bedarf orientieren. Das hat den Vorteil, dass in Nischen durch Selektion ein sehr hohes Niveau gewährleistet wird, während allgeimeinere Richtungen auch ein breiteres Qualifikations- und Leistungsband abdecken können.
MFG